Millionen Liter

Seit Wochen überschütten uns die Journalisten mit ?Millionen Litern?.
Warum nicht gleich ?Milliarden Kubikzentimeter?? Und warum geben
sie nicht konsequent die Wassertiefe in ?Millionen Millimeter? an?
Wahrscheinlich weiß kaum ein Journalist, dass
1 000 000 L = 1000 m³ = 10 m × 10 m × 10 m
was man sich als Würfel gut vorstellen kann.
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Andreas Prilop
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Am 28.05.2010 16:20, schrieb Andreas Prilop:
Wahrscheinlich weiß jeder Journalist, dass "eine Million Liter" viel mehr Aufmerksamkeit erregt als nur "tausend Kubikmeter". Da könnte man die Leute ja gleich beruhigen und behaupten, es handele sich um nicht mehr als "eine Kilotonne".
Rico
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Rico Heil
Das konnte man doch an der Berichterstattung über die Laugenzuflüsse in der Asse sehr schön sehen. 12.000 Liter klingen doch viel dramtischer als 12 Kubikmeter. Wenn man dann noch weiß, daß mehrere hundert Kubikmeter für die Wasserhaltung eines Bergwerkes völlig normal sind...
Gruß Uwe
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Uwe Schickedanz
Kilotonnen sind, auch bei kleinen Zahlenwerten, immer etwas besonders besorgniserregendes, weil ueblicherweise nur im Zusammenhang mit TNT verwendet.
Servus, Stefan
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Stefan Froehlich
Sie müssen halt die Gallonen der amerikanischen Presseberichte, von denen sie abschreiben, umrechnen und das Lexikon bietet da Liter an.
Die Aufgabe von Journalisten ist es zu berichten, nicht zu wissen.
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Christian Weisgerber
* Andreas Prilop:
Du meinst Öl? Das kauft man, als Heizöl wie als Benzin, in Litern. Kubikmeter kennt man nur für Wasser.
In einer Wissenssendung für Kinder wurde der Durchsatz eines Wasserfalls in Badewannen/Sekunde umgerechnet, das ist doch mal anschaulich.
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Oliver Cromm
Am 28.05.2010 16:20, schrieb Andreas Prilop:
[Journalisten]
Es ist zum heulen! Ich wollte schon einen Nachhilfekurs erstellen und habe angefangen solche Kunststückchen zu sammeln. Wir sollten uns zusammentun.
Carsten
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Carsten Thumulla
Denke, es geht weniger um einprägsam oder nicht, sondern darum, dass man sich überhaupt was darunter vorstellen kann. Der Mensch kommt mit dreistelligen und niedrigen vierstelligen Zahlen noch einigermaßen zurecht. Was darüber hinaus geht, übersteigt normalerweise ein gesundes Vorstellungsvermögen. Aus diesem Grund gibt es auch die Schreibweisen 123e5 oder so. Für 6-stelligen Zahlen hat man gemeinhin kein Gefühl mehr. Für Milliarden dann sowieso nicht mehr. Deshalb sind die Politiker mit solchen Zahlen dann auch gerne recht kurz entschlossen. Aber wenn es dann um den Radlständer beim Atomkraftwerk geht, dann werden damit Tage verbracht, weil man sich damit auskennt.
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Christoph Müller
"Uwe Schickedanz" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...
Hi, nicht für einen Salzstock...denn dessen "Baumaterial" ist wasserlöslich. Fließendes Wasser in einem Salzstock ist wie offenes Feuer in einer Pulverkammer...nur langsamer. Dabei darfst Du insbesondere nicht vergessen, daß Steinsalz kein Stein ist, sondern bei viel größerer Ausdehnung dennoch eher die Festigkeit von Kohle hat...und kriecht. Ein durch Pinkelbrühe ausgespültes Hohlräumchen kann irgendwann gewaltige Verwerfungen auslösen. Denk an die Abbruchstollen bei Kohle, wie schnell da das "Hangende" runterkommt. Und bei einem mit rostenden Stahlfässern voller Atommüll angefüllten Salzstock wäre ich sehr daran interessiert, sämtliche Abflüsse genauestens zu kennen und ihre Schüttung "drinzubehalten". Sonst steht bald auf Mineralwasserpullen aus der Gegend "Reststrahlung (Pu+) unterhalb Grenzwert..." oder ähnliches Wischiwaschi. Denk dran, die ganze Gegend da ist "salzig", ehemalige Meeresreste, die vermutlich unterirdische Verbindungen haben.
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gUnther nanonüm
Am 28.05.2010 18:21, schrieb Christian Weisgerber:
Selbst Fachjournalisten lassen manchmal Korken raus, daß es mich zu Poden schleudert.
Carsten
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Carsten Thumulla
Die Kaaba erregt auch viel Aufmerksamkeit. Kein Wunder, die beinhaltet 1823 Millionen Liter.
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mock
Lettern. Seit Dekaden.
Dann stell's Dir mal länglich an einer Küste in Louisiana vor. Was genau ist Dein Punkt, an dem Du baden möchtest? ;-)
mike
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Michael Schumacher
Hallo,
Günther hat nicht ganz unrecht. Allerdings ist das bei Salzbergwerken, die von Kalisalzen durchzogen werden, nicht ganz unüblich. Diese Salze nehmen aus der Luft die Feuchtigkeit auf und tropfen als Lösung auf den Boden. In der Asse ist schon seit ca. 20 Jahren so und keinen hats gestört.
Gruß Manfred
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Manfred Kuhn
"Uwe Schickedanz" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...
Hi, Du kennst die Gegend? Ratemal, wieso Salzgitter so heißt...
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gUnther nanonüm
"Manfred Kuhn" schrieb im Newsbeitrag news:htpa8i$lu1$02$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...
Hi, das ist hier aber nicht gemeint, die Luftmenge, die die Bewetterung in die Stollen drückt, reicht sicher nicht für die bislang gefundenen Mengen. Und das Salz ist soweit auch ziemlich "wasserdicht", da es Risse selbsttätig schließt, was so da tropft, kommt nicht weit. Schlimmer sind Wasserstollen irgendwo im Inneren, die sich neue Wege suchen, im Salz kein Problem, ein kleiner Riß, den Rest löst das Wasser einfach auf...sollte soeine Ader eines der Lager "finden", wirds lange Gesichter geben. Und irgendwo kommt das Grundwasser "unter Asse" ja auch wieder hoch. Möchte einer dabei sein, wenn die Quelle nachts leuchtet?
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gUnther nanonüm

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