Eure Einschätzung zum Thema Solarspeicher

Dec 05, 2025 Last reply: vor 6 Monaten 68 Replies

Natürlich hängt das alles am Akkupreis und dieser ist IMO immer noch auf einem viel zu hohen Niveau. Wo bleiben dir angeblich preiswerteren Natriumionenakkus, deren Masse und Energiedichte bei stationären Akkus eine untergeordnete Rolle gegenüber Fahrakkus spielt?

Eine aus meinem LiFePO4 Hausakku entladene kWh kostet mich (8 Cent

+Ladeverluste) 9...10 Cent, für die ich keine Einspeisevergütung erhalte. Eine kWh im Bezug kostet mich 28 Cent: jede kWh aus dem Akku trägt 18...19 Cent von meinen Akkuanschaffungskosten ab.

Alles nur eine große Statistik-Rechenaufgabe. Ich arbeite noch an einer optimalen Soll-Vorgabe für uns.

Mein Akku muss kein Geld verdienen, es reicht mir, wenn irgendeine schwarze Zahl unter dem Strich steht - und das darf auch wenige Jahre länger als 10 Jahre dauern. Mein Akku hat neben seiner Energiekosteneinsparungsfunktion noch einer weiter, mir sehr wichtige Funktion: er ist der Energiespeicher meiner (Teil-)Netzersatzanlage.

Ist der Akku jedoch so groß, dass seine Anschaffungskosten nie abgetragen werden, hat man es tatsächlich übertrieben. Eventuell könnte man mittlerweile durchrechnen, ob es sich lohnt dem Netzbetreiber Akkukapazität netzdienlich anzubieten. >> Praktische Werte, die Diagramme z.B. vom letzten Monat kann ich dir

Zum damaligen Zeitpunkt ("mein Akku könnte größer sein") im Jahresmittel

13kWh am Tag. Spitzenwerte bis ca. 18kWh am Tag gab es öfter. Das hatte dann den Effekt das der Akku früh leer war, Energie bezogen werden musste und am Nachmittag der kleiner Akku schnell voll war und dann eingespeist wurde. Das 18...19 Cent/kWh mehr Problem.

Vorher (vor neuen Pumpen, LED Leuchtmitteln, neuen Kühlschränken und vor der PV) etwas über 16kWh (im Mittel) am Tag (damals 6 Personen in 3 Generationen).

Mittlerweile (2025) bin ich bei ca. 12kWh (im Mittel) "Verbrauch" am Tag (3 Personen und ein Elektroauto). Das Auto wird natürlich nicht über den Akku geladen, dazu ist der Fahrakku im Vergleich viel zu groß und die doppelten Ladeverluste wären absurd hoch, aber im Sonne-Wolken-Wind Spiel am Himmel nutzt die Solarüberschußladung (evcc) den Akku als Umschaltpuffer vor allem bei

3p-1p Umschaltungen und zurück, da geht es nur um 0,x bis 1,x kWh je Umschaltvorgang

Ralph Aichinger schrieb:

Wenn man in einschlägigem Foren liest, bzw. sich den Service-Techniker des WP-Herstellers anhört, dann ist sowas nicht erwünscht. Die Lebens-Dauer einer WP wird durch Kompressor-Starts beeinflusst, nicht durch Laufzeit. Man hört überall, dass eine WP besser auf niedriger Leistung durchläuft, als ständig neu zu starten um kurz auf hoher Leistung zu laufen.

Wenn man allerdings eine PV mit Batteriespeicher hat, wäre genau das auch ein Argument für einen größeren Speicher in Verbindung mit einem dynamischen Tarif. In Hochtarif-Zeiten kommt der Strom für die WP aus der Batterie. Und wenn die Sonne längere Zeit nicht scheint, kann man die Batterie zu Niedrig-Tarif-Zeiten laden.

Natürlich Trägheit ist bei Fußboden-Heizung viel höher, als bei Heizkörpern. Sollte man beim Planen einer WP berücksichtigen.

CU, Christian

Wenn sie das kann. Unsere beiden Blöcke hier im Haus modulieren nicht, sie können nur an und aus.

OK, da war ich zu stark von mir ausgegangen. Dann paßt der Akku.

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Marte Schwarz schrieb:

Wieso hochgerechnet? Ich habe auch eine so alte PV-Anlage und inzwischen an die 19 Jahres-Abrechnungen von meinem Energie-Versorger über die eingespeiste Menge angesammelt. Da muss man doch nur den Aktenordner rausholen und nachsehen? Da sieht man auch schön die Schwankungen zwischen guten und schlechten Jahren.

