Neue Hauselektrik

Jun 23, 2024 Last reply: vor 2 Jahren 154 Replies

Hallo,



unser Ortsteil wird auf Erdanschluss umgestellt, die alten Stromzuführungen über's Dach sollen weg.



Die neuen Kabel gehen bereits in den Keller und enden in einer schukartongroßen weißen Box. Laut einem Nachbarn liegt auch schon "Saft" an.



Der aktuelle "Hauptverteiler" ist in einem Einbauschrank sic! mit den wichtigsten Sicherungen und dem Ferariszähler.



Dort landet auch die Stromzuführung vom Dach.



Und ja, ich bin mir bewusst, dass eigentlich die gesamte Elektrik im Haus erneuert gehört. Klassische Erdung, eine Sicherung für verschiedenste Räume, usw. Geht aber aktuell nicht.



Ergo: Vom neuen Hauptverteiler im Keller geht ein Kabel via neuem Zähler und neuem Elektroschrank (beide im Keller) zum neuen Nebenverteiler im Einbauschrank im EG. Den Feraris tät ich gerne drinlassen, mal sehen, ob das geht.



Da ich leider nur bei der Steuerklärung annähernd reich bin, und einiges elektrisch und mechanisch kann, würde ich gerne viel selbermachen. Klar: noch nichts anschließen.



Dazu gehört:



- Den neuen Hauptverteilerschrank im Keller montieren



- Ein Kabel vom Keller zum Einbauschrank legen



- Im neuen Elektroschrank diverse Sicherungen vorbereiten für drei lokale Steckdosen, eine je Phase



- und ebenso eine Starkstromsicherung vorbereiten (Verkabelung erfolgt später)



Das sollte ich ja eigentlich machen dürfen, oder.



Wie gesagt, ich lege nur Kabel, bohre ein paar Löcher und schraub an denen was fest. :-)



Ach ja, ist ein Einfamilienhaus. Jetzt zu meinen Fragen:


  1. Was nehme ich als Zuleitungskabel vom Keller zum alten Verteiler? Meine Infos sagen: NYM 5x16qmm, kann das jemand bestätigen?


  1. Der neue Zähler gehört ja anscheinend in den neuen Verteilerschrank? Da wir auch eine Garage haben und ein Dach nach Süden, würde ich gerne eine Nachrüstmöglichkeit für Solar und Wallbox vorsehen. Wie groß muss der Schrank sein? Da kenne ich mich nicht aus, nur ein paar Bilder aus'm Netz. Platz für zwei Zähler? Zusätzliche Sicherungen? Welcher Hersteller?



Vielen Dank für eure Tips, und einen schönen Sonntagabend



Jörg


Heute noch einen Elektroanschluss im Keller zu planen scheint mir unüberlegt. Die diversen Wasserereignisse haben doch gezeigt, dass E-Anschluss und Heizung in sicher trockne Höhen gehören.

Von den Niederländern lernen heiß siegen lernen! Dort wird schon immer der Stromanschluß im Erdgeschoss eingerichtet.

l.

Wenn mich da ein Unwetter überasschen sollte, ist das Münsterland schon lange Hochseegebiet. .... Ok, 1km weiter von uns kann es anders aussehen. Da stehen Häuser auch aml in einer Senke.

Und wenn es im Keller sicher ist, warum dann nicht dort hin wo es genug platz hat und der Schönheit egal keinen Abbruch tut. bei vielen Höuser dürfte der Wassereinruch bis zum Stromanschluß dann vllt. schon das geringste Problem sein.

Was machen wir den in D in Kellerlosen Gebäuden?

@Jörg: Das hängt aktuell m.W. noch vom Jahresverbrauch ab. Irgendwann wird der aber sicher einer modernen, Digitalen/Smarten Meßeinrichtung weichen müssen.

YMMV. Die Halligen hier haben das Problem quasi +1 Etage. Wenn dort richtig "Land unter" ist dann wäre das wohl nur im Obergeschoß sicherer. Dort ist es auch usus im OG einen Schutzraum zu haben der Massiv ist. AFAIR ein Betonkasten auf Betonstelzen der stehenbleiben soll auch wenn die See das ganze Haus drumherum weg reißt.

Den Panzerkasten bekommt man ja vielleicht noch überflutungs-sicher abgedichtet aber beim Zähler wird's schon haariger. Oder teurer.

Irgendwo früher las ich mal das es auch üblich WAR (vermute ich) das man bei Häusern die eine Freileitungs-einführung hatten die neue Steigleitung vom HA im Keller oder EG auch einfach nach oben legte und damit die Freileitung ersetzte.

