Verlegung von Netzwerkleitungen nach VDE

Hallo,
kann mir jemand sagen, ob und wo in den VDE Normen folgendes geregelt ist:
1. Netzwerkleitungen sind austauschbar zu verlegen (also Leerohr, Kanäle,
...)
2. Netzwerkdosen dürfen nicht in Kombination mit 230V Steckdosen montiert
werden (also unter einem gemeinsamen Rahmen)
Letzteres erscheint mir angesichts berührungssicherer Steckdoseneinsätze
doch mittlerweile überholt, oder? War es nicht die Begründung, dass bei
solchen Kombinationen ggf. ein Nicht-Elektriker an/neben offenen 230V
Kontakten hantieren muss)
Nichtbeachten des ersteren macht mir gerade massive Probleme bei einem
Kunden, dessen dummer Elektriker die Cat7 Leitungen direkt im Putz verlegt
hat und bei denen ein Anschließen unter Berücksichtigen von Biegeradien
praktisch unmöglich ist.
(Wenn es nur dass wäre: An einer Stelle starten zwei blaue Duplex-Leitungen,
die eine verwandelt sich unterwegs auf mysteriösem Weg in zwei grüne Simplex
Leitungen, die andere ist in der fernen Dose total verhunzt, Geflecht und
Paarschirm sind vollkommen abgerissen und die Leitung ist nur direkt in der
Schalterdose auf ca. 4cm Länge unverletzt. Danke, lieber Kollege!)
Der selbe Kollege hat übrigens Raumthermostate "vergessen", nun sollen in
den Praxisräumen über EIN zentrales Thermostat die 12 Stellventile geregelt
werden.
Da lacht die ENEV, denn von Räumen "gleicher Art und Nutzung" (bei denen die
Gruppierung zulässig wäre) kann kaum die Rede sein. Zwei Sprechzimmer mit
Süd- bzw- Süd-West-Ausrichtung und wenig Fenstern, eine Anmeldung mit
bodentiefen Fenstern in Richtung Nord-Ost, dazu Wartezimmer, Aufenthalt,
Büro und WCs können kaum vernünftig über einen Thermostaten regeln.
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Carsten Kreft
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Carsten Kreft schrieb am 20.12.2009 18:55:
Mit Nummer und Seite? Leider nicht...
ja
wenn:
dann darf man, sonst nicht. Also in den überwiegenden Fällen ja. ...
Ein Bus muß her. :-)
Einzelraumregelung kann man auch über einen Bus gut realisieren. AFAIK müssen die Sollwerte je Regler nicht vor Ort geregelt werden können (in der Praxis reichen meist 2 Werte, Komfortwert und Absenkwert.
EIB/KNX, LCN, was auch immer...
Thomas
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Thomas Einzel
K=F6nnt Ihr mal erkl=E4ren, was genau "ber=FChrungssicher" bei Steckdoseneins=E4tzen bedeutet. Seit wann gibt es diese ungef=E4hr?
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Martin Kobil
Martin Kobil schrieb am 20.12.2009 21:36:
IIRC IP20 (Fingersicher). Es gab früher Steckdoseneindatze, wo es nach entfernen der Zentralplatte möglich war, die Kontakte und/oder Befestigungen zu berühren. Von daher kommt das alte nono von Mehrfachblenden 230V Steckdosen und Telefon/SAT/LAN Dosen, auch wenn es heute in >>90% der Fälle nicht mehr zutrifft.
? fast ewig... gab es auch schon zu Zeiten von Schraubanschlüssen in Steckdoseneinsätzen.
Thomas
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Thomas Einzel
"Martin Kobil" schrieb
Früher konnte man nach Entfernen der Abdeckung die blanken Kontakte berühren, weshalb das Entfernen der selbigen z.B. durch den Maler schon nicht zulässig war. Mittlerweile verhindert eine Plastikabdeckung dies für die Finger von Erwachsenen. Ein Kleinkind wird aber durch das Löchlein seinen Finger weit genug herein bekommen, um mit einer 50:50 Chance auf die harte Tour zu lernen, dass man an Steckdosen nicht herumfuckeln sollte.
Angesichts der haarsträubenden Arbeiten mancher Heimwerker eine Erfahrung, die man eigentlich jeden mal machen lassen sollte :-)
Ich kenne diese Steckdosen seit meiner Jugend, die mittlerweile schon 20 Jahre vorbei ist.
