Schrank an Steckdose

On Mon, 22 Apr 2013 17:53:08 +0200, Kurt wrote:


Ok, das ist also eine gewerbliche Installation. Dann mach' unbedingt eine Festverdrahtung und mach' einen Hauptschalter an das Gerät. Noch besser: Not-Aus. Noch besser: Not-Aus, das jemand nur mit Schlüssel wieder freigeben kann. Nur doof, wenn die Messeinrichtung wichtig wär' und jemand aus Spaß das Ding abstellt, was dann ewig keiner mitbekommt.

Wenn es erst mal raus raucht, dann sollte keiner mehr nach Steckdosen suchen müssen, wo das Ding vielleicht eingesteckt sein mag - vor allem, weil inzwischen jemand einen Schrank davor gestellt hat.
Wenn's einen Stecker hat, dann ist's jährlich zu prüfen.
Schönen Gruß Martin
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Am 22.04.2013 20:00, schrieb Martin ?rautmann:

Ich habe nun eine Menge gelernt, ein Danke an euch.
Der Kasten wurde von einer Firma geliefert, es liegt nun an mir zu erkennen wie ich ihn sicher machen kann damit alle Vorschriften erfüllt sind und das Bedienpersonal nicht gefährdet werden kann.
Momentan scheint mir dass das Richtige zu sein:
- fest angeschlossen - Not-Aus reingebohrt - mit dem Betreiber reden und ihn erklären warum
Noch ne Frage: Was ist mit der Gewährleistung wenn ich einen Not-Aus reinbohre, ist der Hersteller dann raus oder nicht?
Kurt
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Am 22.04.2013 22:55, schrieb Kurt:

Wenn der Kasten von einer Firma geliefert wurde, hat er sicher eine Kennzeichnung, die die Übereinstimmung des Teiles mit den geltenten Richtlinien bestätigt. CE-Kennzeichnung, Herstellerbescheinigung, Prüfprotokoll u.dgl. Dann ist davon auszugehen, das der Anschluss über Schukostecker und Zuleitung auch genauso funktioniert, also der Kabelquerschnitt Zuleitung auf den benötigten Strombedarf des Schrankes ausgelegt ist.

Wenn du den Kasten eigenmächtig umbaust, anders als vorgesehen (Schukostecker und Zuleitung bemessen auf den Strombedarf des Schrankes) anschliesst, dann bist du derjenige, der die Übereinstimmung des Teiles mit den geltenten Richtlinien bestätigen muss, also CE-Kennzeichnung, Herstellerbescheinigung, Prüfprotokoll u.dgl. beibringt. Vom ursprünglichen Lieferanten kannst du nicht erwarten, das er für deine Bastelarbeit den Kopf hinhält.
Regards Karsten
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Am 23.04.2013 09:30, schrieb Karsten Roch:

Ich hab grad den Hersteller angerufen und gefragt ob ich ihn direkt anschliessen darf. Er hat gesagt dass das ohne Probleme geht, sie das auch so machen, der Kasten selber ja mit Schlüsselschloss absperrbar ist.
Ich werde schauen ob ein 30 mA FI vorhanden ist und diesen auch prüfen. Somit dürfte dann alles im Lot sein (hoffe ich zumindest).
Man sieht, es ist garnicht so einfach einen Schrank mit integriertem Datensammler an die Wand und ans Netz zu bringen.
Kurt
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On Tue, 23 Apr 2013 10:06:22 +0200, Kurt wrote:

Endlich mal eine gute Idee.

