Sicherung wird Heiß und löst aus

Ein Freund schilderte mir ein Problem bei dem ich ihm nicht wirklich weiterhelfen konnte das mich aber jetzt auch beschÀftigt. Also folgendes:
In einer Fabrik (FĂ€rberei also recht heiß) wird ein neuer Kompressor aufgestellt. Laut Hersteller anzuschließen mit 4mmÂČ und abzusichern mit 25A. Die Strecke ist wohl so um die 10m, es wurde aber 6mmÂČ verlegt. Jetzt ist nach wenigen Tagen die erste Neozed Sicherung durchgebrannt, die beiden anderen Sicherungen waren wohl ziemlich heiß. Die erste Idee war das der Kompressor defekt ist aber angeblich gibt es das gleiche Problem bei einem anderen Kompressor auch und da ist man dazu ĂŒber gegangen die Maschiene ĂŒber NH-Sicherungen abzusichern, die wohl lĂ€nger halten aber auch irgendwann auslösen. Die Leitung ist wohl nicht besonders warm gewesen. Woran kann das liegen? Lösen die Sicherungen auch (nur) durch WĂ€rme aus? Kann das am Aufstellungsort der UV liegen? Kennt jemand Ă€hnliches?
Danke fĂŒr Denkanstösse
uwe
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Kontaktprobleme in den Sicherungshaltern selbst (zur Sicherung meine ich).
ciao, Dirk
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Hallo Dirk,

Genau das Problem hatten wir an den beiden Sicherungen unserer Klimaanlage (240V/50A).
Gruesse, Joerg
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Dirk Salva wrote:

Was genau meinst du damit?
Durch Verschmutzung etc wird der Kontaktwiderstand erhöht und die Sicherung wird dadurch erhitzt? Hab ich dich da richtig verstanden oder meintest du etwas völlig anderes?
uwe
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Jepp. Genau das ist hier letztens beim Flurlicht passiert. Gegen Sicherungsautomat ausgetauscht -> Problem weg.
ciao, Dirk
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beiden
das
wie hoch ist denn die tatsĂ€chliche Stromaufnahme des Kompressors? DĂŒrfen/mĂŒssen die Sicherungen auslösen?
mfg. Markus
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Uwe Lederer wrote:

Auch wenn es jetzt aberwitzich erscheint:
die Umgebungstemperatur fĂŒr die Sicherungen kann dazu fĂŒhren, daß sie empfindlicher sind. Das ist dann aber auch angemessen, weil die DrĂ€hte ebenfalls in hoher Umgebungstemperatur liegen.
Hat das Ding einen Motorschutzschalter? Wo?
Übrigenz: Was sagen denn die Physiker zum Komprimieren von warmer Luft? Carnot' die etwa mit mehr Leistungsbedarf? Ich bin zu faul um in meinem Physikbuch nachzuschauen.
MfG Glaser
--
"5 Köpfe denken in 1 h produktiver als 1 Kopf in 5 h".
Das sagen die 4 Köpfe mehrheitlich, die sich nach der
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Franz Glaser (KN) schrieb:

Rein gefĂŒhlzmĂ€ĂŸig: Wenn es temperaturabhĂ€ngig ist, dann bei hoher Temperatur weniger. Da wird die Luft doch "idealer". Ansonsten bin ich genauso faul. Das ist mir zu polytrop.
GrĂŒĂŸe
--
Michael Redmann


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Franz Glaser (KN) wrote:

Also in diese Richtung hab ich auch gedacht.

keine Ahnung .. gehe ich mal von aus aber ich werde mal nachhaken.

Das ist allerdings eine Idee die ich noch garnicht hatte.. aber du könntest recht haben. Wenn man Luft auf einen bestimmten Druck bringt braucht man fĂŒr warme Luft mehr Energie! (Ich hab gerade meinen Haus und Hof Physiker angerufen)
DANKE...ich werde mal in diese Richtung forschen!
uwe
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Uwe Lederer schrieb:

Ruf auch noch Deinen Haus- und Hofelektriker an, der soll mit seiner Stromzange vorbeikommen, dann mißt Du einfach mal die Stromaufnahme. Und wenn Ihr gute Laune habt, dann schaut Ihr Euch den Strom auch mal auf dem Oszi an.
Gruß aus Bremen Ralf
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adressiert Appell asynchron AtmosphĂ€re Autor bißchen Ellipse Emission
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Ralf Kusmierz wrote:

Hi, wenn nach der Reinigung der Kontakte sich am Problem nichts Ă€ndert - ack. Ggf. ergĂ€nzend empfehle ich den Stromverlauf ĂŒber einige Tage aufzuzeichnen, die Stromaufnahme könnte sich unter spezifischen sekundĂ€ren Lastenbedingungen Ă€ndern o.Ă€.
Thomas
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Thomas Einzel schrieb: ,

Hi ,
Du machst Dir Gedanken übers Uwes Frage ?
Er sagt nichts, rückt keinerlei Daten raus ...
Wärs nicht das Mindeste, zu sagen, wie:
hoch ist die Nennleistung des Motors, welcher Nennstrom lt.Typenschild, Motrorschutzschalter vorhanden, wie eingestellt, welche Neozed DO 02 oder 03
und am wichtigsten-welcher Betriebsstrom fließt.
Ohne das ist es doch bloß ein rumstochern im Nebel.
Siehst Du es anders ?
Mit Gruß bastian
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bastian wrote:

...
Hi, nicht tiefgrĂŒndig.

