Kleinspannungsversorgung im Haus

Hallo zusammen,
ich bin gerade in der "mal über Bau nachdenken"-Phase und unter anderem habe ich mich gefragt, ob und wie man der (hoffentlich) aufkommenden
Hausvernetzung Rechnung tragen sollte, insbesondere: Wie versorgt man Kleinspannungsgeräte an allen möglichen Stellen? Übersteigt der Verlust von längeren DC-Leitungen den von einzelnen Netzteilen? Power-over-Ethernet fällt wohl raus, weil man dann zu viele Switches braucht, das Gerät selbst wird ja vermutlich funkvernetzt sein.
Wie läuft das heutzutage schon in größeren Anlagen, wo Zigbee schon im Einsatz ist?
Grüße, Jens
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Jens Meiser schrieb:

Hallo Jens,
ich habe das bei mir vorgesehen, aber die Probleme mit den Spannungsabfällen sind schon real. Deshalb geht PoE ja auch auf 48V. Wenn die Spannung allerdings hoch ist, brauchst Du an der Endstelle dann doch wieder einen Schaltregler zum Runterwandeln. Dann kann man aber auch gleich von 230V wandeln.
Die neuen Netzteile sind so klein und sparsam, dass ich mal behaupte, dass es nix mehr bringt, die Spannungen zentral bereitzustellen.
Bei mir ist der einzige Vorteil noch, dass die 24V über eine USV gepuffert sind, was man aber ersthaft nur für die Alarmanlage, Telefonanlage und ein paar Sensoren braucht.
Gruß Gerd
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Hallo,
On 13.01.2012 11:28, Gerd Kluger wrote:

dem würde ich mich anschließen. Über den Wirkungsgrad der Spannungswandler wird man keinen Blumentopf gewinnen.
Relevant ist allenfalls der Eigenverbrauch von ungeschalteten Netzteilen, also wenn die Geräte eigentlich aus sind, aber das Netzteil noch am Strom hängt (z.B. Laptop nach abgeschlossener Akku-Ladung). In der Disziplin schneiden die Netzteile mit Power-Line Eingang häufig schlechter ab. Allerdings hat die neue EU-Verordnung bezüglich des Stand-By Verbrauchs hier auch schon zum Teil dramatische Änderungen bewirkt. Nicht immer im Sinne des Erfinders, wie bei Druckern, die man in der EU einfach nur noch mit dem für viele Kunden nutzlosen WLAN-Interface verkauft, um aus der Stand-By Regel heraus zu kommen. Aber oft hat es das Ziel auch erreicht.

Das wichtigste fände ich die Heizungssteuerung. Aber da bringt eine USV mit ein paar Minuten natürlich auch nichts.
Marcel
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Also schrieb Marcel Müller:

Ganz abgesehen vom Problem mit den Masseschleifen und Ausgleichsströmen, die man sich fast unweigerlich einfängt, wenn man mehrere Geräte an der gleichen DC-Versorgung hängen hat und dann ggf. zusätzliche (Masse-)Verbindungen zwischen den Geräten herstellt. Da ist eine galvanische Entkopplung via Netztrafo doch wünschenswert.
Ansgar
--
*** Musik! ***

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On 13.01.2012 13:51, Ansgar Strickerschmidt wrote:

Von der Sache her ist das erst mal unabhängig, wenn man die Zwischenspannung ja sowieso nochmal mit einem DC/DC-Wandler auf die Zielspannung bringen muss. Aber ich gebe Dir insofern recht, als dass die Verlockung natürlich nahezu unendlich groß ist, bei diesem Spannungswandler auf die galvanische Trennung zu verzichten, da man ja sowieso schon in Schutzklasse III unterwegs ist. Also bleiben wir beim Fazit: nicht machen.
Marcel
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Hi, was aber Sinn macht, und auch ordentlich kostet, ist eine kleinmaschige Verkabelung, mit eigenen Sicherungen für Lichtstromkreise und Gerätesteckdosen, möglichst mit FIs insbesondere für "nasse" Räume und fürs Kinderzimmer :-) Des weiteren lohnen allerlei Leerrohre, etwa falls man im Wohnraum doch die bislang vernachlässigte Audioverkabelung vom Stolperkabelspannen-Niveau aufrüsten will. Und ein eigenes Rohr für Netzwerk sowieso. Lan rulez.
--
mfg,
gUnther
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Hallo,
diese Frage taucht regelmässig auf und verschwindet wieder.
1. Die galvanische Trennung der einzelnen Abnehmer ist erfoderlich, ggf. auch erhöhte Anforderungen an die Schutzklasse/Isolation, das hängt vom anzuschliessenden Verbraucher ab. Sicherlich sollte man mal über die schon erwähnten Probleme bei der Masseverschleifung nachdenken, ebenso ob denn die Kleinspannung vielleicht mal erdnah am Pluspol und ein anderes Mal am Minuspol hängt?
2. Das "dicke" Netzteil hat auch seine Verluste, die möglicherweise nicht geringer sind als die Summe der Verluste von Einzelnetzteilen. Die Verluste in den Leitungen sind vermutlich zu vernachlässigen. Diese kann man allerdings bei bekannter Stromentnahme in Verbindung mit Leitungsquerschnitt, -länge und -material relativ genau nachrechnen.
Gruss Udo
Am 13.01.2012 08:47, schrieb Jens Meiser:

