Solarstrom

Moin,
Christoph Müller schrub:


Wie viel _Strom_ die Sache erzeugt oder verbraucht. Stell die eine Wirtschaft vor, die nur Strom aus Solarzellen bezieht, für die Herstellung aber mehr Strom verbraucht, als die installierten Zellen erzeugen. Das geht nicht. Das wäre, wie wenn du dir selbst einen so fetten Kredit gibst, dass du fortan allein von den Zinsen leben kannst:-)
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Dann muss man also nur dafür sorgen, dass die Solarzellen mit möglichst wenig STROM produziert werden? Alle anderen Energieformen zählen nicht? Denke, dass sich da schon so Einigen machen ließe. Man lässt z.B. die gute alte Transmissionstechnik der Mühlen wieder aufleben lässt. Dann wird mit Reibungsenergie geheizt, rein mechanisch gesägt,... geschmolzen wird über irgendwelche Brennstoffe direkt... Dann braucht man Strom nur noch zum Messen und Regeln und schon kriegt man phantastische Erntefaktoren. Ist das so?
Servus Christoph Müller http://www.astrail.de
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Moin,
Christoph Müller schrub:

Wäre so, wenn man Stromverbraucher bei der Produktion tatsächlich durch solcherlei mechanische Energiequellen ersetzen könnte. Ich vermute aber, dass der Haupt-Energieverbraucher bei der Herstellung die Erzeugung von reinem Silizium ist. Vielleicht gibt's da einen Elektrolysevorgang in der Prozesskette oder sowas. Aber in der Tat würde Vermeidung von Stromverbrauch den Erntefaktor verbessern. Deswegen ist ja auch jedem klar, dass der Erntefaktor allein nicht viel über die ökologische Sinnhaftigkeit aussagt. Aber man kann aus einem negativen Erntefaktor recht klar auf eine ökologische Sinnlosigkeit schließen.
Bei einem Speicherkraftwerk könnte man einen negativen Erntefaktor angeben und dennoch kann so ein Kraftwerk sinnvoll sein, aber Solarzellen haben nun mal nicht die Eigenschaft, Speicherkraftwerke zu sein.
CU Rollo
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Hallo, Roland,
Du (roland-damm) meintest am 13.07.07:

"oder sowas" ... Ist "nur" ein Schmelzvorgang. Bei etwas höheren Temperaturen.
Früher zählte das bei den Elektrotechnikern zur Allgemeinbildung ...
Viele Gruesse! Helmut
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Roland Damm schrieb:

Hallo,
Elektrolyse war es beim Kupfer für Leitzwecke, beim Silizium ist es das tiegelfreie Zonenschmelzen um die nötige Reinheit zu erzielen. Aber bei den polykristalinen Zellen geht es doch schon ohne das Zonenschmelzen wenn auch der Wirkungsgrad geringer wird. Aber wenn man reines Silizium im Vakuum oder unter Schutzgas schmelzen will, dann geht das halt nur mit elektrischer Beheizung.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Beim Tiegelziehen könnte man den Tiegel von außen beheizen. Das wär zwar umständlich, aber möglich.
Kristian
--
§23 StVO Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers Abs.3 Satz 3:
Radfahrer und Führer von Krafträdern dürfen die Füße nur dann von den
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Uwe Hercksen schrieb:

Ist das Zeug nicht für Strahlung durchlässig? Z.B. für Infrarotstrahlung oder kürzer? Es gibt auch Infrarotheizungen auf Brennerbasis. Ganz ohne Strom.
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Christoph Müller schrieb:

Hallo,
und wie bekommst Du dann die Strahlung in den Vakuumbehälter hinein in dem geschmolzen werden soll? Der Behälter mit seinen Dichtungen und Durchführungen soll das ja mehrmals ohne Schaden überstehen.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Optisch natürlich über durchlässige Fenster. Im niederen Temperaturbereich zum Anheizen z.B. Germanium. Im höheren Quarzglas.
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Roland Damm schrieb:

Ist ja interessant.

Ich gehe mal davon aus, dass man die notwendigen Temperaturen auch anders als mit Induktionsöfen herstellen kann. Reibung wäre auf jeden Fall ein Kandidat. Wahrscheinlich auch chemische Reaktionen (Flammen).

Es gibt vor allem auch andere Werkstoffe als nur Silizium für Solarzellen.

Wenn die Definition wirklich so ist, dann sollte darauf öfters mal hin gewiesen werden.

Eben deshalb. Für manche Leute ist der Erntefaktor das Evangelium. Gut, für andere der Wirkungsgrad. Der ist aber auch nur eine Hilfsgröße von vielen.

Nicht ganz. Nur, wenn der Erntefaktor umweltrelevant wäre, könnte man eine Aussage über die Umwelt ableiten. Solarzellen können aber doch auch Nutzwärme abliefern. Die kommt im Erntefaktor gar nicht vor und übertrifft die Stromlieferung höchstwahrscheinlich gleich um ein Mehrfaches.

