digitalSTROM

Rolf_Bombach schrieb:


mal ausgehend von dem Fuenftel Energie (Primaerenergie, nehme ich an), das elektrisch genutzt wird - aus der Tabelle auf der zwoten Seite von http://www.ucte.org/_library/monthlystats/ms1208.pdf lese ich etwa 235 TWh el. Energieverbrauch fuer den Monat Dezember des Jahres 2008. Macht bei 744 Stunden in jenem Monat eine mittlere Leistung von 315 GW, davon ein Fuenftel in Haushalte, davon wiederum ein Fuenftel in Kuehlschraenke, macht 12,6 GW. Das bedeutet, ...

... wenn die Haelfte der Kuehlschraenke mit einer passenden Steuerung ausgestattet waeren, wuerden sie gerade so viel Primaerregelreserve vorhalten, wie im UCTE-Verbund laut dem mir vorliegenden Skriptum insgesamt vorzuhalten ist, um das Netz bei Kraftwerksausfaellen stabilzuhalten (zusaetzliche Annahme: die Haelfte der Kuehlschrank- regelungen befindet sich grade in der Haelfte des Toleranzbandes, in der eine Frequenzverschiebung einen veraenderten Einschaltzeitpunkt bewirkt).

ich schrieb bereits, dass an dieser Stelle der Knackpunkt sein wird; man koennte den Regler statt der schicken Temperaturanzeige ueber der Tuer einbauen, und die Temperatur ueber ein herkoemmliches Thermometer anzeigen, das koennte verbrauchsneutral auskommen

Natuerlich wird das *dieses* Problem nicht ansatzweise loesen, aber dazu isses auch nicht gedacht - das ist hoechstens ein kleines Mosaiksteinchen auf dem Weg. Wir werden nicht umhinkommen, uns Gedanken ueber unsere Verbraeuche zu machen und diese *bewusst* zu reduzieren, so weit, dass wir nicht mehr verbrauchen, als regenerativ bereitgestellt werden kann. Das ist noch ein laaanger Weg...
Gruss, Matthias Dingeldein
f'up dsie, da jetzt fachspezifisch
--
... und immer 'ne Handbreit Schiene unter den Raedern!

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Rolf_Bombach schrieb:

Das kann aber durchaus sehr positiven Effekt ergeben! Es geht nämlich genau genommen NICHT um Energie, sondern um Umweltschaden. Das sind zwei paar Stiefel.
Es gibt speicherbare und nicht speicherbare Energieträger. Je kürzer eine Energieform speicherbar ist, desto weniger umweltbelastend ist sie und desto weniger interessant wird der aktuelle Strompreis. So gesehen macht es durchaus Sinn, wenn der Kühlschrank wartet, bis er mit Solarenergie betrieben werden kann und deshalb ein Verbrennungsprozess abgeschaltet wird.
--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller schrieb:

Das ist schon klar, dennoch geht das Ganze an der Dimension des Problems vorbei. Deinem Astrail-Konzept gebe ich zwar keine grossen Chancen, aber es packt das Problem dort an, wo es gross ist und wo viel bewirkt werden kann.
Statt die paar Watt des Kühlschranks hin und her zu schieben, sollte man diese besser ganz vermeiden, etwa durch Verminderung oder Vermeidung der Stand-By-Energiefresser. Aber der Trend geht ja hin zum eigenen File-Server usw.
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf_Bombach schrieb:

du kannst helfen, die Chancen zu verbessern, indem du deine Umgebung vom demnächst ins Leben gerufene profi.astrail.de - Netzwerk erzählst. Dieses ist vor allem für die Industrie gedacht, um mit diesem Themenkreis gute Geschäfte zu machen. Nur so dürfte es möglich sein, eine ordentliche Marktdurchdringung mit entsprechendem Umwelteffekt zu erreichen. Gleichzeitig werden aus normalen Haushalten echte Unternehmer mit nur minimalem Risiko. Man lernt also das ganze Handwerkszeug für ein "richtiges" Unternehmen, verliert deshalb die Angst davor und packt dann auch wirklich wieder was an.

