Kaputter Bleiakku

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Moin!
Ich habe so eine Handlampe mit Bleiakku 6 V/4 Ah, die auch als Notbeleuchtung einsetzbar ist: Sie hat eine Ladestrombuchse und geht
aus, wenn darüber Strom zugeführt wird, oder andersherum: Wenn der Netzstrom ausfällt und deswegen das Ladegerät keinen Strom mehr liefert, geht sie an. Die hatte ich im fensterlosen Bad geparkt, weil ich dachte, daß es eine gute Idee ist, daß ich nicht im Dunkeln stehe (sitze), wenn es plötzlich finster werden sollte.
Kürzlich zog ich mal den Stecker raus und stellte fest, daß die blöde Lampe aber gar nicht anging. Hm...
Aufgemacht, reingeguckt: Der Akku hatte trotz vorhandenem Ladestrom (ca. 100 mA) nur 4,irgendwas Volt. Akku rausgenommen, geschüttelt - da klapperte was drin. Danach stieg die Spannung bei anliegendem Ladestrom langsam an. Naja, probieren geht über studieren ... wieder zusammengebaut, Ladestecker rein, abwarten. Am nächsten Tag habe ich dann den Stecker probeweise abgezogen - Hurra, wird Licht! Stecker wieder rein ... erledigt ...
... dachte ich.
Am übernächsten Tag nochmal Stecker raus ... äh, ja, bleibt dunkel - Mist!
Was da klappert, sind kaputte Platten, die eine Zelle kurzschließen?
Ersatzakku kaufen wäre vielleicht 'ne Maßnahme - welche taugen denn was? (Dagegen spricht übrigens, daß sich einige Weichplastikteile (Schalterabdeckung, Dichtung) inzwischen bröselig in Wohlgefallen aufgelöst haben.)
Nehmen es Bleiakkus eigentlich übel, lange unbewegt herumzustehen, oder war der Schaden wohl eher auf unsanfte Behandlung oder Billigschrott zurückzuführen?
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Nun, diese Akkus sind inzwischen fr Preise um die 10 EUR handelsblich. Zum gleichen Preis bekommt man allerdings inzwischen auch Handlampen, in der solche Akkus eingebaut sind.

Nein. Bleiakkus sterben typisch durch zu hohe Ladespannungen. Also Ladespannung im vollen Zustand berprfen und mit dem auf dem Akku aufgedrucktem Wert vergleichen (typisch 6,8V) Falls zu hoch, Ladegert passend umbauen. Gruss Harald
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Hi, das verzögerts aber auch nur. Wenn soein Akku mal richtig voll ist, steckt jedes billige Ladegerät seine weitere "Arbeit" in Elektrolyse, dabei verliert der Akku Feuchtigkeit aus seinem Gel, es entstehen Gasblasen, die den Plattenstapel aufwölben und manchmal sogar den ganzen Akku anschwellen lassen, oft brechen dann Teile der Platten ab und klappern rum. Man müßte es machen wie die teuren Lader, mittels genauer Messung den Ladezustand ermitteln und danach die Ladung ganz abschalten. Aber dafür braucht man schon etwas mehr "Sand", auch hilfts nicht, wenn die billigsten Dreckszellen aus unreinem Blei drinstecken. Aber wenns billisch ist...ich hatte auch mal soeine Lampe, von Hella wimre. Nettes Teil, praktisch war der Wandlader mit dem 2-fachen Scheinwerfer. Ist vermutlich irgendwo in der Sippe verdunstet :-) ich hasse Plastiklampen, ich sammel nur Blechlampen. Von einer ungewöhnlichen Ami-Firma hatte ich mal Rundzellen, UM-1 sozusagen, Bleiwickel mit Zellulose, und "naß" gefüllt. Die ließen sich per Spritze gegen Ende ihres 1.Lebens nochmal gesundspritzen. Mit Gelzellen ist das leider keine Lösung, man müßte viel früher anfangen, die Batterie in AquaDest auskochen und dann leerlaufen lassen, in den Kammern darf kein Wasser stehenbleiben, aber einmal trockengeschmortes Gel kriegt man nicht mehr naß. Vor Jahren hab ich solche Zellen mal mit meiner Kühlschrankkompressorunterdruckkammer "entsaugt" und mit dest.Wasser genäßt. Das half durchaus etwas, aber Starterqualität hatte soein genotzüchtigter Bleigel leider nie mehr.
--
mfg,
gUnther
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Das gilt aber nur, wenn man die Gasungsspannung berschreitet. Bei Bleiakkus reicht eigentlich ein Spannungskonstanter (plus Strombegrenzung) um solche Akkus ber mehrere Jahre voll zu halten, ohne das eine berladung passiert. Bei Nickelakkus ist das wesentlich komplizierter.

