Abschaltbedingung

Werner Holtfreter [ snipped-for-privacy@gmx.de] schrub...


Ich glaube Du vermengst da Fehlerstromschutz und Überlastschutz.

DIN VDE 0100 Teil 430 (1991-11) "Schutz von Kabeln bei Überstrom" ist außer Kraft? Mensch - Wieso sagt mir das jetzt keiner? Kerl; und ich lerne die ganzen Formeln auswendig. Sowas aber auch.
Im Ernst und nochmal für kleine Vermieterfreunde zum mit-Hohlkehl-meisseln: Am entferntesten Punkt muss der Auslösestrom erreicht werden können und dazu muss die Schleifenimpedanz für übliche LS-Schalter besagte 3,9 Ohm unterschreiten. Das ist bei Errichtung oder großen Änderungen im Anschluss durch Messung nachzuweisen.
Ein RCD ändert nichts daran, denn eine in die Wand gehauene Krampe kann L und N verbinden und der RCD wird vor seiner thermischen Vernichtung durch den entstandenen Wohnungsbrand seinen Schaltzustand nicht ändern.
Wobei es im konkreten Fall eh wumpe ist: für Wohnungen über 75m² gelten laut BGH-Tabelle nachzulesen bei Haus&Grund oder im düwi-Ratgeber 4 Stromkreise (à 16A min!) als Mindestausstattung und ein Unterschreiten ist ein Mangel.
Falk D.
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Falk Duebbert wrote:

Wärst du so nett, die Passage zu zitieren, nach der zum Kabelschutz mehr verlangt ist, als eine auf die Leitungsbelastbarkeit abgestimmte Sicherung?

Wodurch sollte der Wohnungsbrand entstehen? Durch die heiße Krampe oder das heiße Kabel?
--
Gruß Werner
Bedingungsloses Grundeinkommen:
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"Falk Duebbert" schrieb

Tja, Du hast wohl falsch gelernt.

Interessante Werte höre ich hier. Wie kommst Du auf 3,9 Ohm??? Ohne Angabe des Leitungsschutzorgans (Nennstrom, Auslösecharakteristik) kann das stimmen - oder auch nicht.

Der Leitungsschutz bildet die Erwärmung der Leitung nach und löst aus, wenn Überhitzungsgefahr besteht.
Beispiel: Ich nehme eine 1000m lange NYM 3x1,5mm². Diese Strecke hat einen Rschleife von über 23 Ohm. Im Fehlerfall am entfernten Ende fließen maximal 10A. Der 16A LSS löst nicht aus (wieso auch, die Leitung ist ja nicht in Gefahr). Ein RCD hingegen sofort. Nun betrachte ich eine 500m lange Leitung. Hier werden unter gleichen Bedingungen ca. 11,5 Ohm Rschleife sein, mit dann etwa 20A Fehlerstrom. Ein 16A LSS "B" hat dann den 1,25fachen Nennstrom zu tragen und wird irgendwann zwischen zwei und vierzig Minuten auslösen (die mir vorliegende Kennlinie ist da schwer abzulesen). Dann ist die Leitung auch heiß, und wenn Strombelastbarkeit und LSS zusammen passen geschieht das auch ohne Gefahr für die Leitung.
Wo ein RCD ist, ist die Abschaltbedingung über Rschleife nicht anwendbar. Hier wird mit 50V maximaler Berührungsspannung und Re gerechnet, mit der Bedingung Ra < 50V / Idn (Idn Bemessungsdifferenzstrom).

Das ist jetzt was für Juristen. Offenbar gilt da "gemietet wie gesehen". Nur eine Verschlechterung des Zustands ist da wohl ein Mangel.
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Carsten Kreft [ snipped-for-privacy@bugmenot.com] schrub...

230V/16A * 1/1,3 (<- Messfehler) / 3 (<- Toleranzband von B) ~ 3,...
Falk D.
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Falk Duebbert schrieb:

Und wo lernt man das so?
Gruß Dieter
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"Falk Duebbert" schrieb:

IMHO ist da worst-case bei B-Charakteristik mit dem 5fachen Nennstrom zu rechnen.
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Carsten Kreft schrieb:

So ist es, und dann ergibt sich als maximale Gesamtimpedanz für B16A 2,88 Ohm, wie es auch in den einschlägigen Tabellenwerken steht.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann [ snipped-for-privacy@t-online.de] schrub...

Danke. Ich werd's Piepdingen gleich mal umstellen.
Falk D.
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Falk Duebbert schrieb:

Piepwas?
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann [ snipped-for-privacy@t-online.de] schrub...

Installationstester, wegen der schönen Piepstöne wenn nichtOK
Falk
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Falk Duebbert schrieb:

Testofon, Rosetester.
Pipmats, Piepdingens gehren wg. eigener Sicherheit hinter Gitter. Siehe Mickymaus... -- mfg hdw
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wrote:

mit in die Betrachtung gehört eigentlich nur der Überlastschutz, der durch den Netzinnenwiderstand und das vorgeschaltete Überstromschutzorgan bestimmt wird. Der Fehlerschutz wird nur durch die Schleifenimpedanz und entweder das Überstromschutzorgan (Sicherung, LSS) oder aber über einen Fehlerstromschutz (RCD/FI) bestimmt. Was dann entscheiden ist, ist die Abschaltzeit! Beim Überlastschutz ist das nicht so die Frage, beim Fehler ergo Personenschutz müssen die 0,4 Sekunden eingehalten werden, egal wie!

Kommt auf die Netzform und den LSS an, was du für eine maximale Schleifenimpedanz haben darfst. Bei einer B16 in 1,5er Leitungsanlage sind es nur 2,8 Ohm um die ta von 0,4s einzuhalten. Wie gesagt Gesamtimpedanz, also speisendes Netz+Leitungsanlage zur Fehlerstelle!

rechnerisch (Planung) und per Messung (Inbetriebnahme)

Richtig, deshalb sollte ja auch der Leitungsschutz beachtet werden und hier spielen wieder andere Faktoren eine Rolle (Strombelastbarkeit, Verlegeart etc.)
Gruss Ralle
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