Stromveredelung

May 20, 2006 89 Replies

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Heiko Hergemöller schrieb:

Dieser Satz spricht aber nicht für ein fehlerfreies Realitätsmodul ;-)

Gruß aus Bremen Ralf

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Rolf_Bombach schrieb:

Der "Lastgang" der PV-Anlage wird doch nirgends erfaßt, nur irgendwelche Periodensummen, also z. B. die "erzeugte" Jahresstrommenge (die allerdings zum Wetterverlauf passen sollte: "eigentlich" braucht das EVU nämlich gar keinen Zähler, die Sonnenscheindauerdaten des Wetterdienstes reichen völlig. Wenn sich also der Wirkungsgrad der Anlage den 100 % annähert oder sie übersteigt, könnte jemand mißtrauisch werden. Die "Lösung" wäre als die Ersetzung der PV-Module durch Attrappen - fragt sich nur, wei man dem EVU den drastisch gestiegenen Nachtstromverbrauch "verkauft" (falls die was merken)).

Gruß aus Bremen Ralf

Genau das machen die großen Versorger, z.B. eon. Der Strom aus Punpspeicherkraftwerken wird als ökologische Wasserkraft vermarktet, obwohl das Wasser nachts mit Atomstrom den Berg hoch gepumpt wurde.

Bis dann, Tilo

Der zweistufige Handel (Groß/Einzelhandel) hat sich in vielen Bereichen als besonders effizient erwiesen.

Meinst du, ein Einzelhändler will bei 500 Herstellern bestellen oder jeder Hersteller 10000 oder mehr Einzelhändler beliefern?

Lutz

Warum sollen die sich über gestiegenen Stromabsatz ärgern?

Ich bin sicher, dass da in den nächsten Jahre an einigen Anlagen manipuliert werden wird. Die Rendite ist zu verlockend und IMHO ist das nahezu ohne bleibende Spuren machbar. Oder ist die Niederspannungsseite verplombt?

Vielleicht lesen wir mal in der Zeitung, wenn irgendwo wegen unsachgemässer Bastelei was abgebrannt ist.

Lutz

Reg dich nicht auf, ich bin doch auf deiner Seite. Du hast hoffentlich nicht geglaubt, da=DF ich das ernst meine. Ich wollt blo=DF mal ausloten, wie die Sache vom technischen und vom rechtlichen her ausschaut.

Ich hab n=E4mlich das ungute Gef=FChl, da=DF, wenn du einmal drin bist im Geldscheffeln mit =D6kostrom, die Hemmungen gefallen sind, die Anlagen da sind, und es praktisch nur mehr zwei Dr=E4hte braucht, da=DF dann solche Ideen auch nicht mehr weit sind, und es w=FCrd mich nicht =FCberraschen, wenn sich irgend- wann herausstellt, da=DF ein nennenswerter Anteil unseres vielgepriesenen =D6kostroms auf solche Art=20 zustande kommt.

Etwas mehr als zwei Drähte braucht es schon, aber man könnte das ja als Regenerationsgerät für die Photovoltaikanlage bei ebay anbieten.

'Solarbooster - Regelmässiger Einsatz 2 Stunden pro Nacht erhöht die Leistungsabgabe um garantiert 10 Prozent ... Komfortgerät mit Schaltuhr und Anschaltanleitung - in der Version Plus mit witterungsgeführter Leistungssteuerung'

Irgendwo dann kleingedruckt, dass der Betrieb den Bedingungen der Netzbetreiber unterliegen kann usw.

Irgendwann gibt es das. Ganz sicher.

Ich erinnere nur an subventionierte Tomaten, die in der DDR im Laden gekauft und wieder in die Aufkaufstelle gebracht wurden.

Lutz

Hallo Wolfgang,

Kennst du die Verträge, bist du Jurist oder vermutest du das nur?

Vor weiterer unötiger Entrüstung empfehle ich dir die beiden folgende Links:

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(stellvertretend für viele andere)

"Der Ökostrom für Bochum stammt aus Österreich. Er wird dort ausschließlich umweltschonend aus Wasserkraft hergestellt.."

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(Importe & Exporte 2003 (PDF))

"Physikalisches Austauschsaldo mit Deutschland 2003: -6.049,1 GWh"

Im Klartext: Österreich kann Ökoverbraucher in Bochum nicht versorgt haben, es hatte als Nettoimporteur (23,6% seines Bedarf) keinen Strom dafür übrig. Jede kWh aus Wasserkraft die rechnerisch nach Bochum verkauft wurde, mußte unmittelbar durch anderweitige Importe ersetzt werden.

Osterreich funktioniert damit für deutsche Verbraucher als gigantische Stromwaschmaschine, die billigen Strom aus beliebigen Quellen in teueren Ökostrom verwandelt.

