Frage zu Rauchmeldern

Thomas Schaerer wrote:


Was ist denn in Sachen Umsatz dabei so geflossen? Selbst habe ich nie von Cerberus gehoert und auch deren Roehren nie in Geraeten gesehen. War das geschaeftsmaessig ein Flop geworden? Wobei so kurz nach dem Krieg das Geld natuerlich acuh nicht besonders locker gesessen hatte.
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Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Du haettest zB mal in Oelbrennersteuerungen nachsehen sollen. Also ueberall dort, wo Photozellen spaeter auch Photowiderstaende eingesetzt wurden ;-)
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mfg hdw

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Horst-D.Winzler wrote:

Das Vergnuegen hatte ich als Teenager. Vattern nahm mich immer mit in den Keller, wenn der Oelbrenner mal wieder "phutah ... phutah ... rumms ... phutah" machte. Damit ich's zu reparieren lernte, wenn er mal auf Dienstreisen war. Da war ganz schnoede ein LDR drin, nix Photozelle. Dito in der Zentralheizung danach und einigen anderen.
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Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Junger Spund, wuerde ich mal sagen ;-) In den Fuenfigern wurden Ami-(Oktal)Dopppeltrioden und Photozellen eingesetzt(Danfoss Steuergeraete?). Bis etwa 1960 die ECC82 bzw E82CC. Das war dann aber auch die Zeit fuer Elesta/Cerberus. Irgentwann in der Zeit wurden dann aber auch genuegend spannungsfeste CdS-Widerstaende eingebaut.
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mfg hdw

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Horst-D.Winzler wrote:

Oh, ja, da bist Du eine Ecke aelter :-)

Spannungsfest? Bei unserer war ein normaler LDR drin. Allerdings huebsch im Glaskolben und nicht in Plastikguss. Dahinter AC141 oder so ans Blech geschraubt und Relais. Das war jedoch m.W. circa Baujahr 1967. Mit Roehre waere das auch gegangen.
Mit der Elektronikreparatur solcher Module haette man sich damals eine goldene Nase verdienen koennen.
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Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Am LDR lag die Netzspannung nur "geschuetzt" durch eine Relaisspule. Ich meine mich zu erinnern, das deren Widerstand bei 10k lag?
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mfg hdw

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Horst-D.Winzler wrote:

Kann bei unserer nicht gewesen sein, denn dann haette es zumindest bei Spannungsspitzen den Germaniumtransistor gefetzt. Dann war da auch noch der Bimetallthermostat. Ob der mit 230V lief weiss ich nicht mehr, hier in USA hatten die immer 24VAC. Jedenfalls sass in einer am Brenner angeflanschten Hutze ein kleiner Netztrafo und eine Art Selengleichrichter drin.
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Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Es gab verschiedene Lösungen. In einem Steuergerät saß ein "schlanker" Trafo sogar mit mag. Nebenschluß. Es gab Bimetallschalter mit einer Widerstandspille, also ohne Wicklung. Andere besaßen eine Wicklung. Diese Ami-Steuergerät besaß zB keinen Gleichrichter. Das besorgten die Roehren selbst. Dafuer hatten die Relais eine Cu-Kurzschlusswicklung uew.
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mfg hdw

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Cerberus war waehrend vieler Jahre ein sehr gutes Geschaeft in Sachen Herstellung Kaltkathoden-Relaisroehren (u.a. GR16, GR17), Kaltkathoden-Thyratrons (z.B. GT21), dann Stabilisatorroehren (u.a SR44), eine Menge an Glimmlampen-Signallleuchten und dann die ganze Geschichte mit den Gasfeuermelder mit dem radioaktiven Element Americium und mit dem Flammenmelder (optoelektronisch). Dazu wurden auch ganze Ueberwachungs- und Steuerschraenke gebaut. Im Bereich der Elektrotechnik der ETH-Zentrum waren bis vor kurzem (z.T. vielleicht noch heute) Cerbereus-Anlagen eingebaut.
Ich selbst arbeitete bei Cerberus waehrend etwa 2 Jahren knapp nach Mitte der 1960er-Jahre in einer Versuchswerkstatt in Maennedorf am Zuerichsee.
Ich erinnere mich noch heute gut an diese interessante Zeit zurueck. Ich durfte manchmal mit einem Physiker aus Deutschland zusammenarbeiten, der eine neue Rauchmeldergeneration entwickelte. Da kamen versuchsweise zum ersten Mal MOSFETs zum Einsatz. So ein MOSFET wurde in goldfarbener Alufolie geliefert und ein Stueck kostete 500 Franken. Mit allergroesster Eherehrbietung betrachteten die Kollegas und ich wenn dieser Physiker so ein Halbgott von Halbleiter auspackte. Nur er war fuer dieses Bauteil privilegiert.
Die Cereberus war sozial recht vorbildlich. Der Gewinn wurde in drei Teile geteilt. 1/3 floss in den "Spaarhafen", 1/3 wurde allen Mitarbeitern prozentual zum Lohn als Gewinnbeteiligung ausbezahlt und 1/3 wurde in die Forschung gesteckt. Irgendwann spaeter wurde Cerberus ein Teil der Elektrowatt. Aber wie es von da an weiterging, habe ich nicht weiterverfolgt.
Soviel zu meiner persoenlichen Cerberus-Story. Meine KK-Roehren-Story begann schon als ich bei einer Vetreterfirma von "SRECHER & SCHUH", Hersteller von Schuetzensteuerungen mit Timerfunktionen mit KK-Roehren, in der Lehre war. Ich habe damals auch mit KK-Roehren gebastelt. Eine solche Schaltung ist im genannten Link zu sehen: http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/kaltk1.htm Siehe Bild 6.
Gruss     Thomas
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Thomas Schaerer wrote:

Die einzige Kategorie neben Feuermeldern die ich kennengelernt habe waren Stabilisatoren. Allerdings amerikanische Fabrikate. Die leuchteten immer so schoen bunt, doch es stand eine Warnung in den Manuals der Geraete, nach versehentlicher Zertruemmerung alles sofort sauber zu machen (was immer das hiess ...), gut zu lueften und den Raum fuer einige Stunden nicht zu betreten.

