Vor├╝bergehender Betrieb ohne Schutzleiter

Hallo. Ich schreibe gerade die Dokumentation fŘr meine AbschlussprŘfung. Mein Problem liegt in folgender Situation: Die alte TK- Anlage (mit einem Schutzleiter geerdet) wird ersetzt und
ich will deren Schutzleiter benutzen um meinen Netzwerkschrank zu erden. In dem Netzwerkschrank sind an aktiven Gerńten eine USV und eine TK -Anlage eingebaut. Jetzt will ich diese neue TK- Anlage komplett mit den IP- Telefonen aufbauen, konfigurieren und schon mal testen ob das mit der internen Kommunikation funktioniert. Das natŘrlich bevor die alte Anlage Heruntergefahren wird und ich mir deren Schutzleiter schnappen kann.
Wńre es also von dem Aspekt der elektrischen Sicherheit bzw. aus der Sicht eines IHK-PrŘfers vertretbar wenn ich dies durchfŘhre ohne das mein Netzwerkschrank geerdet ist. Oder mŘsste ich eine provisorische Leitung zum Schutzpotenzialausgleich legen?
Vielen Dank im voraus, mit freundlichen GrŘ▀en,
Paul
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Eric Eric schrieb:

Hallo,
Du brauchst doch auch zum Testen einen (provisorischen) 230 V Anschlu├č deines Netzwerkschranks, also warum nimmst Du nicht den Schutzleiter dieses Anschlu├čes zur Erdung des Schranks? Ohne Schutzleiter zu testen d├╝rfte kaum ein Pr├╝fer ohne Murren akzeptieren.
Bye
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Hi, danke fŘr die Antwort. Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich dich richtig verstanden habe :-)
Der Netzwerkschrank / Standrack selbst ist ja passiv und brauch keinen 230 V Anschluss.
Die Stromversorgung, also der 230 V Anschluss, der Komponenten (USV und TK Anlage) erfolgt Řber ein ganz normales Kaltegerńtekabel mit Schuko Stecker. Hier ist ja selbstverstńndlich ein Schutzleiter vorhanden. Mir geht es ja um den zusńtzlichen Schutzleiter mit dem ich den Schrank erde und diesen kann ich ja nicht vom der Steckdose abzapfen. Ein Potenzialausgleich Řber eine Gerńteanschlu▀leitung ist ja nicht zulńssig.
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Hallo,
Eric Eric schrieb:

Hmm...klingt nach ITSE??
Da Du momentan nur virtuell arbeitest (Du schreibst ja nur an der Doku), verlege einen provisorischen Potentialausgleich. Tust Du das nicht, k├â┬Ânnte das bei der Pr├â┬╝fung kritisch werden (ich wei├â┬č wovon ich rede, ich hatte selbst jahrelang den Vorsitz in einem Pr├â┬╝fungsausschuss und speziell auf solchen Kleinigkeiten reitet man gerne etwas 'rum, und sei es nur, um den Pr├â┬╝fling noch nerv├â┬Âser zu machen, als er eh' schon ist;.)).
Gru├â┬č
Micha
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Hi Micha. Der ITSE war ein volltreffer :-) Die Arbeitsweise in der Wirtschaft unterscheidet sich leider oft ungemein von der, die der PrŘfungsausschuss vorraussetzt. Dies bekommt man dann wohl, in der PrŘfung, ohne detailreiche Vorbereitung schmerzlich zu spŘren. Wenn im Fachgesprńch auf einem rumgeritten wird :-)
Ich habe natŘrlich auch einen provisorischen Potentialausgleich gelegt (10mm^2 direkt von der Potential-ausgleichschiene) und mit einem meiner zahlreichen Messgerńten nach VDE0701 geprŘft, wollte nur wissen wie es wńre wenn ;-)
Danke un Gru▀
Paul
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Mal ne Laienfrage.
Warum ist der Potentialausgleich/Schutzleiter (fast) immer mit 10mm┬▓ gefordert/gemacht, auch wenn die Str├Âme sonst gerade mal 0,75mm┬▓ Leitungen erfordern?
Dass bei entsprechenden Installationen die Ableitung gesichert sein muss ist mir klar. Aber bei ner kompletten 1,5er Installation z.B. ne Telefonanlage mit 10mm┬▓ erden?
Warum?
Danke f├╝r erhellende Tips.
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Georg Wieser wrote:

Wo w├â┬Ąre das denn beides gemeinsam der Fall?
Allgemein hat der Querschnitt einer Leitung zwei Bestimmungen: 1. den maximalen Strom ├â┬╝berhaupt ├ó┬Ç┬×aushalten├ó┬Ç┬ť zu k├â┬Ânnen und 2. den Spannungsabfall so niedrig wie m├â┬Âglich zu halten. (Nat├â┬╝rlich h├â┬Ąngen die beiden zusammen, aber betrachten wir sie mal getrennt.)
Dann ist es im Fehlerfall (Geh├â┬Ąuseschluss des Au├â┬čenleiters ohne sofortige Ausl├â┬Âsung des LSS) nicht nur Aufgabe des PEN, den Fehlerstrom vollst├â┬Ąndig abzutransportieren, sondern auch daf├â┬╝r zu sorgen, da├â┬č keine gef├â┬Ąhrliche Ber├â┬╝hrspannung am Ger├â┬Ąt anliegt - die dann dem Spannungsabfall ├â┬╝ber der gesamten PE-Strecke entspricht.
vG
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nimm mal ne ganz normale Telefonanlage. Das Anschlusskabel ist ein konfektionierter Kaltger├â┬Ątestecker und mehr als 0.75 hat der sicher nicht. Der zus├â┬Ątzliche gr├â┬╝ngelbe "Erddraht" hat mindestens 6 wenn nicht 10mm├é┬▓ Bis der nicht mehr ableiten kann ist das komplette Netzkabel schon verdampft.
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N' Abend,
Georg Wieser schrieb:

