Neue Hauselektrik

Jun 23, 2024 Last reply: vor 2 Jahren 154 Replies

Oder sie ist auf 30 Jahre Betriebszeit ausgelegt.

Natürlich, Liter pro Quadratmeter ist ja auch verständlich und anschaulich. Ludger hat natürlich völlig recht, aber meinen Punkt nicht verstanden. Es ging mir um unsere allein vertrauenswürdigen "Qualitätsjournalisten", die nur zu oft kein Wort von dem verstehen, was sie blind nachplappern. Und dann wird gern mal alles verwechselt und durcheinandergeschmissen.

Ja, der falsche Umgang mit der Zeit ist mein Haupthaß. Hier war sie zu viel und überflüssig, meistens fehlt sie, wo sie zwingend notwendig wäre.

"Mit dem Vermögen von Bill Gates könnte man den Hunger in der Welt beseitigen." Nie sagt einer dazu, für wie lange. Auch bei den sehr zahlreichen strukturell identischen Aussagen nicht. Der älteste mir bekannte Bericht über die Folgen des Verkonsumierens von Investitionskapital steht sehr ausführlich und anschaulich in der Apostelgeschichte.

Es geht keineswegs nur um die "Qualitätsjournalisten". Es geht auch um all die Pseudo-Intellektuellen hier, welche glauben (oder zu glauben scheinen), sie könnten mit formal durchaus korrekten, aber dummerweise völlig lebensfremden Interpretationen von dem, was sie als korrekte Einheiten sehen wollen, Punkte machen. Man mag ja gerne dort, wo man im Elfenbeinturm unter sich ist, mit (nach aktueller Lesart) korrekten Einheiten, mit durchaus zutreffenden Umformungen und Kürzungen als kluger Mensch dazustehen versuchen, aber man macht sich einfach nur lächerlich, wenn man das im täglichen Leben als richtig und zutreffend darzustellen versucht. Wenn man sich mal ein wenig in die Welt hinaus wagt, so erkennt man unschwer, dass es allein eine Frage der Perspektive ist, ob man Miles per Gallon oder Liter je 100Kilometer als eingängiger ansieht oder onb man lieber und passender mit 20 pence per pound rechnet oder mit 100Cent je Dollar (oder Euro). Es gehört einfach nur ein gehöriges Maß an Überheblichkeit, und natürlich ein erheblicher Mangel an Vorstellungsvermögen dazu, sich allzu großspurig über die "dümmlichen", oder auch nur "völlig unpraktischen" amerikanischen oder indischen, sudanesischen oder europäischen, ja gar die vorschriftsmäßigen SI-Einheiten zu mokieren.

Freilich, ich verstehe die Angabe 5,2 Liter/100km durchaus sofort, aber mein Bekannter in Nevada wird erklären, die völlig gleichbedeutende Angabe 45 Meilen je Gallone sei deutlich anschaulicher und verständlicher...

MfG Rupert

Du magst ja mit allem, das Du hier schreibst, recht haben, aber was hat mit "Millimeter pro Quadratmeter" oder den alleinstehenden "Litern" zu tun, die man in der Presse immer wieder sieht?

Und zurück zum Anfang des Thread stimme ich zu, 1500 Liter Niederschlag sind so besonders viel nicht, nirgends (na gut, auf meinen Kopf und meine Schultern schon).

Es ist sehr weit verbreitet, Angaben so zu machen, daß mehr gleich besser gilt. Deshalb auch Lumen pro Watt, obwohl die gewünschte und geforderte Helligkeit normalerweise die unabhängige Variable ist, und man wissen will, welche elektrische Leistung dafür zu liefern sei -- und das sagen mir dann die Milliwatt pro Lumen.

Wadenbeißerl rülpste:

Sicher, Hasi.

Rupert Haselbeck schrieb:

Nett, was du allen vernünftigen Menschen so unterstellst.

Nationalisten in GB wollen ja wieder zurück zu ihren GB-imperialen Masseinheiten. Also Long tons, hundredweights, stones, pounds und ounces. Wobei die Teilerfaktoren selbstverständlich vom Material abhängen, das gewogen werden soll.