Bei mit 6,8kWp, Zählerstand nach 19 Jahren knapp über 121000 kWh. Wie andere schon schrieben, da muss mal ein Zählerwechsel stattgefunden haben.

Bei einer Jahres-Arbeitszahl von 4 komme ich hier auf einen zusätzlichen Stromverbrauch von 2175 kWh. Davon sollte man aber nur bei Fußboden-Heizung und niedrigen Vorlauf-Temperaturen ausgehen. Heizkörper in einem evtl. nicht so gut gedämmten Haus brauchen eine höhere Vorlauf-Temperatur und das senkt die Jahres-Arbeitszahl. Bei einer Jahres-Arbeitszahl von 3 wäre der Stromverbrauch 2900 kWh. Das konzentriert sich eher auf die Winterzeit, sagen wir mal 4 Monate: ca.

24kWh am Tag. Ich habe eine schlechtere Jahres-Arbeitszahl und unsere WP hat die letzten Tage immer etwas mehr als 30kWh verbraucht. Wir haben aber offensichtlich einen viel größeren Heizbedarf als Deine Bekannte.

Meine 6,8kWp-PV-Anlage schafft an guten Sommer-Tagen etwas über 35kWh am Tag. Ich habe im Winter nie wirklich kontrolliert, kann also nicht sagen, wieviel da erzeugt wird. Aber es wird weniger sein. Kommt dazu, dass eine WP eigentlich eher auf niedriger Leistung durchlaufen soll, als immer nur kurz auf hoher Leistung. Entsprechend muss man nicht viel puffern. Bei diesen Zahlen erscheinen mir 10 kWh Speicher übertrieben, wenn es nur darum geht, die WP mit PV zu versorgen. Wenn die PV Strom liefert, geht das primär erst mal in die WP. Wenn man dynamische Strom-Tarife hat und in Niedrig-Preis-Phasen die Batterie lädt, sieht das evtl. anders aus.

Stimme zu.

CU, Christian

Hi Gerd,

Nur, wer braucht in der hellen Jahreszeit viel Wärmepumpenstrom aus dem Speicher? Ich wage einfach zu bestreiten, dass der größere Speicher tatsächlich so viel mehr Nutzen bringen wird, wenn in der dunklen Jahreszeit die WP ohnehin schon mit einigen kW den trüben Sonnenstrom abzieht. Meine Balkonsolaranlage kam gestern nur sehr selten über die

10% der Peakleistung hinaus. Wenn dann von 8,4 kWP über wenige Stunden tatsächlich mehr als 1,5 kW für die WP kommt, was soll denn da noch in den Speicher geladen werden?
9065,82 € statt 4246,32 € dazu kommt wohl noch ein bisschen Mehrbedarf für die Installation dickerer Kabel.

Marte

Am 06.12.2025 um 13:01 schrieb Marte Schwarz:

...

Für 10kWh statt 5,5kWh (falls ich das im OP korrekt verstanden habe) ist das das recht üppig. Den 2,13 fachen Preis für die 1,81fache Kapazität? Bei modularen System ("Türmen") ohne mehrere, parallel geschaltete Türme brauch man nur eine BMU, vielleicht hat es der Elektriker auch nur ungünstig geplant, wie 2 kleine Türme plus Kombiner. Ich würde ihn fragen und vermutlich Vergleichsangebote suchen.

Wenn unentschlossen: modularer Speicher mit Anschlüssen, Leitungen und Platz so wählen, dass er ohne Rückbauten auf die größere Kapazität erweitert werden kann.

Hallo Ralph,

Es geht zum einen um den Austausch einer funktionierenden Gastherme, nicht um Ersatzbeschaffung wegen Defekt oder Alterserscheinungen. Sie Therme ist eine recht moderne Gasbrennwerttherme mit gutem Wirkungsgrad.

Zum anderen werden in D gerade astronomisch hohe Preise aufgerufen. Letzt hat auf YT einer behauptet, dass man in D mit Förderung mehr für WP bezahle, als in GB ohne die Zuschüsse. Das ist wie bei den E-Autos. Kaum gibts Förderung, dann ziehen die Preise genau um den Betrag an. Wird die Förderung abgeschafft, sinken die Preise bzw bei Hoffnung auf Wiedereinsetzung der Förderung durch lautes Jammern, steigen die Rabatte.

