fragwĂŒrdige Leitungsverlegung in einer Pension

Hallo,
bei der letzten Pension, wo ich genÀchtigt habe (Privathaus), wurden offenbar in die Zimmer nachtrÀglich Duschen und ein WC eingebaut, und
damit auch ein Venitllator, dessen Netzleitung quer ĂŒber die Dusche verlĂ€uft. Ich habe das mal mit zwei Bildern festgehalten:
http://thorsten-klein.ch/ebay/1.jpg
http://thorsten-klein.ch/ebay/2.jpg
(Die Bilder sind nicht bei ebay, hab sie nur in den Ordner getan ;-) Die Pension ist in Deutschland im ThĂŒringer Wald. Ich zweifele irgendwie dass das so erlaubt ist, es gibt ja diese MindestabstĂ€nde.
Habe die Vermieterin jetzt auf den Umstand nicht angesprochen da ich zuerst auf Nummer sicher gehen wollte. Bei wem meldet man soetwas (wenn tatsÀchlich illegale Verlegung) - VDE?
Gruss, Thorsten
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Thorsten Klein schrieb:

NYM ist für Feuchtraum gedacht. Befestigt scheint es mit Heißkleber zu sein. Ist OK ;-)
-- mfg hdw
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begin quoting, "Horst-D.Winzler" schrieb:

1. lokaler Stromversorger 2. Gewerbeaufsichtsamt 3. Finanzamt bzw. Zoll (Steuerfahndung)
(letzteres wegen der vermutlichen Schwarzarbeit).

Nein, ist es natĂŒrlich nicht. Andererseits darf man auch mal nach dem Sinn der Vorschrift fragen.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Thorsten Klein schrieb:

Hallo,
also geregelt wĂ€re die Frage der Leitungsverlegung und auch die der Installation des LĂŒfters in der DIN VDE 0100 T701: 2002-02, diese gilt fĂŒr RĂ€ume mit Badewanne oder Dusche.
So wie ich das jetzt auf den Fotos erkennen kann (auch wenn mich die Decke irritiert *g) wird hier der Schutzbereich 0 verletzt.
Ob das so in Ordnung ist wage ich zu bezweifeln. Du hĂ€ttest meiner Meinung nach Deine Vermieterin darauf ansprechen sollen, immerhin haftet der ausfĂŒhrende Elektriker dafĂŒr was er da installiert hat.
An wen man sich da wenden sollte weiß ich nicht mit Sicherheit zu sagen, aber ich denke das zustĂ€ndige Ordnungsamt sollte die erste Anlaufstelle nach der Vermieterin sein. Das Ordnungsamt stellt dann fest ob tatsĂ€chlich eine GefĂ€hrdung vorliegt und wie diese zu beseitigen ist.
Mit freundlichem Gruß,
Daniel
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begin quoting, Daniel Menzel schrieb:

ACK
Die Annahme, daß die Vermieterin arglos ist, dĂŒrfte ein wenig weltfremd sein.

Daß das Ordnungsamt das tut, wage ich sehr zu bezweifeln. Eine akute GefĂ€hrdung liegt selbstverstĂ€ndlich *nicht* vor (weswegen der Stromversorger auch nichts unternehmen wird), und rechtlich handelt es sich um Ordnungswidrigkeiten, die nach dem OpportunitĂ€tsprinzip verfolgt werden, was praktisch heißt: gar nicht.
Die Sache hat also durchaus das Zeug fĂŒr eine Provinzposse: Die zustĂ€ndige Institution wird den Unternkunftsbetrieb unter der Hand darauf hinweisen, daß sich ein auswĂ€rtiger Oberlehrer wichtiggemacht hat, worauf die Chefin die Beschwerde mit einer kleinen Parteispende abstellt und der Wichtigtuer in dem Ort auf die Schwarze Liste gesetzt wird. Als nĂ€chstes kontrolliert jemand anderes in einem halben Jahr nach, daß sich an dem Zustand exakt nichts verĂ€ndert hat, und fall das in die Presse kommen sollte, sind danach keinerlei Akten auffindbar.
Wohl dem, der nachts friedlich schlÀft und an den Rechtsstaat glaubt...
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Nochmal kurz um auf den Punkt mit dem Ordnungsamt einzugehen:

Ich kenne die Vermieterin nicht, von daher könnte es auch ein altes dementes naives MĂŒtterchen sein. xD Aber versteh schon was Du meinst, hast durchaus recht.

