Smart ED 3. Generation: Preise

Am 23.09.2011 12:48, schrieb Ralf Bartzke:


Wie bereits geschrieben wurde: E = P * t
Mit 15 kW brauchst Du schon für einen Winzakku von 15kWh eine Stunde zum Aufladen. Das reicht dann gerade mal für vielleicht 200km mit ner rollenden Verzichtserklärung, aber nur wenn man Klimaanlage, Heizung, Radio und Licht ausschaltet. Eine Alternative zum existierenden PKW ist das praktisch gar nicht, in ner Größeren Stadt wird damit schon eine Einkaufstour mit 2, 3 gut verteilten Zwischenstationen eng.
Wenn Du eine PKW-Alternative schaffen willst, brauchst Du entweder 1000km Tagesreichweite unter "Vollausstattung" - also mit 5 Presonen, Reisegepäck, Licht, Klima, Heizung, Stereoanlage, elektrischen Assistenzsystemen usw. - dann dürften 4-5 Stunden Ladezeit akzeptabel sein, weil man ja eh irgendwann übernachtet (womit Du aber immer noch ein Infrastrukturproblem hast, denn die Herberge braucht dann passende Ladestationen).
Oder Du mußt die Ladezeiten auf deutlich unter 5 Minuten drücken, denn kein Mensch will auf längeren Fahrten alle 150km ewig Pause machen. Dann dürften so mit 30 kWh Akkukapazität erträgliche Gebrauchsreichweiten entstehen (die 200km, die heute für so Kisten angegeben werden, sind _nicht_ die Gebrauchs-, sondern recht nah an der Höchstreichweite!).
30 kWh in 5 Minuten bedeutet eine Ladeleistung von 180kW. Bei 500V gibt das 360A, da brauchst Du "etwas" mehr als 7mm², zumal der TÜV noch eben 2,5-fache Sicherheit haben will.
Die 500V sind übrigens durchaus nicht ohne, immerhin findet der Ladevorgang unter Witterungseinflüssen statt und muß auch noch von Oma Pasulke gefahr- und problemlos zu beherrschen sein.
Und selbst wenn Du das hinkriegst: die eigentliche Aufgabe wird der Europa-Güterverkehr sein. Das bedeutet: 25 Tonnen Nutzlast, 1000 Kilometer am Stück (mit Fahrerwechsel wegen der Lenkzeiten), Stillstand kostet bares geld. Bei den Kisten kommst Du mit 30kWh u.U. nichtmal bis zur Autobahn, und die Betreiber werden ganz sicher keine Stunde Ladezeit akzeptieren.
--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de /
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Erhard Schwenk schrieb:

Ein Akku von 15kWh ist mitnichten ein Winzig-Akku. Eine Stunde ist für die normale Batterieladung zudem ein eher zu schneller Wert. Solche Ladezeiten schaffen die Lichtmaschinen der meisten Autos gerade so.

200km ist die aktuell verfügbare Reichweite.
Mit dem verzichten, hat mancher eventuell ein Problem. Verzicht auf Geräusche, Verzicht auf Abgase, Verzicht auf Reichweite, Verzicht auf Höchstgeschwindigkeit, Verzicht auf Geld. Richtig schlimm.

Der Durchmesser der größten Stadt Deutschlands, Berlin, beträgt etwa 50 km.

Du übersiehst etwas schon diskutiertes. Man kann die Batterie auch mechanisch auswechseln, statt sie im Fahrzeug aufladen. Das geht binnen 3 Minuten, schneller als das Tanken.
Falls das nicht möglich ist, erfüllt das erste, in wenigen Monaten erhältliche Voll-Hybrid-Fahrzeug die obigen Forderungen, zumindest für den Standard-Fall, dass die 1000km Tagesreichweite nicht jeden Tag erforderlich sind. Es ist halt bei Anschaffung rund 10.000 Euro teurer, das dürfte wohl eher ein verständliches Problem sein.

