X-No-Archive: Yes
begin quoting, Klaus Butzmann schrieb:
Der Vermieter ist ein gewerblicher solcher und kennt die Rechtslage wohl durchaus. Der Hausmeister hatte ausdrücklich (vorher) gesagt, daß ein Elektriker beuaftragt würde, einen "E-Check" durchzuführen, und wenn der ordentlich arbeitet, dann sollten dem die zugeschmierten Schutzkontakte von alleine auffallen. (Gehässigerweise hatte ich darüber nachgedacht, vor der Prüfung an einer abgelegenen Steckdose den PE abzuklemmen, dann weiß ich, ob er ordentlich arbeitet.)
Nun muß ich meiner Bekannten noch verklickern, daß das E-Check-Protokoll *nicht* dazu dient, es ihr so schön zu machen, sondern im Gegenteil dazu, den Vermieter aus der Haftung zu nehmen, wenn sie sich trotzdem elektrisch brät, und sie also trotzdem die Augen aufhalten muß. Die ist da (wie viele andere auch) etwas weltfremd.
Die Farbe war übrigens "uralt" und haftete gut (sie hatte die Hütte unrenoviert übernommen), und inzwischen hat sie die Bude selbst angestrichen und würde garantiert die zugeschmierten Schutzkontakte selbst aufgebrummt kriegen (zugegeben: sie hat keine Ahnung - in der "alten" Wohnung hatte sie auch selbst gemalert und prompt alle Dosen zugepinselt und dann auf meine Anweisung die Schutzleiter alle wieder freigekratzt, was der Hausmeister bei der Wohnungsabnahme aber gar nicht zur Kenntnis genommen hatte), wenn ich das nicht vorher angemosert hätte.
Übrigens wäre für "Profis" ein "Steckdosenreiniger" gar keine blöde Idee - so eine Art Steckerdummy mit ein paar Messern und Schleifkörpern, den man ein paar mal in die Dose reinsteckt, und der dabei dann die Kontakte reinigt. Gibt's wohl noch nicht? Könnte man eigentlich gleich mit einem Kontaktfederklemmkraftprüfer und Übergangswiderstandsmesser kombinieren. (Letztere Funktion wäre eigentlich relativ leicht mit längsgeteilten Kontaktstiften zu realisieren: Die Kontaktfedern müssen die beiden Stifthälften beim Einstecken kurzschließen. Stromimpuls von ca. 100 A draufgeben und dabei (automatisch) die resultierenden Flußspannung messen sollte eigentlich einen ganz guten Eindruck vom Zustand der Federn vermitteln.) Braucht man nicht? Sorry: Dafür habe ich schon zu viele angekokelte Steckdosen gesehen.Mehr als tausend Euro kostet sowas wohl nicht, aber dazu müßte man erst einmal die Vorschriften dahingehend ändern, daß solche Prüfungen auch vorgeschrieben werden. Sobald die Innung kapiert hat, daß das etwas einbringt, wird sie aber sicher auf die entsprechenden Änderungen dringen.
Gruß aus Bremen Ralf