Ich denke dass das so nicht ganz richtig ist, da das zustÀndige Ordnungsamt verpflichtet ist einem Hinweis nachzugehen. Ob die dann wirklich was machen oder machen lassen sei dahingestellt. :)

OT: Also, nach ein paar Bierchen schlaf ich immer gut....
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Es dĂŒrfte vollkommen wurscht sein, ob und wenn ja wem der OP das irgendwann mal meldet: http://www.merkur-online.de/nachrichten/deutschland/vermieter-haftet-nicht-toedlichen-stromschlag-506404.html oder, falls der Artikel nicht mehr existiert, nach (Az.: 6 0 262/09) in (dem nur virtuell existierenden) Bielefeld suchen.
Karl
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Interessant: "Als nach dem Tod der Frau eine moderner Sicherungsschalter mit 30 Milliampere eingebaut wurde, reagierte dieser im Test erst nach einer Minute. Ursache seien möglicherweise andere Fehler in der Elektroinstallation."
Wie das denn? RCD mit irgendwas ĂŒberbrĂŒckt?
Felix
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Felix Holdener schrieb:

Messen des Fehlerstroms wäre aufschlußreich gewesen. Offensichtlich wurde das aber versäumt?
-- mfg hdw
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begin quoting, Felix Holdener schrieb:

Der PE hat vor und hinter dem RCD Kontakt mit dem N. Dadurch teilt sich der Fehlerstrom annĂ€hernd gleichmĂ€ĂŸig auf PE und N auf, weswegen sich der Ansprechstrom in etwa verdoppelt.
An dem Urteil sind schon drei Punkte zu beanstanden: - Der E-Check ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber folgt aus technischen Sorgfaltspflichten und ist vertragliche Nebenpflicht. - Der veraltete 0,5-A-RCD war nicht mehr zulĂ€ssig, ein vorschriftsmĂ€ĂŸiger hĂ€tte den tödlichen Unfall verhindert. (Vorausgesetzt, er wĂ€re korrekt geprĂŒft worden.) - Man mĂŒĂŸte mal prĂŒfen, ob die Leitung, die den Handtuchhalter unter Strom gesetzt hat, ggf. die Schutzbereiche um die Dusche verletzt hat.
Gruß aus Bremen Ralf
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begin quoting, Karl Davis schrieb:

http://www.merkur-online.de/nachrichten/deutschland/vermieter-haftet-nicht-toedlichen-stromschlag-506404.html
Tödlicher Stromschlag durch BerĂŒhrung einer *Schraube*? (Ach nee, sie hatte wohl den Handtuchhalter umfaßt.) FI (der "nachtrĂ€gliche"), der erst nach einer Minute auslöst?
Die rechtliche EinschĂ€tzung halte ich fĂŒr ziemlich hanebĂŒchen, aber das mag auf die djurnalistische Meisterleistung zurĂŒckzufĂŒhren sein: SelbstverstĂ€ndlich besteht eine Pflicht zur DurchfĂŒhrung von E-Checks. Daß die den Fehler nicht aufgedeckt hĂ€tten, mag sein, aber wenn sich die angebohrte Leitung im Schutzbereich befand, dann ist der Elektriker (nicht unbedingt der Vermieter) "dran". Das ist schließlich genau der Sinn der Vorschrift, Leitungen in genau diesem Bereich deswegen nicht zu verlegen, damit sie dort eben nicht angebohrt werden können.
Gut, im Ergebnis mag das Urteil in Ordnung gehen: Der Vermieter haftet nur fĂŒr Verschulden, nicht fĂŒr Betriebsgefahr, und Verschulden liegt wohl nicht vor. Gleichwohl ist der Zustand nach Kenntnis zu bereinigen.
(Der Vormieter hat sich ĂŒbrigens möglicherweise strafbar gemacht.)
Gruß aus Bremen Ralf
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[...]
[...]
Witzig, was hier doch immer wieder fĂŒr juristische FachkrĂ€fte anwesend sind... a) ist eine Vorschrift eine Vorschrift und kein Gesetz. Man kann sich dran halten oder es lassen, wie man sieht kann man es auch konsequenzenlos lassen. b) möchte ich mal denjenigen sehen, der nach 39 Jahren (die die Anlage angeblich(!) unverĂ€ndert und ungewartet war) den Elektriker herausfindet, der damals verantwortlich war, und darĂŒberhinaus auch ebendiesem noch nachweist, daß genau erselbst den Fehler begangen hat, und nicht der Vermieter in Eigenleistung oder einer der zahlreichen Mieter dazwischen. DĂŒrfte nicht beweisfest im Sinne gegen den Elektriker machbar sein. c) möchte ich gerne dabei sein, wie Du dem Vormieter Strafbarkeit nachweist.
Karl
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begin quoting, Karl Davis schrieb:

1. Ein Gesetz ist auch eine (Rechts-)Vorschrift.

2. Wird die korrekte AusfĂŒhrung und der Zustand einer technischen Anlage natĂŒrlich anhand technischer Vorschriften bewertet - was denn sonst. VDE-Vorschriften usw. nicht zu beachten, ist also keineswegs konsequenzenlos, sondern kann durchaus strafbar sein.

Die Frage der Beweisbarkeit hat erst einmal ĂŒberhaupt nichts mit der rechtlichen Beurteilung zu tun. Ein Mörder ist auch dann ein Mörder, wenn er nicht erwischt wird.

Der Vormieter hat vor Gericht ausgesagt, daß ihm bekannt war, daß der Handtuchhalter unter Strom steht. Das war jetzt aber einfach...
Gruß aus Bremen Ralf
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Ja. Aber eine Vorschrift nicht automatisch ein Gesetz. Du sollst nicht verdrehen, was andere schreiben...

Das bestreitet keiner. Aber die VDE ist eine Vorschrift, kein Gesetz.

Höchstens zivilrechtlich, da eben kein Gesetz.

Oh. Gut, das Du kein Richter bist. SelbstverstĂ€ndlich hat die Frage der UrsĂ€chlichkeit bzw. Beweisbarkeit etwas damit zu tun. Wenn der Elektriker, der die Unterschrift unter die Abnahme vor 39J gesetzt hat, alles richtig gemacht hat, und jetzt etwas nicht richtig ist, heisst das noch lange nicht, daß er ein Mörder ist. Aber Dir das begreiflich zu machen ist eine Arbeit fĂŒr Sisyphos, ich mache das nicht.

Hat er? Das steht in dem Artikel, ob es der Wahrheit entspricht, weiss hier niemand.
Karl
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Karl Davis schrieb:

BDW VDE ist eine Empfehlung. Also nicht mal eine Vorschrift ;-)
http://www.vde.com/de/Karriere/Ingenieurausbildung/Documents/Attraktivitaet_der_Professur.pdf
-- mfg hdw
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wrote:

Sie hat Gesetzeskraft und der Richter wird sie als Grundlage fĂŒr sein Urteil heranziehen!
GĂŒnther Friedrich
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Wovon trÀumst Du nachts?
Karl
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begin quoting, "GĂŒnther Friedrich" schrieb:

Unsinn.
Das schon.
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begin quoting, Karl Davis schrieb:

Du gestattest, daß ich Dich nicht weiter ernstnehme.
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Dann wÀrest Du ja dort angelangt, wo ich in bezug auf Dich schon lange bin...
Karl
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