Leistung einer Leitung aus Distanz messen

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Moin!
Mal eine etwas abseitige Frage:
Da oben hängt eine Hochspannungsleitung, und hier unten läuft ein
Fußgänger.
Hat der eine Chance, näherungsweise die Belastung der Leitung zu ermitteln?
Ok, wegen der Spannung braucht er nur raufklettern un einen Finger dranhalten: Wenn er nicht verdampft ist (der Kletterer), dann war keine Spannung drauf...
Ernsthaft: Hat man eine Chance, mit ein bißchen Elektronik die Streufelder auszumessen und daraus Stromstärke und Leistungsflußrichtung zu ermitteln?
Bei den üblichen Mehrfach-Systemen dürften sich die verschiedenen Felder doch recht heftig überlagern.
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Ralf . K u s m i e r z wrote:

Die Magnetfelder wird man messen können, vermutlich haben baubiologisch orientierte Esoteriker geeignete Messgeräte.

Wäre dann eine schwierige physikalische Rechenaufgabe, aus dem verbliebenem Rest auf die Stromstärke zu schließen. Das kann nur dann überhaupt zum Erfolg führen, wenn man gleichmäßigen Strom (oder zumindest ein bekanntes Verhältnis der Ströme) in den Leitern voraussetzen kann. Bei Mehrfachsystem sicher nicht gegeben.
--
Gruß Werner

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Am 30.11.2010 17:24, schrieb Werner Holtfreter:

Nicht nur die. Das sind sehr breitbandige Empfänger, mit denen man irgendwelche störende Geräte schnell finden kann. Wenn da irgendwo was unsauber mit PWM rummacht und abstrahlt, hat man gleich.

Und der Strom sagt noch nichts über die Spannung. Diese wäre auch noch zu messen. Zumindest im niederfrequenten Bereich kann man elektrische Felder aber auch ganz gut messen. Aber wie du schon sagst - man braucht halbwegs einfache Verhältnisse und die richtige Mathematik dazu. Dann könnt's klappen.
--
Servus
Christoph Müller
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Hallo,
eine Rogowski Spule zur Messung der Stromstärke sollte auch noch mit einem Umfang von einigen 10 m funktionieren. Bleibt nur das Problem diese Spule mit genügend Sicherheitsabstand um die Hochspannungsleitung zu legen.
Bye
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Moin,
Am 30.11.2010 17:52, schrieb Uwe Hercksen:

Interessante Vorstellung ;-)
Alternativ würde ich zunächst versuchen, mich mit einem Magentometer/Hallsensor, einem Feldmessgerät und einem Oszilloskop einer einzelnen Leitung soweit zu nähern, daß ich mehr über die Phasenverschiebung erfahre, um so die Richtung des Energieflusses abschätzen zu können. (Bei einer HGÜ reicht bei bekannter Polarität der Spannung hierfür wahrscheinlich schon ein Kompass.)
Für die Abschätzung der übertragenen Leistung würde ich allerdings eine Thermografiekamera bevorzugen, vorrausgesetzt die Umgebungsbedingungen, Windgeschwindigkeiten sowie die Eigenschaften der Leitungen sind hinreichend bekannt und konstant.
Viele Grüße,
O.J.
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Ole Jansen wrote:

Mißt man damit die Telekom? ;-)
vG
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"Lafontaine hatte recht! Aber Rechthaber können die Deutschen gar nicht
leiden. Deshalb sagt der Deutsche: Ja, der Lafontaine, der hat vielleicht
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Moin,
Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Wer ist "man"?
Die magnetische Flussdichte ist von Ort und Strom abhängig, die elektrische Feldstärke von Ort und Spannung. Mit entsprechenden Messgeräten kann man beides messen - mit ein "bisschen Elektronik" hat das allerdings wenig zu tun. Probleme dürfte die Bestimmung der Entfernung bereiten, die Ortabhängigkeit ist ziemlich heftig. Und das E-Feld wird in der Realität ziemlich verzerrt sein durch alles, was irgendwie leitfähig ist - z.B. durch Masten, Gebäude, Bewuchs, Menschen, die einen einfachen Feldtester in die Luft halten...
Hinweise zu normgerechten Messverfahren findet man u.a. in DIN EN 62110, VDE 0848 bzw. DIN EN 50413.
Die Lastflussrichtung wird man wohl kaum ermitteln können.

Ja und? Das ist ja durchaus gewollt. Und das Medium Luft dürfte bei den praktisch vorkommenden Feldstärken und Flussdichten ziemlich linear sein.
Ein paar typische Profile gibt es z.B. unter
http://www.forwind.de/forwind/files/forwind-oswald-studie-langfassung_05-09-23_1.pdf
V.
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Am 30.11.2010 18:53, schrieb Volker Staben:

Hallo,
die Entfernung kann man einfach durch Triangulation bestimmen. siehe googlerecherche http://www.google.de/search?q=Triangulation z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Triangulation_%28Messtechnik%29
Bernd Mayer
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Hallo, Volker,
Du meintest am 30.11.10:

Und bei einem Dreileiter-System dürften sich die Felder der einzelnen Leitungen überlagern - theoretisch könnte das resultierende Feld 0 sein.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen schrieb:

Jaja, theoretisch. Wir haben/hatten eine Messbaracke unter einer Hochspannungsleitung. Auf CRT-Monitoren war so viel Bauchtanz, dass Mümetallabschirmungen angefertigt werden mussten. Später hat sich dass dann mit den Flachbildschirmen erledigt. http://www.psi.ch / Naja, mit viel Phantasie vor dem Fluss (H2O, nicht B) ist die 220kV Leitung zu erkennen. Noch schlechter sieht man die näher gelegene 50kV Leitung. Vorne links neben dem Parkplatz die Solaranlage, dort hat das B-Feld noch deutlich gestört. Falls man das Gefühl hat, die 220kV Leitung sähe aus wie eine 380kV Leitung, der rät richtig, aber das ist eine andere Geschichte.
Bei Bildraten um 50Hz oder solchen, die da irgendwie harmonieren, eierte das Bild in kleinen Kreisen rum und war nicht erträglich. Der Effekt war nicht viel kleiner als derjenige in einer Messkabine, in deren Nachbarkabine ein 1.5MVA Ortstrafo stand. Auch dort half nur ein Laptop mit LCD.
--
mfg Rolf Bombach

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Hallo, Rolf,
Du meintest am 30.11.10:

Ok - damit kannst Du auch niederfrequente Vorgänge (also auch das, was woanders als Drehfeld genutzt werden könnte) noch darstellen.
Ralf wollte Leistung messen, und da ist eher der Effektivwert (also ein Mittelwert) üblich.
Viele Gruesse! Helmut
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Am 30.11.2010 21:25, schrieb Rolf Bombach:

Der Parkplatz dürfte für deutsche Bedürfnisse viel zu klein sein.
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mfg hdw

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Rolf Bombach schrieb:

Das muss irgendwas Besonderes mit eueren Geräten oder der Leitung sein, denn ich sitze hier mit 10m Seitenversatz unter einer 220kV-Leitung mit niedrigeren Masten als bei euch und konnte im jahrzehntelangen Betrieb von Röhrenmonitore noch keine Unerträglichkeit feststellen. Man muss schon sehr genau hinsehen um Bewegung zu erkennen und ähnliche Ausschläge machen andere Monitore auch schon ohne Leitung.
Und ja, ich weis wie das aussehen kann, bei Bahnstrom ist das tatsächlich unerträglich.
Siegfried
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Am 01.12.2010 19:34, schrieb Siegfried Schmidt:

Naja, wir hatten mal in einer Warte Röhrenmonitore für die Leittechnik in Betrieb. Unmittelbar über der Warte lief eine 380kV-Leitung mit ca. 800A. Augenkrebs war dann das harmloseste, was man bekommen konnte. Ging der Strom auf der Leitung zurück, verringerten sich auch die Bildstörungen. Man hat dann sehr schön aussehende Alu-Kästen über die Monitore gestülpt, dann war Ruhe. Nicht die Spannung ist das Problem, sondern der Strom.
VG Jörg
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Am 02.12.2010 23:40, schrieb Joerg Bradel:

Kompensieren sich denn die 3 Phasen nicht? Sind sie "Drähte" so nahe, daß das Magnetfeld des einen, nahen hereinfunkt und die andern draußen bleiben?
Gl
--
L-Lysinmangel im Körper führt zu verzögertem Zell- und Knochenwachstum
(Osteoporose trotz Ca-Zufuhr) und verzögerter Wundheilung. Häufiger
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Am 04.12.2010 15:38, schrieb Franz Glaser:

Im beschriebenen Fall war es so, dass sich das Wartengebäude direkt neben dem Portal [1] befand. Somit hing ein Leiter recht nah [2] bei den Monitoren. Der zweite war dann schon ca.5m weiter weg.
Viele Grüße Jörg
[1] ist der Leitungsansprung im Umspannwerk nach dem letzten Abspannmast. [2] für die genaue Entfernung müsste ich jetzt lügen; es war irgendwas zwischen 12 und 18m.
--
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Franz Glaser schrieb:

Bei Tonnenmasten gibts im Nahbereich unter der Leitung erhebliche Abstandsunterschiede.
Siegfried
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Hallo, Siegfried,
Du meintest am 05.12.10:

Meinst Du damit die folgende Anordnung der Seile? Wenn ja: welchen Vorteil solll das haben?
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Mir fallen auf Anhieb nur zwei Anordnungen an, die auch einen elektrischen Vorteil haben:
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* *
Dreieck (an 2 Traversen) - dann ist (bei gleichem Strom in den Leitern) die Summe der gegenseitigen Beeinflussungen minimal (aber das "gespiegelte" Feld nicht)
* * *
Alle an 1 Traverse - dann ist das "gespiegelte" Feld symmetrisch, aber die gegenseitigen Beeinflussungen nicht minimal.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen wrote:

Geringe Trassenbreite. Wird erkennbar, wenn Du Deine anderen Beispiele auch auf 2 Systeme bei jeweils gleichen Leiterabständen erweiterst.
2 heißt übrinx „Donaumast“, 3 heißt „Einebenenmast“.
vG
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"Der Sprecher der CSU hat mal gesagt, wenn wir die Tabaksteuer zu sehr
erhöhen, gefährden wir Arbeitsplätze in der Zigarettenindustrie. Und das
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Am 05.12.2010 09:01, schrieb Volker Gringmuth:

Nicht zu vergessen den A-Mast und überhaupt Holzmaste. http://de.wikipedia.org/wiki/Holzmast
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mfg hdw

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