"erhellend" ist wohl der richtige Ausdruck, es geht haupts├â┬Ąchlich darum, dass der Hauptpotentialausgleich in aller Regel mit 25mm├é┬▓ ausgef├â┬╝hrt wird und entsprechend stromtragf├â┬Ąhig ist, deshalb m├â┬╝ssen laut DIN VDE 0100, Teil 540, Abschnitt 9.1.1 (das musste jetzt einfach sein) alle anderen Anschl├â┬╝sse an den PA mit mindestens "0,5 x Querschnitt des gr├â┬Â├â┬čten Schutzleiters der Anlage, mindestens jedoch im Querschnitt 6mm├é┬▓ CU oder leitwertgleich" verlegt werden. Au├â┬čerdem besteht bei einem "erhellenden" Blitzschlag die M├â┬Âglichkeit, dass zumindest ein Teil des Blitzstromes ├â┬╝ber den HPA abgeleitet wird.
Eine ausf├â┬╝hrlichere Erkl├â┬Ąrung dazu findet sich hier:
http://www.he-elektro.de/Potentialausgleich.html
HTH und Gru├â┬č
Micha
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N' Abend,
Eric Eric schrieb:

[h├â┬Ąndereib und grins]

Das siehst Du eindeutig falsch. Die Pr├â┬╝fer sind Leute aus dem ganz normalen Berufsleben, Ausbilder, Meister, manchmal sogar ganz normale Mitarbeiter aus dem entsprechenden Fachbereich einer Firma. Das sind alles Leute aus der Praxis, denen wohl bewusst ist, dass sich die Theorie vom echten Leben unterscheidet. Als ich angefangen habe ITSE auszubilden (das war 1997, da war der Beruf gerade geboren) wussten wir bei den Pr├â┬╝fungen gar nicht so recht, wie wir das machen sollten..."Fachgespr├â┬Ąch"...das war 'was ganz Neues und auch f├â┬╝r uns eine echte Herausforderung nach dem "Frage-und-Antwort- Spiel", das man vorher kannte. Ich halte - einen halbwegs gut eingespielten Pr├â┬╝fungsausschuss vorausgesetzt - diese Art der Pr├â┬╝fung f├â┬╝r wesentlich besser und (f├â┬╝r beide Seiten) stressfreier als das althergebrachte "Dich krieg ich schon irgendwie 'dran".

Das kann keiner so genau sagen, allerdings würde ich eine 0701-Prüfung hier für übertrieben halten...Streber ;-))

Gerne, falls Du noch Unterstützung brauchst, gerne auch per Mail, Adresse funktioniert...
Gru├â┬č
Micha
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Am 18.04.2012 15:55, schrieb Eric Eric:

Wenn Du Deine Pr├╝fung ganz sicher vergeigen willst: Vergiss den Schutzleiter.
Nobby
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Hi Nobby. Ich vergess den Schutzleiter ja nicht, ich verzichte mit Vorsatz :-)
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Am 18.04.2012 15:55, schrieb Eric Eric:

Es m├╝ssen alle Anlagenteile zu jeder Zeit in den Potentialausgleich einbezogen sein.
Siehe hierzu die entsprechenden VDE _ Vorschriften : 0100-ff
--
Gru├č
K.F.


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wrote:

Habe mir schon gedacht das es daran nichts zu rŘtteln gibt :-) Danke fŘr die Antwort
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In welchem Fach soll die Pr├╝fung abgelegt werden???
Du sprichst von "erden". Was genau willst du?
Ein zus├Ątzlicher Schutzpotenzialausgleich ist bei Netzwerkschr├Ąnken nicht n├Âtig (au├čer, sie st├╝nden z.B. in R├Ąumen mit Dusche oder Bad), dann w├Ąre aber ein zus├Ątzlicher Schutzpotenzialausgleich bei erh├Âhter Gef├Ąhrdung n├Âtig, mithin mindestens 2,5mm┬▓ gesch├╝tz / 4mm┬▓ ungesch├╝tzt verlegt. Ohne Gef├Ąhrdung reicht ein Leiter, der die Leitf├Ąhigkeit des gr├Â├čten Schutzleiters hat.
Vermutlich geht es hier um den Funktionspotenzialausgleich (aus EMV Gr├╝nden). Der wird wohl n├Âtig sein, mithin w├Ąre der Betrieb ohne ihn unzul├Ąssig.
Cave: Ein Funktionspotenzialausgleich ohne Schutzfunktion darf nicht in gr├╝n-gelb ausgef├╝hrt werden. Mehr Informationen dazu findest du in der VDE 0800-2-310, VDE 0100-444, ...

Aus der Sicht der elektrischen Sicherheit ist ein Potenzialausgleich (sowohl als Schutzpotenzialausgleich ├╝ber die Haupterdungsschiene als auch als zus├Ątzlicher Schutzpotenzialausgleich zur Erf├╝llung von Abschaktbedingen / bei R├Ąumen mit besonderer Gef├Ąhrdung) NICHT GEFORDERT.
Hier kann es "nur" um den Funktionspotenzialausgleich gehen.
--- Posted via
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t.net ---
Hallo Karsten. Ja Du hast recht, ich meinte den Funktionspotenzialausgleich. Habe dummerweise mit Begriffen jongliert. Patchfeld und TK- Anlage sind Řber ihren Funktionserde-Anschluss mit dem Netzwerkschrank verbunden und dieser ist Řber seinen Haupterdungspunkt an einen Erdleiter angeschlossen.
Danke fŘr Deine ausfŘhrliche Antwort, Gru▀
Paul
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