FI-Schalter bei Fön in der Badewanne

Am 31.08.2011 13:28, schrieb Thorsten Böttcher:


Sehr gute Frage. Meine Abwasserrohre gehen dann noch 15 Meter durch die Erde und mĂŒnden in einer KleinklĂ€ranlage - welche aus PE besteht. Ab und an wird das Klarwasser durch eine Pumpe in die Versickerung geschickt, dann kommt das Wasser tatsĂ€chlich irgendwann mit Erdreich in Verbindung.
Allerdings gibts hier auch 1-Personen-Haushalte, fĂŒr die sich eine KlĂ€ranlage nicht rechnet und die eine abflußlose Sammelgrube haben, welche ab und an geleert wird - und auch die ist meist aus PE...
Da gibts dann gar keinen Kontakt zum Erdreich.
Gruß, Martin
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Hi, naja, mag schon sein, daß es mal nichts gibt. Aber meist sind dann doch Stellen da, etwa ĂŒber das innen versiffte Rohr der Waschmaschine oder ĂŒber das MetallgestĂ€nge unterm Waschbecken, an dem der Durchlauferhitzer hĂ€ngt...denk etwa an die KĂŒchenspĂŒle, gleicher Abfluß, aber "leitend" mit dem Wasserhahn verbunden.
--
mfg,
gUnther
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Am 31.08.2011 10:42, schrieb Thorsten Böttcher:

Spannende Frage. :-) Versuch doch mal den Widerstand vom Wasser zum Heizungsrohr (oder zum Schutzkontakt) zu messen, realistischerweise mit feuchter AtmosphĂ€re (heißes Wasser), ĂŒbergeschwappter Feuchtigkeit usw. Ist natĂŒrlich nur begrenzt aussagekrĂ€ftig, aber man will solche Experimente ja nicht wirklich mit 230 V machen.
Bernd
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Am 31.08.2011 11:18, schrieb Bernd Daene:

Heizungsrohr/Schutzkontakt ist min 2m weit weg. Der nÀchste Punkt mit Erdpotential ist der Wasserhahn, bei voller Wanne sind das noch gut 10-15 cm Luftlinie. Du meinst nicht wirklich dass da bei 230V ein LeitfÀhige Verbindung durch die Luft zustanden kommt?
MfG
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Am 31.08.2011 11:32, schrieb Thorsten Böttcher:

Ich dachte eher an Feuchtigkeitsniederschlag infolge der feuchten Luft. Und der Weg muss ja nicht unbedingt zu einem offensichtlichen Metallteil gehen.
Bernd
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Am 31.08.2011 12:21, schrieb Bernd Daene:

Sondern? Es wird der Weg zum nÀchsten geerdeten Punkt sein. Da meine WÀnde (hoffentlich) auch wÀhrend des badens trocken bleiben, bleibt da nur der Wasserhahn in unmittelbarer NÀhe.
Und selbst da ist noch ne Kriechstrecke von locker 15-20cm zu ĂŒberwinden. Das ganze hat zwar einen theoretischen Widerstand, in der Praxis wird der aber nicht relevant sein.
Zumal L und N beim eintauchen direkt nebeneinander sind.
MfG
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Am 31.08.2011 12:38, schrieb Thorsten Böttcher:

Zum Beispiel die Grundfeuchte im Mauerwerk, verbunden mit großem Querschnitt. Weiterhin irgendwelche geerdeten Metallteile, die u.U. irgendwo in der Mauer stecken. Wenn es das alles nicht gĂ€be, dĂŒrftest du ĂŒberhaupt nichts spĂŒren, wenn du einfach so auf dem Fußboden stehst und die Phase anfasst. Weiterhin wĂŒrde der klassische "PhasenprĂŒfer" nur dann funktionieren, wenn du dich extra um die Erdung deines Körpers kĂŒmmern wĂŒrdest. Neben dem ohmschen Widerstand spielen da ĂŒbrigens auch KapazitĂ€ten eine Rolle, es ist ja Wechselstrom.

