Solarstrom

[EEG im Ausland]


Ich kann mir nicht vorstellen, das das klappt. Ist wohl auch nicht ganz ernst gemeint. Aber vielleicht kommt es ja zu einer Angleichung der Förderungen und man einigt sich auf ein EU-weites EEG mit horizontalem Lastenausgleich auf UCTE-Ebene.

An der Technik kann man noch feilen, besonders an der Fertigungstechnik.

Machbar ist vieles. Die Frage ist nur, ob es auch bezahlbar ist und wie die alternativen Entscheidungsmöglichkeiten aussehen. Und die Umsetzbarkeit im dichtbevölkertem Europa ist auch so eine Frage. Mir wär ja schon ganz recht, wenn die "paar" Leitungen von der Nordseeküste ins Ruhrgebiet ala Dena-Studie zügig gebaut werden könnten.
Gruß Gunnar
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begin quoting, Gunnar Kaestle schrieb:

Rechtlich oder praktisch? (Die Einspeisevergütung bietet ein naheliegendes Betrugspotential: Man besorgt sich billig funktionsunfähige Solarmodule (Produktionsausschuß) und baut damit eine Solardachattrappe. Dann meldet man eine "Solaranlage" an, klemmt einen kleinen Trafo für 20 Euro ans Netz, der Strom in den "Solarzähler" einspeist, denn er soeben dem normalen Verbrauchszähler entnommen hat, und kassiert die Preisdifferenz. (Bei Netzbetreiber passiert netto nichts, weder Einspeisung noch (nennenswerter) Verbrauch.) Wenn man es nicht übertreibt (also die gezählten Mengen zur Anlagengröße "passen") und sich das niemand technisch genau anschaut, ist das praktisch nicht nachweisbar und fällt auch nicht auf. Also hätte vermutlich die gesamte süditalienische "ehrenwerte Gesellschaft" einen in D ansässigen "Investor" für eine Solaranlage, mit dem sie sich dann die Beute teilt. (Ab und zu wird natürlich einer erwischt, der nur blau angemalte Glasscheiben aufs Dach genagelt hatte.))

Es ist technisch völliger Blödsinn und ein absoluter Schildbürgerstreich, PV-Konverter an relativ ungeeigneten Standorten zu installieren, obwohl die Transportkosten der erzeugten Energie annähernd verschwinden. Warum nur?

Sinnvollerweise würde das bedeuten, daß man die Förderungshöhe von der Standorthöffigkeit abhängig macht (um windfall profits zu vermeiden), aber aus Vernunftgründen eine "Eignungsprüfung" des Standortes vorachaltet, was bei einem sinnvollen Mindestwert dann die Förderfähigkeit von Anlagen nördlich der Alpen ausschließen würde.

Noch'n Schildbürgerstreich ...

Ammenmmärchen.
Stromtransport ist spottbillig. Abgesehen davon tritt das Problem in physikalischer Hinsicht doch gar nicht auf: PV-Strom als typische Niederspannungseinspeisung wird netto doch gar nicht transportiert, sondern entlastet vorläufig nur die regionale Einspeisung, wird also "vor Ort" verbraucht - die "Durchleitung" wäre ohnehin nur rein fiktiv. Momentan wird der "arme" Süden aus dem industrialisierten Norden mit Strom versorgt, weil sich dort keine Kraftwerke lohnen bzw. keine Ressourcen (Wasser, Kohle etc.) vorhanden sind. Wenn der Süden nun mit Silizium gepflastert wird, dreht sich die Energieflußrichtung schlimmstenfalls zeitweise um - zusätzliche Leitungen sind dafür nicht erforderlich.

Der Flächenverbrauch von Fernleitungen wird mit zunehmender Spannung spezifisch kleiner, weil die Trassenbreite annähernd proportional zur Spannung ist, die Übertragungsleistung aber quadratisch wächst. Daher sind Fernleitungen doch auch so billig - teuer ist das Verteilungsnetz (und bei WEA auch noch das Sammelnetz, wenn die in der nicht erschlossenen Fläche massiert auftreten, das MS-Netz überlasten, und dann muß das 110-kV-Netz verstärkt werden, was wirtschaftlich völlig unsinnig ist: es wird darüber ja niemand versorgt, im Gegenteil - der Netzbetreiber zahlt für den transportierten Strom auch noch drauf).
Gruß aus Bremen Ralf
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[Dummy-Einspeisung]

Bei den kleinen Dachmodulen ist glaube ich der nachbarschaftliche Überwachungssinn hierzulande bei Piefkes und Co. stärker ausgeprägt, als man denkt.

Wird doch auch nicht gemacht. Jedenfalls nicht in der breiten Masse. Solarstrom wird an der Nordseeküste etwa genauso gern geerntet wie Windstrom in BaWü und Bayern.

Das haben wir bei der Windverstromung schon implementiert, vgl. die Regelung mit dem Referenzertrag. In Abhängigkeit von der Ertragskraft wird früher oder später von einem erhöhtem Wert auf die Basisvergütung heruntergeschaltet. Allerdings glaube ich nicht, dass dies Dir schmecken würde. Das führt zu einer Vergleichmäßigung des Ertrages und somit würden auch sonnenschwache Gegenden mehr Geld einspielen. Damit hätte man Investitionsanreize geschaffen, die weniger vom Standort abhängig sind.