Unsere Versorger tut sehr gut daran, das Thema nicht allzuhoch aufzuhängen, jemand auf Suche nach Schmarotzer könnte urplötzlich viel mehr finden als ihm lieb wäre.

Das Vorhaben so zu gestalten daß es rechtlich und technisch so reibungslos abläuft wie die großen Vorbilder, ist kein wirtschaftliches Problem -> ignoriert

Siegfried

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Lutz Schulze schrieb:

Auch wieder richtig ... ach so: weil sie den Strom gra nicht absetzen, fällt mir gerade ein - die Nachtstromlast ist ja nur virtuell, tatsächlich liegt gar keine Netzlast vor. Aber wer da nun geschädigt ist ...

Das wäre mit genügend krimineller Energie eigentlich kein ernsthaftes Hindernis - niemand sieht wirklich nach, ob der Theorie nach ungeschnittene Leitungen auch wirklich ungeschnitten sind. (Übrigens meintest Du vermutlich nicht Niederspannungs-, sondern Gleich- oder Kleinspannungsseite - an die würde man aber sowieso nicht herangehen, viel zu kompliziert: wenn ich ca. 1 kW "Ökostrom" aus Nachtstrom einspeisen will (ca. 5 A), dann besorge ich mir für ein bißchen Kleingeld im Bastelladen einen kleinen Netztrafo mit ein paar Volt Ausgangsspannung sekundärseitig und ca. 5 A Belastbarkeit, schalte den als Spartrafo (also die Sekundärseite in Reihe mit der Primärwicklung), die "kleinere" Spannung kommt als "Abnehmer" an den Nachstromausgang, und die etwas erhöhte Spannung ist dann die "Solarstromnetzeinspeisung"; in den Kreis kommt dann noch ein passender Einstellwiderstand, und das Spielzeug treibt mir einen hübschen Kreisstrom durch den Einspeise- und den Nachtstromzähler, und das bringt dann jeden Tag ein paar harte Euro ins Portemonnaie, so daß sich die Installation nach wenigen Tagen bezahlt gemacht hat.)

So etwas dürfte in den seltensten Fällen unsachgemäß gemacht werden - man baut natürlich schön ordentlich zwei Sicherungen (je 6 A, würde ich vorschlagen) vor und hinter den Trafo ein, irgendwo noch ein Selbsthalterelais, das das Ding bei Netzausfall bis zum händischen Wiedereinschalten abklemmt, und es passiert niemals etwas, und merken tut auch keiner was, aber die Ökostrombilanz der jeweiligen Regierung sieht bombig aus, und alle EVU können mit ihren Lastgangstatistiken nachweisen, daß die Solarstromeinspeisung keinerlei nachweisbaren Effekt auf die Stromnachfrage hat ...

Tja, wir werden bald eine Task-Force "Solardach" mit den entsprechenden gesetzlichen Kompetenzen (die gibt es bisher nämlich nicht) brauchen, die in breitem Umfang Stichproben durchführt und "Solareinspeiser" unangemeldet daraufhin überprüft, ob die Solarpanele auf dem Dach auch "echt" und in Funktion sind und die Einspeisungsvergütungsabrechnung auch mit deren spezifizierten Betriebsdaten und Installationsart kompatibel sind (sonst besorgen sich die Bauherren für'n Appel und 'n Ei defekte oder Attrappen-Panele, installieren die auf der von hohen Eichen beschatteten Nordseite des Hausdachs und gewinnen damit Vollmondscheinstrom, für den sie Einspeisungsvergütung kassieren).

Gruß aus Bremen Ralf

Von Fachkenntnissen bist du nicht besonders geplagt.

Deine Ausführungen erinnern mich fatal an das, was ich in der Wirtschafts- gruppe von den Volxwirtschaftlern zu Lesen krieg, die alles mit Durch- schnittlichkeit abfertigen, wirklich _alles_ .

Hinweis: In Österreich gibt es hohe Berge mit Seen drin. Diese Seen werden für Pumpspeicherkraftwerke verwendet. Das Hinaufpumpen geschieht mit billigem Strom, das Entleeren geschieht mit sauteurem Strom bei Spitzen- bedarf (in Bochum).

vergiß es!

Servas

Man Pumpspeicherkraftwerk. In Kleinmengen wird es auf legalem Wege nichts.

Siegfried Schmidt schrieb:

[Berechnung]

Und noch besser zusammengefasst: Bei vielen Anbietern werden nicht entsprechend der Kundenzahl die Generatorleistungen von Ökostrom erhöht, sondern der Ökostromanteil bei normalen Stromkunden reduziert, um diesen Ökostromkunden zu verkaufen. Dafür ist der Preisunterschied auch eher gering.

