Man legt die Schweißstellen dahin, wo die Spannung nicht so hoch ist. Schweißgeeignete Feinkornstähle machen darüberhinaus eine ganze Menge mit. Bei genügend niedriger Wärmeeinbringung ist die Schweißstelle fast hunderprozentig belastbar.
Michael Dahms
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J
Jürgen Brandt
Michael Dahms schrieb:
Wo ist diese Stelle bei einem Zugstab? :-)
Jürgen
M
Michael Dahms
Die freien Zugstäbe, die ich kenne, habe über die Länge keinen konstanten Querschnitt. Dann kann man Kräfte noch über Schub einbringen, also beispielsweise Ralfs Keile anschweißen.
Michael Dahms
B
Bernhard Kubis
Ralf Kusmierz schrieb:
Das "Zeug" gibt es nicht als 100 mm-Rundmaterial. Du wirst es nur in Form dünner Drähte bis max D=12mm bekommen. Dafür kannst du dann viele Drähte zu einem Seil zusammenfassen, dass durchaus auch 100mm Durchmesser haben kann. Und Längen bis 100 m sind unproblematisch, da man diesen Draht oder die Seile aufrollen kann.
Die chemisch-physikalischen Hintergründe dafür sollten in der Fachliteratur zu finden sein. (Stichworte Gerüstumlagerung, Kaltziehen und Kaltrecken) Hübsch zusammengefasst gibts das auch nochmal unter:
Sobald man diesen Stahl versucht zu verschweißen, wird sich wohl die hohe Festigkeit wieder verringern. Ansonsten gehört Spannstahl zur Kategorie: nicht schweißgeeignet.
Genau das ist das Prinzip, mit dem diese Drähte verankert werden. Nun noch viele von diesen Keilen in einer großen Stahlscheibe angeordnet und fertig ist der Spannanker. Gespannt wird dann mit hydraulischen Pressen, die einfach den Draht oder die Litze (meist aus 7 Drähten) gegen die Platte herausziehen. Die Keile rutschen dann wieder in das konische Loch und hindern den Draht am Durch- rutschen.
Gruß aus Mecklenburg Bernhard
M
Michael Dahms
Hm. Wieder was gelernt.
Anscheinend sucht der OP aber einen Baustahl und keinen Spannstahl. Und Baustähle - auch die höchstfesten - sind schweißgeeignet.
Michael Dahms
R
Ralf Kusmierz
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Bernhard Kubis schrieb:
Behauptet der OP aber.
Finde ich wegen der Kerbwirkungsgefahr auch deutlich beruhigender. So ein 100er-Rundstab hätte wohl eine Belastung von ca. 10 MN auszuhalten, also an die 1.000 t (naja, je nach gewählter Sicherheit einen Bruchteil davon) zu tragen - da wäre ich doch _sehr_ dafür, den erst einmal auf der Baustelle *gründlichst* auf Risse, Lunker, Einschlüsse, Schmiedefalten etc. zu untersuchen (US), ihn hochglanzzupolieren und dann hübsch korrosionszubeschichten und anschließend noch einmal mit Kunststoff zu überziehen und in ein stabiles Stahlrohr als Schutz einzupacken, und trotzdem wäre das höchstens die zweitbeste Lösung - wenn ein Seil oder ein Bündel Einzelstäbe verwendet wird, macht das im Zweifelsfall nicht so viel aus, wenn eine Macke übersehen wurde und eine Einzelfaser hopps geht.
Seil: ist das nicht zu elastisch, wäre ein Bündel gerader (und knickfreier!) Drähte nicht besser?
Hurra, richtig geraten! ;-)
Gruß aus Bremen Ralf
A
Axel zur Strassen
Das gilt ausschließlich für thermomechanisch behandelten FK Baustähle.