Klar, aber ein Fehlerstrom zur Erde wird allein dadurch nicht verhindert. Der große Strom auf dem kurzen Weg verhindert nicht, dass ein kleinerer Strom auf dem "schwierigeren" Weg fließt. Denn es ist von der Spannungsquelle her gesehen eine Parallelschaltung.
(Eine Möglichkeit wĂ€re, dass der große Strom den LS-Schalter auslöst, das hĂ€ngt von der LeitfĂ€higkeit des Wassers und der genauen Geometrie ab. Den kleineren Fehlerstrom sieht natĂŒrlich der FI-Schalter, falls vorhanden.)
Bei wirklich gut isolierter Wanne tendiert das Potenzial im Wasser in hinreichender Entfernung von den Elektroden gegen den Mittelwert, was gegen Erde immer noch die halbe Netzspannung ist. Das könnte beim Aussteigen interessant werden.
Bernd
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Am 31.08.2011 13:21, schrieb Bernd Daene:

Sicher, alles richtig. Die Frage ist nur ob der Strom dadurch groß genug wird um den FI auszulösen. Der klassische PhasenprĂŒfer braucht fĂŒr die Glimmlape zum GlĂŒck sehr viel weniger Strom.

Sollte ich mal in der Situation sein das ich mit untergetauchtem Fön in der Wanne sitze, ich weder einen Stromschlag bekomme noch der FI oder die Sicherung auslöst, dann werde ich den Fön vor dem Aussteigen aus der Wanne nehmen :-)
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Am 31.08.2011 13:36, schrieb Thorsten Böttcher:

Aber möglichst nur an der Zuleitung außerhalb des Wassers anfassen. ;-) ;-)
Bernd
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Am 31.08.2011 14:42, schrieb Bernd Daene:

...und hier bitte ausfĂŒhrlich berichten. O:-)
--
Gruß
Karl Friedrich
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Das ist eine "Isolierung" fĂŒr Gleichspannung/strom. Ham wir aber nicht in diesem Fall.
Norbert
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Am 31.08.2011 21:08, schrieb Norbert Hahn:

Naja, um mit einem Kondensator bei 50 Hz und 230 V einen Strom von 20 mA zu ermöglichen, mĂŒsste die KapazitĂ€t mindestens 277 nF betragen (Verluste vernachlĂ€ssigt). Ein Plattenkondensator mit 3 mm dickem Acryl als Dielektrikum mĂŒsste dazu eine FlĂ€che von etwa 23,5 mÂČ haben. (Wobei freilich schon leitfĂ€hige Schichten auf beiden Seiten des Acryls angenommen sind.) Deshalb denke ich, dass von da nur ein kleiner Beitrag kommen kann.
Bernd
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Am 01.09.2011 10:31, schrieb Bernd Daene:

FĂŒr einen schmerzhaften Schlag reicht natĂŒrlich weniger. Manche Quellen nennen auch 10 mA als lebensgefĂ€hrlichen Wert (bei 50 Hz und Einwirkdauer im Sekundenbereich). Ein so empfindlicher FI-Schalter wĂ€re vielleicht wegen Fehlauslösungen nicht praktikabel, gerade im Bad.
Der im Thread erwĂ€hnte 500-mA-FI-Schalter braucht allerdings ganz andere Werte und nĂŒtzt mE eher dem Brandschutz als dem Personenschutz. Sprich bei der isolierten Acrylwanne wird der 500-mA-Schalter evtl. nicht ansprechen, obwohl gefĂ€hrliche Ströme möglich sind. So gesehen könnte man eine geerdete Metallwanne auch als Vorteil betrachten, da sie fĂŒr einen grĂ¶ĂŸeren Fehlerstrom sorgt.
Bernd
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Am 01.09.2011 11:18, schrieb Bernd Daene:

Schonmal daran gedacht, das die auch bei Gewitter auslösen können?

Die 500mA FIs dienten dem Isolationsschutz bei zB Motoren. Das Homo sapiens sich in der Badewanne föhnen will, wurde damals nicht in ErwÀgung gezogen.
--
mfg hdw

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Eine gefĂŒllte Badewanne dĂŒrfte eine dieser Bedingungen erfĂŒllen:
1. Die Badewanne wurde vor einigen Jahren eingebaut, als noch deren "Erdung" Pflicht war. 2. Die Badewanne ist nass und mit Wasser gefĂŒllt, sie hat ringsum ebenfalls Kontakt durch NĂ€sse mit Fliesen, Armaturen, ... Da ergibt sich schon ein hinreichend niedriger Erdungswiderstand
Schön, wenn man sie als absolut isolierend betrachten könnte. Dann wĂŒrde auch kein merklicher Strom außerhalb des Föns durch das Wasser fließen.
--- Posted via
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Am 29.08.2011 18:50, schrieb Tobias HĂŒberlin:

SpÀte ErgÀnzung: Hier ist noch ein Beitrag zum Thema:
http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/0925/badewanne.jsp
Übrigens auch mit Acrylwanne. Zuerst ohne FI-Schalter, in der letzten Minute dann nochmal mit. Aber natĂŒrlich kein kontrolliertes Experiment.
Bernd
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