Motorsturz

May 11, 2004 64 Replies

Hallo Martin "Martin Schoenbeck" schrieb

Vom Prinzip her ist das einfach. Bei der Konstruktion eines Modell werden sowohl Schwerpunkt als EWD berechnet und festgelegt.( Vom Hersteller) Auch läst sich bei Modellen mit gestreckten Flächen und festen Höhenleitwerk die EWD nicht so einfach ändern. Du erreichst zwar durch ändern der EWD auch das das Modell im Kraftflug bei 0 Ruder gerade fliegt verschenkst hierdurch aber Leistung.

Außerdem veränderst Du die EWD so,das im Kraftflug das Modell eine horizontale Flugbahn einhält wird es beim Abstellen des Motors seine Flugbahn sehr schnell verändern. Bei richtig eingestellter EWD wird das Modell nie versuchen egal ob im Langsam oder Speedflug abrupt weg zu steigen oder zu sinken Sprich neutrales Flugverhalten.

Außerdem war nach Peters Aussage das Wegsteigen nur bei laufenden Motor fest zustellen. Daraus schließt man logischer Weise das die EWD stimmt. Vorraussetzung ist natürlich immer ein korrekter Schwerpunkt

Gruss Friedhelm

Tach Martin,

Martin Schoenbeck schrieb:

Jetz lies doch nochmal das Eingangsposting des Freds und bewerte mit dem was Du jetzt geschieben hast und von mir treffend zitiert hast... Dann sind wir wahrscheinlich ganz schnell einig.

Gruss, Wolfgang

Hallo Friedhelm,

Friedhelm-Hinrichs schrieb:

Echt? Und dann mußt Du mir soviel dazu schreiben? Bin ich so begriffsstutzig?

Stimmt. Dann sollte die EWD aber stimmen. Also nicht der Fall, nach dem ich fragte.

Stimmt. Aber warum sollte ich sie dann ändern, _nachdem_ ich am Motorsturz rumgemacht habe? Entweder sie paßt oder ist wenigstens im erträglichen Bereich, dann lasse ich sie so. Oder ich _muß_ sie ändern, dann aber doch bevor ich den Motor umbaue.

Hä? Mit der richtigen EWD gegenüber der falschen verschenke ich Leistung? Oder meinst Du, ich hätte vorgeschlagen, die EWD _statt_ des Motorzugs / sturzes zu ändern? _Das_ habe ich nicht empfohlen. Ich habe nur empfohlen, nicht _erst_ am Motor und _dann_ an der EWD rumzufummeln. Und ehrlich gesagt, habe ich bis hierher noch nicht verstanden, warum Du das anders siehst. Aber schaun wir weiter.

Könnte sein, muß aber nicht. Weil man natürlich die EWD überhaupt nicht (jedenfalls beim Segler) nach irgendwelchen Kriterien einstellt, die mit dem Motor zu tun haben. Beim Segler wird die EWD _immer_ so eingestellt, daß er ohne Motor mit dieser EWD optimal fliegt.

Stimmt. Und? Hat wer was gegenteiliges behauptet?

Peters Aussage ist völlig ohne Belang für die Reihenfolge, in der man beim Segler die Punkte 'Schwerpunkt', 'EWD' und 'Motorsturz / zug' richtet. Diese Reihenfolge ist immer gleich, und da kommt der Motor nach der EWD.

Nöö.

Eben.

Nochmal zum Mitschreiben: Ich habe nicht gesagt, daß Peter an der EWD drehen _soll_, aber _wenn_ er dran dreht, dann behaupte ich, - und Du hast dem nichts substantielles entgegengesetzt - daß er das dann machen sollte, bevor er am Motor rumbastelt.

Gruß Martin

Tach Friedhelm, auch hier wuerde ich prinzipiell mal jain zu sagen, weil:

Friedhelm-Hinrichs schrieb:

Na ja,... klingt als ob das die allein moegliche Variante ist.