Das wär doch dann nach Deinem Geschmack: Die Franzosen müssten dann für den Solarstrom aus Spanien und die Windnutzung aus Schottland bezahlen. An jedem Ort immer das ernten, was am besten wächst. [Wird PV-Strom billiger?]

Ja bitte, ich hör Dir gerne zu.
[Trans-European Supergrid]

im Vergleich zur Distribution in MS- und NS-Netzen stimmt das schon. Im Vergleich zum Transport von anderen Energieträgern ist auf lange Distanz die Öl- und Gaspipeline vorzuziehen. Wenn das Verhältnis von Umschlagzeit im Hafen zur Fahrzeit günstig ist, dann ist der Bulk-Carrier (Öltanker und Schüttgutfrachter) sogar noch verlustärmer. Daher wird bei uns üblicherweise der Strom da produziert, wo er erzeugt wird. Mit der Trennung von Netzbetrieb und Erzeugung fällt dieser Standortfaktor weg. Power Generation sucht sich "nasse Standorte" (Kohleanlieferung per Schiff und genügend Kühlwasser) an der Küste, ohne nach dem Absatzweg zu optimieren.

Wenn du von Durchleitung sprichst, dann muss ja etwas am Ziel spürbar sein, sonst wäre es in der Tat nur eine Entlastung lokaler konventioneller Kapazitäten. Betrachten wir die Zonen: DE, CH, I-N, I-S
Wenn jetzt in Süditalien massenhaft solare Energiefänger installiert werden, dann werden X GW aus dem Norden ersetzt, der könnte in der Schweiz einen Teil der Wasserkraft substituieren, die in Deutschland den Windstrom balanciert. Dieser "Staffellauf" führt jetzt nicht zu einem durchgehen Energiefluß über 1000 km am Stück, sondern verschiebt den Abstand der Nachfrage- von den zugehörigen Erzeugungszentren. Und das bedeutet, dass insgesamt die Transportleitungen stärker ausgelastet werden was im Endeffekt auch heißt, dass die ein oder andere HöS-Leitung gebaut werden muss.

Je höher die Gittermasten, desto mehr Leute fürchten sich vor Elektrosmog;-)
[Windkraftanlagen in dünnbesiedelter Fläche]

Ich sehe das nicht so eng. Am Netz hängen Senken und Quellen. Auch ein Einspeiser ist genauso ein Netzkunde wie ein Konsument von elektrischem Strom.
Gruß Gunnar
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begin quoting, Gunnar Kaestle schrieb:

Erstens ging es nicht um "hierzulande" (da ist die "ehrenwerte Gesellschaft" auch noch nicht so flächendeckend repräsentiert), und zweitens dürfte man ohne nähere Untersuchung den Unterschied zwischen einer Glasscheibe im Metallrahmen mit einem gedruckten Solarzellen-Poster darunter und einem "echten" PV-Modul wohl kaum durch bloßes Hinsehen feststellen können. (Das "bessere Geschäft" dürfte übrigens ein betrügerischer Installateur mit ausländischem Firmensitz machwn, der seinen Kunden solche "Dummy-Anlagen" mit einer etwas intelligenteren Steuerung (kostet ca. 100 Euro) ohne deren Wissen aufs Dach baut und "echte" Komponenten in Rechnung stellt - der Kunde freut sich über besonders langlebige, nicht degradierende Module mit stabilem Ertrag, und wenn die Sache auffliegt, ist der Ganev längst über alle Berge.)

Ganz D ist ein ungeeigneter PV-Standort, jedenfalls im Vergleich zu Spanien, Italien und Griechenland.

Du hast den zweiten Teil von:

unterschlagen - die "sonnenschwachen Gegenden" kommen dann nämlich gar nicht erst in die Förderung.

Ich wüßte nicht, was mich an der Verschwendung volkswirtschaftlicher Ressourcen erfreuen sollte. Die Subventionskosten gleichmäßiger zu verteilen wäre allerdings schon sinnvoll, ja.

Ich habe Mitte der Achtziger am Forschungszentrum Jülich an einem Seminar über erneuerbare Energien teilgenommen, PV wurde bereits damals intensiv beforscht - da ist nach so langer Zeit kein epochaler Durchbruch mehr zu erwarten. Wir hatten übrigens damals auch ausgerechnet, was Solarstrom kosten würde, wenn es ordentliche PV-Module mit einem annehmbaren Wirkungsgrad umsonst gäbe - das Ergebnis war reichlich ernüchternd: Die Kosten von Aufständerung und Montage sind nicht zu vernachlässigen. (Ja, es gibt Substitutionseffekte, z. B. können PV-Module teilweise die Funktion der Dachhaut übernehmen, außerdem haben sich die Relationen von Energie- und Arbeitskosten inzwischen auch etwas verschoben, aber weitaus weniger, als damals angenommen. Und letzteres ist eigentlich kein Wunder: Energie hat an sich, ebenso wie andere Rohstoffe und Bodenschätze inkl. der Edelmetalle nämlich gar keinen Wert, sondern dieser ergibt sich immer aus deren relativer Knappheit und dem dadurch bedingten Arbeitsaufwand für die Bereitstellung. Letztlich kostet eine Unze Gold immer das, was dafür an Lohnkosten inkl. der in den Investitionen akkumulierten Lohnkosten für deren Gewinnung aus der Lagerstätte erforderlich ist - für die Energiekosten gilt das gleiche, daher können die gar nicht über den Arbeitsaufwand für die Bereitstellung ansteigen.) Nach gut 20 Jahren der technischen Entwicklung ist die Luft einfach raus, da kommen nur noch graduelle Verbesserungen ohne größere wirtschaftliche Bedeutung.