Das würde ich mir wahrscheinlich auch gut überlegen.

Gutes Stichwort.

Die Leute sind sehr oft hochzufrieden mit Dingen, die sehr suboptimal für sie sind: Renten- und Lebensversicherungen, Bausparverträge ... Die LEute schwärmen von der "guten Beratung" der Verkäufer und rechnen selbst nicht nach. Unvergessen zwei Physiker in meinem Bekanntenkreis, die sich E-Autos in Kombination mit Solaranlage auf dem Dach andrehen ließen, mit dem Versprechen, dass sie nun mit ihrem selbst produzierten Sonnenstrom fahren würden. Natürlich hat man in der Garage die subventionierte 11 kW Wallbox installieren lassen, passend zur 8 kWp Solaranlage auf dem Dach. Mit Blick auf den Feierabendhimmel und das angesteckte Fahrzeug habe ich dann mal sachte gefragt, wieviel Sonnenstrom wohl gerade beim Tanken in den Tank gehe... Seither hat er deutlich weniger Euphorie für sein E-Fahrzeug, das in der Mittagsonne an

5 von 7 Tagen auf dem Firmenparkplatz steht. Richtig: Man müsste jetzt nur noch den 15 kWh-Speicher dazu kaufen, um das Auto (gut 100 km am Werktag) mit eigenem Strom zu tanken... sofern der Speicher auch durchgehend die 15 kWh über den tag rein bekommt und der WR die 11 kW auch liefern kann. Dumm nur, dass ausgerechnet sein Zoe gerade in die Schlagzeilen geraten war, weil er, um 15 kWh zu laden sich ca. 25 kWh aus dem Netz genehmigt. Ich hab mich immer gewundert, warum die kontaktlose Laderei angeblich einen ähnlichen Wirkungsgrad haben solle, wie Laden am Kabel. Wenn die Kabelladerei so ineffizient ist, wundert mich nichts.

Ich hab gerade letzte Woche von zwei Bekannten gehört, dass sie gerade ihren Brennholzvorrat aufgebraucht hätten, weil die WP nicht liefen und der Service den Fehler nicht finden kann...

;-)

Alles eine Frage der Investitionsrechnung. Wenn sich etwas erst nach 25 Jahren zu lohnen beginnt, ist das schon grenzwertig. Ich warte noch ab in der Hoffnung auf sinkende WP-Preise und ausgereiftere Technik bzw geschultere Servicetechniker ;-)

Ohne dicke Speicher und Fußbodenheizung ist das keine gute Idee.

s. o. Das mag für gut isolierte und thermisch träge Bauten gelten. > 80 % der Bundesbürger dürften nicht ganz so priveligiert leben.

Wenn die alte aussteigt, sicher.

Das ist eines der psychischen Spielchen: Man pappt: "Rabatt" oder "Förderung" dran und schon wird gespart, koste es, was es wolle.

Man würde sich ja auch einen Fehler eingestehen, das geht gar nicht.

Marte

Am 05.12.25 um 23:07 schrieb Sieghard Schicktanz:

Der wird niemals langen, der ist eher nach ein, zwei Stunden leer. Aber das ist auch egal, denn er wird ja im Winter auch nicht voll. Während des Ladens läuft die WP ja auch, weshalb nur ein Teil für den Speicher übrig bleibt.

Wenn man eine Solaranlage haben will, um im Winter eine WP zu einem signifikatnten Teil zu betreiben, dann braucht man eine wesentlich größere Anlage als 8kWp. Und dann kann man auch über einen größeren Speicher reden, aber so ist das müßig.

Marcel

Hi Axel,

Die allermeisten WP in unseren Haushalten sind die Kühlschränke, die selten modulieren und schon viele Jahrzehnte laufen, trotz ständigen Start-Stops.

Marte

Hi Sieghard,

Wenn der 10 kWh Speicher aber übern Tag nicht voll wird, dann ist die Größe Nachts auch kein Vorteil mehr. Ich sehe bei meinen Balkonzellen, die ja im Winter noch besser ausgerichtet sind als die Dachanlagen, allerdings deutlich weniger Ertrag, als kWp * 1 h. Schon die Peakleistung sieht man eher selten, viel zu oft ist es trüb und die Sonne kommt nur wenige Minuten tatsächlich raus.

Marte

Thomas Einzel schrieb:

Den Eindruck hatte ich auch.

