Problem mit glimmender Leuchtstoffröhre

Jan 27, 2013 82 Replies

Hallo,



meine Mitbewohnerin hat ein Problem mit einer Leuchtstoffröhre (Küchenunterbaulampe, T8, 90cm). Sporadisch ist bei Nacht ein leichtes Glimmen über die ganze Röhre zu sehen, aber leider nicht immer. Die Lampe ist ausgeschaltet, trotzdem meint "Frau" das da Strom verbraucht wird und das so ein Leuchten nicht sein müsse.



Ich habe die Leuchte auseinandergebaut und im Inneren keine Schweinereien (Feuchtigkeit, Insekten, Belag, lose Kabel) gefunden. Den Schalter habe ich per Multimeter durchgemessen, er schaltet sauber ein und aus. Die Drossel hat einen sehr geringen Widerstand (Gleichstrommessung) und keinen Schluß gegen das Gehäuse. Der Starter ist an den Kontakten hochohmig (>2MOhm, mehr kann mein Multimeter nicht). Den Starte habe ich heute gegen den von der anderen Küchenseite getauscht.



Die nächste Hochspannungsleitung ist ca. 1km entfernt, vor dem Haus liegt -soweit herausfindbar - keine Leistungsverkabelung (Siedlungsgebiet ohne Industrie) und Amateurfunker sind nicht in Sichtweite.



Was kann das noch sein?



Am 27.01.2013 17:49, schrieb Masko Müller, Hamburg:

"Phase" und "null" sind vertauscht, geschaltet am Schalter wird "Null" Es gibt keinen Stromverbrauch.

Mach mal den Test: Wenn die Lampe glimmt, umfass die Röhre (das Glas) mal an einer Stelle mit der Hand....

Grüße aus der Eifel Steffen

Hallo,

Am 27.01.2013 17:49, schrieb Masko Müller, Hamburg:

Wie ist das ganze angeschlossen? Fest oder per Steckdose?

Evt schaltet der Schalter den N Leiter, grade bei nicht fest angeschlossenen Sachen kann das gut passieren

Kapazitive Kopplungenen, evt auch Influenz, bei einer "richtigen" Hochspannungsleitung (110kV aufwärts, meist große Stahlgittermasten), sind 1000m nicht viel, und wenn sind es die Amateurfunker wohl eher weniger als Sender die 24/7 arbeiten (TV/RADIO usw).

Als erstes würde ich versuchen, mal den Stecker umzudrehen und mal zu prüfen, ob da auch wirklich L geschaltet wird.

Gruß Jan

Am Sun, 27 Jan 2013 17:49:40 +0100 schrieb Masko Müller, Hamburg:

Kapazitiver Strom gegen Erde. Stecker anderes herum einstecken, sollte helfen.

Am 27.01.2013 08:02, schrieb Werner Holtfreter:

Es handelt sich ja um einen Festanschluss. Und jetzt geht man hin und tauscht Phase und Nullleiter und es glimmt noch immer? Tja, bei einem Wechselschalter funktioniert das mit dem "Tausch" nicht. Und nu? Peter

Am Sun, 27 Jan 2013 09:11:09 -1000 schrieb Peter Koerber:

Davon stand im OP nichts.

Wer sagt, dass es immer noch glimmt, wenn diese Reihenfolge eingehalten ist?:

Phase Schalter kompl. Lampenschaltung Neutralleiter

Wechselschalter? Auch der wird so eingebaut, dass die Phase geschaltet wird, während der andere Pol der Lampe auf dem Neutralleiter liegt.

Werner Holtfreter schrieb am 27.01.2013 20:33:

...

[Quoting aus Vorposting ergänzt]

Bei der Selbstmörder-Brandstifter-Wechselschaltung nicht.

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(die armen Hamburger...)

Das kann zwei Ursachen haben

  1. Der Schalter sitzt nicht in der Zuleitung für die Phase, sondern für den Nullleiter.

  1. Der Leuchtstoff wirkt auch als "Phosphor", also als Substanz, die Lichtenergie speichert und dann ganz langsam wieder abgibt.

Probier mal, ob der Effekt nicht mehr auftritt, wenn die Lampe mehrere Stunden nicht gebrannt hat. Also sieh mal nach, ob sie auch morgens um 5 leuchtet. Und wenn sie dann nicht leuchtet, 15 Minuten brennen lassen, ausknipsen, warten bis sich die Augen an die Finsternis gewöhnt haben und dann nachsehen.

Ich beobachte das sowohl bei Leuchtstoffröhren als auch bei Energiesparlampen, eigentlich ganz regelmäßig, da ich eine direkt über dem Bett habe.

Phosphoreszenz ist ein Stichwort für Wikip.

Energiesparlampen,

In den Leuchtstoff der Leuchtstoffröhren, ist kein Phosphat enthalten.

1a

"Horst Scholz" schrieb im Newsbeitrag news:ke4a85$b32$ snipped-for-privacy@news.albasani.net...

Hi, unter uns Pfarrerstöchtern können wir das Würstchen wohl stecken und die Phosphoreszenz mal gelten lassen. Das Gaspedal tritt ja auch kein Gas, und der Anker im Motor soll den nirgends festhalten. Sowieso wäre es kaum Phosphat wie in Kochwurst, sondern weißer Phosphor.

Macht sie noch.

Dann ist definitiv der PEN geschaltet.

mfG Leo

Leo Baumann schrieb:

Das ist hoffentlich kein PEN, den Neutralleiter schalten ist auch schon blöd genug.

Gruß Willi

Am 28.01.2013 06:25, schrieb Willi Marquart:

Es wird N geschaltet und über die Kapazität zum PE entsteht das geringe Nachleuchten der Röhre. Sozusagen ein Test, das der Schutzleiter an der Leuchte OK ist. ;-)

Am 28.01.2013 07:09, schrieb Horst-D.Winzler:

Normalerweise gibts da aber noch einen X-Kondensator zur Funkentstörung, und dann leuchtet da nichts.

Gruß Dieter

Energiesparlampen,

Keine Ahnung, was das für Stoffe zum Einsatz kommen. Vielleicht Zinksulfid. Spielt aber zum Thema Phosphoreszens auch keine Rolle. Phosphoreszenz kann man vielleicht am besten mit "Nachleuchten" beschreiben.

Siehe z. B. Wikip., Stichwort Phosphoreszenz.

l.

eh ichs vergess der Effekt ist etwa der gleiche wie bei einer Glimmlampe, auch die glimmt wenn nur "Phase" anliegt etwas. es gibt zudem in Handel "Geräte" die glimmen wenn nur die Isolierung eines Spannungsführenden Kabels berührt wird.

nochmal, einen messbaren Stromverbrauch gibt es nicht. Was hilft ist die Installation so zu verändern das mit dem Schalter "Phase" geschaltet wird - ist aber manchmal sehr aufwändig

Grüße aus der Eifel Steffen

Am 28.01.2013 09:30, schrieb Dieter Wiedmann:

Durchaus, aber er sagt nicht was er für einen Starter hat. Bei Parallelkompensation würde das Problem auch nicht auftauchen. ;-)

Hallo, Horst-D.Winzler,

Du meintest am 28.01.13:

Die ist aber in Endanwender-Haushalten in D seit Jahren (Jahrzehnten) nicht mehr erlaubt.

Newsgroup-Verteiler reduziert

Viele Gruesse! Helmut

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