Es entstand auch aufgrund einer ABC-Analyse.

je mehr man im Land anpackt, desto wahrscheinlicher werden auch Lösungen. Kühlschränke und Klimaanlagen könnte man ja auch mit Abwärme oder Solarwärme betreiben. Nur fehlen die Unternehmen, die sowas auch anbieten. Im Astrail-Umfeld wird die Wahrscheinlichkeit, dass es solche Unternehmen geben wird, drastisch erhöht.

Ich bin mir keineswegs sicher, dass das ein Schaden sein muss. Ein Schaden ist es ja nur dann, wenn damit Umweltprobleme aufgetürmt werden. Mit der aktuellen Energieversorgung ist das leider so. Passiert das allerdings nicht, ist vom energetischen Standpunkt her gegen solche Lösungen nichts einzuwänden. Energie haben wir genug! Wir müssen sie nur intelligent anzapfen. Momentan regiert eher die Dummheit. SIE macht uns die ganz großen Probleme. Nicht die Energie.
--
Servus
Christoph Müller
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Carsten Kreft wrote:

Bitte?
vG
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"Man könnte ihn höchstens fragen, was das für eine blöde Idee war, am Rand
des Haifischbeckens Nasenbluten zu kriegen." (David Kastrup über einen
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Als Verbraucher (Mensch, nicht Elektrogerät) möchte ich aber nicht unbedingt wissen, wie der Preis jetzt im Augenblick ist, sondern in den nächsten Stunden. Fange ich jetzt an zu bügeln, oder erst etwas später? Ist Bügeln teurer als Gulasch? Erst essen und dann bügeln oder umgekehrt?
Und das Ganze dann bitte ohne ständige Datenabfrage durch den Stromversorger. Der muss nicht unbedingt wissen wann ich in Urlaub bin, wann ich zur Arbeit fahre oder zu Hause im Bett liege. Das alles geht auch die Trockenhaube von Frau Meier und den Kühlschrank vom Nachbarn nichts an. Eine Ablesung pro Jahr reicht. Nur dann eben nicht kWh sondern Euro. Man könnte sogar über eine wahlweise Prepaid-Karte nachdenken die man in den Zähler steckt.
Gruß Jochen
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Jochen Kriegerowski schrieb:

Dann guck mal auf www.ucte.org die Frequenz und probier mal eine Vorhersage - morgens und am fruehen Abend kurz nach der vollen Stunde geht einigermassen, aber sonst?
Gruss, Matthias Dingeldein
x-post dringelassen, da sonst Aufteilung in Nur-Fragen-Thread in der einen NG und Nur-Antworten-Thread in der anderen NG zu befuerchten ist
--
Um Frauen zu berechnen, braucht man einen Zufallsgenerator. ;-)

Francois Zellinger
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Jochen Kriegerowski schrieb:

Mit ASTROHS (Automatisches STROmHandelsSystem) wärst du aber sehr wahrscheinlich nicht nur Verbraucher, sondern auch Einspeiser. Ist der Strompreis hoch und du willst einen kräftigen Verbraucher nutzen - dann startet eben der eigene Stromerzeuger. Z.B. eine Etagenheizung, mit dessen Abwärme du die Wäsche noch etwa vortrocknen kannst.

Es wird Erfahrungswerte geben.

Mach's einfach an deinen eigenen Gewohnheiten fest. Die Technik sollte dann dafür sorgen, dass dann dein Stromerzeuger ggf. zuschaltet.

Das macht sowieso alles die Technik im Hintergrund. Darum musst du dich nicht kümmern.

Das würdest du ja nur deiner lokalen Intelligenz anvertrauen, auf die außer dir niemand Zugriff hat.

Richtig.
Die Technik wird beides übertragen müssen. Wahrscheinlich wird monatlich abgerechnet. Dieser Rhythmus hat sich im Wirtschaftsleben als brauchbarer Standard entwickelt. Um die Ablesung brauchst du dich auch nicht zu kümmern. Das erfolgt per Fernabfrage.

