alte Rizinusreste beseitigen

Hallo,
ich möchte ein Jahrzehnte altes Modell wiederbeleben und dafür vorher reinigen. Es sind ziemlich viele Reste von Rizinusöl auf dem Rumpf, der
Fläche und dem Motor. Alle Versuche, das Zeug anzulösen und zu beseitigen, waren bisher erfolglos.
Hat jemand einen Tipp, wie ich das beseitigt bekomme, ohne das Modell zu beschädigen?
Ich habe über Google etwas von Backofenspray gelesen. Dem traue ich zu, die Reste einzuweichen, aber ich fürchte auch, dass viel mehr weich und stumpf wird.
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Mark

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Hallo Mark,
Mark Ise schrieb:

Blos nicht. Backofenspray ist ein Teufelszeug und frisst Dir z. Bsp. das Aluminium des Motors an. Ein Patentrezept, alles mühelos innerhalb fünf Minuten blitzeblank zu bekommen, gibt es nicht. Grundsätzlich bekommst Du mit Hitze die Reste weich, sodass normale Reiniger wirken können, also z. Bsp. heisses Spüliwasser für das Modell. Beim Motor hilft erhitzen mit dem Heissluftfön sowohl beim Wiedergängigmachen wie auch bei der Reinigung. Dennoch ist's meistens mit nem Haufen Arbeit verbunden.
cu/2,
Rüdiger
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Ruediger Zoll schrieb am 27.01.2010 19:00:

Mit der vielen Arbeit sind sich die Leute im Thread wohl einige, aber mit dem Backofenspray und diversen Ölen eher nicht.
Ich werde das mal an kleinen Stellen ausprobieren.
--
Mark

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spülmittel, fettcreme, wd40, dazu muskelschmalz
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Andreas "cavala" Fischer schrieb:

wd40 greift buntmetalllegierungen an
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Moin Rydi!

Also sollte man den Flieger doch besser mit Blattgold belegen als ihn zu verzinnen?
Hajo!
servus,     Patrick, auch ohne Frhlichkeitsanzeiger. Aber das schaffst Du schon ...
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Servus Paddy! ;-)
Patrick Kuban schrieb:

Unbedingt. Klar richten Rostlöser nicht sofort Schaden an, erst nach einiger Zeit.

Was hat der jetzt damit zu schaffen? Legt der seine Turbinen jetzt inwendig mit Gold aus?
cu/2,
Rüdiger
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Ruediger Zoll schrieb:

Nö, er LÄSST auslegen ;-)
Ber "böse wie immer" nd
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Hallo Rydi,

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nicht ein Hoax ist. Der Hauptbestandteil von Caramba&Co ist Petroleum, und das wird im Maschinenbau als allgemeiner Mal-eben-kurz-Rostschutz eingesetzt. Auch fr MS und Co. Zumindest war's in meiner Werkzeugmacherei so. Gut, "mal-eben-kurz" ist nicht "einige Zeit"
An den OP: Weil geht ebenso, heit auch Paraffinl, ist in der Apotheke zu Apothekenpreisen zu haben und vertrglich fr den (menschlichen) Krper. Es ist der Hauptbestandteil von Ballistol, wird deshalb aber nicht billiger als in der Apotheke, und es taugt als Betriebsstoff fr Modelldiesel statt Petroleum.

Trotz Bernds mir sehr gefallender Antwort meinte ich allerdings den anderen Hajo R. aus Sch.
servus,     Patrick
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Servus Paddy! :-)
Patrick Kuban schrieb:

Nur zur Vollständigkeit: Im Umkehrschluss darf man Ballistol nicht in Modellmotoren geben. Das greift als Waffenöl massiv Buntmetalle an und verseift nach einiger Zeit zu weissem Schmodder.
cu/2,
Rüdiger
--
Eins fahr'n wir nie: SUV!

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Und so sprach Ruediger Zoll:

Ballistol ist wimre sauer ausgelegt. Messinghülsen greift es aber nicht wirklich an. Müsste man mit anderen Metallen evtl. testen
Der weisse "Schmodder" wird aber unter Belastung wieder flüssig und schmierfähig. Es ist nur zu Fett geronnenes Öl.
Ballistol beschreibt das in der Gebrauchsanweisung so, und es funktioniert auch.
Roland
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Servus Roland! ;-)
Roland Ertelt schrieb:

Es ist alkalisch, tut aber nichts zur Sache. Das Problem, was ich bei Ballistol hauptsächlich sehe, ist, dass es, so der Aufdruck hier auf meinem Fläschchen, "Geschossablagerungen und Nachschläge beseitigt".
Von daher kann man davon ausgehen, dass es zu Buntmetall nicht gerade freundlich ist.

Ob's wieder flüssig wird, weiss ich nicht. Jedenfalls müsste man es wieder mit erneuter Reinigung aus feinen Bohrungen (z. Bsp. Pleuel- schmierung) und aus dem Ansaugtrakt entfernen. Wozu also Ballistol verwenden, wenn gutes Nähmaschinenöl oder Synthetiköl einem diese Arbeit erspart?