Ganz genau.

Könnte sinnvoll sein, in Afrika mittels PV Wasserstoff herzustellen und per Pipeline nach Europa zu schaffen, anstatt eine Hochspannungsleitung zu bauen, ja. Beides ist auf jeden Fall deutlich günstiger, als die gleiche Energiemenge in D durch entsprechend mehr PV-Anlagen zu gewinnen.

verbraucht?
Das ist so nicht richtig: Das gilt eben nur für Primärenergieträger mit hoher Energiedichte wie Gas, Öl, Kernbrennstoffen und (mit Einschränkungen) Kohle. Andere werden typischerweise "fundstättennah" verstromt: Braunkohle, Müll, Wasserkraft, Wind ...
Als die Elektrotechnik noch in den Kinderschuhen steckte, war das durchaus eine Standortfrage: Die Schwerindustrie entstand eben z. B. in den Kohlerevieren. Angesichts der inzwischen spottbilligen Elektroenergietransportkosten spielen aber andere Standortfaktoren (z. B. Hafennähe) eine wichtigere Rolle. (Konsequenterweise ist das Ruhrgebiet kein Stahlstandort mehr.)

Das ist die falsche Begründung: Die Endabnehmerkosten ändern sich durch die verursachergerechte Kostenaufteilung doch nicht. Am Ende der Leitung ist der Strom natürlich teurer als "ab Kraftwerk", daher sind Erzeugungs- und Verbrauchsstandorte jeweils eine Optimierungsfrage.

Soweit richtig.

Stimmt auch.

Das heißt es eben nicht: Es kann genauso gut sein, daß sich *derzeit* die Produktionszentren (KKW, rheinische Braunkohle, skandinavische Wasserkraftwerke, Steinkohle, russisches und Nordsee-Erdgas) deutlich nördlicher als die Abnahmeschwerpunkte (z. B. auch bayerische, Schweizer, österreichische und norditalienische Industrie) befinden und diese mittlere Transportentfernung dadurch reduziert wird. Außerdem: Die Transportkosten sind irrelevant niedrig. (Pi mal Daumen vielleicht 50 EUR/MWh - der Solarstrom wird aber mit 500 EUR/MWh vergütet, und dieselbe Anlage bringt in Sizilien vielleicht 50 % mehr als auf Fehmarn, wo die 500 EUR/MWh vielleicht ungefähr kostendeckend sind: Auf Sizilien würde sie dann 250 EUR/MWh netto einspielen oder, anders ausgedrückt, könnte man die Vergütung trotz der 50 EUR/MWh Transportkosten die Einspeisungsvergütung um 30 % reduzieren auf 350 EUR/MWh und hätte den gleichen Förderungseffekt - die 40 %, die die Volkswirtschaft derzeit gegenüber der sinnvollen Lösung mehr bezahlt, ist ein Tribut an die Unvernunft der Politik. Und wenn man dann noch berücksichtigt, daß die Einspeisung das sizilianische Niederspannungsnetz vielleicht nie verläßt und der Abnehmer dort evtl. 200 EUR/MWh bezahlt, dann schrumpft die Netto-Subvention auf gerade mal 75 %, während sie hierzulande doppelt so hoch liegt. (Wenn netto Strom aus S nach N fließt, sieht die Rechnung anders aus, dann kann man nur 100 EUR/MWh Hochspannungspreis ansetzen und käme auf nominell 67 % mehr und relativ 250 % Subvention - für D wären diese Zahlen aber 33 % und 400 %.))

Ach, so hoch oben kann man die Leitungen doch gar nicht mehr sehen ...

"Kunden" erkennt man daran, daß sie für die erbrachte Leistung bezahlen - das andere heißt "Parasiten".
Gruß aus Bremen Ralf
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[PV-Konverter an relativ ungeeigneten Standorten]

In Japan gibt's mehr Solar- als Windstrom, obwohl letzteres deutlich billiger ist. Woran liegt es, dass die geeignetere EE-Abart unterrepresäntiert ist? Es gibt per se keinen völlig ungeeigneten Standort, insbesondere wenn man die Verbrauchernähe als Vorteil auffasst. Das stärkt übrigends auch die Systemstabilität.
[europaweite Ausweitung des EEGs auf den UCTE-Verbund]

Es ist keine Subvention, das sind sind Geldmittel, die direkt vom Staat fließen - die also der Steuerzahler aufbringt. Das EEG ist eine gesetzlich vorgeschriebene Umlage, womit es durch den Energieverbraucher finanziert wird. Ich finde das eine sehr elegante Lösung zur (haushalts)neutralen Finanzierung eines Systemumbaus. Als Verschwendung sehe ich es ebenfalls nicht, sondern als Investition in die Zukunft.