Das gab es noch in den 70ern, mit HF-FETs. Mir war das irgendwie zu ueberkandidelt. Habe dann (nach einer Bier-Wette, versteht sich), einen HF-Verstaerker mit einem ausgeschlachteten AF239 gebaut und der hat den mit dem teuren HF-FET nassgemacht. Kurz darauf stand eine Kiste Koenig Pilsener im Labor :-)

Sehr loeblich.

Ich hatte Belichtungsuhren mit Glimmlampen und Thyristoren probiert, wurde aber irgendwie nicht besonders praesize. Cerberus-Roehren gab es bei uns (Rheinland) keine zu kaufen, Literatur darueber erst recht nicht. Also alles mit Transistoren gebaut. Wobei das auch Frust war, denn die gab es erschwinglich nur in "dritter Wahl". Beta irgendwo zwischen Null und 50 oder so. Bis Vattern dann einige Grosscomputerplatinen vor dem Schrott rettete, haufenweise Transistoren drauf. Da ging echt die Post ab, weil das dann alles funktionierte.
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Gruesse, Joerg

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Auch bei den KK-Roehren hatte es ein schwachradioaktives Gas drin... Das erleichterte die Ionisierung...
Aber das machte damals nix, weil in den Schuhgeschaeften gab es die tollen Roentgengeraete, wo man die Fuesse in den Schuhen durchleuchten konnte um zu sehen, wie gut die Schuhe passten. Kannst Du Dich daran erinnern?
Man war damals ueberhaupt nicht so zimperlich, wenn man bedenkt, wieviel H-Bomben ueber den Bikini-Atolls und sonst wo in der Suedsee verknallt worden sind oer noch etwas frueher mitten im Wilden Westen in den USA die ersten Atombomben. Die bsonders staatstreuen Leutchen in Utah hatten sicher noch ihre Freude daran, bis die dann auf er Haut ihre ersten schwarzen Flecken bekommen haben. Dann war ganz schnell fertig mit Lustig.

Nicht mal Feldschloeschen... :-(

Das war wirtschaftlich sowieso eine gute Epoche.

Und die von Elesta?

Jaja, das kenne ich auch. IBM-Platinen mit dickvergoldeten Prinsteckern.
Gruss     Thomas
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Thomas Schaerer wrote:

Nein, in den 60's gab's das wohl nicht mehr. Ganz so alt bin ich nun doch nicht :-)

Oder die Leute, die sich von Restaurant-Terrassen genuesslich den Pilz ansahen und dabei "Atomic Cocktails" schluerften.

Es gab im Rheinland ein Bier mit dem gleichen Namen. Schmeckte mir nicht. Ungeschriebenes Gesetz an der RWTH Aachen war, dass verlorene Wetten in Koepi, Warsteiner oder Veltins zu begleichen waren.

Ja, da wo fast jeder spaeter eine fette Betriebsrente bekam. Das ist ja nun endgueltig gelaufen :-(

Nein, alles amerikanisch, meist Sylvania 56-irgendwas. Elesta habe ich auch nie gehoert.

Und ICs mit huebschen quadratischen Metallmuetzchen. Die waren mangels Doku aber nicht zu gebrauchen.
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Gruesse, Joerg

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Thomas Schaerer schrieb:

Kaum, Joergs Fuesse waren damals wohl vermutlich noch im embrionalen Zustand. Wurden die (die Schuh-Roentgengeraete) nicht um 1665 abgesetzt?
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mfg hdw

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Horst-D.Winzler wrote:

Ja, 1665 war ich noch ziemlich klein :-)
In Duesseldorf gab (gibt?) es ein Schuhhaus Roentgen. Kein Scherz.
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Das mag sein, aber recht hat er wo er recht hat. Roentgen lebte doch noch voll im Zeitalter der Aufklaerung. :-)))))))))))))))))))))))

Das war eben ein zynischer Schuhladen. :-)))
Gruss     Thomas
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Hallo, Horst-D.Winzler,
Du meintest am 05.05.09:

Die wurden (in Jever, dem kulturellen Zentrum des Jeverlands) vermutlich so etwa 1955 installiert, in 1 oder 2 Geschäften, für einige ganz wenige Jahre. 1960 gab es sie (dort) nicht mehr.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen schrieb:

Das mu auch im "Binnenland" so gewesen sein. Kann mich naemlich noch gut an die Geraete erinnern. "Ploetzlich" waren sie dann wech.
-- mfg hdw
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, "horst-d.winzler" schrieb:

Es geht nicht um die Rechtslage, sondern um deren Sinnhaftigkeit im jeweiligen Fall.
Gruß aus Bremen Ralf
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R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Ralf . K u s m i e r z wrote:

Bei Buerokraten aber nicht ;-)
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Gruesse, Joerg

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horst-d.winzler schrieb:

Mit dem Staatsbankrott 2012 dürfte sich auch dieses Problem miterledigen...
Butzo
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