Es steht dir natürlich frei, wieder auf den Oldenburger Kleinen Stein für Wolle und Federn zurückzugreifen. Dann machst du dich lächerlich, und das liegt keineswegs an der Überheblichkeit und dem mangelden Vorstellungsvermögen des gemeinen Pöbels.

Das steht ausser Frage. Allerdings wird dir nicht spontan einfallen was denn so eine Gallone ist. Selbstverständlich ist eine US-Gallone was anderes als eine GB-Gallone.

Ob deine Wärmeleitrechnungen einfacher werden, wenn du in BTU/h/ft²/inch/°Fahrenheit rechnest, nicht mein Bier.

Eher mein Problem ist, wenn durch diesen mittelalterlichen Durcheinander Flugzeuge fast oder ganz abstürzen oder Marssonden am Ziel vorbei fliegen.

Leider konnte sich Europa nicht durchsetzen, so sind nun immer noch zahlreiche verschiedene Längenmasse im Luftverkehr zu finden. Miles, Kilometer, Fuss, Meter, und kombiniert etwa Knoten.

Dazu kommt, dass es hier gar nicht um die "vorschriftsmäßigen SI-Einheiten" geht, das ist ein reines Strohmannargument deinerseits.

Kay Martinen schrieb:

[Standort Elektrizitätszähler]

In CH scheint das bei ländlichen EFH oder Doppelhäusern seit Jahrzehnten normal zu sein. Der Zähler samt den Drei Fetten Sicherungen ist in einem aussen angebrachten Blechkasten untergebracht; der Zugriff durch Unbefugte durch ein Schloss verwehrt (Vierkantschlüssel). Das entsetzt jetzt genau niemanden.

Seit Anfang Jahr ist der Zähler bei mir zumindest semi- smart und ich kann den täglichen Verbrauch auf der HP des Stromanbieters nachschauen.

Am 06.07.2024 um 13:59 schrieb Rolf Bombach:

In vielen Autos kann man gar auf km/liter umstellen. Das ist im Grudne geal da es nur simples, reziprokes denken ist.

auch noch OK wenn es linearproportional ist. Spannend finde ich dann immer das Werkzeugsortiment ... ist jetzt 3/8 eine Nummer kleiner wie 9/16?

... oder Brücken sich im Höhenversatz treffen.

Weclhe Meile meinst Du denn nun? ;)

Natürlich die geographischen Meile, 7420,44 m (1/15. Äquatorialgrad)

Erst dann machen Siebenmeilenstiefel wirklich Spaß.

l.

Ist das nicht völlig irrelevant? Nicht für Werte, mit denen gerechnet werden soll, natürlich, aber hier geht es um Handelseinheiten. Wenn ich Dir sage, jemand sei einen Meter und 85 cm groß, dann weißt Du sofort was gemeint ist, aber nicht wegen der genormten SI-Einheiten sondern weil Du die normale Körpergröße und deren Variation ganz einfach aus Erfahrung auswendig kennst. Welche für sich nichtssagenden Begriffe Du lernst, macht keinen Unterschied. Six foot one mag für Dich ungewohnt sein, aber eben nur für Dich.

Ein handelsübliches Butterpäckchen hat ein halbes preußisches Pfund. Die Mengenangabe von 100 g kannn ich mir spontan sehr gut vorstellen, aber wieder nicht wegen der SI-Einheit sondern weil ich sofort weiß, 40 %, knapp die Hälfte, eines Päckchens.

Kleidung hat meistens weder cm noch Zoll sondern irgendwelche frei erfundenen Phantasiezahlen. Und auch da sagen dem Normalanwender Werte in z.B. Zoll nicht etwas deshalb etwas, weil er die Einheit kennt, sondern weil er die typischen Werte für schlank, dick, normal und sich selbst auswendig im Kopf hat.