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Carsten Kreft
"Thomas Einzel" schrieb
Tja, das das irgendwo steht, weiß ich. Nur wo? Ist das eine VDE Vorgabe oder doch eher nur DIN 18015? (VDE ist anerkannte Regel der Technik, also quasi obligatorisch, DIN 18015 war hier nicht vereinbart, macht also einen gewaltigen Unterschied)
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Carsten Kreft
Genaugenommen seit es Stecklemmenanschlüsse sind. Ich kenne keine Steckdose mit fingesicherem Schraubanschluss.
Lutz
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Lutz Illigen
DIN, ich beziehe mich auch immer darauf.
Lutz
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Lutz Illigen
Tach,
Carsten Kreft wrote:
Sorry für den Threadmissbrauch, aber da scheinen sich ein paar Leute auszukennen: Wie sieht es im Installationsrohr mit folgender Kombinutzung aus:
a) Stromkabel (LNPE, 230V) und Netzwerkkabel (CATx), beide mit geeigneter Isolation und das Netzwerkkabel mit entsprechender Abschirmung
b) Stromkabel (LNPE, 230V) und Netzwerkkabel (Glasfaser)
ist sowas zugelassen?
Danke für jede Info
Peter
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Peter Kunze
Peter Kunze schrieb:
Nein. Aber, wenn nur das eine Rohr vorhanden ist, wer will denn dann nochmal durch die Decke bohren? Also, wird nach dem alten Grundsatz verfahren, wo kein Ankl=E4ger auch kein Beklagter.
--=20 mfg hdw
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Horst-D.Winzler
Also schrieb Horst-D.Winzler:
Mal ehrlich: unter so manchem Schreibtisch liegen ja auch Telefon, Netzwerk, USB und 230V einträchtig neben- und durcheinander. Da darf in so einem Rohr doch auch nichts passieren, solange die Kabel nicht beschädigt sind...
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt
Horst-D.Winzler schrieb am 21.12.2009 13:31:
...
IIRC/AFAIK : wenn die LAN Kabel eine Isolation hätte, die der 230V Leitung entspricht schon, das kenne ich z.B. von den (oft grünen) EIB Bus Leitungen.
Was gegen 230V + Glasfaser in einem Rohr spricht, weiß ich nicht.
Thomas
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Thomas Einzel
"Ansgar Strickerschmidt" schrieb:
Das ist der springende Punkt: Während du unter dem Tisch sehen kannst (könntest), dass eines der Kabel beschädigt ist, ist es im Rohr zappenduster.
Felix
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Felix Holdener
Thomas Einzel schrieb:
Hallo,
wenn die Glasfaser auch mit Metalldrähten bewehrt und zugentlastet wurde. Bei einem vollständig aus Isolatoren aufgebauten Glasfaserkabel sollte eigentlich nichts dagegen sprechen.
Bye
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Uwe Hercksen
Ansgar Strickerschmidt schrieb:
Hallo,
allerdings liegen unter keinem Schreibtisch diese Kabel über etliche Meter parallel und dicht gedrängt in einem Rohr mit erschwerter Wärmeabfuhr.
Bye
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Uwe Hercksen
Was geht das den VDE an? Praktischer ist es ja schon, aber wenn mir die Rohre zu teuer sind...
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Martin D. Bartsch
Dann jammere auch nicht wenn es nicht funktioniert.
Lutz
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Lutz Illigen
Uwe Hercksen schrieb:
Jou, das Problem ist ja auch die Wärmeabfuhr, besonders beim Netzwerkkabel. Bei G-Bit Ethernet glüht ja praktisch die Leitung.
SCNR Gerd
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Gerd Kluger
Gerd Kluger schrieb:
Hallo,
es wurde doch auch von einem 230 V Kabel in dem Bündel geschrieben. Ausserdem trennt man Netz- und Signalkabel wegen der Störungen besser räumlich.
Bye
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Uwe Hercksen
Bei Netzwerk, also Twisted Pair, dürfte das ziemlich wurscht sein, da das Signal symmetrisch übertragen wird und auf beiden Seiten ein Übertrager sitzt der 2kV isolieren muss. D.h. die üblichen Gleichtaktstörungen sind gar kein Problem.
Diese Regel wegen Störfestigkeit stammt noch aus Zeiten, wo die üblicherweise verlegten Datenleitungen für sowas anfällig waren, z.B. EIA-232 für TTYs oder ähnliches Zeug.
Wolfgang
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Wolfgang Draxinger

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