Moin,
Ralf Kusmierz schrub:
Aber was wäre, wenn ich eine Gebühr an die Konkurrenz zahlen müsste? Davon rede ich ja.
Die Qualität dürfte der Unterschied sein. Ob sie nun real vorhanden ist oder die Kunden nur dran glauben.
Na ja, über die letzten Gammelfleischskandale konnte man hier in der Gegen jedenfalls nur müde lächeln. Soziale Kontrolle und Mundpropaganda (negative wie positive) sind viel wirksamer, als jede staatliche Kontrolle (die es ja obendrein gibt).
Die Macht über die Wirtschaft nicht in die Hände von Leuten geben, die nicht demokratisch gewählt sind z.B.. Monopole verhindern, da diese langfristig der Wirtschaft schaden weil sie eine funktionierende Marktwirtschaft behindern.
Sieht mir sehr danach aus.
Und warum kann eine Firma die andere reinreißen und dadurch eine so große Arbeitslostigkeit erzeugen, dass das politische Folgen hat? Warum haben die Leute dann eine sozialistische Partei gewählt? Doch wohl sicher nicht, weil die beiden genannten Unternehmen kleine Mittelständler unter vielen waren.
In Südamerika arbeiten heute Menschen auf Zuckerrohrfarmen zu Bedingungen, die es selbst in der Zeit der Sklavenhaltung nicht gab. Ähnliches ist in den europäischen Industrieländern aus der Zeit der industriellen Revolution bekannt. Warum? Weil der lokale Arbeitgeber für die 'Ware' Arbeit ein Monopol hatte, es gab keine anderen Arbeitgeber in der Region. Die Gesamtheit der Bevölkerung hat darunter eher gelitten.
Schöner Vergleich, nur mit einem Haken: Menschen in so einem System würden am Wirtschaftsleben nicht teilnehmen. So eine Situation ist nur in einem sozialistischen Staat oder einer Diktatur denkbar wo die Löhne vom Staat zugeteilt werden. Welche Probleme das mit sich bringt, braucht man dir wohl nicht sagen: Wenn die Leute für einen Einheitslohn arbeiten, arbeiten sie nicht effektiv.
Nun gut, viele kleine Firmen arbeiten insgesamt nicht unbedingt so effektiv, wie wenige große, darum ging es ja. Aber ist das sicher so? Die Unmenge an Reibungsverlusten, Organisations-Overhead und Selbstbefriedigung, die es in großen Firmen gibt, ist auch nicht ohne. Wären da allein die technischen Gerätschaften einer Firma, in diesem Fall geht es um Kraftwerke. Da ist zunächst scheinbar klar, dass große Kraftwerke einen besseren Wirkungsgrad erzielen können als viele kleine. Aber das ist kein Naturgesetz, man nehme einfach ein Extrembeispiel: Angenommen man könne in Europa ein Kohlekraftwerk bauen, welches 60% Wirkungsgrad erzielt. Allerdings müsste das zu dem Zweck so groß sein, dass es halb Europa mit Strom versorgen kann. Wäre es sinnvoll? Aus vielen Gründen nicht. Allen voran die Transportkosten. Entweder muss die Kohle sehr weit herangeholt werden (dürfte eher keine Rolle spielen, da auch heute schon die Kohle per Schiff aus Australien kommt) und oder der Strom muss über sehr weite Strecken transportiert werden, was die Stromleitungen übermäßig teuer macht.
Ob sich so ein Kraftwerk lohnt, hängt also davon ab, was der Transport von Primärenergie und oder der Stromtransport kostet. Irgendwo gibt es eine Grenze ab der zwei kleinere Kraftwerke günstiger sind als ein großes. Die Frage ist also, bei welcher Kraftwerksgröße das Optimum liegt. Es liegt nicht im Unendlichen, wie das Beispiel von mir zeigen sollte. Wo das Optimum liegt, hängt im wesentlichen von den Transportkosten ab.
Aber Großkraftwerke haben noch weitere Nachteile: Die Anfälligkeit. Terroranschläge sind nur ein prominentes Beispiel für das, was passieren kann. Das ein Großkraftwerk sehr zuverlässig aufgrund redundanter Systeme sein kann, ist kein Argument für Großkraftwerke, denn wenn das Großkraftwerk mehrere redundante Systeme beinhaltet, dann hätte man diese redundanten Teilsysteme auch verteilt aufbauen können.
Andere denken da anders...
Wie lautet das Gesetz?
Das mit der Abmahnung ist eine nette Idee, werde ich mal vorbringen:-). Das mit der Second-Source ist allerdings bei manchen Gasen nicht so einfach. Eine Flasche Fluor kann zwischen
800 und 1200? kosten, je nach dem welchen der beiden Anbieter man fragt. Da lacht man dann doch über die 8? Mautgebühr.Und bezahlst bereitwillig eine Telefon-Grundgebühr? Oder Telefon-Flatrate? Oder was? Welcher Abrechnungsmodus ist der der Naturgegebene?
Über Energiemonopole würde ich mich auch nicht so aufregen (was ich eh nicht tue), das Problem sehe ich in den Netzen.Das Problem der Durchleitungsgebühren ist, dass die Preise dort keinen freien Markt unterliegen, weil es nur Monopole gibt. Das einzige was gegensteuert ist eine Behörde, die die Preise beurteilt und notfalls limitiert. Genau das ist aber kein Markt. Den wird es auch im Bereich von Stromnetzen nicht geben, weil einfach die größere bezahlte Leitung immer viel günstiger ist, also eine neu gebaute Konrurrenzleitung. Abgesehen dass der Staat gar keine zwei parallelen Stromleitungen genehmigen würde. Irgendwo habe ich mal den Begriff 'natürliches Monopol' gehört, dieser Begriff trifft auf solche Netze zu wie das Stromnetz, das Telefonnetz soweit wie es kabelgebunden ist, Wasser, Abwasser, Gas, Luftraum (Luftraumüberwachung), Bahn, Straßen. Genau hier führt automatisch jeder Privatbesitz zu lokalen Monopolen.
Wie? Erkläre genauer.
Nicht alleine. Aber allein wenn die Transportkosten für Güter aller Art teurer würden, würde eine Zentralisierung schon mal eingeschränkt werden.
Nein, ist nur eine Tatsache.
Oder Wasserkraftwerke:-) Oder Windenergie, denn bei der kann man die Energieproduktion auch nicht frei wählen.
Es verbessert nur die Rendite von Windkraftwerken, denn diese können dann ihren Strom auch dann verkaufen, wenn viele andere Windkraftwerke auch Strom produzieren.
Realist.
Da hast du ein paar wesentliche Dinge übersehen. So ein Projekt kostet eine Menge Investition, vorallem müssen diese Investitionen lange im Voraus getätigt werden. Es müssen nämlich große Kraftwerke und eine lange Stromleitung gebaut werden. Erst wenn beides fertig ist, fließt das Geld. Da gehen locker 10 Jahre ins Land. Welcher Aktionär sollte über einen so langen Zeitraum sein Geld in so ein Projekt stecken?
In Sachen Afrika zählt leider nicht nur Geld, sondern auch Politik, die Staaten dort müssen politisch stabil sein, notfalls muss die Option militärischer Eingriffe möglich sein - alles Sachen, die Firmen kaum bieten können. Obgleich die großen Firmen dieser Welt nicht selten auch eine militärische Macht haben, das wird zwar nicht so an die große Glocke gehängt, aber letztlich passiert da so einiges (Waffengeschäfte in Afrika, finanziert mit Diamanten,....)
CU Rollo