Das AKW Fukuchima Daichi wurde bewertet und man hatte aufgrund des Risikos und der Kosten, dieses abzusichern, dessen Stilllegung beschlossen. Der Tsunami kam nur 61 Stunden zu früh. Nicht mal drei Tage später wäre der Reaktor mit Bor vollgekippt und zu keiner Kritikalität mehr fähig gewesen.
Falk D.
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Axel Berger
Sicher? Ich meine im Gegenteil etwas von Laufzeitverlängerungen gelesen zu haben. Die sehe ich seit jeher kritisch. Nicht nur hat man sich bei der Auslegung etwas gedacht, die Versprödung stellte sich auch als stärker heraus, als angenommen (wird durch andere, ungünstigere Beladung kompensiert) und es gab in vierzig Jahren erhebliche Weiterentwicklungen, die in heutige neue Kraftwerke einfließen.
Laufzeitende erreicht, heißt Ende erreicht.
R
Rolf Bombach
Falk Dµebbert schrieb:
Ja, etwas 10 Jahre vor dem Unfall.
Es gab aber keinen Kritikalitätsunfall. Die Reaktoren wurde ordnungs- gemäss abgeschaltet. Das Problem war die Nachzerfallswärme, die nicht abgeführt werden konnte. Es wäre weniger bis nichts passiert, wenn Sicherheitsventile eingebaut worden wären (die bestehenden Ventile gegen Sicherheitsventile ausgetauscht worden wären). So wie weltweit überall nach TMI. Aber darum konnte sich TEPCO ungefähr 10x rum drücken.
A
Alexander Schreiber
Und dann hat man halt mit grossen Gottvertrauen gehofft, das bis dahin schon nichts passieren würde und sich weitere Investitionen in die Betriebssicherheit gespart, klar.
Tja, und wie so oft, wenn jemand gewinnbringend an der Betriebssicherheit spart, dann kommt irgendwann die fette Rechnung dafür, die oft auch noch von anderen mitbezahlt werden darf.
Man liest sich, Alex.
H
Hergen Lehmann
Das Ding hatte offenbar eine gültige Betriebsgenehmigung, und so lange der Betreiber sich keine ganz groben Schnitzer leistet, gilt die erst mal bis zur nächsten großen Inspektion.
Das natürlich erst recht, wenn die Stilllegung sowieso geplant ist. "Unsere" AKWs wurden nach Merkels Ausstiegs-Gebot auch nicht mehr modernisiert und haben so gut es mit dem Status Quo halt ging ihre von der Politik genehmige Restlaufzeit abgeleistet.
M
Marc Haber
Und genau deswegen hat jeder Politiker gelogen, der sich an ein Pult gestellt hat und sagte, man könne zumindest die vier unter Scholz abgeschalteten letzten Kernkraftwerke "doche einfach wieder einschalten".
Grüße Marc
A
Axel Berger
Das Wort "lügen" verwende ich nur, wenn ich mir halbwegs sicher sein kann, der Betreffende habe vor dem Sprechen die Wahrheit gekannt. Bei technischen Themen bin ich mir da alles andere als sicher und glaube den Berufspolitikern, sie sind wirklich zu blöd.
Zu oft treffe ich Vollakademiker mit Abitur, die zu Themen wie Kohlendioxid und Photovoltaik einem Argument nicht folgen können, das nicht mehr als einen Dreisatz oder anderes Mittelstufen- und Hauptschulrechen erfordert.
C. P. Snow war viel zu höflich und viel zu zurückhaltend.
A
Alexander Schreiber
AFAIK gab es vom Hersteller etliche "Bitte mal diese Sicherheits- massnahmen nachrüsten" Hinweise, die aber, da kostenverursachend, ignoriert wurden.
Deutschland war allerdings auch clever genug, kein KKW direkt am Meeresstrand zu bauen. Dafür halt im Rheingraben: Tsunami vermieden, aber Erdbeben hätte dumm laufen können. Naja, irgendwas ist ja immer.
Man liest sich, Alex.
A
Alexander Schreiber
Nicht nur deswegen. Wenn die Anlagen erstmal mit "nächstes Projekt: Rückbau" runtergefahren sind, dann hat man nur ein recht kurzes Fenster für eine allfällige Wiederinbetriebnahme - und das unter der Annahme, das bezüglich überfälliger Wartungs- und Reparaturmassnahmen sämtliche Hühneraugen zugenietet sind.
Man liest sich, Alex.
M
Marc Haber
Im konkreten Fall hat man wohl Fristen, die zu größeren Wartungsmaßnahmen Ende der 2010er Jahre geführt hätten, verlängert, weil die Anlagen danach eh abgecshaltet werden.
Grüße Marc
M
Marc Haber
Brokdorf, Stade. Die Elbe ist ein Tidengewässer und es gibt dort Sturmfluten.
Grüße Marc
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---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402
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Hergen Lehmann
Der Hersteller empfiehlt laufend allerlei Nachrüstungen, um aus alten Produkten fortlaufend Profit zu schlagen. Hätte in dem konkreten Fall aber wahrscheinlich alles wenig bis nichts genutzt, wegen der überfluteten Technikräume und des daraus resultierenden Stromausfalls.
Direkt am Strand lag auch Fukushima Daiichi nicht, sondern immerhin um
5.8m erhöht und mit einem vorgelagerten Wellenbrecher. Höher sind die Deiche vielerorts auch nicht. Das war halt das, was die Behörden als ausreichend erachteten.
Hat halt nicht gereicht, hinterher ist man immer schlauer. Vor allem auch bezüglich der Personen- und Sachschäden, die jenseits des Kraftwerks in den umliegenden Orten angerichtet wurden.
In der Region vor allem auch Bergschäden... ist ja nicht so, als wäre da nicht schon das eine oder andere Gebäude unverhofft abgesackt.
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