Sicherheit war bisher nicht das Thema sondern die befürchtete Verlustleistung durch das Ladekabel. Ersatzweise kommt wieder was neues.
Gut, man braucht für 180kW statt 15 kW ein dickes Kabel mit 20 statt 2 Adern oder höhere Spannung. Und?

Hast Du mal eine wetterfeste Außensteckdose an einer Lokomotive, einem Baukran oder Gartenhaus gesehen? Oder wie ein Gasauto betankt wird?
Mit immerhin 230 Volt kann so manche Oma ihren Elektro-Rasenmäher durchaus noch bedienen.
Die 20.000 Volt Zündspannung der heute in vielen Kraftfahrzeugen vorhandenen Xenon-Scheinwerfer sind auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Offensichtlich eines, das mit entsprechendem Aufwand auch beherrschbar ist.
Benzin ist auch nicht ohne. Eine Oma, die ihren Wagen mit einer brennenden Zigarette in der Hand betankt, habe ich deshalb noch nicht gesehen.
Der Umgang mit gefährlich hohen Ladespannungen ist in der Praxis lösbar: Der Stromfluss wird erst freigegeben, nachdem wenn die Verbindung sicher und regendicht hergestellt ist.

Dickere Pötte brauchen natürlich dickere Kabel oder Stromversorgung von oben (Eisenbahn oder zumindest Eisenbahn-Stromabnehmer). Von nichts kommt nichts.
Die immerhin 2 Megawattstunden fassenden Batterien eines U-Bootes wurden im 2. Weltkrieg im Hafen standardmäßig aus dem Landstromnetz, mit 2 * 150 Volt Spannung, binnen 2.5 Stunden aufgeladen. Wie ging das? Natürlich mit Kabeln und Anschlüssen, die hierfür geeignet dimensioniert waren.
Wenn Stillstand bares Geld kostet, wechselt man in der Regel die Batterien, statt diese im Fahrzeug aufzuladen. Das kann mit einem Gabelstapler in wenigen Minuten erledigt sein. In etwa der gleichen Zeit, die man anschließend fahren kann, kann die Batterie wieder aufgeladen werden. Passt.
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Nein.
Problem bei deiner Rechnung: mit 15 kW Ladeleistung lockst du keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Elektroautos müssen Akkukapazitäten in der Größenordnung ab 100 kWh vorweisen, wenn sie in Sachen Fahrleistungen und Reichweite auch nur annähernd mit Verbrennerautos mithalten wollen (zum Vergleich: schon in den Tank eines Benzin-Kompaktwagens passen ca. 400-500 kWh an chemischer Energie, 100 kWh sind also schon sehr optimistisch gerechnet). Gleichzeitig müssen diese Autos auch im Handling mit Verbrennerautos gleichziehen, d. h. sie müssen in vergleichbarer Zeit "vollgetankt" werden können. Und wenn man 100 kWh in, sagen wir mal, 10 Minuten, in einen Akku pumpen will, benötigt man 600 kW. Das ist mal eben das 40-fache von deinen läppischen 15 kW. Mit 15 kW kannst du nur rechnen, wenn du immer und ohne Ausnahme stundenlang Zeit zum Aufladen hast.
Wie ich schon schrieb: E = P * t. Genau diese Gleichung wird den Elektroautobauern noch arge Kopfschmerzen bereiten. Und diese Kopfschmerzen lassen sich auch nicht durch billigere, kleinere und leistungsfähigere Akkus lindern. Im Gegenteil: je größer E wird (durch leistungsfähigere Akkus), umso größer müssen auch P und/oder t werden. Das Problem wird sich also in Zukunft noch verschärfen.
Gruß
Michael
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wrote:

a) Es wollen/muessen gar nicht alle Elektroautos mithalten, weil es Nutzer gibt, welchen die jetzigen 16kWh bzw. 100-150km Reichweite fuer die urbane Mobilitaet ausreichen.
b) Fuer diejenigen Nutzer, welchen die Reichweite nicht ausreicht, gibt es fuer das Elektroauto RangeExtender. Oder eine Stufe vorher etwas klassischer PlugIn Hybride. Der RangeExtender kann in einer Uebergangszeit noch mit Benzin/Diesel/Gas betrieben werden, spaeter vielleicht auch mal mit Wasserstoff/Brennstoffzelle.
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Michael Landenberger schrieb:

Viele Hunde würden an die Decke springen vor Freude über diese Ladeleistung. Diese ist zudem steigerbar, wie an den (Korrektur) 0.015 Ohm * 30 Ampere² = 13,5 Watt Verlustleistung im Ladekabel zu erkennen ist.
Elektroautos müssen Akkukapazitäten in der

Ja.
Nein, realistisch gerechnet. Aus 400-500 kWh chemischer Energie werden bei optimistisch geschätzt 20% Wirkungsgrad im Stadtverkehr (tatsächlich werden nur 9,4% Wirkungsgrad genannt) 80 - 100 kWh mechanische Energie.

Warum "müssen" sie das überhaupt?

Dann rechne eben mit 600 kW, wenn es Dir gefällt. Und? 600 kW kann gekoppelter Straßenbahnzug ohne weiteres aus seiner Oberleitung zapfen, bei etwa 600 Volt Spannung.

Die Hersteller elektrischer Lokomotiven haben diese Kopfschmerzen auch. Sie leben damit und davon.

Das das angebliche Problem mit dem Ladekabel momentan keines ist, kann es erst in fernerer Zukunft überhaupt eines werden.
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Ralf Bartzke schrieb:

Tja, nicht wirklich.
Vielmehr reagieren die ziemlich träge.
Bis auf sehr viel weiteres wird es nicht gelingen, praxistaugliche Brennstoffzellen herzustellen, die so schnell ansprechen wie ein Akku. Wenn die Strom liefern soll, muss da halt erst mal eine Menge Gas durchblubbern und abreagieren, die gasförmigen Ausgangsstoffe beanspruchen nun mal ein großes Volumen. Das geht nicht von jetzt auf gleich wie die Elektrodenreaktionen in Akkus.
Aus diesem Grund werden alle etwaigen Brennstoffzellenfahrzeuge noch sehr lange grundsätzlich als Hybridfahrzeuge ausgelegt werden müssen, mit einem Akku zur Zwischenspeicherung des Stroms aus der Brennstoffzelle.

Niemals. Aber vorhandene Hybridfahrzeug-Technik lässt sich leicht auch zur Fertigung von Brennstoffzellen-Hybridfahrzeugen (FCHV) nutzen.
--

Gruß
Radbert
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Am 21.09.2011 16:04, schrieb Ralf Bartzke:

Kernenergie ist nicht erneuerbar. Ist thermisches Kraftwerk wie auch Kohle, Erdgas und Braunkohle. Statt chemischem Feuer brennt halt ein atomares. Egal wie es brennt - auf jeden Fall werden Energiespeicher verbrannt.
19% + 14% + 24% + 22% = 79%
Willst du jetzt wegen dieses eines Prozentes Differenz zu den genannten 80% zu streiten anfangen?

Da ist es doch unheimlich praktisch, ein marodes Netz zu haben, das die regenerative Leistung nicht tragen kann. Dann hat man trotz regenerativem Angebot immer eine gute Ausrede, doch die Windräder aus dem Wind zu drehen anstatt die eigene Verbrennung so lange einzustellen.
Wieso müssen eigentlich die Kernkraftwerke nicht ihre Leistung drosseln, wenn doch genug saubere Energie ansteht? Lobbyarbeit oder hat das auch echte Gründe?

Mit den obigen Zahlen ist das kaum anzunehmen.

Könnte? Warum wird's dann nicht gemacht?

Welche?
Schaue ich mir so eine kleine 3-kW-Maschine an, habe ich aber nicht den Eindruck. Sie zu starten und anzuhalten, ist nur eine Sache von Sekunden. Oder Minuten, wenn es mit äußerer Verbrennung arbeitet wie z.B. bei Stirlingmotoren. Da gibt es eigentlich überhaupt nichts zum Vorhalten außer der Maschine und den Treibstoff dazu.

