Hallo,
ich hatte letztens einen ähnlichen Fall einer ominösen Spannung: der LS-Schalter (einpolig) war ausgeschaltet, weil ich eine Deckenlampe montieren wollte, ganz normal an dreiadrigem Anschluss. Das Multimeter (kein TrueRMS) hat im Messbereich "750V ~" null angezeigt. Beim Montieren bin ich dann mit dem Außenleiter (schwarz) an das Gehäuse gekommen, an welches schon die Schutzerde angeklemmt war, dadurch hat dann der FI (30mA) ausgelöst. Dann habe ich nochmal in einem kleineren Messbereich nachgemessen, und zwischen allen drei Leitern waren jeweils ca. 600mV ~ zu messen! Auch beim Verbinden von L1 und Neutralleiter kam der FI immer zuverlässig - was mich verwundert, da L1 ja über die Sicherung "offen" sein sollte.
In einem anderen Zimmer - allerdings gleiche Sicherung - trat dieses Phänomen nicht auf, die erste Lampe (mit ESL) war da allerdings schon montiert.
Was könnte die Ursache für die Spannung sein - die erwähnte kapazitive Kopplung oder vielleicht Sternpunktverschiebung durch ungleichmäßig belastete Phasen oder ...?
Warum kann ich zwischen Erde und Neutralleiter eine Spannung messen, sollten ja eigentlich verbunden sein?
Und warum löst der FI aus beziehungsweise warum könnte trotz abgeschaltetem LS Strom über den FI fließen?
Das Haus ist kein Altbau, vermutlich ca. 1980er Jahre, über die Verschaltung etc. kann ich allerdings nichts sagen.
Danke schon mal für eure Ideen.