So teuer muss das garnicht sein. Passende Fertiglader gibts fr < 10EUR und der Selbstbau ist auch nicht schwierig. Bei Billigladern reicht eine Ergnzung mit einem L200 oder LM317. Gruss Harald
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Hi, sollte man meinen. Aber wir reden doch über reale Umsetzungen, oder? So langzeitige Anwendungen "stammen" aus zeiten, da hatte die Steckdose noch 220Volt und war verläßlich. Und die Lebensdauer solcher Akkus war eher unbekannt, der VdS schrub aber schon von 3 Jahren, mehr brauchte es also damals auch nicht. Wer hatte sonst schon nen Akku daheim? Also hatten die billigen Teile einen Trafo mit grob 1,5-facher Spannung, dazu ne Diode, Hühnerfutter und ne primäre Glimmlampe. Fini. Modernste "Systeme" sporteten eine LED....

Ack. Aber damit hat man ja auch eher Werkzeug bestromt. Und der Streubereich war auch dort enorm. Mein erster Akkuschrauberakku hielt gerademal 3 Monate, danach erwarb ich einen 1 Jahr alten Makita, der rote mit festen Akku im Griff, gut gebraucht, und der hielt und hielt und hielt. Schlußendlich starb der Gasschalter.

Erzähl das den Chinesen. Offenbar lohnt es dort sogar, solche von Dir genannten Allerweltsteile zu fälschen. Hatte jedenfalls mal einen "Akkulader", der laut seines Vorbesitzers "nie richtig gefunzt hat" und der mich auf dem Flohmarkt ne schlappe Münze kostete. Innen war eine allerliebst handgedengelte Platine, deren offenbar einzig benutzte Teile eine Diode, und der Vorwiderstand der "Power"-LED waren. Der Rest, hauptsächlich ein putziges 16-beiniges Käferchen und ein "LM3i.." waren von einem Klecks Epoxy verschandelt und auf der Platine nur mit jeweils einem Beinchen "angeschlossen". Die anderen Bahnen verschlingelten sich ineinander....und das Zinn war eher Blei. Einzig nutzbar war der kleine Trafo mit seinem sehr nett flexiblen Netzkabel, hab damit einen Radiowecker aufgehübscht wimre...
Übrigens ist auch bei billigen Akkus aus recyceltem Blei, das ja Kupfer und Zinn, Antimon und sonstwas enthält, der beste Lader aufgeschmissen. Daher kommen bei den USVs auch viele Akkuversager nach wenigen Jahren, billigste China-Akkus haben leider sehr unregelmäßige Chemie und überfordern die Firmware einer USV von 2000 deutlich. Aber wo kriegt man schon noch garantiert reine Bleizellen? Wird Zeit, daß auch solches mal vom ADAC oder ähnlichen Organisationen getestet wird. Ah wenns nicht so unpraktisch wäre, würd man sich ja Panzerzellen gebraucht kaufen, hatte mal aus einer 20 Jahre alten Alarmanlage soeine, Holzkasten, Glasbassin, darin hängende Platten....Zustand wie neu. Aber eben flüssig gefüllt....
--
mfg,
gUnther
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wrote:

möglich, hierbei muss unterschieden werden, ob es sich um normale Bleisammler handelt, oder um Gelakkus. Wenns klappert, ist halt in jedem Fall etwas im Ar***

Bauform? Panasonic, Yuasa nehmen wir für handgeführte Geräte

->fachgerechte Entsorgung!>Nehmen es Bleiakkus eigentlich übel, lange unbewegt herumzustehen,

Bleiakkus haben je nach Ladegerät, Temperatur, Ladezyklen, u.a. Umweltbedingungen eine mittlere Lebensdauer von 3 bis 6 Jahren.

Gruss aus Berlin

Ralph
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Ralph Heiden wrote:

Sie moegen es auch, ab und zu benutzt zu werden. Wir haben hier so eine Handlampe, 4-5 Jahre alt, $10 beim Baumarkt damals. Geht wie am ersten Tag, kein spuerbarer Kapazitaetsverlust beim Akku. Aber sie wird auch jeden Tag benutzt, um bei Nacht draussen im Hundeklosett die "festen Bestandteile" wegzuschaufeln.
--
Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Mit der dritten Hand? Ist doch unpraktisch. Ich hab eine kleine Stirnlampe, mit LED, allein schon um MaWin zu ärgern. 3xAAA Akkus drin, aus einem alten Schnurlostelefon, das längst das Zeitliche gesägt hat. Das funzelt erstaunlich viele Stunden lang. Und reicht auch als Licht für den Spaziergang. Und mit der Stirnlampe sieht man auch andere Tiere besser, jedenfalls die Augen. Ich muss ja immer hinter mir nachsehen, wie gross der Trupp so ist, der hinter mir&Hund hertrottet. Neulich waren das 3 Katzen und was undefiniertes dazwischen, was sich später (als der Hund das dann mitgekriegt hat und einen Anfall kriegte) als Fuchs herausgestellt hat. Der läuft bei uns immer mit den Katzen mit und klaut die Mäuse. Ausbeuter elender. Der Kater kommt übrigens den ganzen Spaziergang mit, auch wenn er 10km weit führt. Spinnt halt etwas, was bei dieser Spezies allerdings normal ist.
--
mfg Rolf Bombach

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Hää? Fällt bei euch in Bremen denn öfters die Netzspannung aus? Als ich dort wohne habe ich nicht davon mitbekommen.
bye, Dan
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begin quoting, "Dan O." schrieb:

Schätzungsweise alle zwei Jahre mal.