Ähem. 60% ist Weltrekord. Typisch sind 40%. Die Minidinger nutzen allerdings schon im Standardbetrieb mindestens 85% ihrer Energie. Das sind noch eher Bastelmaschinen als hoch optimierte, wie sie mit echter Massenproduktion zu erwarten wären.

Was willst du damit sagen? Dass das extrem selten ist?

Soll das heißen, dass die großen Stromkonzerne plötzlich ihre soziale Ader entdeckt haben und ihre Gewinne ihren Kunden oder der Gesellschaft auszahlen wollen? Eher geht ein Kamel durch's Nadelöhr...

Speicherkraftwerke und dicke Leitungen braucht man in erster Linie, um sich seine eigene Machtposition sichern zu können! Denn damit lassen sich die Riesenwummer am Besten betreiben.
Wer was für die Umwelt und die Gesellschaft tun will, sollte sich um automatische bidirektionale Stromhandelssysteme für alle kümmern. Z.B. das da: http://www.astrail.de/astrohs.htm weil http://www.astrail.de/Uebersicht.pdf und http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm

An welche denkst du? Was ist vorschnell?

Mag sein. Wie oft geht das, ohne dass die Kiste ernsthaften Schaden nimmt? Wie verhält es sich dann mit der Wirtschaftlichkeit?

Warum werden dann keine U-Boot-Kernkraftwerke betrieben?

Eine lange Zeit, wenn es die systematische Bevorzugung der saubersten Energieformen geht. Diese zeichnen sich durch ihre starken Schwankungen aus und dadurch, dass sie sich nicht speichern lassen. Darauf muss man adäquat reagieren können, wenn man eine umweltverträgliche Energieversorgung haben will.

Damit taugen sie also nicht für eine umweltverträgliche Energieversorung. Nicht mal als Übergangslösung.

Weil auch sie den Löwenanteil der eingesetzten Energie wegwerfen. Dezentral in kleinen Einheiten betrieben hat man die "Ab"wärme genau dort, wo man sie ganz konkret braucht. Also ist auch der Wirkungsgrad besser. Sollte dich NUR der elektrische Wirkungsgrad interessieren - selbst "Spielzeugmotoren" (im Vergleich zu Großkraftwerken) aus dem Automobilbau kriegen im optimalen Betriebspunkt schon 40% Wirkungsgrad hin. Ist dann kein Unterschied mehr zu einem normalen Großkraftwerk. Im Unterschied zu diesem fällt die Wärme aber dort an, wo sie auch gebraucht wird und muss i.d.R. nicht per Kühlturm weggeworfen werden. Mit ASTROHS laufen halt nun mal nur die Anlagen, die auch mit der Abwärme was Sinnvolles anfangen können.

Speichern die WIRKLICH STROM? Nein - tun sie NICHT! Sie speichern CHEMISCHE Energie. Und wo ist jetzt der wesentliche Unterschied zu Brennstoffen als Energiespeicher? Sind's die paar Millisekunden Zeitunterschied, bis die Stromproduktion anläuft?
Brennstoffe einfach liegen lassen. Einen effektiveren und noch dazu billigeren Energiespeicher wirst du kaum finden.
Fazit: Man streut wieder mal Nebelkerzen mit all den Speicherkraftwerken, um die Öffentlichkeit zu verwirren in der Hoffnung, dass die Politiker (sie wollen ja wieder gewählt werden) dann schon in ihrem Sinne entscheiden werden. Das Praktische an der Energie ist halt, dass es eine so abstrakte Größe ist, unter der sich nur Wenige wirklich was vorstellen können.

Funktionerte bei soeben tadellos.

Und zwar automatisch.

Klar. Wird aber teuer werden. Was kostet ein Akku? Wie viele Ladezyklen hält er aus? Was kostet also ein Ladezyklus? Damit da sinnvolle Werte raus kommen, müssen die Preise aber noch dramatisch fallen. Gelingt das nicht, wird's nichts werden mit Autos als Stromspeicher. Ist sozusagen eine Hoffnung am Seidenen Faden.

