Who killed the electric car?

Am 17.01.2012 01:22, schrieb Karl-Ludwig Diehl:


Den Begriff wirds so wahrscheinlich nicht geben, aber eigentlich dachte ich, daß sich der jedem, der schonmal mit einem moderneren Sessellift gefahren ist, selber erklärt.
Ein einfacher Sessellift besteht im Wesentlichen aus einem umlaufenden Seil, an dem Sessel aufgehängt sind. Diese simple Konstruktion hat den Nachteil, daß der Sessel sich beim Ein- und Aussteigen in der Station genauso schnell bewegen muß wie auf der Strecke, denn das Seil kann nur mit einer Geschwindigkeit laufen. Dies führt dazu, daß solche Lifte nur relativ langsam laufen können, weil sonst das Ein- und Aussteigen zu gefährlich wird.
Will man nun eine längere Strecke schnell zurücklegen, aber trotzdem die Unfallgefahr beim Ein- und Ausstieg gering halten, so braucht man unterschiedliche Sesselgeschwindigkeiten in den Stationen und auf der Strecke. Das wird erreicht, indem man in jeder Station die Sessel vom Hauptseil auf einen kleinen langsamer laufenden Kreis umhängt - soweit ich bisher gesehen habe sind dies dann oft nichtmal Seile, sondern Ketten oder große Räder. Damit kann man die Sessel für den Ein- und Ausstieg langsam, auf der eigentlichen Transportstrecke aber schnell fahren lassen. Als Benutzer merkt man das am Beschleunigungs- und Bremsvorgang beim Verlassen bzw. Erreichen einer der Endstationen.
Was dort gemacht wird ist im Grunde nichts anderes als das, was man auch an einer Weiche machen müßte - nur daß man dort eben nicht jeden Sessel umsetzen muß. Solche Elemente gibts bei den Liften ebenfalls, z.B. um Reservesessel ein- und auszuhängen.

Man kann so ne Schiene ähnlich konstruieren wie das Schwert einer Kettensäge und durch einfaches Absenken oder Anheben des Schienenendes die Weiche "umhängen". Alles, was man braucht, ist ein zweiter Aufhängehaken für die Gondel und genug Ausfädelstrecke, wobei man natürlich auch mehrstufig ausfädeln könnte.
--
Erhard Schwenk

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Kein Problem. Ich wollte es mir nur rasch anschaulich machen. Im Prinzip kenne ich die Technik. Wir sind als Bergsteiger nicht Sessellift gefahren, sondern mit Fellen unter den Skiern in extremere Gletscherland- schaften und zu hohen Berhuetten gewandert, wenn es bergauf ging. Aber ich sah natuerlich solche Lifte. Al- lerdings studierte ich nicht so genau die Details.

Ja. Bei solchen Liften (Kabine/Sessel) bewegt sich entweder das Seil oder es wird die auf den Stand- seilen fahrende Kabine gezogen. Im Stadtverkehr stelle ich mir aber vor, dass das Fahrzeug einen Motor hat und entweder an einem Seil oder einer Schiene haengt. Mir kommt die Laufschiene sinn- voller vor.

Nur duerfen sich die Kabinen oder Sessel nicht allzusehr anhaeufen.

Ja. Man muesste die unterschiedlichen Bautypen heraussuchen und solche, die sich fuer den Gross- stadtverkehr eignen heraussuchen.

Ist Dir eine Realisierung bei einem Verkehrssystem begegnet?

Ich vermute eine komplexere Bautechnik, wenn es um Fahrzeuge geht, die relativ schnell fahren sollen, und von denen sich einzelne auf den Haltestellen- bereich ausklinken sollen.
Man muss das anschaulicher machen.
K.L.
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Am 16.01.2012 20:08, schrieb Erhard Schwenk:

Das größere Problem scheint mir die Beschleunigungsumkehr an den Masten zu sein. Erst geht's rauf bis zur Mastmitte - dann geht's wieder runter. Fährt man schnell genug drüber, darf man an die Fahrgäste gleich noch ein paar Tüten ausgeben, in dem sie dann ihre letzte Mahlzeit deponieren können.
Seilbahnen für Wasserski gibt's bis über 60 km/h.

Richtig.
Dann ist aber nichts mehr mit "Arsch-an-Nase". Dann hat man seine durchaus größere Lücke. Um sie zu schließen, müsste die Gondel auf dem Seil mit Eigenantrieb fahren können.

Wäre mal durchzurechnen. Der mechanische Aufwand wäre jedenfalls ziemlich groß. Eigenantrieb der Gondel könnte so Manches erheblich vereinfachen. Damit könnte jeder Mast zum Ein/Ausstieg werden. Bis zur Mastmitte wird auf dem Seil gegenüber dem Mast auf 0 km/h herunter gebremst. Dann klemmt man sich an die Mastschiene und fährt runter (bzw. rauf).
Seilwechsel in eine andere Richtung könnte ähnlich funktionieren.

Die braucht aber viel Platz und mechanischen Aufwand.
--
Servus
Christoph Müller
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