Spannung wo keine sein darf

Sep 19, 2009 39 Replies

JFTR der jungen Leute, die so was nicht mehr kennen: Der Stecker hieß "Würfel-5-Stecker", weil die Pins^WKontaktstifte wie die Augen der Fünf auf dem Würfel angeordnet waren.

"Würfelstecker" ist sprachlich Unsinn, denn würfelförmig sah der Stecker nun wirklich nicht aus.

vG

Der DIN-Kopfh=F6rerstecker auch nicht, aber die Anordnung der Stifte war genauso wie beim Perilexstecker.

Viel lustiger als Perilex sind doch die unz=E4hligen Kragensteckverbindungen und Konsorten. Ich kenne durchaus noch die eine oder andere 380V, 25A oder 40A aus Aluminiumdruckgu=DF... die sind ja mittlerweile aufgrund der Metallgeh=E4use und der Vertauschbarkeit von L1 und PE schwerst evrboten. =D6fter sieht man noch in Betrieb die 5- poligen Steckvorrichtungen mit 2 Schleifkontakten f=FCr N und PE (mitunter waren sie auch werksseitig gebr=FCckt und nur f=FCr den Schutzleiter (NICHT Nulleiter/PEN!) vorgesehen).

sg Ragnar

Hallo,

ich hatte letztens einen ähnlichen Fall einer ominösen Spannung: der LS-Schalter (einpolig) war ausgeschaltet, weil ich eine Deckenlampe montieren wollte, ganz normal an dreiadrigem Anschluss. Das Multimeter (kein TrueRMS) hat im Messbereich "750V ~" null angezeigt. Beim Montieren bin ich dann mit dem Außenleiter (schwarz) an das Gehäuse gekommen, an welches schon die Schutzerde angeklemmt war, dadurch hat dann der FI (30mA) ausgelöst. Dann habe ich nochmal in einem kleineren Messbereich nachgemessen, und zwischen allen drei Leitern waren jeweils ca. 600mV ~ zu messen! Auch beim Verbinden von L1 und Neutralleiter kam der FI immer zuverlässig - was mich verwundert, da L1 ja über die Sicherung "offen" sein sollte.

In einem anderen Zimmer - allerdings gleiche Sicherung - trat dieses Phänomen nicht auf, die erste Lampe (mit ESL) war da allerdings schon montiert.

Was könnte die Ursache für die Spannung sein - die erwähnte kapazitive Kopplung oder vielleicht Sternpunktverschiebung durch ungleichmäßig belastete Phasen oder ...?

Warum kann ich zwischen Erde und Neutralleiter eine Spannung messen, sollten ja eigentlich verbunden sein?

Und warum löst der FI aus beziehungsweise warum könnte trotz abgeschaltetem LS Strom über den FI fließen?

Das Haus ist kein Altbau, vermutlich ca. 1980er Jahre, über die Verschaltung etc. kann ich allerdings nichts sagen.

Danke schon mal für eure Ideen.

Hallo,

ich hatte letztens einen ähnlichen Fall einer ominösen Spannung: der LS-Schalter (einpolig) war ausgeschaltet, weil ich eine Deckenlampe montieren wollte, ganz normal an dreiadrigem Anschluss. Das Multimeter (kein TrueRMS) hat im Messbereich "750V ~" null angezeigt. Beim Montieren bin ich dann mit dem Außenleiter (schwarz) an das Gehäuse gekommen, an welches schon die Schutzerde angeklemmt war, dadurch hat dann der FI (30mA) ausgelöst. Dann habe ich nochmal in einem kleineren Messbereich nachgemessen, und zwischen allen drei Leitern waren jeweils ca. 600mV ~ zu messen! Auch beim Verbinden von L1 und Neutralleiter kam der FI immer zuverlässig - was mich verwundert, da L1 ja über die Sicherung "offen" sein sollte.

In einem anderen Zimmer - allerdings gleiche Sicherung - trat dieses Phänomen nicht auf, die erste Lampe (mit ESL) war da allerdings schon montiert.

Was könnte die Ursache für die Spannung sein - die erwähnte kapazitive Kopplung oder vielleicht Sternpunktverschiebung durch ungleichmäßig belastete Phasen oder ...?

Warum kann ich zwischen Erde und Neutralleiter eine Spannung messen, sollten ja eigentlich verbunden sein?

Und warum löst der FI aus beziehungsweise warum könnte trotz abgeschaltetem LS Strom über den FI fließen?

Das Haus ist kein Altbau, vermutlich ca. 1980er Jahre, über die Verschaltung etc. kann ich allerdings nichts sagen.

Danke schon mal für eure Ideen.

Also schrieb MK:

Wird durch Stromfluss (ohmscher Leitungswiderstand) anderer Verbraucher im Haus entstehen...