Bye/ /Kay

Du kannst dir das ja mal unter

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Bei mir ist für extremen Starkregen eine kleine Pfütze auf den Grundstück angegeben, kein strömendes Wasser.

Bei mir ist vom Gästeklo eine türbreite, ca 35 cm dicke Scheibe abgetrennt. Dort befindet sich die Elektroverteilung.

l.

Am 23.06.2024 um 18:51 schrieb Bodo Mysliwietz:

...

Naheliegend wäre bei Zuführung mit Erdkabeln: auch im Erdgeschoss.

Am 23.06.24 um 17:59 schrieb Ludger Averborg:

Wenn die ENBW das Kabel aber gerne unterirdisch und innen Keller legen will? Außerdem haben wir glücklicherweise keine Überschwemmungsgefahr. Und im Keller ist Platz.

Jörg

Am 23.06.24 um 23:04 schrieb Kay Martinen:

Der neue wird ein Smartmeter, die enbw (eine andere Abteilung) will den alten schon lange tauschen, aber da der neue in den Keller soll, ...

Jörg

In dem Fall müsstest Du Keller dann besser verfüllen.

Das liegt m.E. eher daran, dass so bei "Störungen in der Zahlungsabwicklung" von außen gesperrt werden kann und dass nur 40% der Häuser voll unterkellert sind.

Falk D.

Am 24.06.24 um 16:35 schrieb Falk Dµebbert:

IP68? ;)

Du meinst das "Amerikanische Modell" wo die Zähler draußen an der Hausfassade hängen? In den Niederlanden mag das gehen. In den USA könnte es sein das der Zahlungsunwillige das Recht auf Waffen tragen und Selbstverteidigung kombiniert und jeden über den Haufen schießt der den Zähler abklemmen wollte. Gut, kommen dann als nächstes die Cops, fackeln nicht lange und sperren den ein - wenn sie ihn nicht vorher in einem "fairen Gefecht" erschossen haben. DER wird nie wieder säumig bleiben!

Was man da hier alles sparen könnte... :-/

Bye/ /Kay

Am 24.06.2024 um 10:40 schrieb Thomas Einzel:

Da wäre ich nie drauf gekommen ;)

Ich denke einfach mal das die Niederländer deutlich weniger unterkellerte Gebäude haben wie in D. Allerdings kenne ich in Essen auch gebäude, "Hochhäuser", die den Keller oben (!) haben. Vor dem Flachdach, also 1 oder 2 Etagen wie eine Speicher.

Am 24.06.24 um 13:13 schrieb Jörg Barres:

Als 1998 meine komplette Elektrik vom Elektriker neu gemacht wurde sagte dieser, seitens RWE müsse der Zählerkasten in den Keller. Leider habe ich das damals nicht hinterfragt. Da liegt das nämlich alles recht ungünstig...Überschwemmung braucht es gar nicht. Dafür langt ein altes Haus und Starkregen über längeren Zeitraum. Zum Glück ist es nicht so hoch gestiegen, daß die Elektrik ausgefallen ist. War aber verdammt nah dran. Das Wasser kam übrigens nicht von oben, sondern drückte im Keller durch die Wand. Dasselbe hatte ich in gleicher Ausprägung auch schon mal vorher bei einem Wasserrohrbruch in der Straße. Falls die ENBW nicht weiß daß du einen Keller hast, mußt du es Ihnen ja nicht auf die Nase binden. Die wollen das m.E. so, damit sie weniger Kabel verlegen müssen und weil in deren Augen ja jeder Verbraucher ein Stromdieb sein könnte...Könnte ich mir heutzutage einen Neubau leisten, würde ich ohne Keller bauen.

Hängt unter anderem ab vom Energieversorger, den lokalen Gegebenheiten, ...

Alles in allem würde ich beide Fragen gleichermaßen beantworten mit: Du brauchst sowieso einen Elektriker. Frage also zwei/drei an und erwähne das du viel von den "mechanischen" Sachen selbst machen willst. Lasse dir unter dieser Vorgabe Kostenvoranschläge machen.

Üblicherweise stellt der Elektriker das passende Material bereit und gibt auch Auskunft wie was korrekt zu montieren ist. Dann kannst du die Vorarbeiten selbst erledigen und später kommt der Elektriker zum Anschließen und Abklären mit dem EVU wegen Zähler und Verplombung.

Was bringt es dir wenn du jetzt irgendwas montierst und vom Elektriker dann gesagt bekommst, dass er das so nicht anschließen darf.