Stimmt, aber da gibt es auch Fortschritte: Rahmenlose Module und die Firma Fischer-Dübel und andere entwickeln sicher auch Befestigungssystme, die den Installationsaufwand verringern.

Das hört sich nach Marxscher Arbeitswerttheorie an, gefällt mir im Prinzip. Der Wert der Ressoucen ist aber aufgrund der Knappheit, wie Du sagtest, auch in ungehobener Form in den Lagerstätten größer Null. http://groups.google.de/group/soc.politics.marxism/msg/a4a1e22e6cd1d626

Da wage ich zu widersprechen. Die Reduktion der Einspeisetarife um 5% pro Jahr kann mittelfristig sogar angehoben werden, ohne die durch das EEG angefachte Dynamik im PV-Bereich abzuwürgen.

Absolut nein. Ich glaube mich zu erinnern, dass eine HGÜ-Übertragung rund 5% Verluste pro 1000km hat. Bitte korrigiert mich, falls der Wert stark neben den wirklichen Zahlen sind. Wenn man Wasser elektrolysiert und dann wieder in Strom zurückwandelt, hat man rund 3/4 bis 2/3 Verluste.

Schaun mer mal. Ich wette einen Kasten Bier oder einen Karton Champus darauf, dass in 2020 PV-Strom für unter 25 ct/kWh in DE machbar ist.

Biomasse und Solar ebenfalls. Obwohl beim Müll die "Entsorgungsgebühr" auch den Transport z.B. mit Binnenschiffen zu zentralen Großanlagen erlaubt.
[Standortfaktoren]

Wirklich? Wohin hat Thyssen-Krupp seine Stahlschmelzen verlegt oder kaufen die den Rohstahl von Mittal zu?
[PV-Stom im Süden fördern und nach DE durchleiten]

Hm. Das schöne am EEG ist doch auch, dass es die lokale Wirtschaft stärkt. Gerade die von Dir beschriebenen Arbeitskosten bei der Installation beleben kleine und mittlere Unternehmen und stellen einen wichtigen Umsatzfaktor bei Handwerksbetrieben dar. Dass in Italien noch niemand auf die Idee gekommen ist, um per EEG-Derivat den Süden zu stärken, ist allerdings unvernünftig *g*.

Das Umlageverfahren der Netzkosten ist in der Tat umstritten. Da könnte man noch einiges verändern, wie z.B. der vorzeichendiskriminierungsfreie Netzanschluss.
Gruß Gunnar
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begin quoting, Gunnar Kaestle schrieb:

Wer weiß ...
Jeder Jeck ist anders, wie der Rheinländer sagt: Ich kenne mich weder mit der japanischen Psyche noch den lokalen mafiösen Strukturen und ihren Einflüssen auf politische Entscheidungen dort sonderlich gut aus.

Abgesehen davon, daß ich von relativer Nicht-Eignung schrieb, ist das auch offensichtlicher Unsinn: Wer innerhalb der Polarkreise PV-Anlagen mit Netzkopplung errichtet, hat offensichtlich nicht alle Latten auf dem Zaun.

Warum sollte man etwas so Dummes tun?

Was auch immer uns der Dichter damit sagen will.

Es ist mir nicht entgangen, daß Du ein fast perfekter Neusprech-Benutzer bist. Als altmodischer Mensch erlaube ich mir allerdings, Euphemismen ganz konventionell weiterhin als Lügen zu bezeichnen und Dingen sinnvolle und der Wahrheit verpflichtete Benennungen zu geben.

Ich hingegen halte mich an rationale ökonomische Kriterien.

Das Wort "sicher" ist in solchen Zusammenhängen eigentlich immer ein sicheres Indiz für die Falschheit der Grundaussage, die derartige Argumente stützen sollen.

Das ist mir ebenfalls nicht entgangen, daß Du Machtausübung zum Zweck selbstherrlich-marxistischen Umgangs mit dem mühsam erworbenen Eigentum "der Menschen draußen im Lande" goutierst - das ist doch genau der Grund, warum man vor Demagogen wie Dir warnen und die Wähler aufklären muß. (Letzteres macht immer dann (also immer) besondere Freude, wenn man sich dessen gewiß sein kann, daß die realistische Alternative auch ein Haufen Scheiße ist.)

Es trägt sicher zum Reichtum des Verfügungsinhabers bei, den potentiellen Zugriff auf Ressourcen zu haben und den von Konkurrenten abwehren zu können, deswegen muß man den Aufwand zur Eroberung der entsprechenden Regionen und der Ausrottung und Vertreibung der ansässigen Verteidiger sicher zu den Investitionen für deren Ausbeutung rechnen, die sich dann auch möglichst marktüblich rentieren sollte.

Schon der Name der NG bürgt für Seriösität und Objektivität - es ist gewiß nicht erforderlich, daß ich die dort verkündeten Wahrheiten überprüfe, daher verzichte ich darauf auch gern.

Ja, wenn Du das sagst ...

