Edelstahl kalt verformen?

x-post deh und drmr; fup deh Falls anderes fup geeigneter, bitte entsprechend umleiten.
Hallo,
leider hab' ich bei der Bestellung für ein Zubehörteil zu einer
Bastel-Lösung nicht ganz die richtige Entscheidung getroffen :-( Aber jetzt ists passiert.
Ich hab' Edelstahlseile mit einem Ø von 5 mm in Edelstahl-Kabelschuhe verpressen lassen s. die beiden oberen Bilder von     http://reindlwolfgang.eu/Kabelschuh/Kabelschuh.pdf Der runde Teil vom Kabelschuh ist massiv, der sechseckige hohl und mit Kabel gefüllt. Jetzt bräuchte ich aber die Kabel in einem Winkel von einmal 30° und einmal 60° zur Öse wie in den beiden unteren Bildern skizziert. Kann ich die Öse in einen Schraubstock einspannen und mit dem Hammer den Kabelschuh in die gewünschte Position klopfen oder mag das Material diese Umformung eher nicht und reagiert mit Sprödbruch? Falls "Sprödbruch" - welche anderen Möglichkeiten gäbe es, den gewünschten Winkel zu bekommen?
Danke für sachdienliche Hinweise     Wolfgang
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Hallo Wolfgang!
Reindl Wolfgang schrieb:[ ... ]
> Falls "Sprödbruch" - welche anderen Möglichkeiten gäbe es, den > gewünschten Winkel zu bekommen?
Ohne wissenschaftlichen Hintergrund rate ich dir, beide Winkel mit etwas Radius - also nicht über die _scharfe_ Schraubstockbackenkante - und heiss zu biegen. Und zwar im massiven (runden) Part.
Die volle Zuglast des Seiles wirst du über die gebogenen Augen sowieso nicht ausspielen können. Ebenso wird's kompliziert, einen Test zu machen; ich nehme an, die 5mm Seile halten mehreren Tonnen stand.
> Danke für sachdienliche Hinweise
Könnt's sein, dass wir schon miteinander zu tun hatten?
drmm mit adressiert, weil ich deh nicht abonniert habe
--
ciao, Fritz

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Am 17.04.11 17:32, schrieb Fritz Reschen:

OK, muß ich schaun, wo ich was zum Heißmachen herbekomm

Aus geometrischen Gründen wollte ich eher im Übergangsbereich Öse zu massivem runden Part biegen.

Die Zuglast liegt bei << 100 kg. Der Ø vom Strick ist a) nur notwendig, um ein Einschneiden zu verhindern b) durch einen Bestellfehler eh um 1 mm zu groß

Möglich, aber ohne daß mit jetzt was konkretes einfiele.

OK
    Wolfgang
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Hallo Wolfgang!
Reindl Wolfgang schrieb: [ ... ]

Gas- Lötlampe? Starker Lötkolben? U.U. auch ein Heissluftfön, mit gebündeltem Strahl.

Ja, das sollte bei deinen Ansprüchen an die Zugbelastung klappen.

Na dann, bieg mal schön ;-) Kannst ja mit einer Lupe kontrollieren, ob Risse entstanden sind. Doch die +100kg hält's bald einmal.
--
ciao, Fritz

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Am 17.04.2011 18:20, schrieb Fritz Reschen:

Mal ganz doof gefragt: Ich hätte vermutlich einfach den Hammer angesetzt. Muss man das wirklich heiß machen?
Frauke
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Am Mon, 18 Apr 2011 10:44:22 +0200 schrieb Frauke Meier:

Kommt darauf an. Je nach Werkstoff, Materialstärke und Biegegrad ist es überflüssig bis notwendig.
Grundsätzlich machst du dir mit einer Kaltverformung das Gefüge kaputt im Metall und riskierst früher oder später evtl. einen Bruch an der Stelle. Gerade an sicherheitsrelevanten Teilen setze ich daher auch immer den Gasbrenner an.
Bei zarten Biegeradien und wenn das Gefüge nicht zerstört ist (z.B. wenn man schon Risse an der Oberfläche sieht), kann man das Werkstück auch nach dem Biegen erwärmen (Rekristallisationserwärmen). Dann bildet sich das Gefüge neu. Ist das Metall dann zu weich, darf man es noch Härten und wieder Anlassen (sonst bricht es auch wieder).
Du siehst, Werkstoffkunde ist ein weites Feld. :-)
PS: Wenn der OP schon auf ein Fup2 hinweist, wäre es nicht schlecht auch eins zu setzen beim Antworten, wenn man wieder in beide Gruppen postet.
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Am 18.04.11 11:29, schrieb Rainer Wahl:
[Überlegungen zu Gefügeschäden bei Kalt- und Heißverformungen]
Danke, ähnliche Überlegungen hab' ich nach dem ersten Impuls "einfach draufhämmern" ja auch angestellt. Und es halt dann vorgezogen, ein bisserl Rückversicherung einzuholen.

Ebent :-( Ich hatte halt gehofft, daß jemand weiß, aus was die rostfreien Aufquetschteile für Stahlseile normalerweise gemacht werden - und ob die eine einmalige Kaltumformung im geschilderten Ausmaß vertragen oder nicht.