Für Bier kennt man auch die normalen handelsüblichen Glasgrößen. Bei jedem Wechsel des Bundeslandeslandes sollte man aber fragen, wie denn hier vor Ort die lokale Konvention für "großes Bier" und "kleines Bier" definiert sei. Bayern in Köln wundern sich und umgekehrt. In dem Sinn komme ich auch prima mit Pint und half pint zurecht.

Da ging noch mehr.

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Kleidergrößen sind suboptimal. "fällt eher groß aus", "schlanke 38" und die Millionen Rücksendungen zeigen das.

Ich stelle mir vor: ich werde ringsrum lasergescannt, mein (online?)Händler hat eine Software, die mich in dem zu kaufenden Kleidungsstück auf dem Bildschirm darstellt. KI machts. Da würde die Anzahl der Retouren drastisch zurückgehen.

l.

Leider ist das ein großes psychologisches Problem. Oder wurde dazu gemacht, vor allem bei Frauen.

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/ralph

Am 06.07.2024 um 15:52 schrieb Ludger Averborg:

:D Aber nicht das man noch über dem Meilenstein stolpert

:D goil. Mein nementlicher Favorit ist "Kursächsische Postmeile (mittlere Post- oder Polizeimeile)" ... fehlt noch die hamburghanseatische Paulimeile.

:D jo. Oder übergroße "L". Das Problem ist das man das nicht mal zwischen den Marken übertragen kann. Und der "allgemeine" Schnitt ist für's Aussehen auch relevant.

Aber bestimmt auch nur weil es dann eine individuelle Sonderanfertigung ist.

Gabs schon vor "Ewigkeiten", ohne Laserscan. Strumpfähnlicher Catsuit mit Punkten drauf... anziehen, mehrere Fotos machen, diese hochladen und dann gibt es das Körpermodel bzw. dazu passende Klamotten... war IIRC eine Firma aus Japan... und mit dem Konzept zu früh auf dem Markt..

Viele Grüße,

Olaf

Am 07.07.2024 um 13:02 schrieb Bodo Mysliwietz:

Das fällt mir besonders bei Jeans auf. Da kann man überhaupt nicht nach der Größe gehen. Am einfachsten ist's noch bei Socken.:-)

Detlef

Oder, falls er im Raum Nürnberg ist, das Nürnberger Pfund, es sei denn es handelt sich um Edelmetall, dann bitte das Nürnberger Edelmetall-Pfund während der Apotheker selbstverständlich mit dem Nürnberger Apotheker-Pfund wiegt. Natürlich sind die alle drei unterschiedlich, sind ja für ganz unterschiedliche Zwecke. Und das war nur _eine_ kleine Ecke von vielen die damals ihre eigenen Einheiten[0] hatte.

Und der Rest der "imperial units" in den USA ist _selbstverständlich_ auch leicht anders definiert als in UK, wäre ja sonst zu einfach.

Lustigerweise sind die USA seit etlicher Zeit de jure unterm Deckel metrisch: die ganzen "imperial units" in den USA sind strict via SI Werte definiert.

Deswegen auch der Trick, den ganzen "imperial units" Unfug erstmal nach SI umzurechnen, die Berechnungen in SI zu machen und am Ende wieder nach "imperial units" zurück. Oder halt mit dedizierter Hardware-Unterstützung, hier für die Baustellie:

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Um das mal wieder auszugraben:

In metric, one milliliter of water occupies one cubic centimeter, weighs one gram, and requires one calorie of energy to heat up by one degree centigrade - which is 1 percent of the difference between its freezing point and its boiling point. An amount of hydrogen weighing the same amount has exactly one mole of atoms in it. Whereas in the American system, the answer to 'How much energy does it take to boil a room-temperature gallon of water?' is 'Go f*ck yourself,' because you can’t directly relate any of those quantities. -- Josh Bazell, Wild Thing

Ja mei, bisserl Schwund ist halt immer, besonders wenn man sich deppert anstellt.

Geh, jetzt komm doch nicht mit vernünftigen Argumenten ;-)

Man liest sich, Alex.

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