Sprachlich sehr gelungen: "Die Reduktion ... kann ... angehoben werden ..." - darf ich nach der Parteihochschule (Stiftung etc. ...) fragen, die diese Rhetorik lehrt? Der zweite Teil war leider bloß eine mißlungene Unterstellung (Mist, er hat's doch gemerkt ...).
Um dann mal zu den Realitäten zu kommen: Ich erinnere mich an den Diskussionsbeitrag in einer Veranstaltung über Steuerreformen, in dem ein Teilnehmer so zutreffend anmerkte, daß sich die Gesamthöhe der Steuern absolut nie ändern würde, sie würden nur immerzu phantasievoll umverteilt und umbenannt. (Die Quote ändert sich freilich: In Zeiten guter Konjunktur sinkt sie, denn der Bedarf des Staats steigt da nicht - die Schmarotzer finden dann andere Sinekuren in der privaten Wirtschaft.) Von der wirtschaftlichen Wirkung her iat es natürlich belanglos, ob man die Subventionierung der "Erneuerbaren" auch so nennt oder hinter einem anderen Begriff versteckt, letztlich wird sie durch die Belastung eines Verbrauchsguts finanziert. Und das stößt spätestens dann an eine Grenze, wenn die enstprechende Belastung die Erträglichkeitsgrenze überschreitet: Keine Volkswirtschaft kann sich beliebig teure Energie leisten. Also wird im Zweifelsfall die Energiesteuer wieder abgesenkt, was exakt dieselbe Wirkung wie eine direkte Subventionierung aus dem Steuertopf hat, oder der Staat entscheidet eben selbstherrlich (Du deutest die Richtung bereits an - hast wohl gute Beziehungen zu den Lakaien der Mächtigen?): "Ätsch, ihr dummen Investoren, nun habt ihr im Vertrauen auf Zusagen in Kapazitäten investiert, und jetzt drehen wir euch eine Nase - seht zu, wo ihr bleibt ... ." Beim Biodiesel hat man das Spielchen ja gerade vorexerziert.
(Wies nicht ein gewisser Atom-Herder neulich darauf hin, daß Milch und Butter nun die Hälfte mehr kostet, weil die Bauern lieber Rapsöl für Automotoren als Milch für Kinder produzieren?
"Wir wollen Kanonen statt Butter! Butter macht nur fett, aber Kanonen machen uns frei!"
Wir haben verstanden ...)

Irrelevant.
Nur darauf kommt es an:

25 alte Cent oder nach der Währungsreform?

Und zwar an reichen Fundstätten.

Ja, ein subventionsbeladener Esel übersteigt jede Mauer.

Genau wie Agrar- und Bergbausubventionen - ein dreifach Hoch! auf den Wahnsinn.

Du bist schon merkbefreit?
Man könnte übrigens auch einfach mehr Geld drucken und an die Bevölkerung verteilen - wie das erst einmal die Wirtschaft ankurbeln würde. (Man kann die Wirtschaft doch einfach verpflichten, es anzunehmen, hat sinngemäß beim EnEG doch auch geklappt ...)

Was kann man von den Spaghettis schon anderes erwarten ... *eg*

Nein, sowas aber auch ...

Mehr! Ich sammle Worthülsen!
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz schrieb:

Ich glaub nicht, dass die Yakuza einem Haupt-Geschäftsbereich hat, der mit PV-Paneelen dealt.
[Verbrauchernähe der Stromerzeugung als Vorteil]

"Mehr Dezentralität und dabei auch regionale Autonomie würde die Lage sicher entschärfen." Thomas Fritsch und Michael Fette: Der Blackout in Europa - eine weitere 'unbequeme Wahrheit', S. 6 http://www.a-eberle.de/sonderdr/pdf/blackout_in_europa.pdf
[Subventionskosten des EEG]

So alt bist Du noch nicht. Und es ist ein Unterschied zwischen einer systeminternen Umlage oder von außen kommenden Subventionsspritze, soviel Feinheit darf ruhig auch sprachlich erlaubt sein.

« The Free Market Does Not Work » Joseph E. Stiglitz
[Installationsaufwand von PV-Modulen verringern]

Eigentlich wolltest Du einige Argumente vorbringen, die die Annahme widerlegen, dass auch bei der Installation noch weiteres Rationalisierungspotential gehoben werden kann.

Bitte noch mal in Altsprech auf plain old Alemannisch.

Ich muss noch etwas an meinem Rattenfänger-Charme arbeiten. Noch habe ich keinen Völker-Schwarm im Netz.

Bischen viel Spam da, aber wenn man den wegfiltert, bekommt man sachliche Diskussionen über Wirtschaftstheorien geboten, die ein wenig aus der Mode gekommen sind.

Adolfinum, Moers, Mittelstufe Deutsch, Herr Henkenius (genannt Henker)

Das sehen sogar Befürworter der Photovoltaik so. Die dicke Marge der Modulhersteller wirkt investitionshemmend - warum denn Geld für neue rationellere Produktionsverfahren ausgeben, wenn man die PV-Systeme noch am Markt unterbringen kann, welche die alte Anlage ausspuckt.
[Gesamthöhe der Steuern phantasievoll umverteilt und umbenannt]
Ich erlaube mir nach wie vor, zwischen Steuern und anderen Umverteilmechanismen wie z.B jegliche Art von Versicherungen zu differenzieren. (Steuern sind Zwangsabgaben an den Staat ohne den Anspruch einer Gegenleistung. Rasen für die Rente könnte ohne weiteres umgemünzt werden in den Ausbau der Zivilschutzkapazitäten durch bombige Tiefgaragen an jeder Ecke.) Weiterhin ist es ein Unterschied, ob damit Konsum finanziert wird wie bei der Rente oder ob damit eine langlebige Investition unterstützt wird.