Das Speichern kann man mit Management erreichen, indem ganz einfach keine Brennstoffe genutzt werden, so lange genug Solarstrom zur Verfügung steht. Mit einem automatischen Stromhandel wäre das kein Problem. Wozu dann noch Speicherkraftwerke?
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Christoph Müller schrieb:

Hallo,
Reibung wäre Murks, wenn man schon mechanische Energie benötigen würde kann man auch gleich elektrische Energie zum Heizen benutzen. Ausserdem will man nicht den Abrieb im Silizium haben.
Wenn man im Tiegel schmelzen kann geht es auch ohne Induktion mit elektrischer Widerstandsheizung, spart deutlich Energie gegenüber der Induktion.
Flammen geht nicht weil man ja reines Silizium braucht. Bei Verwendung von Erdgas würde ja auch Siliziumkarbid entstehen was man nicht brauchen kann.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Wenn es um den stromdefinierten Erntefaktor geht, ist das keineswegs egal.

Da kann man konstruktiv durchaus dafür sorgen, dass da nichts rein kommt.

Wenn es um den Erntefaktor geht, darf man halt keine ELEKTRISCHE Energie verwenden, wenn ich das richtig verstanden habe. Dann scheidet auch eine elektrische Widerstandsheizung aus.

??? Warum sollen Flammen deshalb nicht möglich sein? Sie müssen doch nicht direkt mit dem Silizium in Berührung kommen. Mit Flammen kann man auch Wärmestrahlung produzieren und diese durch eine Optik auf das zu schmelzende Objekt projezieren.

Nur bei direktem Kontakt. Den kann man konstruktiv vermeiden. Macht man mit üblichen Methoden Wasser warm, kommen die Verbrennungsprodukte auch nicht unbedingt mit dem Wasser in Berührung.
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Reinhard Zwirner schrieb:

Da muss man differenzieren. Wenn man Dünnschichtzellen in der Kalifornischen Wüste hinstellt, schreibt man energetisch und ökonomisch innerhalb eines Jahres schwarze Zahlen. Wenn man ältere Zellen auf einer nebligen Insel im wortwörtlichen Inselbetrieb zusammen mit Bleiakkus betreibt, kommt man nie ins Plus, da immer kurz vorher die Akkus kaputt gehen.

Seit Jahren, bei richtigen Zellen und günstigen Aufstellungsorten.

Aktuelles fällt mir nicht ein. Stichworte sind: Energy pay-back time, photovoltaics. Typische Autoren vergangener Jahre: Alsema, Jester, Knapp. Da sollte man noch einige Papers finden, auch zu "environmental aspects of solar cell modules". Die Euphorie ob den CIS-Zellen verstehe ich nicht ganz, das Indium wird in den nächsten Jahren schnell knapp.
--
mfg Rolf Bombach

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On Tue, 10 Jul 2007 19:08:27 +0200, Reinhard Zwirner
http://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.html http://www.abele-elektro.com/images/pdf/photovoltaik/Kill_argu_4_PV.pdf http://www.bine.info/pdf/publikation/themen0305internetx.pdf http://emsolar.ee.tu-berlin.de/allgemein/enamort.html http://www.ing-buero-moerschner.de/pdf/pub/Briem_et_al2004_BMWI-LCI-Bericht_ktr670.pdf
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http://www.ing-buero-moerschner.de/pdf/pub/Briem_et_al2004_BMWI-LCI-Bericht_ktr670.pdf
Ganz schön unterschiedliche Zahlen, die man da bekommt.
Eins macht mich nachdenklich: Wenn die energetische Amortisation nach sagen wir mal 6 Jahren erfolgt und man die Steigerungsraten der Solarzellenproduktion berücksichtigt, wurde dann bisher überhaupt eine einzige kWh produziert?
Denn bei gallopierend steigender Produktion kommen die bereits installierten Anlagen ja nicht mehr mit. Erst, wenn die Produktiuonszahlen stagnieren, wird der Energiertrag aufholen, dann mächitg überholen.
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Carsten Schmitz schrieb:

Hä? Wieso denkst Du, daß Solarmodule ausschließlich mit Solarstrom hergestellt werden dürfen?

^ ^ galoppierend

Ja, und? Wie wurde wohl das erste (die ersten paar tausend) Solarmodule produziert?

Das ist, mit Verlaub, eine seltsame Überlegung.
(Übrigens hat, wie bereits mehrfach erwähnt, eine kleine energetische Amortisationszeit nur die Bedeutung einer notwendigen Bedingung: wäre sie >= oo, dann wüßte man von vornherein, daß die Solarmodulproduktion sinnlos, weil netto Energievernichtung wäre. Für eine positive Ökobilanz müssen aber zusätzlich noch die Stoffflüsse bewertet werden.)
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Nein, das ist ein Mussverständnis. Mich würde interessieren, ob die insgesamt bis jetzt durch Solarzellen ereugte Energie im Vergleich der bisher zur Solarzellenproduktion eingesetzten Energie größer oder kleiner ist. Würde man eine gleichbleibende Produktion haben, dann wäre der Aufwand zur Herstellung proportional zur Zeit. Die eingespeiste Energie durch die bestehenden Zellen (werden ja immer mehr) wäre aber überproportional steigend und somit nach einigen Jahren höher als die eingesetzte Energie. Wenn aber die Produktion in noch höherem Maße steigt, dann kommt die Erzeugung ab einer gew. Produktionssteigerungsrate nicht mehr mit.
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