Who killed the electric car?



Fussgaenger und Radfahrer sind sicherlich diejenigen, die auf Strassen Prioritaet bekommen werden. Das fuehrt dazu, dass andere Verkehrsmittel auf Sonder- wege verbannt werden oder garnicht mehr fahren duer- fen.
Wenn man sich die Strassen freigeraeumt von Kfz vor- stellt, sieht die Welt ganz anders aus. Wohin sind dann all die Verkehrsmittel wie Busse, etc. verschwun- den? In der Regel wird kanalisiert, sind eben Sonder- trassen zum Einsatz gekommen. Statt Pferdeomni- bus fuhr dann die Hochbahn, statt zu viel motorisier- tem Verkehr gab es dann die Subway/U-Bahn, usw., die zugleich das Fahren demokratisierte (also jedem preiswert zugaenglich machte).

Am besten stellt man sich Strassen vor, die vom all- gemeinen Kfz-Verkehr freigeraeumt sind, ohne das so gemacht zu haben, dass es ihn nicht mehr gibt. Er fliesst dann anderswo.
K.L.
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Am 19.01.2012 18:48, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Die Trennung von Fußgängerweg und Fahrbahn ist ja schon so eine Trennung.

Und die Rettungsdienste wie auch Gehbehinderte kriegen dann schnell ein Problem. Da spreche ich durchaus aus Erfahrung. Am Schlimmsten ist es dort, wo die Wohndichte am höchsten ist. Also dort, wo der Laie meint, dass die Wege am Kürzesten sein müssten.
--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller wrote:

Ich verlange (ungefähr auf Grünenart:-), daß ALLE Durchzugsstraßen mit Gehsteigen ausgestattet werden.
Oder noch besser mit Parallelstraßen für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Fußgänger.
gl
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Ja, die Zerschneidung durch die Fahrbahn faellt sehr ins Gewicht, deswegen lohnt es, sie zu verbannen. Auf den Autobahnen sieht man in der Regel auch keine Fussgaenger.

In NYC haben die Rettungsdienste im ueblichen KFZ- Verkehrsgewuehle grosse Probleme. Wo sich Menschen- mengen im umgewidmeten Strassenraum frei bewegen koennen, raeumt man fuer den Rettungsdienst eine Durchfahrtsgasse frei.

Als Stadtplaner sage ich hier, die Wohndichte muss groesser werden, und zwar so gross, dass ueberall hin (zur Arbeit, zur Schule, zur Universitaet, usw.) zu Fuss gegangen werden kann. Barrierefreier Strassen- raum ohne Kfz-Verkehr schafft viel Lebensgenuss in grossen Staedten.
Als Ersatz zum Auto braucht es halt gute I.-AGV- Systeme.
K.L.
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Am Thu, 19 Jan 2012 18:21:51 -0800 (PST) schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Grosse Planungen gingen auch schon oft gegen den Baum, leider müssen das dann selten die Genies ausbaden die das verzapften
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-funktionale-stadt-hier-sollte-einmal-das-glueck-fluegel-bekommen-11605019.html
Lutz
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Ja, gut dass Du den Beitrag eingestellt hast. Die soge- nannte funktionelle Stadt als Ziel einer bestimmten ar- chitekturtheoretischen Vorarbeit ist durch das aufge- kommene Auto bestimmt. Man hat, weil es das Auto gab, die Funktionsbereiche der Staedte getrennt. Da- durch entstand nicht nur ein erheblicher Quellverkehr und das Pendeln zur Arbeit, sondern gleich ein riesiger Autowurm durch die Landschaften, die zersiedelt wurden, weil man durch das Auto auch in weiter entfernten vor- staedtischen Gebieten wohnen konnte.
In Massen produzierte Autos erzwingen einen anderen Staedtebau, der wiederum ist autogerecht und wird zunehmend unmenschlicher. Als das nachvollzieh- barer wurde, worauf der funktionale Staedtebau beruht, hat man angefangen, Staedte umzubauen und stellt den Menschen, der zu Fuss geht, in den Mittelpunkt der Planung.
K.L.
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Karl-Ludwig Diehl wrote:

Und niemand bei den Planern denkt an die Menschen vom Land, die die Dienstleistungen der Stadtprivilegierten beanspruchen. Die Planer denken bestenfalls noch an die Horden von Beamten und Verkäuferinnen, die morgens rein und abends rausfahren. Guck mal bei Spitälern: für Ärzte und Schwestern sind Parkplätze da, für Besucher nicht mehr, die dürfen sich mit den Anwohnern raufen.
gl
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Am Fri, 20 Jan 2012 16:29:32 +0100 schrieb Franz Glaser:

In unserer Kreisstadt kam man vor Jahren mal auf den Gedanken dass die Arbeitsplätze für alle reichen würden wenn niemand mehr von aussen zur Arbeit in die Stadt pendelt. Peinlich das dann auch noch in der Zeitung verbreiten zu lassen.
Dass es sich wegen wenig Industrie oft um Arbeitsplätze in der Verwaltung usw. handelt und natürlich auch das Umfeld mit verwaltet wird störte diese Nabelschau nicht.
Lutz
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Lutz Schulze wrote:

Und der Verkehr am Wochenende raus zur Oma.
Und der Y - Verkehr wegen der Sternverstraßung: Nicht nur, daß ein Brief von mir zu meinem Bruder im Nachbarort zuerst sternförmig ins Zentrum und von dort wieder raus auf einer anderen PLZ zu ihm gebracht wird, 80km - nein, die Straßenverbindung wäre 9km, ein öffentliches Verkehrsmittel verkehrt auch nicht quer.
Aber sie beschweren sich, daß wir vom Land die Stadt vollstopfen mit dem Durchzugsverkehr. Bleder wie die Nacht finster, diese Planer.
gl
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Am 20.01.2012 17:50, schrieb Franz Glaser:

Ins Briefzentrum müssen die trotzdem fahren, weil es immer irgend einen Idioten gibt der einen Brief nach auswärts geschrieben hat. Deine 9km würden also zusätzlich anfallen.

Es war schon immer so daß es günstigere und weniger günstige Wohnorte gibt... Taxi fahren ist günstiger als deswegen ein Auto zu kaufen.
CYA! Matthias, F'up
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Matthias Kohrs wrote:

Ich habe das PLZ erwähnt wegen des Y Sternpunkts zur Erläuterung.
Die Ersparnis der übergeordneten Organisation ist ist es, die mir Bürger den STERN aufzwingt, gegen den ich hier protestiere. Diese Organisation nimmt meine höheren Kosten gern in Kauf UND VERSTÄDTERT DAS LAND.
gl
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Am 21.01.2012 23:06, schrieb Franz Glaser:

Und, was möchtest du stattdessen?
CYA! Matthias
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Lutz Schulze wrote:

Sobald Straßen und Eisenbahnlinien auf der Landkarte sternförmig erscheinen, handelt es sich um ein "geplantes", unsoziales Schmarotzer-Ungetüm.
gl
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Franz Glaser wrote:

Schachbrett-Bauweise dagegen ist evolutionär gewachsen. Schon klar :)
Die meisten Städte waren einmal größere Dörfer, zu denen die Straßen aus dem Umlang möglichst direkt hinführten. Diese naturgemäß sternförmig verlaufenden Straßen sind heute halt innerhalb der Ortschaft. Hat nichts mit Planung zu tun.
vG
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Dem widerspricht der Fritz Schumacher-Plan von Hamburg, bei dem gezielt Ausfallstrassen in die Landschaft gelegt wurden, um die Stadtentwicklung von Hamburg zu steuern. Natuerlich bediente er sich zum guten Teil vorhandener Landstrassen, die durch kleine Ortschaften fuehren, als Entwicklungs- trassen. Falls die erweiterte Strasse als Ausfallweg durch einen Ortskern gefuehrt wurde, ist davon heute so gut wie nichts uebrig. Hamburg ist kein Einzelfall.
K.L.
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Am 20.01.2012 19:37, schrieb Volker Gringmuth:

Das ist zwar eine weit verbreitete Annahme, stimmt so aber tatsächlich in den wenigsten Fällen mit den historischen Tatsachen überein. Sieht man schon daran, daß es kaum größere Städte mit wirklich dörflicher Altstadt gibt. Dort, wo es in größeren Städten noch eine historische Altstadt gibt, spiegelt diese zuallermeist alles andere als dörfliche Strukturen wieder. Eher schon die Strukturen ausufernder Handwerks-Produktionsstätten oder eben politischer Verwaltungen.
Spätestens seit dem Mittelalter, eigentlich aber schon seit der Zeit der Römer, sind Städte AFAIK in aller Regel durchaus als "Stadt" geplant und angelegt worden - im Mittelalter z.B. mit entsprechenden wehrtechnischen Anlagen (Stadtmauer, Graben - sowas gabs in keinem Dorf!).
Das sternförmige Straßenbild vieler historischer Altstädte heute ist denn auch keineswegs ein Abbild dörflicher Strukturen, sondern geht im Wesentlichen auf den Absolutismus französischer Prägung zurück - entsprechende Stadtkerne wie z.B. die Fächerstadt in Karlsruhe wurden meist in entsprechender Zeit so angelegt.
"Schachbrettartige" Anordnungen wie z.B. die Göppinger Innenstadt (die nach dem Stadtbrand von 1782 von Karl-Theodor zu Württemberg nach diesem Muster aufgebaut wurde und damals als höchst modern galt) gehen hingegen oft auf die Epoche des Klassizismus zurück.
> zu denen die Straßen aus

Kann man so nicht sagen. Tatsächlich tendieren rein dörfliche Strukturen eher zu einer Vermaschung als zu sternförmigen "Haupttrassen". Und auch sehr neuzeitliche Verkehrswege wie z.B. die Autobahnen oder das Bahnnetz tendieren eher zu Gitter- als zu Sternstrukturen - mit Ausnahme des Luftverkehrs, der aber natürlich ganz eigene Voraussetzungen hat.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de /
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Erhard Schwenk wrote:

Nicht quadratisch sondern dreieckig vermascht, lauter verzerrte ~60° Dreiecke zwischen allen Orten.
gl
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Als Amerika entdeckt war, kam auch die Kunde von der antiken Stadt Mexiko nach Europa. Das fuehrte dazu, dass man z.B. Freudenstadt im Schwarzwald als einen quadratischen Stadt- grundriss ausbreitete. Es heisst zum Stadtplaner:
"Schickhardts quadratischer Grundriss fr Freu- denstadt geht wahrscheinlich auf Zeichnungen Albrecht Drers in seiner Festungslehre zurck." aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Freudenstadt
Duerer war von der Stadt Mexiko sehr beeindruckt gewesen, und es sollen sich ganz direkte Anklaen- ge an Mexiko in seiner Zeichnung auffinden lassen.
(Siehe die Grundrisse der Stadt im Wikipedia- Beitrag)
Gruesse K.L.
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Volker Gringmuth wrote:

Nichts ist klar.

was interessiert mich denn die Stadt selber
ich habe von der Geographie auf dem umLAND geschrieben.
Und da wäre gleichmäßige MASCHENVERNETZUNG statt der STERNE die richtige Straßenführung.

jaja
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Komische Aussage. Stadt und Umland sind Region. Warum sollte Dich Stadt nicht interessieren wollen? Sie nimmt doch Einfluss auf das Umland.

Das kann sich in der Regel niemad aussuchen, da Entwicklung auf vorhandenen Grundstuecken und besiedelten Flaechen stattfindet und von der Ge- stalt der Landschaftsformationen (Tal, Ebene, usw.) abhaengt.
Natuerlich kann durch uebergreifende Planung alles Bestehende ueber den Haufengeworfen werden. Andererseits kann durch unkontrolliertes Wachstum Umland ans Stadtgebiet angegliedert werden und der Sprawl greift darueber hinaus aus in die weitere Landschaft. Die Infrastruktur waechst dann absurd mit (Stadtautobahnen, Shopping Malls, usw.).
K.L.
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