In Zukunft Gleichstrom-Netze?

Am 29.06.2011 10:52, schrieb Ansgar Strickerschmidt:


Richtig. Und bei dieser weiteren Drehung hat sich bis zu den heute herrschenden Rahmenbedingungen nichts Besseres durchsetzen können.
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Volker Staben wrote:

Zu den heutigen Rahmenbedingungen gehört der Status quo, also die vorhandene Wechselstromtechnik auf allen Netzebenen. Würde man mit heutiger Technik neu anfangen, würde sich möglicherweise etwas anderes durchsetzen.
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Gruß Werner

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On Wed, 29 Jun 2011 07:24:33 +0200, Volker Staben

Du weisst, die Evolution hat auch zur Bildung von Sackgassen geführt die dann zum Aussterben geführt hat. ;-)
Vielleicht ist die Zeit noch nicht ganz reif, aber ausschließen möchte ich es für alle Zeiten nicht dass die Gleichstrom-Technik in Zukunft nicht auch weiter in das Netz eindringt wie bisher die HGÜ.
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Am 29.06.2011 14:00, schrieb Emil Naepflein:

...und ganz offensichtlich sind die alternativ zum Drehstromnetz diskutierten Vorschläge in genau diesen Sackgassen verstorben.
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Nun, die Spannung in einem weit verzweigten und weitmaschigen Netz zu definieren gelingt etwas so gut wie die Temperatur in einer Fabrikhalle zu messen, wenn man eine Zahl haben will. Die Frequenz dagegen ist ortsunabhängig. Die wird in einem engen Bereich vorgegeben und beim Einspeisen achtet man auf die Phasenlage.
Norbert
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Norbert Hahn wrote:

Ja, mit der Frequenz hat man bis in den letzten Netzausläufer ein verlässliches Maß für den Lastzustand des Gesamtnetzes und kann sehr simpel einen automatischen Abwurf der Last oder der Einspeisung vorsehen. Bis zur letzten Kleinst-Solaranlage, wenn man will.
Wird Leistung über Gleichstrom transportiert, muss man immer eine Spannungsdifferenz haben. Ist diese größer, als bei Wechselstrom? (Hier zu Group war ja die Rede von Spannungshaltung über Blindleistung, das habe ich aber nicht ganz verstanden.)
Da im Gleichspannungsnetz die Energieflussrichtung offenbar von der Spannung abhängt, kann bzw. muss man diese dann gezielt anpassen, wenn Energie in eine bestimmte Richtung fließen soll? Und muss man das bei Wechselstrom nicht?
--
Gruß Werner

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Damit ein Strom durch einen Widerstand fließt, muss eine Spannungs- differenz vorhanden sein.

Es gibt im Wechselstrom mehrere "Spannungen" als Rechengrößen. Für die Wirkleistung sind die Effektivwerte von Spannung und Strom und der Phasenwinkel zwischen Spannung und Strom wichtig: http://de.wikipedia.org/wiki/Wirkleistung#Festlegungen_bei_sinusf.C3.B6rmiger_Wechselspannung

Da ist hier kein Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom, wenn man davon absieht, dass in den meisten Ländern der Welt bei Wechselstrom 100 mal pro Sekunde die Richtung sich ändert. Dies dient aber nur zur Verwirrung der Laien... Denn nicht nur die Richtung des Stroms ändert sich 100/s, sondern mit einer Verzögerung (oder einem Vorlauf) auch die Richtung der Spannung. Mehr in http://de.wikipedia.org/wiki/Wirkleistung#Vorzeichenfragen
Norbert
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snipped-for-privacy@gmx.de on Tue, 28 Jun 2011 21:38:09 +0200:

Du kannst nicht mehr den globalen Füllstand des Stromsees ablesen sondern nur noch lokal Deine Spannung, die auch von einer Stromsenke oder einem Defekt betroffen sein kann. Du musst bei DC jeden Einspeiser in das Management mit einbeziehen, während man bei Wechselstrom kleine und mittlere Einspeiser anhand der Frequenz automagisieren kann.
Falk D.
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F@lk Du_bbert wrote:

Dass man das bei Wechselstrom könnte und vielleicht sogar tun sollte, ist mir klar. Man tut es nur meist nicht. Solar und Wind speist meines Wissens ungehemmt ins Netz, selbst Großkraftwerke orientieren sich vermutlich nicht an der Frequenz sondern an Vorgaben der Netzleitstelle und nur spezielle Regelkraftwerke reagieren direkt auf die Frequenz.
--
Gruß Werner

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Hi Volker, >> Ist das nun besser oder schlechter?

Es gab Anfang des letzten Jahrhundert gescheite Leute, die die Ansicht vertraten, es sei alles erfunden, was es zu erfinden gäbe...
Marte
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Hallo Marte,
Am 30.06.11 23.34, schrieb Marte Schwarz:

Hm. Und was genau möchtest Du uns damit sagen? Egal, was alles noch erfunden werden wird - es muss sich gegen das Bestehende durchsetzen.
V.
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Werner Holtfreter wrote:

--Schnipp
Und da U=R*I ist müssen die Letungsqueschnitte erhöht werden. Das Thema hatten T.A.Edison und Westinghouse/Tesla auch schon. Warum ist wohl in den USA das Gleischstromnetz verschwunden?

