Inhalt: hydrothermale Karbonisierung: unter Zugabe von Zitronensäure und /oder FeSO als Katalysator werden Pflanzenbestandteile unter Druck gesetzt, mit der Folge sehr schneller Pyrolyse
Zitronensäure ist nun aber die in der Natur wohl am häufigsten vorkommende Säure. Man darf wohl davon ausgehen, dass auch die urzeitlichen Pflanzen Zitronensäure enthielten oder alternativ genügend FeSo vorhanden war. Beides läßt sich reichlich in Mooren und Sümpfen finden. Die Vegetation des Karbon läßt darauf schließen, dass die Umgebung vorwiegend aus solch sauren Sümpfen bestand. Was denn nun im Labor so schnell und gut funktioniert, warum sollte das nicht in der Natur ebenso funktionieren? Anders gefragt, kann es möglich sein, dass die Umwandlung zu Kohle wesentlich schneller stattgefunden hat/stattfindet als man üblicherweise annimmt? Man spricht ja üblicherweise von Millionen Jahren, wenn es um die Umwandlung von organischem Material zu Kohle/Erdöl geht. Auch wenn die Erdtemperaturen der entsprechenden Schichten im Mittel lange nicht so hoch wie in einem Dampfkochtopf mit 180°C sind, so kann man imho doch davon ausgehen, dass zumindest kurzzeitig auf sehr kleinen Größenbereiche (Molekülbereich) durch erdverschiebungsbedingte Reibung und hohem Druck recht hohe Temperaturen auftreten müßten, so dass sich der angenommene Zeitrahmen möglicherweise sehr stark in den Bereich einiger tausend Jahre verkürzen könnte.
Wie seht ihr das?
x-post/f'up2 d.s.c
Grüße Harald