Das Kriterium für die normalgeglühten, vergüteten oder ausscheidungsgehärteten ist die "t8/5" Zeit, nicht das Wärmeeinbringen alleine, das allerdings -- zusammen mit der Vorwärmung -- im Falle eines hochfesten Feinkornbaustahles die t8/5 beeinflußt. -> SEW 088
A
Axel zur Strassen
Wahrscheinlich weil ein Rundstab mit Durchmesser 100mm ganz erheblichen Aufwand bei der Schweißnahtvorbereitung erfordert und ohne Verfahrensprüfung im geregelten Bereich hier nichts zu machen sein wird. Als Baustellenschweißung sowieso.
W
Werner Jakobi
Spannstahl und Seile sind kaltverformtes Material, die kannst du nicht schweißen.
Gruss, Werner
W
Werner Jakobi
Vollstahl findest du nur bis Du 36 mm und maximal als S 1080/1230 von Dywidag
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Der hat entweder Gewinderippen oder aufgerollte Gewinde. Für beide Systeme gibts eine breite Palette an Ankermuttern, Ankerplatten und Korrosionsschutzsystemen, die sich vielseitig einsetzen lassen.
Größere Querschnitte und höhere Festigkeiten lassen sich nur noch aus gezogenen Drähten herstellen, für die dann die üblichen Seilendverankerungen verwendet werden.
Da ist dann wirklich Phantasie gefragt.
Gruss, Werner
S
Steffen Bertz
Werner Jakobi meinte am 19 Jul 2005 in 16 Zeilen:
Im DIN-FB 103 ist in Tabelle II-3.2b ganz unten die Zeile, auf die ich zunächst aus bin. Jedoch sagt das eben noch nicht aus, ob ein Stahl auch in der von mir benötigten Länge ohne weiteres (Anruf in einem chinesischen Stahlwerk?) möglich ist. Desweiteren habe ich den (nicht nachgewiesenen) Verdacht, daß die Seile bezüglich dynamischer Probleme kritischer sind. Ein massiver Rundstahl sollte sich "gutmütiger" verhalten. Ansonsten ist der Aspekt der Litzenbündel schon eine Überlegung wert.
THX Steffen
S
Steffen Bertz
Michael Dahms meinte am Thu, 21 Jul 2005 in 14 Zeilen:
Im vorliegenden Fall ist der Querschnitt absolut konstant zu halten.
Steffen
S
Steffen Bertz
Nick Müller meinte am Tue, 19 Jul 2005 in 14 Zeilen:
Also es wären noch ein paar mehr, die das übliche Maß von 12m überschreiten. Antransport wäre vielleicht auch mit der Bahn denkbar.
\begin{joke} Eigentlich waren meine in CARGOLIFTER angelegten Aktien gut plaziert \end{joke}
Wie schon bei Werner angesprochen: ich habe im Bereich dynamischer Fragen so meine Zweifel.
Steffen
B
Bernhard Kubis
Steffen Bertz schrieb:
Es gibt als Alternative auch noch die Zugstabsysteme z.B. der Fa. BESISTA. Deren Web-Seite ist allerdings grausig. Die bestehen entweder aus S 355 oder Feinkornbaustahl S 460 und gibt es fast bis zu Deinem gewünschten D 100. M76 sah ich in der Typenstatik. Grezzugkraft: max NRd=1725 kN - reicht das ? Sonst 2 nebeneinander anordnen o.ä.
Diese Systeme werden derzeit gern bei filigranen Stahltragwerken mit viel Glas eingesetzt.
Schönen Gruß
M
Michael Dahms
Wie soll denn die Kraft eingeleitet werden?
Michael Dahms
M
Michael Dahms
Schon klar.
Michael Dahms
M
Michael Dahms
Schon klar. Ich war mental beim Stahl des Subjects.
Michael Dahms
J
Jörg Lünser
Steffen Bertz schrieb:
Hallo, vielleicht gibt es hier eine Lösung:
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Zugstäbe bis M160 in S350 in 16m Standardlänge - Überlänge auf Anfrage.
A
Axel zur Strassen
Die Kaltverformung eines Stahles alleine ist kein hinreichendes Kriterium um ihn als "nicht schweißbar" zu klassifizieren.
W
Werner Jakobi
Die haben aber einen guten Prospekt und eine gute CD. Einfach anfordern.
Gruss, Werner
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