Hm, das es "verschmoddert" steht drin, das Wiederflüssigwerden nicht. Die Gebrauchsanweisung samt Fläschchen ist schon ziemlich alt, bestimmt 15 Jahre. Vielleicht hats Du ja ne upgedatete Anleitung.
cu/2,
Rüdiger
--
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Ruediger Zoll schrieb:

Komischerweise assoziiere ich das "100% säure- und harzfreie Nähmaschinenöl" immer mit genau dem Gegenteil. Syntethik traue ich da weitaus mehr.
Bernd
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Hallo Bernd,

In mein^h^Deiner bekannt gehssigen Art denkst Du dabei bestimmt an Gummibrchen "garantiert ohne Fett".
BTW: woher wei der gemeine Motorenreiniger, was /gutes/ Nhmaschinenl ist? Und was passiert mit dem ganzen schlechten? Verklappt Pollin das fr billiich Geld? Oder wird das an bretonische Steilksten oder kubanische Sandstrnde appliziert?
servus,     Patrick
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Und so sprach Ruediger Zoll:

Wie gesagt. Einige alte Messinghülsen aus der "grünen" Zeit hab ich mit Ballistol gereinigt und aufpoliert, und "ölfeucht" in den Schrank gestellt. Sehen noch aus wie von vor 10 Jahren.

Das Entfernen geht aber mit frischen Ballistol ganz einfach. Das Alte wird sofort wieder flüssig. Zumindest war es bisher so. Ob man es überhaubt entfernen muss, oder ob es bei Temperaturbeanspruchung wieder selber flüssig wird, müsste man ausprobieren.
Nähmaschinenöl ist aber garantiert nicht so temperaturfest. Ein für Schusswaffen entwickeltem Öl traue ich da mehr zu. Ne Schusswaffe kann verdammt heiss werden ;-)
Aber die Reinigungswirkung dürfte mit Ballistol in einem Verbrenner ähnlich gut sein, wie in einer Waffe. Weniger Ablagerungen, die leichter weggehen.

Das mit dem Flüssigwerden stand *so* auch nicht drin. Es war so formuliert, dass es als tropffeste, vaselineartige Schutzschicht gerinnt, aber bei Beanspruchung seine Schmiereigenschaften trotzdem behält.
Praktische Erfahrungen zeig(t)en, wenn man diese "Vaseline" belastet, wird sie wieder flüssig. Da reichte schon, mit dem Putztuch drüberzugehen...
Roland
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Hallo Rydi,

Nicht ganz.

Ich aber: Wiki -> Weil. Der andere Name "Paraffinl" legt nahe, was der "Schmodder" ist, siehe auch inner Wiki -> Paraffin. Der Phasenbergang fest <-> flssig von Paraffin ist chemisch im prakikablen Bereich offenbar leicht einstellbar, es wird daher auch fr Latentwrmespeicher genutzt, konkret kenne ich die Werte 22C und 56C. Es /kann/ also locker wieder aufgescholzen werden und hat auch keine abrasiven oder bemerkenswert aggressiven Eigenarten: Motor warm = Schlotz weg.
servus,     Patrick
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Servus Paddy! ;-)
Patrick Kuban schrieb:
[Schmodder]

Dein Wort in Gottes Gehörgang. Ich glaub da nicht dran, aber das ist eine andere Sache.
Irgendwie macht es aber keinen schmalen Fuss, einen solcherart behandelten Mendor zunächst anzuheizen und dann erst anlassen zu können, weil vorher sämtliche Bohrungen zugeschlonzt waren.
Klar, die Kids johlen sicherlich, wenn man den Spirituskocher oder ne Lage Grillkohle unter den Motor stellt, auch Heissschiessen mit der Signalpistole sorgt bestimmt für Aufsehen.
cu/2,
Rüdiger
--
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Patrick Kuban schrieb am 28.01.2010 10:06:

Wäre Neoballistol besser, also besser Dreck lösend und weniger aggressiv zu Kunststoffoberflächen, als WD40?
Wäre es angebracht, das Öl über Nacht einwirken zu lassen und erst später mit der Schrubberei anzufangen?
--
Mark

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Hallo Mark,

Bis vor zwei Minuten wusste ich nicht, da es Neoballistol gibt. Also: k.A.

Ja. Synthetikl wscht die alten Rizinusablagerungen auch aus den alten Motoren raus. Frings meinte, da es nicht unsinnig ist, zur Aufarbeitung eines "gut gelagerten" Motors die Kerze rauszuschrauben und etwas davon reinzutun. wenn man dann 'ne Woche spter zuerst mal von Hand, dann mit dem Elektrostarter ranginge, kme die alte Rizinuskohle und der noch nicht verkohlte R.-Lack erheblich leichter wieder raus.
Vielleicht musst Du Synthil ja nur nehmen und Ballistol/Neoballistol/Paraffinl erst kaufen gehen ...
servus,     Patrick
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Patrick Kuban schrieb am 04.02.2010 21:47:

Ich habe Mobil1-Vollsynthetik 0W40 genommen. Damit ließ sich schon nach ein paar Minuten Einwirkzeit ein wenig von dem alten Schmand abreiben. Nach einer Stunde waren die Rizinusreste nicht mehr schwarz, sondern helbraun. Das Synthiöl ist also schon eingedrungen.
Ich habe die Teile nun mit dem Öl bestrichen und hoffe, dass weiterhin mehr vom Öl, und weniger vom Modell angelöst wird :-)
--
Mark

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