Unterschiedliche Traversen

Tach,
mal eine Frage zu dieser Freileitung: <http://einklich.net/temp/2013-04-26_15-30-59_ [p4261638].jpg>
Wieso baut man die drei Traversen in unterschiedlichen Längen? Wirtschaftlicher wäre es doch, drei gleich lange zu fertigen (weniger unterschiedliche Teile), und statische Gründe kann es auch nicht haben, weil die linke Mastseite in dieser Anordnung viel schwerer ist. Also muß es elektrische Gründe haben, aber welche?
vG
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Am 27.04.2013 10:11, schrieb Volker Gringmuth:

...kapazitive?
--
Gruß
K.F.


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Dem Bild / Isolatoren nach, muesste es sich um eine 220 kV - Leitung handeln. Solche Hochspannungsleitungen werden nach dem ersten und zweiten Drittel in ihrer Lage am Mast getauscht, damit jede "Phase" die gleiche Kapazitaet gegen Erde hat.
Rudi
--
/ Rudi Horlacher /
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Am 27.04.13 12.03, schrieb Rudi Horlacher [Paul von Staufen]:

und was ist mit der Kapazität Leiter gegen Leiter?
V.
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Hallo, Volker,
Du meintest am 27.04.13:

Da müssen die Mastkonstrukteure und die Mastkäufer irgendeinen Kompromiss schliessen:
Entweder für alle Leiter gleiche Kapazität gegen Erde -> alle Leiter nebeneinander an 1 Traverse
http://de.wikipedia.org/wiki/Einebenenanordnung
oder für alle Leiter gleiche Kapazität gegeneinander -> 2 oder 3 Traversen; Leiter im gleichseitigen Dreick
http://de.wikipedia.org/wiki/Donaumast
oder irgendein Mischmasch.
In jedem Fall ist ab und zu ein Verdrillmast nötig;
http://de.wikipedia.org/wiki/Verdrillmast
Gilt übrigens nicht nur für die Kapazität, sondern auch für die Induktivität.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen wrote:
[Kapazität, Verdrillung]
Die Notwendigkeit von Verdrillung für die elektrische Symmetrie ist mir prinzipiell klar :-) Mir ging es konkret um den technischen Grund zur unterschiedlichen Traversenlänge.
Ich nehme also an, daß diese Anordnung zu einer besseren Kapazitätssymmetrie führt als gleich lange Traversen es täten.
Es handelt sich übrinx um eine kleine Stichleitung (vielleicht 1,5 km lang) zwischen einer Leitung mit Donaumastbild und einem Umspannwerk bei Salzgitter. Der fotografierte Mast steht hier: http://goo.gl/maps/x4fvS
vG
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Hallo, Volker,
Du meintest am 27.04.13:

Das hatte ich ja auch vermutet - aber irgendein Kompromiss muss dabei stets gewählt werden.

Ich sehe da vor allem mechanische Probleme ...
Baut vielleicht ähnlich schmal wie ein Tonnenmast (für 2*3 Leitungen). Aber die Kapazität gegen Erde ist recht unsymmetrisch.

Ist zwar (für mich) "fast um die Ecke", aber der Heimvorteil verschafft mir keine technisch belastbare Erklärung.
Viele Gruesse! Helmut
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Volker Gringmuth schrieb:

Argl, hättest Du das nicht drei Tage eher posten können ;-)? Ich war vorgestern bei den Kollegen zu Besuch. Da hätte man ja mal fragen können.....jetzt ist's zu spät und wir müssen raten.
VG Jörg
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Volker Staben schrieb:

Die wird dabei mitsymmetrisiert: Einmal zyklisch durchtauschen.
Gruß aus Bremen Ralf
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R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Am 27.04.13 12.03, schrieb Rudi Horlacher [Paul von Staufen]:

Feldkompensation?
V.
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Wenigerelektrische als mechanische. Hauptgrund dafür, daß man die Leiter nicht senkrecht übereinander an geordnet hat, war das Hochschnellen der Seile bei plötzlicher Entlastung, sei es Vogelbesetzung (nur bis etwa 30 KV drüber mögen die es nicht, k ribbelt in die Füß) oder bei plötzlichem Eisabwurf. Rauhreifansatz, unterkühlter Regen oder Schneefall bei Windstille kön nen zu erheblichen Gewichts-Zusatzlasten auf den Seilen führen, der Abwur f solcher Lasten erfolgt meist auf benachbaren Spannfeldern in kurzer Zeitf olge und führt zu extremem Hochschnellen. In Ländern ohne Vereisungsgef ahr (Südeuropa, Südstaaten USA u.ä.) sieht man gelegentlich Mittelsp annungsleitungen auch mit senkrecht übereinander angeordneten Leitern. Henry
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Am 27.04.2013 15:34, schrieb henryunsen:

Wie meinen? Ich sehe regelmäßig Krähen auf 220kV-Leitungen sitzen.
Gernot
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Ich nicht. Bei uns sitzen die immer nur auf dem Erdseil der 110kV-Bahnstromleitung, und sogar, als die Leitung abgeschaltet war, gingen die nur zögerlich auf die anderen Leiterseile.
-ras
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Ralph A. Schmid

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Am 28.04.2013 13:30, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:

Im Winter saßen jeden Morgen Schwärme von Krähen auf den 220kV-Leiterseilen am Kraftwerk Altbach.
Gernot
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Vermutlich gibt es unterschiedlich mutige Rabengruppen, oder da waren die Seile nicht so heiß an die Füße, wer weiß :)
-ras
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Ralph A. Schmid

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Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Harhar, Hochtemperaturseile werden auch der letzten mutigen Rabengruppe einheizen...
VG Jörg
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angeordnet hat, war das Hochschnellen der Seile bei plötzlicher Entlastung, sei es Vogelbesetzung (nur bis etwa 30 KV drüber mögen die es nicht, kribbelt in die Füß) oder bei plötzlichem Eisabwurf.
Kann es sein, dass die Vögel die Leiter meiden, weil die bei stark belasteten Leitungen oft deutlich wärmer sind als Raumtemperatur?
Viele Grüße, Torsten
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Am 02.05.2013 10:40, schrieb Torsten Schneider:

angeordnet hat, war das Hochschnellen der Seile bei plötzlicher Entlastung, sei es Vogelbesetzung (nur bis etwa 30 KV drüber mögen die es nicht, kribbelt in die Füß) oder bei plötzlichem Eisabwurf.

Je nach Seiltyp liegt die Dauertemperatur bei 70...80°C. Im Kurzschlußfall kann sie auf 170°C steigen. Es könnte tatsächlich manchen Vögeln in den Krallen zu heiß werden. ;-)
BTW wenn die Leitungsbetreiber bei Eisbehang der Leitungen die nicht früh genug stark belasten, kann das bei entsprechendem Sturm zu Mastbrüchen führen. Alles schon dagewesen. ;-)
--
hdw

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horst-d.winzler schrieb:

Mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig. Die Trassen sind auf 80°C ausgelegt, aber wann nehmen sie diese Temperatur an? Wohl nur, wenn das System längere Zeit mit 100% gefahren wird. In der Praxis recht illusorisch, da der Netz- betreiber bereits bei ca. 70% eingreift. (n-1) ist das Stich- wort.
170°C im Kurzschlußfall halte ich ebenfalls für eigenwillig. Übliche Fehlerklärungszeiten im Übertragungsnetz (und nur da gibt es einen Kurzschluß) betragen 80ms (inkl. Schaltereigenzeit). Das tangiert die Trasse nicht, und die Raben noch weniger.
VG Jörg
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Ingrid schrieb:

Upps, das war missverständlich. My mistake. Richtig wäre: Ein einpoliger Fehler mit Erde im ÜN ist ein Kurzschluß. Mehrpolige Fehler sind es definitiv, auch in den anderen Spannungsebenen. Nur haben wir es im ÜN vorrangig mit einpoligen Fehlern zu tun. Sorry für die Konfusion. Es ändert aber nichts an den Fehlerklärungszeiten.
Jörg
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