Die Stromausfälle sind nicht unbedingt flächendeckend.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz schrieb:

Wäre es da nicht sinnvoller, ein Notlicht aus einem Relais, Lithium oder AlkaliMangan Batterie, Zeitverzögerung (zum Ausschalten) und Leuchtmittel zu bauen? (Relais fällt bei Stromausfall ab, Leuchtmittel wird eingeschaltet. Wenn dann nicht innerhalb xx Minuten eine Taste gedrückt wird, schaltet Leuchtmittel wieder ab). Wenn man die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass bei einem Stromausfall alle 2 Jahre sich dann ausgerechnet jemand im Bad befindet, wird man die Batterie nach 5 bzw. 10 Jahren eher prophylaktisch wegen der begrenzten Lagerfähigkeit wechseln müssen als wegen Erschöpfung durch zu häufigen Gebrauch.
Rolf
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Und wie wäre es mit Streichhölzer und Kerze? Soll als Nebenwirkung eine romantische Stimmung erzeugen :)
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Dan O. schrieb:

Eine automatische Einschaltung ist hier wahrscheinlich sinnvoll. Streichhölzer offen im Bad liegen zu lassen ist sicher nicht so der Bringer (Kinder, Feuchtigkeit etc.). Und gegenüber einem innen liegenden Bad bei Stromausfall ist Neumond ungefähr so hell wie der Strand von Rimini um die Mittagszeit :-) Allerdings haben Streichhölzer Vorteile bei üblen Gerüchen.... :-))
Rolf
Rolf
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Rolf Mennekes wrote:

Das kommt drauf an, wie nahe am Geruch man die anzuendet. Eventuell wird es mal ganz kurz ganz hell ...
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Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

und schützt die Umwelt! Aus Methan wird CO2.
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Da ja die meisten Umweltprobleme von Menschen ausgehen und es anschliessend vermutlich einen weniger gibt, hat man sogar einen doppelten Nutzen. Gruss Harald
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Rolf Mennekes wrote:

Eine kleine Leuchtstoffroehre waere ebenfalls sinnvoller. Unsere Notlampe hat zwei davon, wobei man eine abschalten kann. Das leuchtet mit acht D-Zellen ewig. Man legt sich einfach eine Stange D-Zellen in die Schublade setzt sie gleich in die Lampe ein und ersetzt diese dann nach Ablauf der Haltbarkeit in 5-10 Jahren. Wir sind noch beim ersten Satz und hatten frueher unter den vorigen rausgeschmissenen Governor oft Stromausfall.
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Gruesse, Joerg

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begin quoting, Rolf Mennekes schrieb:

Wäre es vielleicht. Du übersiehst dabei aber, daß die Verwendung nur der Zweitnutzen der Handlampe ist: Manchmal habe ich die schlicht bei mir, wenn ich irgend unterwegs bin, um sie dann dort zu benutzen - als Handscheinwerfer. (Und beim letzten Mal "tat" sie es auch noch.)

Ich habe ohnehin schon die zweite drin. Und hatte mir fest vorgenommen, die erste mal irgendwann mit destilliertem Wasser nachzufüllen und zu probieren, ob die sich reanimieren ließe. Aber wie das so ist mit guten Vorsätzen... (Nu isse wohl hin.)
Gruß aus Bremen Ralf
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als
Hi, also ich hab damals, als ich meine "könnte doch sein"-Phase hatte, überall billige Wegwerffeuerzeuge verteilt. Die sind allemal gut genug. Hatte vom Modell Russenpups ne ganze Kiste aus der Bucht...

wie
Gelzelle? Geht nicht. Oder jedenfalls nur "frühzeitig", lohnt aber den Aufwand nicht. Ja wenn man den Kleber aufbekäme und sozusagen neue "Marmelade" zwischen die Platten schmieren könnte....etwas Batteriesäure mit Tapetenkleister reicht. Aber ich habs nichtmal mit dem Brenner geschafft, der Schmelzpunkt des Plastiks ist zu nahe an der Cracktemp des Klebers.
--
mfg,
gUnther
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Ralf Kusmierz wrote:

Falls es troestet, wir hatten heute morgen 1-1/2 Stunden Stromausfall. Um die Holzofenventilatoren weiterlaufen zu lassen, holte ich wie ueblich das Batteriekoefferchen mit Inverter. Alles in Butter. Nach einer Stunde "pieeeeeep" ... Low Battery. Haette normalerweise den halben Tag laufen muessen. Driss!
Ok, ist etwa 8 Jahre alt. Vielleicht haette man den Bleigel-Akku doch mal ab und zu zyklisch entladen/laden sollen. Grummel ...
Das ganz seltsame: Habe es dann an die Autobatterie geklemmt und nach wenigen Sekunden das gleiche, der Unterspannungspieps. Dabei war die Autobatterie voll. Seltsam. Schon wieder ein Projekt auf der Samstagsliste.
--
Gruesse, Joerg

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