Gruß Manfred
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Manfred Kuhn wrote:

4-Leiter 230/400 V 100 A übertragen pro Leiter 3 * 230 * 100 / 4 = 17250 W
Wie im Thread schon erklärt, ist Wechselspannung gefährlicher als Gleichspannung. So gelten AC 25 V und DC 60 V gleichermaßen als ungefährlich. Nehmen wir den Faktor 60 / 25 = 2,4 zur Neufestsetzung der Haushalt-Netzspannung:
230 V * 2,4 = 550 V (Man könnte wohl auch noch höher gehen.)
2-Leiter 550 V überträgt pro Leiter 550 * 100 / 2 = 27500 W
Erhöht man die Spannung jedoch nicht, fällt man zurück:
2-Leiter 230 V überträgt pro Leiter 230 * 100 / 2 = 11500 W
Durch ein Dreileiter-System, bei dem man zwei verschiedene Spannungen abgreifen kann, kann man wieder etwas aufschließen, aber da man gegenüber dem Drehstrom einen aktiven Leiter weniger hat, kommt man an die Effektivität der Drehstromleitung nicht ganz heran:
3-Leiter +230/0/-230 V überträgt pro Leiter 2 * 230 * 100 / 3 = 15333 W
Dieses System hat den Vorteil, dass bei symmetrischer Last der Neutralleiter stromlos ist und folglich keine Spannung an ihm abfällt. Nur braucht man dann aufwändigere Wandler.
(Übrigens steigt die Leitungseffektivität bei 4, 5, 6...-phasigem Wechselstrom immer weiter aber mit abnehmender Steilheit an, wie man sich leicht ausrechnen kann. Aber drei Phasen scheinen ein guter Kompromiss zum steigenden Aufwand zu sein.)
--
Gruß Werner

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Werner Holtfreter wrote:

Wieso hier /4? Jeder Leiter kann die 100A übertragen und im 4 (3)-Leiternetz sind es 400V zwischen den einzelnen Phasen. Also 3 *400 * 100 = 120 kW übertragbare Leistung. Sind die drei Leiter symmetrisch Belastet, dann ist der Neutralleiter stromlos. (Dreieckschaltung)

Auch hier wieder falsch. Die europäische Niederspannungsrichtlinie gilt auch für den oberen Bereich der Kleinspannung (AC über 50 Volt Effektivwert und DC über 75 Volt).
Bei Spannungen unter 25 Volt AC oder 60 Volt DC kann gänzlich auf einen Schutz gegen Berühren verzichtet werden. (Aus Wikipedia)
Der Leitungswiderstand ist ja nun keine Konstante. Er ist Abhängig von der Länge, dem Material und dem Quwerschitt der Ader. Wenn ich also über eine Länge von z.B. 5km einen Strom von 100A leiten will und ich einen Spannungsabfall auf der Leitung von 10V toleriere, dann ist der Querschnitt bei Kupfer 178,5mm2 . D.h. eine Ader hätte einen Durchmesser von 26,6 mm. Will man diese Kupferbergwerke wirklich haben?
Gruß
Manfred
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Manfred Kuhn wrote:

Weil ich Systeme mit unterschiedlicher Leiterzahl vergleichbar machen will. Daher pro installiertem Leiter, auch wenn nur 3 Strom führen. Insgesamt sind es 3 * 230 * 100 = 69000 W.

Hast du eine Elektriker-Lehre absolviert oder gar mehr?
--
Gruß Werner

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Werner Holtfreter wrote:

oder gar mehr ;-)
Gruß
Manfred
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Manfred Kuhn schrieb am 30.06.2011 21:31:

Also, wenn schon, dann 3 * 400V * 100A / SQRT(3) = 69kW oder 3 * 230V * 100A = 69kW
--
Gruß Reinhard

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Reinhard Richter wrote:

Ja, Entschuldigung, vergessen.
Gruß Manfred
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snipped-for-privacy@gmx.de on Tue, 28 Jun 2011 16:45:20 +0200:

HGÜ macht auch schon jetzt diverse Probleme. Die Netzlast wird an der Frequenz abgelesen und bislang sind Frequenz und Phasenlage, die einzigen Möglichkeiten den Stromsee konstant zu halten.
Dann verliert man den Vorteil der galvanischen Kopplung mit "der Erde". HGÜ muss galvanisch getrennt von allem transportiert werden. Der Groundlift bringt neue Herausforderungen nicht nur beim Blitzschutz.

Das mit der Zweiwegeumrichtung wurde Dir ja schon gesagt. Ich möchte noch anbringen, dass ein Trafo vor allem die neuen trockenen Typen kaum wartbare Teile enthält. Er enthält insbesondere keine Teile, die einer Alterung unterliegen. So lange der Wirkungsgrad zufriedenstellt, gibt es keinen Grund einen Trafo anzufassen. Außerdem verliert man mit Gleichstrom die Möglichkeit über die Stromleitung zu kommunzieren und sei es nur um die Straßenbeleuchtung einzuschalten.
Falk D.
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Am 29.06.2011 09:18, schrieb F@lk Du_bbert:

Verstehe ich nicht. Wieso sollte man Gleichstromleitungen denn keine Wechselspannung überlagern können?
--
Servus
Christoph Müller
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