Unmut

Manchmal frage ich mich, wie blöd manche Hersteller sind.
Akuteller Anlass: Zehn neue Zeiterfassungsgeräte. Diese Dinger sind anschlussmäßig voll daneben.
Angeliefert werden die mit einem 2m Patchkabel, welches über _Schraubklemmen_ angeklemmt ist. Also muss man entweder das zu mitgelieferte Kabel nutzen (dessen Länge vielleicht zufällig passt), oder aber ein neues Kabel nehmen und abisolieren. Sehr praxisgerecht - ist es neuerdings üblich, dass man Geräte mittels Schraubklemmen ans Netzwerk bringt? Mir sind beim Abisolieren der Adern natürlich erstmal die winzigen Litzenleiter weggebrochen und ich habe dann bei den Geräten RJ45 Buchsen eingelötet. Denn die Dinger werden in mehreren Niederlassungen montiert, bei denen ich über die Qualitäten der Monteure nichts weiß. Der EDV Chef sagte sinngemäß: Wenn _Sie_ schon zwei Versuche brauchen, bis es mit den Schraubklemmen funktioniert, dann können wir das vergessen. (Danke für das Lob)
Das nächste Problem ist, dass diese Teile verlangen, dass die Kabelzuführung von hinten zu erfolgen hat. Nun hängen die Teile auch mal an einer Stahbetonwand, da kommen die Leitungen nunmal auf Putz von unten. Also durfte ich zum Dremel greifen und habe den Gehäusen Kabeleinführungen verpasst.
Ach so: Der Hersteller bietet mittlerweile auch Anschlussplatinen an, die eine RJ45 Buchse haben. Kostet dann ca. 80EUR als Aufrüstoption. Und vermutlich gibt es auch bald Wandkonsolen, die dann Kabeleinführungen von den Seiten bieten.
(Nein, das waren keine billigen Geräte.)
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Carsten Kreft schrieb:

Willkommen im Jahr 2009, 85% aller Hersteller sind mittlerweile mit ihren eigenen Produkten restlos überfordert :-(
Butzo
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Carsten Kreft wrote:

Definitiv nein. Klarer Fall fuer den Burggraben. Wer weiss, was da drin sonst noch alles, ahem, sub-optimal geloest ist.
Mein bisheriger Knueller: Thermoschreiber aus deutschen Landen frisch auf den Tisch. Ab und zu brauchte der nach dem Einschalten nochmal einen Reset. An sich ja nichts neues, es sind wohl nur einige handverlesene Ingenieure in der Lage ein gescheites POR/BOR Design hinzulegen. Aber dann kam es. Der Reset erfolgte laut Handbuch ueber einen Kurzschluss (!) der 5V Schiene. Fatz ... *PENG*
Wir haben das Gelumpe sofort wieder eingepackt und zurueckgeschickt.
--
Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

[Hersteller ohne Ahnung von Praxis]

Und dann nimmt jemand nen Netzteil der 20A+ Klasse... Netter potentieller Brandstifter. Vor allem wenn dann der Transistor durchlegiert und der Wettbewerb "Wer gibt als erster auf" beginnt.

Und auch die Aufsichtsbehörden zwecks Rückruf informiert?
Gruß Jan
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Jan Conrads wrote:

Unser Netzteil hatte einen Tacken mehr als 20A. Au hat das gescheppert.

War ein Einbauteil, da nutzt das nicht viel. Wir hatten das aber der QS schriftlich mitgeteilt, weiss nicht was die dann damit gemacht haben. Recall Requests waren deren Aufgabe.
--
Gruesse, Joerg

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Jan Conrads schrieb:

Gehe mit, biete Mighty-Mite mit 5V/200A oder in der Firma 5V/400A :-)
Butzo
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Jan Conrads schrieb:

***** BRÜÜÜÜLLLLL ***** >>>----> den STAATSANWALT!!!111ooo...

Gl + ;-o)))
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Hallo,
Jan Conrads wrote:

naja, in der Realität geht das meist recht schnell. Mir ist mal eine Krokoklemme (einseitig an Masse fest) beim Verstärkerbasteln in die Kiste geplumpst und hat natürlich +U getroffen - die zwei Ringkerntrafos haben gewonnen. Eine kurze, eineinhalb Meter hohe Stichflamme später waren nur noch die Klemmen und ein paar Russflocken von dem Kabel übrig. Die Litze war fast vollständig weg. Zum Glück ist sonst nichts passiert. Die Zeit war einfach zu kurz, um irgendetwas in Brand zu setzen. Es sah aber schon spektakulär aus, fast wie die Benzinbomben in den Filmen in klein. Der Verstärker lief einfach weiter (läuft heute, nach 20 Jahren auch noch). Nicht einmal die für die Schmelzsicherung vor den Trafos hat es gereicht.
Marcel
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Marcel Müller schrieb:

das war bestimmt so ein Krokodilklemmensatz mit 10 Stück für 1 Euro. In den Leitungen ist so wenig Kupfer drin, dass die bei Belastung sofort heiß werden. Bei meinem Satz habe ich gleich alle Leitungen entfernt und Messleitung mit ordentlichem Querschnitt eingebaut.
Gruß, Alexander
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Alexander Dörr wrote:

Vielleicht war das ja diesmal positiv. Mit niederohmigen Leitungen hätte es wohl das Netzteil zerlegt... ;-)
--
--. .-. .- . -... . .--.-. - ..-. .... -....- -... . .-. .-.. .. -. .-.-.- -.. .
Mit freundlichen Grüßen Andreas Graebe
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Ich jetzt. Vom Oberteil (mit der eigentlichen Elektronik/Logik) geht ein Flachkabel zum Unterteil (mit der Anschlussplatine, welche als Hauptaufgabe einen VDR, eine Diode und nen bissken Elkos für Ub hat und die Übetrager für das 10BaseT). Kontakt zum Oberteil erfolgt mittels Buchsen-/Steckerleiste. Nur halt die billige Sorte, die hakelt und klemmt. Nach mehrmaligem Auf- / Abstecken hat sich nun der Stecker in seine Einzelteile aufgelöst. Man kann den nur durch Zug am Flachkabel lösen, beim letzten Mal hatte ich dann das Flachkabel alleine in der Hand.
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Carsten Kreft wrote:

Wie haette Juergen von Manger jetzt gesagt? Also aehrlich ...
Ich wuerde den Krempel einpacken und zurueckschicken. Ich weiss nicht mehr was wir in der letzten Firma hatten, sah m.W. so aehnlich aus wie diese und bei uns mit LAN Option:
http://www.timeclocks.com/proddetail.php?prod=1PIX-200&cat 
Die grossen Uhrenhersteller bieten auch moderne Zeiterfassung. Wenn Ihr nicht unbedingt die klassischen Stechkarten braucht, geht es auch ganz klein, wie z.B. diese: http://www.seiko-precision.gr/content/view/26/32/lang,en /
Oder gusseisern antik :-)
http://www-03.ibm.com/ibm/history/exhibits/logo/logo_920901.html
--
Gruesse, Joerg

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