Wenn Du gesteckte Flaechen meinst, stimm ich zu.

Nein, Leistung (physikalisch) wird nicht verschenkt. Ausserdem ist die Verwendung von EWD spaetestens hier schwammig: Drueck (zieh) ich am Hoehenruder, veraender ich die EWD "dynamisch". Mechanisches Einstellen der EWD hat gegenueber HR-Trimmung ausschliesslich den Vorteil der Widerstandsminimiereung.

Das versteh ich jetz nich ganz so ganz. Die Justierung vom Motorsturz orientiert sich aus meiner Sicht aus der vorher justierten Segeleigenschaft (EWD - SP) Iss die ok (subjektiv zu bewerten), baut man den Motorsturz halt so, dass das Modell nicht anfaengt, aus der Bahn zu fliegen, wenn der Motor angestellt wird.

Das stimmt so nicht. "Richtig" eingestellt sind auch Flugzeuge, die bei "Anstechen" sofort versuchen, weg zu steigen. Flugzeuge sind dann richtig eingestellt, wenn der Pilot damit klar kommt. Ein neutrales Flugverhalten auch diesbezueglich will man NUR bei Kunstflugzeugen.

Das iss fast ok und wuerd ich im hier skizzierten Problem genau so anwenden. Jedoch ist die hier anklingende fixe Zuordnung Schwerpunkt - EWD wiederum echt falsch. Es gibt immer einen Bereich, in dem der SP liegen darf, damit das Flugzeug nicht instabil wird. Und er liegt immer VOR einem kritischen Punkt (bei 'ner Ente dahineter).

Nachzulesen iss der Schlonz bei drmm- Fluchphysik, dummerweise von mir aber inzwischen auch ausserhalb drmm begutachtet und fuer nicht ganz falsch befunden ;-)

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Guts Naechtle, Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Wolfgang Kouker schrieb:

Der Anfang von wem? Hier hat doch gar kein Fred mitgeschrieben? Es ging mir ja auch gar nicht um Peters Flieger, sondern um Friedhelm mMn unsinnigen Vorschlag, erst am Motorsturz / zug rumzumachen, und _dann_ an der EWD. Das ist für Segler immer die falsche Reihenfolge, egal wie das Ding fliegt und was Peter zu seinem Flieger geschrieben hat.

Also nochmal: Ich habe nicht geschrieben, _daß_ die EWD nicht stimmt. Nur _wenn_ sie nicht stimmt, dann muß sie vor dem Motor korrigiert werden, und gehört deshalb auf die Liste _vor_ den Motor und nicht dahinter. Daß man sie da u.U. einfach nur abhakt, ist ein ganz anderes Thema. Aber man hakt sie _erst_ ab, nicht nach dem Motor.

Ich hoffe, ich konnt's jetzt rüberbringen.

Gruß Martin

Hallo Peter,

Am 11.05.04 schrieb Bernd Laengerich:

Soweit schonmal nicht falsch, ein "Anfaengersegler" wird aber dann nicht sinnvoll dazu zu bringen sein, nicht wenigstens ein bisschen zu pumpen. Wenn er aber schier einen Looping macht, dann ist die EWD wohl doch zuviel. ;-)

Die EWD ist die EinstellWinkelDifferenz, der Betrag, um den die Tragflaeche staerker als das Hoehenleitwerk gegen die Flugrichtung angestellt ist. Sie sorgt fuer Auftrieb und die dynamische Stabilitaet um die Querachse. Ist sie arg hoch, kann man das mit einem weiter vorn liegenden Schwerpunkt ausgleichen. Dann treten aber Effekte wie der von Dir beschriebene auf. Dieser Effekt kann aber auch bei korrekter EWD und zuwenig Motorsturz erscheinen. Am einfachsten sciher einzustellen ist sie eben durch den "Abfangbogen", wie Bernd ihn beschrieben hat: Du stichst den Flieger ordentlich an und laesst dann das HR wieder auf neutral gehen. Bleibt er a) im Sturzflug, ist die EWD (normalerweise) zu gering, steigt er b) hingegen steil wieder nach oben und kommt kaum noch aus dem Pumpen, ist sie zu hoch. Ist der Abfangbogen aber c) ein Bogen, der Flieger pumpt nur noch ein- oder zweimal und hoert dann selbst auf, dann passt's. Dazu gehoert aber auch, dass Du jedesmal den Schwerpunkt mit korrigierst, im Fall a) muss er nach vorn wandern, bei b) nach hinten. Wenn das stimmt, /dann/ kannst Du den Sturz anpassen.