Heiko Neubauer schrieb:

Davon können wir nur träumen. In den letzten zwei Wochen waren gerad ein bis zwei kWh Produktion möglich.

Marte Schwarz schrieb:

Da dachte ich an Warmwasser in der hellen Jahreszeit. In der kalten Jahreszeit schafft die PV Anlage hier nicht einmal den eigenen Bedarf. Auf meiner Webseite habe ich eine Exceltabelle über das erste Jahr mit Produktion, Einspeisung, Last und Netzverbrauch.

Erwähnte Arbeitskollegen von mir machen es teilweise so. Wir sind in einer sehr techniklastigen Firma, die wissen im Allgemeinen was sie tun. Natürlich kann ich mir vorstellen, dass auch viel Unsinn verkauft wird, der vernünftige und sinnvolle Nutzungsszenarien ausschließt. Ich würde sagen: Wenn sich eine Wärmepumpe nicht stundenweise abschalten läßt, oder das die Lebendauer drastisch verkürzt, dann ist das für mich eine ungeschickte Wärmepumpe. Aber gut das zu wissen, wenn ich mir mal eine kaufe, dann werde ich darauf achten keine solche zu erwerben.

Wenn "mit geringer Leistung weiterlaufen" z.B. mit 10% der Maximalleistung ist, dann ist es andererseits auch kein wirkilches Problem. Es geht ja nicht ums Abschalten sondern nur um Strom sparen.

Ja, natürlich.

Klar. Und die Toleranz ist vermutlich bei unterschiedlichen Leuten unterschiedlich. Allerdings kann man ja probieren wie weit man gehen kann, und wenn es einem zu kühl ist, dann Automatiken overriden.

/ralph

Laß Dich nicht täuschen. Früher einmal war das Warmwasser ein kleines Anhängsel an der Heizung. Heute, bei stark gedämmten Häusern, hat sich das gedreht. Wir hatten im letzten Jahr (Ablesung hier immer um den 1. Dezember) 58 % des Wärmebedarfes für Warmwasser. Nimmt man die Arbeitszahlen dazu sind es 65 %, also zwei Drittel, des Wärmepumpenstroms.

Allerdings fällt der Hauptsonnenmonat in die Urlaubszeit und da sehe ich jedes Jahr einen deutlichen Einbruch im Wasserverbrauch.

Bestandteil der Stromtarife für WP ist die Abschaltbarkeit und iirc sogar vorgeschrieben. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die Technik dafür hier im Haus verbaut wurde. Andernfalls wüßte ich nicht, was die seltsamen Kästen im Zählerschrank sein sollen. Meines Wissens wurde von dem Recht in Deutschland bisher nie Gebrauch gemacht.

Ralph Aichinger schrieb:

Bei mir ist die Minimal-Last 30%. Wenn dann die Rücklauf-Temperatur trotzdem an einen Grenzwert kommt, wird komplett abgeschaltet. Es gibt halt bei allen E-Motoren eine Leistungs-Stufe, unter die man nicht gehen sollte. Weil der Wirkungsgrad aufgrund der Verluste unterirdisch wird und evtl. sogar ein Schaden droht.

Tipp für jeden, der darüber nachdenkt, eine fossile Heizung durch eine WP zu ersetzen: Einen Winter lang mit der fossilen Heizung die Vorlauf-Temperatur der Heizkörper so weit wie möglich runter drehen. Wenn man es nicht dauerhaft unter 50°C schafft, wird es schwierig. Wer Fußboden-Heizung hat, braucht so einen Test nicht.

CU, Christian

Wozu? 15 kWh in 8 h sind deutlich unter 2 kW. Für die seltenen Ausnahmefälle, wo es schnell gehen soll, ist das Netz ja noch da. Den Wechselrichter würde ich aus Preis- ud Wirkungsgradgründen lieber am typischen Bedarf dimensionieren.

Diesen Faktor knapp 2 habe ich am Smartphone mit spürbar warm werdendem Billiglader. Da ist es mir egal. (Was die Zigbee-Schaltdose davor im Standby zieht, weiß ich nicht.)

Sollte man nie unterschätzen. Nur die wenigsten machen eine wirklich saubere Buchführung.

Hat der Winter nur 1 oder 2 Monate? Natürlich nicht!

Nehmen wir Dezember, Januar, Februar, da hast Du dann elegant den Februar mit 466 kWh übersehen.

Das wären dann in Summe 865,6 kWh und im Schnitt 9,62kWh am Tag.

Heiko

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