...
Du hast zwar prinzipell recht, nach meiner Erfahrung bringen postings mit Fragen und fundierten Daten, Hinweisen was und wo man schon gesucht hat, welche Teilergebnisse usw. im usenet sehr oft *gar nichts*.
Also bitte schön am Zeitgeist der OberflÀchlichkeit bleiben. (Sarkasmus?)
Thomas
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Es tut mir Leid das ich keine Daten liefern kann! Ich hab die Anlage nicht errichtet, nicht gesehen und hab noch nichteinmal irgendeine Dokumentation darĂŒber in den HĂ€nden gehalten. Ich hab von dem Problem selber nur auf dem Nachhauseweg gehört. Da wohl bei einer anderen Maschiene Ă€hnliche Probleme auftraten hab ich gedacht, das es sich um ein "grundlegendes" Problem handelt.
Schön aber das du dir die Zeit nimmst und trotzdem schreibst.
uwe
--
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Uwe Lederer wrote:

Luft bei oder ĂŒber Raumtemperatur und unter 200 bar ist mit hoher AnnĂ€herung ein ideales Gas. Die Kompressionsarbeit ist dabei
E = n * R * T * ln(P2/P1)
Jaja, auf den ersten Blick könnte man meinen, dass das mit T zunimmt, da aber die Anzahl Mol (n) pro Volumen mit 1 / T abnimmt, bleibt sich's gleich. Die Luft ist "dĂŒnner" bei hoher Temperatur. Man hĂ€tte gescheiter von Anfang an geschrieben:
E = P1 * V1 * ln(P2/P1)
Da Ansaugdruck und Ansaugvolumen nicht von der Temperatur abhÀngen....
Minimale Abweichungen wegen endlich schneller Kompression, ÖlviskositĂ€t usw. wird's natĂŒrlich schon geben.
@Franz: Schau lieber im Chemiebuch nach, physikalische Chemie etwa, da wird das erklÀrt und vorgerechnet. Im Physikbuch wird nur theoretisiert und verkompliziert.
--
mfg Rolf Bombach



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On Thu, 21 Jul 2005, R. Bombach wrote:

Das hängt doch stark vom jeweiligen Buch ab. "Physik für Ingenieure" vom Fachbuchverlag Leipzig ist da recht anschaulich afair.
"Pi mal Daumen" ist oft ausreichend genau, nur sollten wir nicht vergessen, dass das hier eine sci.ing-Gruppe ist. :)
Gruß, Mario
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Mario F. Duhanic wrote:

Gut dass du das erwĂ€hnst. Trifft eben auch insbesondere auf BĂŒcher der Art "Physik fĂŒr $Nichtphysiker" zu. (Ing, Techniker usw.). Da versuchen IMHO einige Fliessbandautoren rasche und/oder dauerhafte Kohle zu machen. Die schlechten, das ist die Mehrheit, erkennt man daran, dass bereits das Ohmsche Gesetz falsch wiedergegeben wird und dass an physikalischen Modellen, die ungefĂ€hr 1928 zu Grabe getragen wurden, festgehalten wird. Falls man per Zufall mal ein gutes erwischt, keinesfalls ausleihen ;-]
--
mfg Rolf Bombach


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beiden
hi, sind das neue sicherungshalter? weil gebrauchte, besonders wenn sie schon laenger an (korrosiver) luft freigelegen haben, gerne oxidschichten haben, die wie halbleiter funzen (CuO), und an kupferhaltigen metallen sehr kratzunempfindlich sein koennen. der innenwiderstand ist dann oft betraechtlich, da fallen bis zu 2 volt dran ab, gibt ordentliche verlustleistung bis hin zur rotglut der sicherung . glasfaserstift ist dein freund (vom netz trennen nicht vergessen). ansonsten koennte es auch an der bei grossmotoren oft enormen blindleistung liegen, die schon so manche sicherung gekostet hat, obwohl die insgesamt verbrauchte wirkleistung weitab jeder ueberlastung berechnet wurde. eine weitere "ferne" moeglichkeit sind schwingvorgaenge, z.b. wenn innerhalb der fabrik noch andere grossverbraucher am gleichen drehstromnetz haengen und genuegend energie speichern, z.b. umwandler oder fahrantriebe mit rekuperator. kannte mal einen fall, da hat ein ruckelnd fahrender antrieb die sicherung einer benachbarten zyklone geschossen. reproduzierbar.
-- mvh, gUnther
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Das "freikratzen" hÀlt nur nicht wirklich lange.
ciao, Dirk
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wrote:

dein
hi, ja-ein. deshalb ja glasfaserstift. dessen "kratzer" loesen den sproeden belag gut ab, machen aber keine tiefschuerfenden furchen ins blanke metall, im rahmen wird es richtig glaenzend glatt. besser gehts nurnoch mit nachpolieren. wegen der korrosiven umgebung? bietet sich da jedenfalls eine gasdichte schaltbox an, ev. mit feuchtereduzierer(das gibts im baumarkt) keinesfalls etwa kontaktspray oder leitpaste(kupferpaste) dranschmieren. auch kein silikonoel. wenn es nicht besser wird, eine spezielle sicherungshalterung fuer korrosive bedingungen einbauen, gibt welche mit sonderlegierungen, hoeherem silberanteil etc. nach dem dritten "schuss" in folge ist das sowieso zu empfehlen, die halterung zu tauschen. im versicherungsfalle gaeb es sonst unliebsame fragen....aber vorher fragt mal einen richtigen elektriker, z.b. denjenigen, der die (anderen) maschinen verkabelt hat. u.u. weiss der von "alientech" innerhalb der alten schaltschraenke, die sowas ausloesen koennen, z.b. schaltschuetze mit "gelegentlichem kleben", die den kompi beim abschalten gelegentlich kurzschliessen......
-- mvh, gUnther
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