Selbstgebautes pseudo-redundantes Netzteil

Moin,
Jan Kandziora schrub:


So wie bei Lampenfassungen?

Wenn der Elektriker an der Hauselektrik bastelt, ist er eigentlich immer zufrieden damit, die Sicherung auszuschalten. Ich hab noch nicht erlebt, dass ein Elektriker bevor einer eine Glühlampe einschraubt, erst alle Kabel aus dem Sicherungkasten entfernt und danach wieder auflegt.
Wie Berührungssicher sind eigentlich Hochspannungsleitungen?
Mir riecht das stark nach selektiver Paranoia.
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Ich find das eh immer amüsant, wenn man so liest, wie blöd man 'sein darf'. Hier in Spanien sind die 'Zählerkästen' auf den Strassen, zu einem guten Teil offen und wenn der Zähler ausgebaut wurde, hängen die Phasen die vom EW kommen schön 'in der Luft', von berührungssicher keine Spur. Das ist nur eines von vielen Beispielen, wo man als 'Nordlicht' nur staunen kann. Ob's hier gelernte Elektriker überhaupt gibt, weiss ich auch nicht, jedenfalls versucht sich auch so manche ansonsten gescheiterte Existenz auf dem Gebiet.
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Moin,
Patrick Kormann schrub:

Ich bin Stubenhocker, aber immerhin war ich schon mal in Italien - da sieht es wohl ähnlich aus.
Nur frage ich mich, wieso in diesen Ländern noch Menschen leben und nicht schon alle am Stromschlag gestorben sind. Unfälle in Sachen Stromschlag in Deutschland passieren IMO erstens sowieso nur selten und zweitens meist da, wo _grob_ geschlapt wird, also nicht nur gegen den dritten Unterpunkt des 5. Absatzes der 23456ten Verordnung über Sicherheit von Elektroanlagen verstoßen wird, sondern stumpf gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen wird. Und dagegen helfen auch nicht noch so ausgefeilte Richtlinien und Vorschriften.
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Eben, darauf wollte ich hinaus ;)

Oder auch, weil man in Deutschland (oder auch in der Schweiz, wo ich herkomme) wohl lernt: Ach, vergiss den gesunden Menschenverstand, grabsch das ruhig an, wenn's dir eine Wischt hätte ja jemand gegen eine Vorschrift verstossen und das kann ja wohl nicht sein. Ausserdem gäb's ja dann was zu klagen und das ist immer schön.
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Patrick Kormann schrieb:

Antiautoritäre Erziehung?
--
mfg hdw

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Moin,
horst-d.winzler schrub:

FACK
Vielleicht kann man das so nennen. Das ist nur das normale antrainierte Verhalten bei Menschen in einem Staat, in dem alles geregelt ist und im Zweifelsfall Gesetze vor den gesunden Menschenverstand gehen.
Beispiel: Welche Vorschriften gibt es nicht alles an die man sich halten muss, wenn man einen Menschen per Gabelstapler mal eben zu der Neonlampe da oben an der Hallendecke hochheben will. Einen Metallkorb, mit Sicherung an der Gabel, mit Geländer (Höhe dessen beachten) welches genau soundsoviel Andrucklast verträgt,.... und das wurde alles nur eingeführt, weil immer wieder irgendwelche Dummbatzen 20 Europaletten auf die Staplergabel stapeln und sich da draufsetzen und herumturnen und runterfallen.
So wie mit der Landstraßenkurve, wo schon drei mal besoffene Jugendliche Samstag Abend nach der Disco mit 150km/h rausgeflogen sind. Da wird dann auch ein Schild mit Tempo 70-Begrenzung hingestellt, obwohl man die Kurve nüchtern locker mit 100km/h fahren kann.
Zu viele Vorschriften führen auch dazu, dass sich irgendwann keiner mehr dran hält.
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Ach ja, eines noch dazu: Das EW hier hat einen Bekannten von mir Monate lang mit einem Kabel versorgt, dessen Enden einfach abisoliert und in eine Steckdose gesteckt wurde. Er hat dann selbst einen Stecker an ein rotes Kabel mit einem Warnschild dran montiert, was ja auch nicht sonderlich 'Deppensicher' ist, aber doch noch etwas sicherer als die 'Originalinstallation'…
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Roland Damm schrieb:

Ich hab nur erlebt, wie der Elektriker beim Setzen einer zusätzlichen Steckdose die Automaten nicht ausgeschaltet hat und dann "vorwärts" neu dazu verdrahtet hat. Darwin hat dabei gepennt.
--
mfg Rolf Bombach

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Sinnvoller:
Jeder der beiden Eingänge erhält ein Relais, das zweipolig schaltet, Trennstrecke im geöffneten Zustand ausreichend groß, um Berührschutz zu gewährleisten (>3mm?). Die Wicklungen der Relais sind jeweils direkt an den betreffenden Eingang geschaltet. Nach den Relais zwei Gleichrichter, über die die beiden Eingangszweige zusammengeführt werden.
Jeder der Eingänge, an den Spannung angelegt wird, wird von dem zugehörigen Relais aktiv geschaltet. Wenn an einem Eingang keine Spannung anliegt, ist er durch das nicht aktive Relais freigeschaltet und man kann gefahrlos an den Stecker fassen.

