In welchen Bereichen ist ein FI Vorgeschrieben?

"Thomas Berding" wrote in news:dtf8qd$jp8$ snipped-for-privacy@newsserver.rrzn.uni-hannover.de:
Moin,
Das ist so nicht ganz richtig. Bei fest angeschlossenen DHs darf der Ableitstrom zB 1mA/kW betragen. Es gibt keine Maximalgrenze. D.h. bei einem 24kW DH dürfen schon 24mA Differenzstrom fließen (VDE0700/63/13.2/1993).
Geräte die mit Heizspiralen, Kochplatten, etc. Wärme erzeugen unterliegen einem physikalisch bedingtem Widerspruch: Auf der einen Seite soll die erzeugt Wärme sehr gut an das Medium (Wasser, Kochtopf) abgegeben werden, auf der anderen Seite soll aber die Spannung so gut wie möglich isoliert werden. Leider ist es so, dass die guten Wärmeleiter auch besser Strom leiten, als thermische Isolatoren. So fließen konstruktionsbedingt schon ein paar mAs.
Um zu verhindern, dass der Kunde im Dunkeln steht und auf den Elektriker sauer ist.
mfg Horst
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Horst Raas
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Horst Raas schrieb:
"Darf" und ist eine Obergrenze - tritt praktisch selten auf.
Kann, muß aber nicht. Der beste Wärmeleiter ist Diamant - unter praktischen Verhältnissen dürfte der Leitwert unmeßbar klein bleiben. Und auch bei Glas und Keramik dürfte es Dir bis ca. 500 °C schwerfallen, eine signifikante Leitfähigkeit festzustellen. Schnapp Dir doch einfach mal ein paar Kochplatten, mach sie heiß und miß den Isolationswiderstand.
Was ist denn eigentlich wirklich Sache? Den üblichen Isolationsmaterialien, insbesondere der immer noch gern verwendeten Luft ;-) , sind die betriebsüblichen Temperaturen herzlich egal. Das, was da leitet, sind verkohlte Schmutzschichten auf Feststoffisolatoren, weil Graphit einen negativen Temperaturkoeffizienten des spezifischen Widerstands hat. Und dazu ist schlicht festzustellen, daß die gefälligst konstruktiv zu vermeiden sind, egal, was in der VDE steht. Seriöse Hersteller nutzen die zulässigen Ableitströme bei weitem nicht aus, die gibt es lediglich aus historischen Gründen.
Das ist Pfusch, und ihr möget das überdenken. Wenn ich damit gutachterlich zu tun haben sollte, gibt's dafür was aufs Dach.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Ebend und das die komplette Wohnung per FI gesichert werden muss steht in keiner VDE und in keiner TAB. Es mag sein, das manche TAB vorschreiben, dass man die Verteilung allpolig abschalten kann, sowas kann man aber auch mit geeigneten Hauptschaltern erreich und nicht einen FI dafür benutzen. Das nicht einbeziehen von normalen Stromkreisen in den FI-Schutz ist völlig legitim und Gesetztes- sowie Normenkonform. FI Schutz ist nun einmal nur für einige besondere Fälle vorgeschrieben. Gruß Christoph
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Christoph. Hensel
Christoph. Hensel schrieb:
Da bin ich aber ganz und garnicht deiner Meinung. Richtig, VDE gehts nix an. Aber jede Menge EVUs in ganz D , und zwar die, die im Versorgungsnetz noch Freileitungen haben, haben schon immer und noch den FI vorgeschrieben. Weil sie den Nullungs-Nulleiter nicht garantieren k=F6nnen bei Sturm(Baum durch die Leitung), Kranausleger durch die Leitung usw.
Beim Erdkabel wird ein Baggerzahn nie nur den Null erwischen....
Diese EVUs schreiben allerdings f=FCrs ganze Haus keine 30 mA vor, =FCblich ist 500 mA.(Bad trotzdem 30).
Wenn dann im Zuge von Netzerneuerungen ein Dorf ab Trafostation keine Freileitung mehr hat, wird meist die Nullung erlaubt. Ob das dann ein Vorteil ist, sei dahin gestellt. =DCbrigens, viele EVUs erstellen seit Jahren keine Hausdachst=E4nder mehr, sondern an der Grundst=FCcksgrenze steht dann ein Mast mit =DCbergang Freileitung-Hauserdkabel. =C4ndert am FI nix, der bleibt auch da.
Mit Gru=DF bastian
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bastian
Nachtrag.
Bei solchen "Freileitungsh=E4usern" l=E4uft dann nat=FCrlich alles =FCber den 500 mA-FI.
Auch der Durchlauferhitzer (falls bei Freileitung =FCberhaupt genehmigt) und der Herd und Brauchwasserspeicher usw.
Andererseits ist ein 500 mA FI ja nicht so empfindlich, =FCbliche Ableitstr=F6me bewirken da garnix.
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bastian

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