HTH

servus, Patrick

Hallo Martin,

Am 11.05.04 schrieb Martin Schoenbeck:

allmaehlich

Du hast gesehen, /was/ er fuer einen Flieger hat?

servus, Patrick

Hallo Wolfgang,

"Wolfgang Kouker" schrieb im Newsbeitrag ...

Also wenn ich so meine paar Kleinkindersegler betrachte, dann steigen die alle weg sowie der Motor angestellt wird. Ich halt das für ganz normal. Isser aus, dann segeln die vorzüglich. Ist das nicht immer so, dass bei einem tragenden Profil der Auftrieb bei steigender Geschwindigkeit auch grösser wird und das Modell nach oben will? Ich meine, mal gelesen zu haben, dass man um Höhe zu gewinnen, nicht das Höhenruder ziehen muss, sondern einfach auch Gas geben kann. So hat's bei mir immer ausgesehen und ich halt das auch für normal. Eine ebene Flugbahn gibt es doch nur bei einer bestimmten Geschwindigkeit. Also von neutraler Fluglage, bei Motor an oder aus, kann eigentlich keine Rede sein. Ausgenommen Kunstflieger. Oder hab ich hier was falsch verstanden?

Gruss Günther

Hallo Friedhelm,

Am 11.05.04 schrieb Friedhelm-Hinrichs:

Nein. Sie /scheint/ vielleicht nur zu stimmen.

Wie stellst Du den fest? (Komm' mir bitte nicht mit "Herstellerangabe")

servus, Patrick

Hallo Martin,

Am 11.05.04 schrieb Martin Schoenbeck:

Und sogar in den Bauchpinseltests der Bunten Gazetten fuer den Modellflieger wird oft genug /genau das/ bemaengelt.

servus, Patrick

Hallo Martin, vielleicht hab ich auch nicht alles vollstaendig gelesen, ich meinte aber:

Martin Schoenbeck schrieb:

Der Peter Oberle schrieb zu Beginn, dass sein Segler gut segelt und bei Einschalten des Motors nach obne wegsteigt. "Meine" Folgerung ist dann: EWD und Schwerpunkt zufrieden, also Motorsturz vergroessern.

Ansonsten geh ich auch weiterhin von gleicher Meinung aus: Zunaechst EWD und SP nach Bedarf justieren, damit Flugzeug angenehm gleitet, danach Motorsturz anpassen.

Gruss, Wolfgang

Hallo Patrick,

Patrick Kuban schrieb:

Ja, wieso? Du hast doch mit anderen Worten das gleiche beschrieben.

Gruß Martin

Hallo Wolfgang,

Wolfgang Kouker schrieb:

das befürchte ich.

Um die Schlußfolgerung ging es aber nicht. Friedhelm hatte geschrieben, er solle erst am Motor und dann an der EWD drehen. _Da_ wollte ich gern wissen, wieso in der Reihenfolge. Rückt er aber nicht mit raus.

Eben. Wobei Peter ruhig den Schwerpunkt und die EWD auch dann prüfen sollte, wenn der Flieger aus seiner Sicht gut genug fliegt, ehe er am Motor rumbastelt und dann nach etwas mehr Flugerfahrung zum Schluß kommt, daß der Schwerpunkt vielleicht doch besser woanders läge und der Motor nun wieder in die alte Position muß. Er soll ja nicht unbedingt am Schwerpunkt schieben, wenn der im grünen Bereich liegt. Aber er soll letzteres nicht nur daraus schließen, daß der Flieger manierlich fliegt, wenn man ihn geradeaus segelt.