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nach den anderen postings ist mir jetzt nicht ganz klar worauf deine Frage abziehlt: Heimvernetzung im Sinne von TCP/IP und Stromversorgung fr allerlei Konsumergerte oder doch eher Hausautomatisierung (Rolladensteuerung etc...).
Bei Letzterem (Heimautomatisierung) werden die Gerte seit immer schon entweder direkt aus den 230V gespeist (Aktoren) oder ber das (mehr oder weniger proprietre) Bussystem (Kalbelgebundene Schalter) oder ber Batterien (Funkschalter). Da muss man sich nur fr das gewnschte System entscheiden und das dann so installieren (z.B. Adernpaar durchs ganze Haus).
Fr ersteres (Heimnetzwerk) empfehle ich eine strukturierte Verkabelung mit CAT6 (oder CAT7 wer zu viel Geld hat) in Leerrohren (die dann nicht mehr leer sind ;-) berall hin zu legen und die Stromversorgung ber die bei jedem Gert mitgelieferten Steckernetzeile zu bewerkstelligen (viele Steckdosen vorsehen!). Eine Vernetzung *ausschlielich* drahtlos zu planen ist Quatsch wegen der mangelhaften Betriebsqualitt dieser Lsungen.
Zentralisierte DC Versorgung ber mein CAT5 hatte ich bei mir auch schon mal angedacht - da aber zu viele unterschiedliche Spannungen bentigt wurden (3,8V, 6V, 9V, 12V, 17V, 9VAC) war kaum Redundanz vorhanden, so dass letztendlich die Steckernetzteile geblieben sind.
Andi
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Andreas Meerbann schrieb:

So ist das ja auch nicht sinnvoll, dafür gibt's einen Standard http://de.wikipedia.org/wiki/Power_over_Ethernet
Gruß Willi
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Am 13.01.2012 16:53, schrieb Willi Marquart:

Fein dass die sich meiner Meinung angepasst haben:
60VDC (oder auch 48V) quer durchs Haus und den Rest mit DC/DC Wandlern, falls nötig auch galv. getrennt, speisen. Mein LM5008 macht hübsche 5V / 3.3V aus den 48..72V Input.
Audio bitte per LWL oder zumindest symmetrisch per NF-Übertrager verteilen.
Butzo
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Willi,

Und damit möglichst wenig Leitungsverlust besteht, sind Drahtquerschnitte zwischen 2,5 und 4 zu nehmen. Da wirds dann gleich mal eng in den existierenden Röhrchen... Peter
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Am 13.01.2012 21:31, schrieb Peter Koerber:

Ja die dünnen Drähte sind deutlich besser zu verarbeiten als die normalen Cu 500/35mm² oder Cu 400mm² mit Stahlbewehrung.
Butzo
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Peter Koerber schrieb:

Deshalb nimmt man ja 48 Volt, damit das mit AWG 24-27 noch klappt und man gerade nicht 4 mm² braucht.
Gruß Willi
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Willi Marquart schrieb:

Wenns "einen" Standard gäbe wäre es ja schön, tatsächlich gibt es mehrere.
Und wenn man den Aufwand auf der Einspeiseseite nicht exorbitant hoch treiben will bedeutet die praktische Anwendung einer solchen Versorgung immer, dass man bei jedem nachträglichen Steckvorgang sehr vorsichtig sein muss und immer die Gefahr besteht, durch falsches Patchen ein Gerät abzuschiessen.
Siegfried
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Siegfried Schmidt schrieb:

Als Standard kenn ich da nur IEEE 802.3af von 2003. Kannst Du noch andere nennen?
Gruß Willi
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Willi Marquart schrieb:

Diverse Hausstandards von Herstellern, insbesondere die Verwendung von 802.3 entsprechenden Belegungen bei abweichenden Spannungen.
Siegfried
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Siegfried Schmidt schrieb:

9 Jahre nach der Verabschiedung von 802.3af sollte das proprietäre Zeug so langsam verschwunden sein.
Gruß Willi
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Willi Marquart schrieb:

Ist es aus vielerlei Gründen aber nicht.
Bei Geräten für den Heimgebrauch ist 802.3 überhaupt kein Thema, eine darauf basierende zentrale Hausversorgung maximiert lediglich die Kosten.
Siegfried
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Siegfried Schmidt schrieb:

Was meinst Du denn damit? Alles was mit Ethernet zu tun hat, beginnend mit 10base5 usw. ist IEEE 802.3. Da halten sich auch die Geräte für den Heimbedarf dran. Und wenn ich zu Hause einen AP mit Fernspeisung suche, würde ich schon darauf achten, dass der POE nach 802.3af macht, allerdings würde ich mir da nicht umbedingt einen Switch mit 24 POE-Ports hinstellen, ein Midspan-Device reicht auch.
Gruß Willi
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Am 13.01.2012 08:47 schrieb Jens Meiser:

Ich denke auch, daß bei niedrigen Spannungen die Verluste hier zu hoch sind.
Ich denke hier bei mir über einen Mittelweg nach: oftmals sammeln sich die einzelnen Geräte ja an wenigen Stellen, dort stehen dann aber gleich mehrere rum. (PC-Ecke: Drucker, Router, DSL-Modem; Serverecke: ein paar externe Festplatten und Dockingstations)
Hier könnte eine Bündelung dann ggf. Vorteile bringen, sofern alle Geräte mit derselben Spannung arbeiten. D.h. ein (fettes) Netzteil und ein Verteiler auf mehrere Leitungen für die einzelnen Verbraucher.
Thomas
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