X-No-Archive: Yes
begin quoting, Joerg Bradel schrieb:
Langsam. Es sollte im System einen unabhängigen Leitungsschutz geben, der in der Lage ist, einen amoklaufenden Konverter aus dem System rauszuwerfen.
Einen fließenden HGÜ-Strom zu unterbrechen, mag schwierig sein - erden geht immer ;-)
Der kaputte Konverter kriegt vom Schutz seinen "Halt's-Maul"-Befehl, und dann geht der Erdtrenner zu und die Leitung ist spannungsfrei (aber ggf. nicht stromlos, ja... Die Erdschlußleitung kriegt man aber mit der passenden Sprengpatrone immer unterbrochen, nur muß man die hinterher auswechseln, wenn das Betriebsmittel danach wieder zur Verfügungs stehen soll. Wobei das so teuer auch nicht ist: Ich habe mich schon manchmal gefragt, ob eine kleine Batterie solcher "Einmal-Unterbrecher" nicht billiger als diese teuren Leistungsschalter sind, so selten, wie die schalten) - anschließend wird der Leitungstrenner geöffnet, und das System steht wieder zur Verfügung.
Wenn man das fix genug macht, brauchen die Einspeiser an den fernen Enden nicht einmal ihre Konverter herunterzusteuern, denn die "sehen" den Kurzschluß schließlich erst, wenn die Leitungswelle bei ihnen eingetroffen ist.
Im übrigen muß man auch solche Systeme natürlich nach irgendwelchen n+irgendwas-Grundsätzen auslegen oder eben in Kauf nehmen, daß es es Restrisiko für Blackouts gibt. Je dicker die Leitung, umso mehr Leistung bricht im Fehlerfall weg, klar. (Entweder hat es bemerkenswert wenig Terroranschläge auf die Energieversorgungssyteme gegeben, oder die wurden sehr effektiv vertuscht.) 3 GW reicht ggf. eben nicht.
(Außerdem sollten "spinnende" Konverter eben nicht vorkommen, sondern sich selbst hinreichend gut überwachen.)
Dann seh'n mer schon... ;-)
Gruß aus Bremen Ralf