Die Energieelastizität der Produktion ist gewaltig, d.h. ein wenig mehr an "teurer" Energie lohnt sich. Umgekehrt ist der Produktionsfaktor Arbeit nicht so mächtig, stellt aber eine viel größeren Kostenblock da. Im Zweifel wird dann Arbeit durch Energie substituiert. Auf die entsprechenden Ausführungen von Reiner Kümmel will ich gerne hinweisen.
"Energiesklaven besteuern - Arbeit entlasten!" in: Wachstum, Arbeit, Energie - Von der Freiheit der Wirtschaft und der Herrschaft der Natur, http://theorie.physik.uni-wuerzburg.de/TP1/kuemmel/wachstum.pdf , S. 9

Das Umschwenken von der Steuerbefreiung auf die Pflichtbeimischung hat den Markt für 100% Biosprit abstürzen lassen. Zudem geht damit ein Paradigmenwechsel einher: weg von kleineren mittelständischen Strukturen hin zu Großindustrie, da nun fast alles über die Raffinerien in die Quote und deren Absatzkanäle fließt.
Sofern man sich gesellschaftspolitisch dafür entschlossen hat, in eine bestimmte Richtung zu laufen und zwischen einer Quotenregelung und einem festem Förderbeitrag zur Nutzung wählen kann, dann hat sich letzteres als doppelt vorteilhaft erwiesen. Nicht nur dass diese Art der Unterstützung weit wirksamer ist, sie ist auch billiger - d.h. man muss dem Anwender weniger Gewinnmarge bezahlen, da sein Risiko kleiner ist.

In 2007er Euro-Geld. Schlägst Du ein?

Die laufenden Betriebskosten im Bergbau sind jedoch deutlich größer als bei EEG-Anlagen. Wenn diese erstmal installiert sind, bleiben die Grenzkosten der Produktion verschwindend gering. Und die Biomassenutzung kann der Agrarwirtschaft wieder einen subventionsfreien Lebensinhalt geben. Dann müssen keine Butterberge und Milchseen gezüchtet werden, sondern können Energy Crops angebaut werden, um die sich dann die Vergasungs- und Vergärungsleute balgen.

Spaten austeilen und die eine Hälfte fürs Graben Buddeln bezahlen und die andere fürs Zuschippen. Hat das nicht schon Adam Smith vorgeschlagen?
[vorzeichendiskriminierungsfreie Netzanschluss]

Lassen wir uns von der normativen Kraft des Faktischen überraschen.
Gruß Gunnar
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Gunnar Kaestle schrieb:

Pauschalantworten sind auch hier nicht möglich. Vergessen wurde etwa, dass der Wasserstofftransport auch Verluste hat, auch wenn das Zeug extrem niedrig viskos ist. Die Verluste sind höher als bei HGÜ, Zahlen könnte ich erst nach dem Urlaub nachsehen. Anders sieht es aus, wenn man den Wasserstoff selber haben will, als Brenn- oder Treibstoff, dann kann es lohnen, den am Ort der Elektrizitätsgewinnung herzustellen und durch Pipelines zu transportieren.
--
mfg Rolf Bombach

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Wenn man Wasserstoff stofflich verwenden will, sei es als Einsatzstoff in Raffinerien, sei es als Treibstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge, sieht die Kettte ein wenig besser aus.
Als reiner universeller Energieträger für Transport und Speicherung ist H2 eher ungeeignet - aus dem einfachen Grund, weil es verlustärmere Möglichkeiten gibt.
Gruß Gunnar
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Moin,
Gunnar Kaestle schrub:

http://www2.tu-berlin.de/fak3/ifet/ensys/downloads/publications/ehlers_2007_marktmacht.pdf
Ich meinte den Jahresmittelpreis für die Endkunden mit Durchschnitt.