Gewerblicher Einsatz - du weisst, dass du den dort täglich zu prüfen hast? Kommt die Mess- und Telefoneinrichtung damit klar, dass sie jeden Tag hart ausgeschaltet wird?
Schönen Gruß Martin
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Thus spoke Martin ?rautmann:

Quelle?
Tschüs,
Sebastian
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On Tue, 23 Apr 2013 12:43:47 +0200, Sebastian Suchanek wrote:

Unfallverhütungsvorschrift
BGV A3 Elektrische Anlagen und Betriebsmittel § 5 Prüfungen
Tabelle 1A: Wiederholungsprüfungen ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel
Fehlerstrom-, Differenzstrom und Fehlerspannungs-Schutzschalter - in stationären Anlagen     6 Monate - in nichtstationären Anlagen     arbeitstäglich
auf einwandfreie Funktion durch Betätigen der Prüfeinrichtung Prüfer: Benutzer
Schönen Gruß Martin
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Hi, was ist denn "nichtstationär" an einem an die Wand gedübelten Kasten? Kontinentaldrift?
--
mfg,
gUnther
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On Tue, 23 Apr 2013 21:21:13 +0200, gUnther nanonüm wrote:

Das mag strittig sein. Bei Festinstallation würde ich das als stationär bestätigen. Bei Installation mit Zuleitung und Schukostecker halte ich das für grenzwertig.
Schönen Gruß Martin
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Martin ?rautmann wrote:

Da ist gar nichts grenzwertig. Nichtstationär sind hier Anlagen, die täglich oder zumindest häufig rumgetragen und -fahren werden. Sobald die eingestöpselt sind, wird als erstes der FI testausgelöst, dann die Anlage hochgefahren. Kenn ich so vom Ü-Wagen. Auch eine deutlich nichtstationäre (darin besteht ja ihr Daseinszweck) Anlage im gewerblichen Einsatz.
Ich nehme an, die Regelung geht darauf zurück, daß bei Anlagen, die transportiert werden, (1) eine andere mechanische Beanspruchung vorliegt (Rütteln bei der Fahrt) und (2) es kein Problem ist, vor der Inbetriebnahme der Versorgung mal eben die Prüftaste zu drücken, ohne laufende Prozesse dadurch zu gefährden.
Beides ist im hier diskutierten Fall nicht gegeben.
vG
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On Tue, 23 Apr 2013 21:52:24 +0200, Volker Gringmuth wrote:

Zusätzlich gibt's die Unterscheidung ortsfest vs. ortsveränderlich.
Die BGV dröselt das tatsächlich genauer auf:
+++ Ortsvera?nderliche elektrische Betriebsmittel sind solche, die wa?hrend des Betriebes bewegt werden oder die leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden ko?nnen, wa?hrend sie an den Versor- gungsstromkreis angeschlossen sind (siehe auch Abschnitte 2.7.4 und 2.7.5 DIN VDE 0100 Teil 200).
Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind fest angebrachte Betriebsmittel oder Betriebsmittel, die keine Tragevorrichtung haben und deren Masse so groß ist, dass sie nicht leicht bewegt werden ko?nnen. Dazu geho?ren auch elektrische Betriebsmittel, die voru?bergehend fest angebracht sind und u?ber bewegliche Anschlussleitungen betrieben werden (siehe auch Abschnitte 2.7.6 und 2.7.7 DIN VDE 0100 Teil 200).
Stationa?re Anlagen sind solche, die mit ihrer Umgebung fest verbunden sind, z. B. Installationen in Geba?uden, Baustellenwagen, Containern und auf Fahrzeugen.
Nichtstationa?re Anlagen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie entsprechend ihrem bestimmungs- gema?ßen Gebrauch nach dem Einsatz wieder abgebaut (zerlegt) und am neuen Einsatzort wieder aufgebaut (zusammengeschaltet) werden. Hierzu geho?ren z. B. Anlagen auf Bau- und Montagestellen, fliegende Bauten. +++
Ich kenn' nur die Anweisung, dass auf den Labortischen der FI täglich zu prüfen wäre - und das sind wohl tatsächlich nichtstationäre Zusammenstellungen der Prüfaufbauten. So gesehen ist der Schaltschrank also wohl unkritisch.
Schönen Gruß Martin
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Volker Gringmuth schrieb:

Das leuchtet ein, ist aber meist schon kurios, da üblicherweise die Ortsveränderlichen a) an einer FI-geschützten Dose eingesteckt werden und b) normalerweise selber keinen FI haben.
--
mfg Rolf Bombach

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Thus spoke Martin ?rautmann:

Ja, das deckt sich mit meinem Wissen. Stellt sich nur die Frage, warum Du einen an die Wand gedübelten Schrank als "nichtstationäre Anlage" ansiehst.
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek wrote:

Dafür reicht ein hinreichend hochzahliges Erdbeben auf der nach oben richtenden Offerskala :-)
vG
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Am 23.04.2013 12:40, schrieb Martin ?rautmann:

Täglich den FI prüfen? Also das kann nicht sein. Es handelt sich hier um ein Häusschen dass abseits eines Dorfes an einem Fluss steht. Da kommt nur ca. alle 14 Tage, wenn überhaupt, jemand vorbei und schaut nach ob noch alles passt. Die erfassten Daten werden per Fernabfrage abgeholt, wenn der Datensammler keinen Netzstrom mehr hat dann meldet er das selber.
Im Normalfall hängt er über den S0 Bus direkt am NTBA, oder direkt am GSM-Modem, da spielt auch Netzausfall keine Rolle.
Aber mich interssiert das mit dem -gewerblichen- Einsatz schon. Was fällt da drunter?
Kurt
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Hi, k.A., aber frag nicht bloß den Hersteller und den Kunden, sondern auch dessen Versicherung. Gehts um sowas ähnliches wie den Wasserstand im Angelvereinsteich? Da dürfte auch die untere Landschaftsbehörde ihren reinstecken wollen. Vermutlich gibts Vorschriften, Normen...
--
mfg,
gUnther
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Am 23.04.2013 19:00, schrieb gUnther nanonüm:

Hier gehts ums Wasserwirtschaftsamt, die kümmern sich eigentlich selber um die Einhaltung der vorgeschriebenen Prüfungsintervalle.
Ich weiss dass da immer wieder geprüft wird, dabei ist so ein Kasten bestimmt das kleinere -Ding-.
Kurt
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Kurt schrieb:

Ja - aber:
Die Steckdose und die Leitung in der Wand sind mit 16A durch den 16A-LSS abgesichert. Deine Anschlussleitung ist für eine dauerhafte Belastung in dieser Größe nicht ausgelegt. Zwar wird deine Messtechnik nicht so einen Dauerstrom ziehen, daher besteht keine reelle Gefahr, aber eine Absicherung in deinem "Schalt"schrank auf 10A macht deine Anlage richtig sicher. Denk auch an eine vernünftige Kabeldurchführung mit Knickschutz und Zugentlastung.
Gruß Christian
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Am 21.04.2013 11:09, schrieb Christian Müller:

Dieses -aber- werde ich vermeiden.
Den -Schrank- hat man mir in die Hand gedrückt, gezeigt wie andere montiert sind, wo dieser jetzt hingeschraubt werden soll (anderes Gebäude, anderer Ort).
Ich werde 3x1.5 NYM nehmen, an die vorhande AP-Wandsteckdose anklemmen und dann kann nichts mehr passieren. Denn ich weiss nicht ob da vielleicht jemand noch ne Steckdose reinsetzt und dann im Winter einen Heizlüfter ansteckt.
(Im -Schrank- selber sind Hutschienenklemmen für die Zuleitung vorhanden)
Kurt
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Kurt schrieb:

Gut, der Mehr(kosten)aufwand hält sich ja in Grenzen und es verbleibt kein nagendes Gefühl, dass man eine eventuelle Falle...

... eingebaut hat. Wobei die Schuld für eine überlastete Leitung in diesem Fall nicht dich treffen würde, sondern den, der fahrlässig eine 16A-Schukodose in den Schrank montiert, OHNE sich zu vergewissern, dass die Zuleitung überhaupt dafür ausgelegt ist.

Das sind zwei Gründe mehr, auf 16A zu gehen: Zum einen ist der Tausch der vorhandenen Leitung problemlos, zum anderen verführt eine Hutschiene zu der Annahme, der Schrank habe eine optimale Anbindung an das Stromnetz. Ganz wie in der Unterverteilung deines Hauses könnte man auf die Idee kommen, mehrere - einzeln auf der Hutschiene abgesicherte - Stromkreise abzugreifen; was (ab Hutschiene) zulässig wäre:-)
Gruß Christian
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