Gruß Martin

Hallo Patrick,

Patrick Kuban schrieb:

Deswegen soll er das ja besser zumindest grob überprüfen, ehe er sich Mühe mit dem Motor macht. Oben ging es mir aber mehr darum, daß man dann insbesondere _nach_ dem Basteln am Motor auch nichts mehr an der EWD basteln muß.

Gruß Martin

Darf ich fragen warum ? Sollte dies bei meinem Modell anders ein ?

Tach Guenther, die Einstellerei iss ja tatsaechlich immer zu grossem Teil Geschmacksache. Insofern...

Günther Grund schrieb:

... iss das ja auch ok. Ich wuerde den Sturz dann aber vergroessern, wenn der Flieger bei Motor anstellen die Nase von sich aus ohne zu ziehen so stark hochnimmt, dass er wg Fahrtverlust gleich wieder auf die Erde klatscht.

Doch, das ist sogar beim Kunstflugzeug so: Auftrieb nimmt bei sonst gleichen Bedingungen mit der Geschwindigkeit zu, so dass Fliegerle bei Gasgeben steigt, wenn man nicht am Anstellwinkel "dreht".

Auch das ist voellig richtig. Weiss aber auch Jeder: Ziehen am HR allein bring gar nuescht.

Stimmt auch, die ebene Flugbahn (Gleichgewichte) hat eine eindeutige Geschwindigkeit bei gegebener EWD und Schwerpunkt. Variable Geschwindigkeiten werden am HR "eingestellt". Ziehen (Druecken) ist hier gleichzusetzen mit Vergroessern (Verkleinern) der EWD. Durch Motorsturz aendert man aber natuerlich auch die Drehmomente am Flieger.

Nein, Du hast nix falsch verstanden, ausser dass das Ganze auch fuer Kunstflieger gilt. Denn auch die fliegen wg. Anstellwinkel. Im Zweifel ist dazu das HR leicht gezogen -> positive EWD. Iss halt nur gaannz wenich.

Gruss, Wolfgang

Tach Martin, bei einem "Standard" e-Segler iss das doch total simpel:

Martin Schoenbeck schrieb:

Motor raus, Unterlegscheibchen unten am Motorspant fixieren, Motor wieder rein, fertich. Bei 30mm Motordurchmesser erhoeht ein Scheibchen halber mm dick den Sturz etwa um 1 Grad.

Gruss, Wolfgang

Hallo Martin,

Am 12.05.04 schrieb Martin Schoenbeck:

Mit demgleichen Gedanken, ja. Aber einem Anfaenger und der Auslegung seines Fliegers gestehe ich ein Pumpen durchaus zu, weil diese "Amigos" bei deutlicher Schwerpunktruecklage zwar das geschilderte Pumpverhalten haben, aber im Normalflug schon recht unruhig werden.

servus, Patrick

Hallo Peter,

Am 12.05.04 schrieb Peter Oberle:

E weng, siehe mein Parallelposting an Martin.

Erzaehl' dann mal, ob das Festschrauben des Motors vielleicht auch schon was geholfen hat.

servus, Patrick

Die Herstellerseitige Angabe des SP ist meistens eine "sichere" Position, also eher etwas zu kopflastig. Damit fliegt das Modell in jedem Fall, auch bei geringen Bauabweichungen (EWD). Gerade bei Anfängerseglern. Der richtige SP muß erflogen werden, üblicherweise durch schrittweises zurücknehmen bis das Modell beim Abfangen noch nicht unterschneidet. Dabei wird das Modell schneller, auch eine Eigenschaft die der Anfänger nicht so schätzt, die A-Segler hungern oft etwas herum.

Bernd

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