Also, dass da 30mA drübergehen, halte ich für ziemlich heftig. Da würde ich mal nachsehen, ob es nicht doch irgendwo einen Schluss gibt... in einer wirklich "offenen" Leitung würde ich durch kapazitive Einkopplung eher mehrere (-zig) Volt erwarten, die dann schon unter geringer Last stark einbrechen. Was sagt denn der "Lügenstift" (Phasenprüfer) an der "offenen" L1-Leitung?

Ansgar

Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Aber zwischen N und PE hängen ja eigentlich (bei korrekter Installation :-) ) keine Verbraucher, oder versteh ich die Aussage falsch?

So was hab ich nicht, weil eben "Lügenstift". Die Installation ist auch nicht bei mir zuhause, so dass ich nochmal nachmessen könnte. Wenn ich allerdings mit dem trockenen Finger die Phasen überbrückt habe, ist die Spannung nicht (messbar) eingebrochen. Wenn es irgendwelche eingekoppelten Ladungen wären, dann wären diese ja eigentlich über mich abgeflossen, außerdem bezweifle ich, dass diese mehrmals zuverlässig über 30 mA liefern könnten.

Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Aber zwischen N und PE hängen ja eigentlich (bei korrekter Installation :-) ) keine Verbraucher, oder versteh ich die Aussage falsch?

So was hab ich nicht, weil eben "Lügenstift". Die Installation ist auch nicht bei mir zuhause, so dass ich nochmal nachmessen könnte. Wenn ich allerdings mit dem trockenen Finger die Phasen überbrückt habe, ist die Spannung nicht (messbar) eingebrochen. Wenn es irgendwelche eingekoppelten Ladungen wären, dann wären diese ja eigentlich über mich abgeflossen, außerdem bezweifle ich, dass diese mehrmals zuverlässig über 30 mA liefern könnten.

Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Aber zwischen N und PE hängen ja eigentlich (bei korrekter Installation :-) ) keine Verbraucher, oder versteh ich die Aussage falsch?

So was hab ich nicht, weil eben "Lügenstift". Die Installation ist auch nicht bei mir zuhause, so dass ich nochmal nachmessen könnte. Wenn ich allerdings mit dem trockenen Finger die Phasen überbrückt habe, ist die Spannung nicht (messbar) eingebrochen. Wenn es irgendwelche eingekoppelten Ladungen wären, dann wären diese ja eigentlich über mich abgeflossen, außerdem bezweifle ich, dass diese mehrmals zuverlässig über 30 mA liefern könnten.

Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Aber zwischen N und PE hängen ja eigentlich (bei korrekter Installation :-) ) keine Verbraucher, oder versteh ich die Aussage falsch?

So was hab ich nicht, weil eben "Lügenstift". Die Installation ist auch nicht bei mir zuhause, so dass ich nochmal nachmessen könnte. Wenn ich allerdings mit dem trockenen Finger die Phasen überbrückt habe, ist die Spannung nicht (messbar) eingebrochen. Wenn es irgendwelche eingekoppelten Ladungen wären, dann wären diese ja eigentlich über mich abgeflossen, außerdem bezweifle ich, dass diese mehrmals zuverlässig über 30 mA liefern könnten.

Also schrieb MK:

Über den N fließt Strom (aus dem ganzen Haus). Wenn Du dann am N einige Meter entfernt vom Verbindungspunkt N/PE gegenüber dem Verbindungspunkt (mittels dem stromlosen PE) misst, wirst Du einige mV messen. U=R*I.

Das wundert mich eben auch. Dafür muss es eine handfeste Ursache geben.

Ansgar

Oh doch, das kommt durchaus vor, da=DF bei unbelasteten N-PE-Schl=FCssen der FI ausl=F6st, ist ein bekanntes Ph=E4nomen.

Nur bei L(!)-PE sollte bei ausgeschaltetem LSS eigentlich nichts passieren... sicher, da=DF nicht die schwarze Ader in Wahrheit der N ist?

sg Ragnar

Also schrieb Ragnar Bartuska:

Soweit kenn ich's ja auch, von zu Hause...

... und das ist eben das Sonderbare, dem man wohl mal gründlicher nachgehen sollte.

Ansgar

Kann man das Phänomen irgendwie erklären oder ist es nur bekannt?

Da ich die Installation nicht gemacht habe, kann ich mir nicht sicher sei, aber der FI kam ja auch, wenn ich L und N verbunden habe.

MK schrieb:

Induktion.

Gruß Dieter

Also schrieb Dieter Wiedmann:

Aber für 30mA brauchst Du schon ein ziemlich fettes Magnetfeld an "günstiger" Stelle, oder?

Ansgar

Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Nö.

Gruß Dieter

Hallo, MK,

Du meintest am 09.10.09:

Strom.

Viele Gruesse! Helmut

MK schrieb:

Influenz. Steiler Impuls.

--=20 mfg hdw

Also schrieb Helmut Hullen:

Aber eher indirekt... die primäre Ursache wären dann jegliche magnetische Streu-Wechselfelder von diversen Quellen in gewissem Umkreis. Ja, auch parallel verlaufende stromduchflossene Leiter kommen in Frage...

Ansgar

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