Wäre auch möglich. Bei Stromeinspeisung würde sie aufgeladen.
--
Servus
Christoph Müller
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Moin,
Carsten Kreft schrub:

Also kein Datenprotokoll, sondern einfach nur die Frequenz bestimmt, wie hoch der Strompreis ist, besser gesagt, wie viel verbraucht werden darf.
Ähnliches hatte ich hier (?) schon mal vor langem bezüglich der Netzspannung vorgeschlagen.
Beides hat zu große Haken. Bei der Frequenz ist es, dass diese in ganz Europa die gleiche ist. Wenn also mal wieder in Norddeutschland viel Windstrom anfällt, dann wird die Frequenz steigen und überall in Europa werden sich die Verbraucher zuschalten. Wohlgemerkt: Überall, auch im hintersten Winkel von Spanien oder Griechenland. Es fehlt die lokale Regelung.
Ich meine, Datenübertragung auf niedriger Baudrate per Stromkabel ist ja nun kein Problem. Jeder Knoten im Netz (jede Verteilerstation) kann dieses Signal aus dem Netz herausfiltern und ein neues anderes einspeisen. Es lässt sich also für jeden Netzabschnitt ein eigener Strompreis b.z.w. eine Bedarfsanforderung oder wie man es nennen will festlegen.
Aber so einfach funktioniert auch das nicht, da Überlandleitungen nur auf einer bestimmten Leistung optimal arbeiten. Man kann sie nicht sinnvoll stufenlos hoch- und runterfahren.
CU Rollo
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Carsten Kreft schrieb:

Das müsste sich für diesen allerdings auch irgendwie finanziell bemerkbar machen. Deshalb schlage ich ja seit vielen Jahren ein automatisches Stromhandelssystem (ASTROHS) vor. Im Rahmen dessen könnte digitalSTROM einen durchaus wichtigen Baustein darstellen.

Dagegen gibt's im ASTROHS-Protokoll die Zusatzzahl.

Durchaus. Denn die Einspeisung könnte sogar von der Atomuhr getriggert werden. Man wird schließlich überwiegend via Wechselrichter einspeisen.
--
Servus
Christoph Müller
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Kann nicht funktionieren, wenn der Verbrauch zu hoch ist für die angschlossenen Erzeuger so werden weitere Erzeuger zugeschaltet und die Frequenz steigt, also Verbraucher zuschalten, da der Verbrauch scheinbar niedrig ist, usw. Den Verbrauch steuern müssen die EWs anhand des Preises der zu kaufenden/verkaufenden Energie.
Ernst
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Moin,
snipped-for-privacy@epost.de schrub:

Und der ganzen Welt mitzuteilen, wann man was für eine Kaffeemaschine einschaltet (wenn die Sicherheit der Datenübertragung nicht gewährleistet ist)....
Besonders lustig finde ich solche Anwendungen, wie dass ich per Handy Licht im Wohnzimmer an- und ausschalten kann: Licht im Wohnzimmer brauche ich exakt dann, wenn ich im Wohnzimmer bin. Es ist sogar überflüssig, wenn ich das Wohnzimmerlicht aus der Küche heraus schalten kann, alles was über gängige Wechselschaltungen hinaus geht, ist IMO recht überflüssig.
Und bedenke: Jede Überwachungsfunktion und jede Erreichbarkeit via Internet oder sowas kostet permanent Strom.
Ich würde sagen: Eine hübsche Idee, technisch machbar, aber so lange niemandem einfällt, wozu man sowas brauchen sollte, kann man sich das Geld auch sparen.
CU Rollo
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Das passt wohl auch zu diesem Thema:
Auch Philip Bane, Geschftsfhrer von GlobalSmartEnergy, einer Firma, die Konzerne und Regierungsfonds bei Anlagen im Green-Tech-Sektor bert, hlt das intelligente Stromnetz fr den nchsten groen Boom- Markt. "Der Fokus wird bald nicht mehr auf der gnstigen Erzeugung von Strom liegen, sondern auf der Verbesserung der Energie-Infrastruktur", sagt er. "Greentech Media"-Chef Kanellos prognostiziert sogar, das Smart Grid werde mittelfristig den Solarmarkt berflgeln.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,612827-2,00.html
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snipped-for-privacy@epost.de schrieb:

Jau. Das funktioniert solange, bis Du in Deutschland eine neue Hochspannungstrasse bauen willst. Dann werfen sich Dir Horden von Bürgerinitiativen in den Weg.
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek schrieb:

Hallo,
oder sie behaupten es würde statt mit einer Freileitung genauso mit einem Kabel unter der Erde gehen, Bau und Betrieb würde nicht wesentlich teurer.
Bye
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