Gut nachvollziehbar. Was mir an dem Modell aber noch nicht gefällt: Es klingt zu sehr danach, dass die Stromerzeugungskosten bei einem Kraftwerk festliegen. Es mag ruhig so sein, dass Spitzenlastkraftwerke kaum Fixkosten haben, aber für welchen Preis ihr Strom verkauft wird, kann der Betreiber nach Belieben festlegen. Bei Grundlastkraftwerken gilt ähnliches: Die amortisieren sich auch über die Einnahmen, die sie insgesamt erwirtschaften, nicht allein durch die Einnahmen in Zeiten geringen Bedarfs und geringen Preises. Man macht also eine Mischkalkulation und bietet den Strom manchmal auch zu sehr günstigen Konditionen an, gerade so Grenzkostendeckend, weil man weiß, dass man die Fixkosten und den Gewinn dann reinholen kann, wenn die Preise höher sind. Das heißt, die Preise sind miteinander verkoppelt. Nur nach Grenzkosten zu rechnen ist nett, aber die Fixkosten müssen auch reinkommen. Wenn der Markt nur nach diesen Grenzkosten arbeiten würde, würde kein Kraftwerksbetreiber überleben können. Also müssen irgendwie die Fixkosten auch gedeckt werden. Von einer festen Preiskurve, die sich durch rechnerisch kostenlosen Ökostrom einfach nur nach rechts verschiebt zu reden, ist IMO eine viel zu statische Sichtweise.
Wie gesagt, es wäre interessant zu untersuchen, ob das System stabil ist. Sprich wenn jeder Stromanbieter die Struktur seines Kraftwerksparks nach belieben (unter Einhaltung physikalischer Grenzen) verändern kann und ebenso die Preise, die er am Markt verlangt, und wenn jeder Anbieter so arbeitet, dass er seinen Gewinn maximiert, was kommt daraus nachher für eine Preisstruktur heraus? Schwingt sich das System auf, ist es chaotisch oder konvergiert es - wenn ja wohin?
Ich fände es schon einen recht komischen Zufall, wenn dieses System zu einer Preis- und Kraftwerksdstruktur hin konvergiert, die den günstigst möglichen Jahresdurchschnittspreis erzielt.
CU Rollo
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begin quoting, Roland Damm schrieb:

http://www2.tu-berlin.de/fak3/ifet/ensys/downloads/publications/ehlers_2007_marktmacht.pdf
Wie definiert sich "Durchschnitt"? Als Summe der Zahlungen geteilt durch die Gesamtabnahme? Das ist ein höchst sinnloser Wert: Jede Abnahme ist für jedes Preisniveau getrennt zu betrachten; Preisänderungen haben jeweils Rückwirkungen auf die Nachfragehöhe.

ACK
ACK
Nein, witzigerweise paßt das genau: Es gibt keine Mischkalkulation, sondern Strom wird (theoretisch) jeweils für mindestens die Grenzkosten des teuersten Kraftwerks angeboten - dieser Marktpreis gilt dann für alle. Ob sich das insgesamt rechnet, ist eine Angelegenheit der Investitionsentscheidung: Wenn die Anlage erst einmal steht, kann man betriebswirtschaftlich _nur_ noch mit den Grenzkosten rechnen (und die werden gewöhnlich von den Erlösen übertroffen).

Es gibt eine nobelpreisgekrönte wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenarbeit (Debreu 1983), die genau das (Erreichen des Optimums aufgrund von Wettbewerbspreisen) nachweist, einschließlich der Stabilität. Die Idee ist, daß die physikalischen und Standortbedingungen usw. für alle Anbieter gleich sind, folglich auch ihre Grenzkosten: Zu diesen werden dann die (kostendeckenden) Marktpreise konvergieren.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz schrub:

Ich dachte jetzt eher an ein Modell, in dem die Abnahme preisunabhängig ist. Ist natürlich nicht realistisch, aber erst mal angenommen.

Ja, aber die Grenzkosten stehen doch nicht in großen Buchtaben auf dem Kraftwerk drauf. Und man stelle sich vor: Es ist dummerweise immer wieder das gleiche Kraftwerk, welches als letztes zugeschaltet wird. Dann wird dieses Kraftwerk niemals mehr als nur seine Grenzkosten einnehmen, ergo seine Baukosten niemals einspielen können, geschweige denn einen Gewinn. Also wird der Betreiber dieses Kraftwerks (vorallem wenn er nur dieses hat) den Strom zu einem höheren Preis anbieten, worauf der Markt mit eben diesem höheren Preis antwortet. Natürlich kann er den Preis nicht beliebig steigern, irgendwann kommt die Konkurrenz. Aber die hat dann auch nur das selbe Problem: Das Kraftwerk, dessen Grenzkosten den Marktpreis bestimmen, arbeitet unwirtschaftlich.

Mal suchen, welche Annahmen da noch alles drin stecken. Aber klingt schon mal interessant.
CU Rollo
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Es gibt drei Kategorien von Kosten: a) variable Betriebskosten (Grenzkosten) im Wesentlichen sind das die Brennstoffausgaben. b) mittelfristig beeinflussbare Fixkosten (Personal), indem man das Kraftwerk in Kaltreserve stellt c) nicht beeinflussbare Fixkosten (Abschreibungen), die sich nicht beeinflussen lassen Der Deckungsbeitrag DB ist die Differenz zwischen den Grenzkosten und dem Erlös und sollte die Fixkosten decken. Alles was darüber geht, zählt zu den schwarzen Zahlen.
Neben der kurzfristigen Entscheidung zu (a): Schalte ich es ein oder lasse ich es aus gibt es auch eine mittelfristige Entscheidung (b): Motte ich die Anlage ein oder reaktiviere ich eine stillgelegte. Das führt ebenso zu "An- und Abfahrkosten" wie im Fall (a), es sind aber andere Dimensionen. Als langfristige Option (c) ist der Neubau zu nennen.
Der Wert des Strom wird in der Regel durch den Referenzmarkt wie die EEX bestimmt. Denn auch ein Kernkraftbetreiber, der einen langfristigen Liefervertrag über ein Band mit einem Großabnehmer z.B. der Vertriebstochter des Mutterkonzerns hat, könnte statt Vollkosten + X% Marge den Strom über die Börse verkaufen. Er hätte also Opportunitätskosten, wenn er Vorzugskunden einen günstigen Tarif einräumen würde.