Das muß nicht Österreich sein, auch jede Stadtwerke, die ein paar Ökostromeinspeiser haben, können ohne Bedenken die so erzeugte Leistung an Ökostromkunden verkaufen, die übrigen Kunden haben dann keinen kleineren Anteil an Ökostrom.

Gibt es Firmen, die den Kundenbedarf *zusätzlich* an Ökostromkraftwerken installieren? Wo also ein Anbeiterwechsel wirklich was bewirkt? Bei den Angeboten von verschiedenen Stadtwerken bin ich skeptisch. Greenpeace-Energie scheint mir vertrauenerweckender (obwohl ich nichts handfestes darüber gelesen habe). Letztere sind bei unserem Verbrauch auch nur 4,- EUR pro Monat teurer (fast nur die Grundkosten), als unser aktueller Stadtwerke-Normaltarif.

Wenn es nicht wirklich den Anteil an der Stromerzeugung ändern, dann zeigt ein solcher Wechsel wenigstens, daß Bedarf in der Bevölkerung da ist und Strom nicht nur über den Preis verkauft wird (Stichwort: Laufzeitverlängerung von AKWs).

Ciao Dschen

Hallo Franz,

So kenne ich dich gar nicht, hat dich das so berührt, daß du einen Vollquote hinlegst?

Es tut mir ja leid, aber der Schnitt in der Strombilanz des Versorgers ist das einzige, was der Ökokunde nachprüfbar für sein Geld erhält. Eingefärbter Strom ist noch nicht üblich.

Umso schlimmer, du wirst gutgläubigen Kunden den per Wasser gespeicherten Atomstrom aus dem Osten doch wohl nicht ernsthaft als "umweltschonend aus Wasserkraft hergestellt" verkaufen wollen?

Denn wie der Zufall will, sind die großen Speicherkraftwerke wie Kaprun auch Pumpspeicher, was da vollökologisch im Moserboden plätschert hat zum Teil schon mal Strom verbraucht - und das sicher vom billigsten.

Bevor dein Nationalstolz durchgeht: at hat vollkommen Recht wie es seine Anlagen nutzt - es wäre bescheuert die aufwendigen Anlagen nicht bestmöglich zu versilbern.

Siegfried

vielleicht hab ich das Löschen vergessen :-)

Jo eh, aber die Zeitschiene machts. Das Tröpflein plätschert, wann es ihm gefällt, die Hausfrau aber schaltet den Touster zu einem andern Zeitpunkt ein und produziert Lastspitzen.

Ein jeder LKW-Verteilerfahrer kennt die Sorgenfalten des Disponierers in der Spedition. Es reicht nicht, wie ein Bankfuzzi die Päckchen zu saldieren, sie müssen im richtigen Moment vom einen Ort abgeholt, dann gelagert und im andern richtigen Moment abgeliefert sein. Leider kann die Spedition nicht dran verdienen, die Päckchen so lang wie möglich zu lagern, so wie das die Banken unverschämterweise tun.

Noch schlimmer ist das mit dem Strom, da geht fast gar nix mit Lagerung. Er muß erzeugt werden, wenn er gebraucht wird. Unglücklicherweise sind Bankfuzzies die wichtigsten Entscheidungsträger bei der Dimensionierung der elektrischen Anlagen geworden.

Wir reden aneinander vorbei. Es geht gar nicht um den Nationalstolz sondern um die Dispo. Deswegen mache ich mich auch über die Windmühlen lustig, die sollen den Wind mahlen und sonst a Ruh geben.

MfG

Banken verdienen nicht am Lagern, sondern am Ausreichen. Einlagen kosten die Bank.

Dschen Reinecke schrieb:

NaturEnergie Gold

Der Verein EnergieVision e. V. hat NaturEnergie Gold mit dem Gütesiegel "ok-Power" ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des Gütesiegels steht die Garantie, dass ein so ausgezeichnetes Stromprodukt auch zu einer Umweltentlastung führt. Hierzu muss jeder Anbieter (durch den Verkauf des Stromproduktes) den Neubau von Kraftwerken auf regenerativer Basis nach quantifizierten Mindestbedingungen fördern.

Aus:

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Gruß

Marc

Jupp. Nachts kreisen dann Hubschrauber mit starken Scheinfwerfern über den Solardächern, während Bodentrupps minimste Spannungs- schwankungen in den Netzen detektieren ;-))

BTW, Mondschein eignet sich gut, um Konzentratoranlagen zu justieren...

Klasse, eine neue Marktlücke. Die Kondensator-Atrappen hatten wir ja hier schon neulich, die sahen gut aus ;-].

Rolf_Bombach schrieb:

Dann könnte man auch noch Wechselrichteratrappen brauchen, fürs Einspeisen reicht ja ein simpler Drehstromtrafo, da kann man sich den WR sparen.:-)

Gruß Dieter

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