Tunnel in den Sand gesetzt... :-)

Jan 31, 2006 2 Replies

(X-Post de.sci.ing.misc,de.sci.geo)



Hallo



Ich habe Fragen zum geologischen Gef=E4hrdungspotential eines Stadtbahntunnelprojektes, f=FCr das gerade die Planfeststellung l=E4uft.



Lage: Karlsruhe, also im Rheingraben und somit Erdbebenzone 1 nach der neuesten DIN, geologische Untergrundklasse C (S, tiefe Sedimentbecken) Genauer gesagt gr=F6=DFtenteils in Ger=F6ll und Sand des Hochgestades, kleinere Abschnitte auch in den ehemaligen Talauen der Kinzig-Murg-Rinne.



Die Tunnelr=F6hren liegen im Grundwasser (max. Stand oberhalb, min. Stand tw. knapp unterhalb der Oberkante des Tunnels) und werden Ost-West (2,5 km) im Schildvortrieb gebohrt, Nord-S=FCd (1 km) tw. unterirdisch mit Injektionen, tw. offen gebaut. Die Haltestellen gr=F6=DFtenteils in Halbdeckelbauweise.



Wie verh=E4lt sich ein so langer Bauk=F6rper in Sand und Ger=F6ll bei Erdbeben? Besteht Rissgefahr mit Wassereindringen durch den hohen Grundwasserstand?



Wie steht es um diese Gefahr bei anderen Ereignissen in Tunneln=E4he wie Wasserrohrbr=FCche oder nicht ausreichend gesicherte Baustellen?



Wie gro=DF ist umgekehrt die Gefahr beim Bau? Bei einem Vorfall beim Bau einer Abwasserleitung, der sich in

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harmlos anh=F6rt, soll angeblich nur reichlich Beton H=E4user am Einst=FCrzen gehindert haben...



Und wenn Gefahren solcher Art bestehen, inwieweit muss die planende Bh=F6rde im Rahmen einer Planfeststellung diese ber=FCcksichtigen?


MfG Heiko Jacobs Z! IRCnet Mueck



-- Douglasstr. 30, D-76133 Karlsruhe fon +49 721 24069 fax



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snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:

Vermutlich gutwilliger als ein Hochbau. Problematisch dürften eigentlich nur Inhomogenitäten im Baugrund (Findlinge, Fundamente, Schichtgrenzen ...) und in der Konstruktion sein (Anschluss Bahnhof - Tunnel). Ein Einsturz des Tunnels ist aber eher nicht zu befürchten.

Risse könnten auftreten, aber nur örtlich mit entsprechend geringen Wassermengen.

Wasserrohrbrüche sind ungefährlich, bei Baustellen kann natürlich einiges passieren.

Mäßig.

Das Krisenmanagement hat also funktioniert.

Ob entsprechende Auflagen schon im Planfeststellungsverfahren festgelegt werden oder erst später, weiß ich nicht. Sieh halt im entsprechenden Gesetz nach.

Am 02.Feb.2006 schrieb Robert Lange:

Da freuen sich grade die Tunnelbauer in Leipzig dran. Die wollen halt unbedingt durch ein ehemaliges Urstromtal mit geschichteten Grundwaserleitern. Natürlich sind sie total von den Gegebenheiten/Problemen überrascht. Dabei war der Bodenaufbau vermutlich, wegen der Tagebausachen, einer der am besten untersuchten in der DDR. Einer der alten Profs hat ihnen noch mehr Spass profezeit :) (ist noch erste Bauphase, nur die Haltestellen von oben, noch keine Tunnelröhre) aber befragt hat man ihn vorher nicht.

Kristian Neitsch

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