Man bietet etwas höher an als die Grenzkosten (um An- und Abfahren einzupreisen) und freut sich, wenn der MCP höher liegt. Sofern der Deckungsbeitrag dauerhaft nicht ausreicht, um die Fixkosten (b) zu decken, muss man sich fragen, wie lange man das durchhalten möchte und was das Orakel bezüglich der Marktentwicklung für die kommenden Jahre weissagt. Im schlimmsten Fall wird das Kraftwerk vor Ende der geplanten Nutzungsdauer stillgelegt. Wenn man ein Technologie zur Hand hat, die im Vergleich zur geordneten Hourly Price Forward Curve verspricht, die Vollkosten wieder einzuspielen, baut man ein frisches.

Schweinezyklen gibt es überall. Vor zehn Jahren haben die Stadtwerke nicht viel von Eigenerzeugungskapazitäten gehalten und waren gegen Ende der 90er froh, dass sie billig Strom am Großhandelsmarkt einkaufen konnten. In der jüngeren Vergangenheit haben sich alle die, die im Bereich Power Generation aktiv waren, eine goldene Nase verdient. Das verstärkt natürlich den Drang der anderen da mit zu spielen, die Ungewissheit des CO2-Handels und der langfristigen Erdgasversorgung hin oder her.
Gruß Gunnar
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begin quoting, Roland Damm schrieb:

http://www.wind-energie.de/fileadmin/dokumente/Themen_A-Z/Kosten/HWWA_EEG_drueckt_Strompreis.pdf
Also, eigentlich nicht: Relativ teure konventionelle Kraftwerke werden substituiert.

Das ist gerade bei Spitzenlastkraftwerken nicht richtig: Die zeichnen sich durch relativ niedrige Fixkosten (geringer Kapitaleinsatz) und hohe variable (Brennstoff-)Kosten aus, und letztere fallen eben nur bei Benutzung an.
Teurere Kraftwerke? Das stimmt nicht unbedingt: Zwar sehen 50 Ct./kWh (PV) optisch erst einmal relativ teuer aus, aber dafür werden auf Niederspannungsebene auch wieder 15 Ct./kWh erlöst, und wenn es zutrifft, daß die Einspeisung häufig dann auftritt, wenn die Spotpreise ohne PV-Strom höher wären als diese 50 Ct., dann spart man in der Tat. (Ob das Verhältnis 5 Mrd. zu 3 Mrd. stimmt, kann man natürlich auch anzweifeln.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Reinhard Zwirner schrieb:

Meistens geht es da ja um den Vergleich mit konventionellen Kraftwerken. Konventionelle Kraftwerke produzieren Umweltschaden für ihre Herstellung. Genauso, wie die Solarzellen auch. Konventionelle Kraftwerke produzieren auch im Betrieb Umweltschaden. Solarzellen jedoch nicht.
Gerechnet wird gerne mit einem Erntefaktor. Man geht davon aus, dass die für die Produktion nötige Energie wieder eingespielt und möglichst noch übertroffen wird. Insgeheim meint man meistens jedoch nicht die Energie, sondern den Umweltschaden. Dass man diese beiden völlig unterschiedlichen Dinge miteinander überhaupt vergleicht, kann man nur damit begründen, dass bislang fast ausschließlich umweltbelastende Energieträger zum Einsatz kamen. Dann scheint Energie und Umweltbelastung fast das Gleiche zu sein und wird deshalb fälschlicherweise als vergleichbar angesehen.
Wenn schon mit den energetischen Erntefaktoren gerechnet werden soll, dann bei allen Anlagen. Also bei den Solarzellen genauso wie bei den Kraftwerken. Schon sollte auffallen, welcher Unsinn damit getrieben werden kann und wird. Ein Kraftwerk braucht zur Errichtung pro kWh elektrischem Strom nicht viel Energie. Während der Lebensdauer liefert es soundsoviel kWh Strom und man kommt auf phantastische Werte. Weil man den Brennstoffeinsatz ganz einfach unterschlägt mit der Begründung, dass die Solarstromer das ja genauso machen mit ihrer Primärenergie. Dann setzen sie auch noch eins drauf und sagen, Solarzellen ja aus 100% Sonne nur 10% Strom machen, während die Kraftwerke vereinzelt schon auf über 50% kommen. Den Begriff der Umweltbelastung verschweigt man dann aber doch ganz gerne.
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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Christoph Müller wrote:

Mir ist schon ein Radfahrer dreingefahren, der von so einem Ding geblendet war. Kein Schmäh!
Außerdem: regelmäßich gewaschen müssen die auch werden.
Servas
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Franz Glaser (KN) schrieb:

Dafür gibt's mittlerweile prima Nanoschichten. Nach dem nächsten Regen sind die Dinger wieder sauber.
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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Du hast hoffentlich umgehend reagiert und Warnschilder aufgestellt. Der arme Radfahrer.
BTW: Wscht D uDeien Solarzellen seitdem sletner, damit der Blendungseffekt weniger gefhrdend ist ,-) ?
hth, Andreas
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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Da hat er den richtigen erwischt.

Das ist nicht wahr.
Gruß aus Bremen Ralf
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