Bitte sehr, siehe oben.

Bei der Lösung mit zwei Relais gibt es keine Umschaltzeit, ist dann also irrelevant.

Das wäre auch mit der zwei-Relais-Lösung möglich, das Netzteil bekäme wegen der beiden Gleichrichter dann eben pulsierende Gleichspannung. Allerdings sollte sichergestellt werden, dass da nichts anderes angeschlossen wird, da nicht alle Geräte Gleichspannung vertragen -- es sollte also keine Schuko- oder Kaltgerätedose am Abgang verwendet werden.
Eine Übernahmeschaltung auf der Sekundärseite zweier Netzteile ließe sich beispielsweise mit dem LTC4412 (<http://www.linear.com/pc/productDetail.jsp?navId=H0,C1,C1003,C1142,C107 9,P2220> oder "LTC4412" bei Google eingeben -> erster Treffer führt zur Produktseite) realisieren. Damit und einem N-Kanal-MOSFET (z.B. SI7370 oder SI7460 bis ca. 15A) kann man eine quasi-ideale Diode mit 50mV Vorwärtsspannung (fast unabhängig vom Vorwärtsstrom) fabrizieren. Jeweils zwei davon (ent)koppeln dann die Ausgangsspannungen der Netzteile. Das könnte auch als eigenständige Box aufgebaut werden, Eingriffe in die Netzteile wären unnötig.
Grüße,
Günther
PS: Ich kann nur mit einer Hand Tippen, da auf der anderen eine meiner beiden Katzen liegt. Schreibfehler bitte ich daher zu entschuldigen.
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Günther Dietrich wrote:

Es sei denn, das Relais hängt nicht fest. Es sei denn, das Relais wird nicht durch den anderen Eingang mit angesteuert usw.
Wer solche Sachen mit der im Thread demonstrierten Fachkenntnis baut, der sollte sicherstellen, dass nur er selbst es nutzt. Selbstgefährdung ist erlaubt und nicht verwerflich.
--
Gruß Werner
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern,
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Da hatte ich an einen zwangsgeführten Relais-Typ gedacht und das nicht dazugeschrieben.

Da fällt mir auf, dass, wenn einer der Gleichrichter auf die "richtige" Art defekt ist, das Relais dieses Zweiges durchschalten kann, ohne dass er am Netz hängt. Da sollte also dafür gesorgt werden, dass die Relais nur bei anliegender Wechselspannung anziehen (Kondensator in Reihe zur Spule). Trotzdem könnte, während der Gleichrichter kaputt geht, das Relais noch kurz durchschalten (Zeitkonstante von C und L), könnte also noch immer unangenehm werden. Also bräuchte es noch eine Steuerung, die das ausschließt.
Letztlich wäre also doch die von mir vorgeschlagene Lösung der sekundärseitigen Kopplung zweier Netzteile einfacher und wohl auch sicherer.
Grüße,
Günther
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..

dass
Redundanz der

implementieren.
Hi, als Wahnbastler hab ich das auch mal probiert. Zwei alte ATX zerlegt, das eine hatte noch einen Abgang für den Monitor, Kaltstecker sozusagen, Baugröße gleich der Kaltbuchse, die also ausgebaut, die diskreten Dioden bzw. die "Pole" der Primärelkos nach oben angepinnt, und ein Stück der Platine des ausgeschlachteten NTs, das mit den Dioden, direkt an der 2. entstörten Kaltbuchse angelötet und eingebaut. Solange die Dioden mitspielen, hat das Ding dann sozusagen 2 primäre Quellen. Man sollte sich aber im Klaren sein, daß die jeweils "andere Buchse" dann auch nur über die Dioden getrennt ist, da stehen dann ja die nackten Pins raus. Mir war angesichts der ständigen Drohung der Betrieb dann doch zu riskant. Man könnte mit einem Relais da noch etwas zusätzliche Sicherheit gewinnen, einfach indem der 2.Anschluß bei vorliegen einer Spannung den "anderen" abklemmt. Die Stützzeit der Elkos ist ja groß genug für die Schaltzeit. So wäre dann immer nur der benutzte Anschluß "heiß". Allein, ich hatte damals kein genügend kleines Relais in der Kiste :-) daher hatte ich nur zwei Glimmlampen eingebaut, die netterweise gerade in die Lüftungsgitterstanzungen paßten. Frühes Modding....
--
mfg,
gUnther
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