Gruß

Manuel

Andererseits ist es schon mal ganz sinnvoll, sich vorher zu informieren, wie die Bestimmungen sind. Manche Meister sind äußerst geschäftstüchtig.

Detlef

Olaf Pesch snipped-for-privacy@webmails.com schrieb oder zitierte:

In meiner Kindheit waren hier in Berlin alle Zählerkasten in der Wohnung, und man konnte stets sehen, wie viel man gerade verbrauchte. Wurden die Haare geföhnt, drehte sich das Rädchen auf einmal ganz schnell. Das war sehr transparent. Wenn man wollte, konnte man mit der numerischen Anzeige den Verbrauch viele Geräte in guter Näherung numerisch bestimmen.

Seitdem wurden die Zähler überall aus den Wohnungen heraus nach unten bewegt. Gerade jetzt, wo das Energiesparen angeblich so gewünscht und gefördert wird, habe ich überhaupt keine Rückmeldung mehr, wie viel ich verbrauche. (Ich habe nicht die Zeit, da runter zu gehen und nachzusehen oder spezielle Zählgeräte zu betreiben.)

Für einen Hausanschluss mit 3*63A reicht das. Aber das ist ja bei weitem nicht die einzige Anforderung in den technischen Richtlinien. Gerade auch die Gestaltung des Zählerschrankes ist nicht uninteressant und derzeit sind da wohl etliche Änderungen im Kommen

ACK

So ist es. Elektriker vorher fragen und vorher Auftrag erteilen, dann hat man auch die Gewähr, dass der Energieversorger bzw. dessen Zählermonteur oder schon der Elektriker hinterher nicht ankommen mit "Der Zählerschrank/Hausanschlusskasten/... entspricht nicht der Norm! Bitte tauschen". Ohnehin wird das ja eine etwas größere Baumaßnahme werden, da beim Anfassen von Zählerschrank/Hauptverteilung der (möglicherweise) bestehende Bestandsschutz der veralteten Elektroanlage ("klassische Nullung" ist längst nicht mehr zulässig) erlischt und die gesamte Elektroinstallation im Haus erneuert und den aktuellen Vorschriften angepasst werden muss!

MfG Rupert

Am 24.06.2024 um 19:06 schrieb Stefan Ram:

Es gibt Leute, die haben eine kleine Web-Kamera dort angebracht.

Detlef

IMO sollte man sich in diesem Fall vorher sachkundig machen, was dieses Material (in der gleichen Qualität, kein Baumarkt"material") für Marktpreise hat. Einige Elektriker kennen nur Preise für "Material liefern und montieren" ;-) und das wäre IMO etwas überteuert, wenn man es selber einbaut.

Aber wenn der Preis i.O. ist: genau so!

Ja und diese Information darf er sich IMO ruhig bezahlen lassen.

Erstinbetriebnahmeprüfung mit Protokoll wäre noch gut.

Wenn man selber etwas mehr machen kann und will, kann man auch das mit dem Elektromeister vorher absprechen.

Am 24.06.2024 um 19:06 schrieb Stefan Ram:

Die Steigleitung geht ja trotzdem in deine Wohnungs-UV, da kannst du dir einen Wirkleistungmesser einbauen lassen und deinen "Verbrauch" per LAN/WLAN protokollieren, auswerten u.ä., da gibt es auch recht preiswertes von Shelly.

Ich habe eine sogenannte moderne Meßeinrichtung (mME) als Zähler, mache jedoch meine Auswertungen mit meinem eigenen Wirkleistungsmesser danach (der ist Bestandteil von Regelungen meiner PV Anlage), da habe ich die ganzen Werte und Statistiken gleich fertig aufbereitet auf Abruf im Browser und muss mich nicht blinkend mit der Taschenlampe an die mME stellen.

Am 24.06.2024 um 19:30 schrieb Rupert Haselbeck: ...

Ja - und in dieser Reihenfolge funktioniert das bei einem Haus zwischen kaum und gar nicht. Ich hatte mir damals so selbst geholfen, dass alles bis zu den (neuen) UVn im Haus nacheinander neu mit >=2RCD/UV gemacht wurde und dann diese UVn an den dann neuen Zählerschrank ebenfalls mit neuen Leitungen bzw. Kabeln angeschlossen wurden. In Summe eine durchaus lustige Aktion.

Also IMO den Zählerschrank als letztes erneuern lassen, falls das Haus in der Umbauzeit weiter bewohnt werden soll.

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