Das ist allerdings ein großer Irrtum.
Nein. Es kommt zu Synergien.
Bis dahin wird das Auto keinen Fahrer mehr brauchen. Deshalb wird auch niemand mehr die Bahn brauchen und jede weitere Diskussion über Individualverkehr ist damit hinfällig bzw. überflüssig.
Nein. Mit einem funktionalen Ansatz und statistischen Daten kommt man drauf, dass für D etwa 4 Millionen Stück nötig wären. Das sind etwa 10% des KFZ-Bestandes. Meistens fährt man nur nur kurze Strecken. Dafür braucht man kein Railtaxi.
Aus eben diesem Grund wurde ja die Gleitzeit eingeführt.
Teilweise durchaus. Der Parkplatzsuchverkehr entfällt. Am Zielort werden auch nicht massenweise Parkplätze gebraucht, weil sie gleich wieder weiter fahren, um die Nächsten zu holen oder Waren zu transportieren.
Wie kommst du drauf?
Selbstverständlich geht hat. Habe ich auch schon mehrfach erklärt, wie's geht. Spritherstellung - 50% Verlust. Tankinhalt - 80% Verlust. Fehlendes waggonähnliches Windschattenfahren und fehlende Bremsenergierückgewinnung - 50% Verlust Als Nutzen bleiben damit nur 5% der reingesteckten Energie übrig.
Railtaxi im Astrail-Konzept: Spritherstellung entfällt. Stattdessen wird stationär Strom produziert. Aus Sonne, Wind, Wasser, Biogas, Biomasse, ... Aus 80% Verlust des "Tankinhalts" werden nur "60%". Die sind allerdings kein Verlust, sondern i.d.R. Nutzwärme. Dafür sorgt ein automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle. Diese 60% braucht man deshalb nicht mehr der Mobilität zurechnen. Als Railtaxi wird man die meiste Zeit waggonähnlich im Windschatten fahren. Weil man aus eigener Kraft nur noch kurze Strecken bewältigen muss (bis zum nächsten Bahnhof wird noch kommen), sind E-Autos selbst mit heute gängiger Akkutechnik massentauglich. Man wird sich seine Antriebsenergie vorzugsweise aus seinen eigenen Quellen abzweigen. Solarenergie, Wind, stromproduzierende Heizung...
Und zwar wie gehabt. Mit dem 20-Fachen Energiebedarf! Und der wird auch noch aus überwiegend fossilen Quellen gedeckt, deren Hinterlassenschaften sich in unangenehmer Weise in unserem Lebensraum anreichern.
Stimmt. Dafür sorgt schon das oberste Management der Bahn, das ich aus eben genannten Gründen für die größte Umweltsau im ganzen Land halte.
Gar nicht schwierig zu wissen. Zerlege die Bedürfnisse einfach mal in ihre Funktionen. Welche Funktionen brauchen die Leute? Wie kann man sie bereitstellen?
Das ist eine Frage des Timings. Sollte die Bahn sagen, dass sie Individualverkehr auf ihren Schienen anbieten will, dann werden sich die Entwicklungsaktivitäten der Autohersteller etwas verändern. Nämlich mehr in Richtung Innenraumausstattung und -größe. Die Fahrerassistenzsysteme werden dann etwas in den Hintergrund gedrängt oder gleich auf die Schiene gelenkt, womit dein erwarteter Prototyp relativ schnell Realität werden könnte. Die Entwicklungskapazitäten sind ja schon da und auch richtig vernetzt.
Hat man sich eingebildet. Man will Flugzeug sein, obwohl man nie abheben wird. Will ich Napoleon sein, steckt man mich in die Klappse.
Es wäre endlich an der Zeit, dass die Bahn mal über ihre eigenen systematischen Vorteile nachdenkt. Dann wird sie sehr schnell drauf kommen, dass Hochgeschwindigkeit KEIN systematischer Vorteil ist. Aber die Kundennähe wäre einer. Der wird aber mit der Hochgeschwindigkeit aufgegeben.
Amerika ist nicht Deutschland. Hier haben wir im Vergleich zu Amerika sehr kurze Distanzen und sehr viele Start- und Zielorte.
Weshalb sie diesen Kernbereich trotz dem absehbar kommenden fahrerlosen Auto behalten wird - darüber solltest du dir mal etwas genauere Gedanken machen. Einfach nur zu behaupten, dass sie diesen Kernbereich noch lange behalten wird, ist schon eine reichlich dünne und ziemlich substanzlose Argumentation. So argumentiert das oberste Bahnmanagement auch. Daran wird das Unternehmen zugrunde gehen. Die Funktionen, die die Bahn bieten kann, werden dann nämlich vom Auto wesentlich benutzerfreundlicher zur Verfügung gestellt. Keine Fahrpläne, keine langen Zubringer, kein Umsteigen, keine Hetze, reisen mit dem jeweils ganz individuell sinnvollsten Komfort, ...
Klar. Nur wovor will sie sich schützen?
In erster Linie ein finanzielles. Aber man erkennt auch deutlich die Interessenslage des Unternehmens. SIE ist das Entscheidende.
Die Kunden werden sicher nicht protestieren, wenn das Auto keinen Fahrer mehr braucht. Sie werden mit den Füßen abstimmen.
Im Verhältnis zum anstehenden Problem ist das nur Kinderkram.
Der Zwang besteht durchaus. Er wird aber seitens der Verantwortlichen nicht wahrgenommen. Ich bin nicht verantwortlich für die Entwicklung und Verbesserung der Fahrerassistenzsysteme. Die Konsequenzen daraus muss die Bahn ziehen. Nicht ich. Es geht um die Existenz der Bahn und nicht um meine.
Mein Gegner ist sie nicht. Auch wenn sie mich als solchen betrachtet. Der Gegner der Bahn sind die immer besser werdenden Fahrerassistenzsysteme. Die Bahn wird ihre Entwicklung nicht aufhalten. aber sie könnte einen Synergiepfad einschlagen, von dem ALLE was hätten. Dem verweigert sie sich allerdings. Deshalb werden die Fahrerassistenzsysteme ihr die letzte verbliebene Kundschaft abjagen, sobald sie die Zulassung haben, ohne Fahrer fahren zu dürfen.
Der hat auch damit zu tun, dass sich die Bahn das heraufziehende Problem offensichtlich überhaupt nicht vorstellen kann. Oder sie kann es sich vorstellen und ignoriert es trotzdem. Das wäre dann ein eklatanter Fall von Untreue und somit vermutlich auch eine strafbare Handlung. Schließlich sollte man von einem Vorstand schon erwarten können, dass er das Wohl des Unternehmens im Auge hat, für das er arbeitet und wofür er auch sein Salair bezieht.
Darin liegt sehr wohl eine Zeitvorgabe. Ab dem Zeitpunkt ab dem die Fahrerassistenzsysteme offiziell ohne Fahrer fahren dürfen, wird man nicht mehr in der Lage sein, Individualverkehr auf die Schiene zu bringen. Diese Entwicklung müsste eigentlich längst begonnen haben. Sie wurde und wird jedoch aktiv verhindert.