... und auch darauf hinzuweisen SCNR
    Wolfgang
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Am 18.04.2011 10:44, schrieb Frauke Meier:

Glaub ich nicht. Vor allem sind Vorschläge wie Heißluftföhn und Lötlampe dummes Zeug. Heiß würde bei solchen Anwendungen bedeuten: rotglühend.
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Reicher Mann und armer Mann standen da und sah'n sich an und
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On Mon, 18 Apr 2011 11:51:01 +0200, Harry Hirsch

Genau so isses.
Im übrigen machst du womöglich auch durch Glühen das Gefüge kaputt.....je nachdem was das für ein Stahl ist und ob er gehärtet ist oder nicht. Vielleicht biegt er sich ja gar nicht?
Ich würde einfach draufdengeln, wobei die Verformung gar nicht so einfach sein dürfte. Keinesfalls zurückbiegen, also Minimum an Schlägen. Wenn du Risse siehst, auch mit der Lupe, ist es kaputt......
Oder selbst ein Zwischenstück basteln, und nur dieses verformen.
mfg
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Am Mon, 18 Apr 2011 12:16:46 +0200 schrieb Manfred D.:

Wenn das Ding gehärtet sein sollte muß er es sogar vorher Glühen, sonst geht gar nichts. Doch - ping und ab. :-) Ansonsten kriegst du IIRC mit Glühen das Gefüge nur kaputt, wenn du immer und immer wieder glühst und am besten dabei überhaupt nichts verformst. Wenn man beim Schmieden z.B. zu blöd ist zum Hämmern und das Werkstück daher immer wieder aufwärmen muß.
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Am 18.04.11 12:16, schrieb Manfred D.:

Irgendwas Edelstahligrostfreiunmagnetisches, aber auch da gips ja drölfzig verschiedene Legierungen mit unterschiedlichem Thermischen und mechanischen Verhalten. Aber vielleicht weiß ja jemand, aus was genau diese Aufquetschteile für Stahlseile genau gemacht werden.

Na ja, immerhin wird die Hülse ja verformt, um einen Kraftschluß zum Seil herzustellen (der 6eckige Teil). Ob das kalt oder heiß erfolgt weiß ich allerdings nicht und die Materialstärke ist auch deutlich geringer wie an der Stelle wo ich biegen will. Und da erfolgt die Umformung durch kontinuierlichen Druck und nicht dorch Impulse

War meine erste Überlegung, bis ich dan doch leichte Bedenken bekommen hab'

Eh kloa: "schwerer Hammer, leichte Schläge"

Eh kloa.

Dann stimmt die Geometrie nicht mehr, die Ösen hab' ich mm-genau aufquetschen lassen, aber leider a) die Materialstärke fslcah eingeschätzt und b) übersehen, daß das Seil eben mit 30° bzw 60° abzweigen muß.
    Wolfgang
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Am 18.04.2011 12:16, schrieb Manfred D.:

Yep, genau das schwebte mir auch vor, nur wissen weiß ich darüber nix.
Frauke
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Harry Hirsch schrieb:

"Glauben" = Nix wissen!

Mein Heissluftfön - also nicht die Wettererscheinung - schafft gemessene 430°C! Das reicht für den Fall! Von der Lötlampe rede ich gar nicht ...

Sagt wer?
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ciao, Fritz

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Am 18.04.2011 13:21, schrieb Fritz Reschen:

Ein Praktiker
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Am 18.04.2011 18:27, schrieb Harry Hirsch:

So einen hab ich eben gesehen. Auf der Post, kurz vor Feierabend. Hat den Boden gesäubert. Also ein Saubermann. Mit dem feuchten Wischtuch hat der den groben Dreck zusammen"gefegt", dass es unter dem Lappen nur so geknirscht hat. Dahinter kam der selbe Dreck wieder zum Vorschein. Als ich ging, war der "Praktiker" weg. Nur der Dreck lag noch da.
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Japanische Autos? Das ist deutsche Wertarbeit wie sie sein sollte.

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Am 18.04.2011 19:05, schrieb Günther Grund:

und das hat jetzt welchen Bezug zum Thema "Metalle heiß (warm) verformen"?
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Harry Hirsch schrieb:

Wo genau wird das von dir genannte Thema behandelt? Hab' ich was versäumt?
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ciao, Fritz

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Am 18.04.2011 19:51, schrieb Fritz Reschen:

eindeutig
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Am 18.04.2011 19:24, schrieb Harry Hirsch:

Genau so viel wie dein "ein Praktiker" eine Antwort auf die Frage ist: "Sagt wer?"
Was nennt sich nicht alles Praktiker und hat letztendlich keine Ahnung von dem was er macht.
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Japanische Autos? Das ist deutsche Wertarbeit wie sie sein sollte.

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Günther Grund schrieb:

Wie "Praktiker" so sind. Einer kann nicht mit'm Wischtuch umgehen, andere nicht mit der Lötlampe ;-)
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ciao, Fritz

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