Aus dem Grund wird's mit ASTROHS dumme und schlaue Geräte geben. Also welche, die die ASTROHS-Telegramme auswerten und welche, die das nicht tun.

Die fehlende Leistung der Windenergie kann mit Diesel recht fix kompensiert werden. Eine Frage weniger Sekunden. Sie ergänzen sich also gut.

Und vor allem ein automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle. Das wird z.B. dafür sorgen, dass in Starkwindzeiten besonders viel Wäsche gewaschen wird, energieintensive Produkte bevorzugt hergestellt werden, die Kühl- und Gefrierschränke etwas weiter runter kühlen usw. Sogar elektrisch zu heizen wäre dann kein Umweltfrefel. Es wird ja kein Umweltschaden produziert. Jedenfalls wird man damit den Bau von Speicherkraftwerken nicht so leicht rechtfertigen können.
--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller schrieb:

Hier hast Du eine seriöse und verständliche Quelle, wie die aktuelle Problematik bei der Energiespeicherung tatsächlich ist (-> Manuskript zur Sendung):
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/forschungundgesellschaft/1554418 /

Es hat echte Sicherheits- und Lebensdauer-Gründe. Reaktor- und Kraftwerksschnellabschaltungen sind zwar jederzeit möglich, sollten aber nur im Notfall tatsächlich erfolgen.

Es wird, innerhalb der vertretbaren Grenzen, durchaus gemacht. Das Problem dabei ist, das man die restlichen Kraftwerke nicht ganz auf 0 herunterfahren kann, wenn man sie Stunden später wieder benötigt.

Mit einer kleinen 3-kW-Maschine lassen sich hohe Wirkungsgrade nur schwer erreichen.

Wenn man statt Rekorden typische Werte vergleichen möchte, muss man dies auch bei den möglichen Alternativen (Dieselmotoren) tun.

Ich will damit sagen, das es für dieses Problem echte und nicht nur erfundene Gründe gibt.

Das soll darauf hinweisen, dass die Ausgangsbasis für diese Überlegungen zwar schön und bequem, aber leider fehlerhaft ist und deshalb zu falschen Schlußfolgerungen führt.
Eine "soziale Ader" haben die großen Stromkonzerne durchaus, für ihre Mitarbeiter. Man kann bezweifeln, dass sie diese auch für die restliche Gesellschaft haben. Dies kann den physikalisch-technischen Sachverhalt jedoch nicht ändern.

Was zumindest glaubhaft zu machen wäre. Hierfür fehlt jeder Ansatz.

Vorschnell ist die Aussage: "Also taugt das Ding nicht für den Markt."

Nach meinem auf diesem Gebiet sehr begrenzen Wissens dürfen Schnellabschaltungen während der Lebensdauer eines Kraftwerkes nicht öfter als 30 ... 300 mal erfolgen, ohne diese erheblich zu verkürzen.

Andere Wirkungsgrade, Kühlungsprobleme und Brennstoff-Zusammensetzung.

Dies ist eine Forderung, die natürlich ihre Berechtigung hat. Allerdings kann man selbst bei unendlich schnellen Reaktionszeiten konventioneller Kraftwerke letztlich keine ausreichend umweltverträgliche Energieversorgung erreichen.

Wenn diese sofort abgeschaltet werden, gibt es keinen Übergang mehr.

JaNein. Ein oft übersehenes zweites Problem ist, die Abwärme ist nicht genau dann dort, wenn man sie braucht.

Ja. Allerdings wird man die Wärme bei fehlendem Wärme-Bedarf auch bei dezentralen Einheiten per Kühler wegwerfen müssen.

Dann fällt im Sommer der Strom aus.

Das ist korrekt. Der wesentlicher Unterschied ist der Wirkungsgrad dieser Energiespeicherung.

Das ist korrekt, allerdings ist dieser Energiespeicher nur 1* verwendbar.

"Sumatra PDF" zeigt dagegen eine völlig leere Seite an.

Kann sein.

Aktuell etwa 1000 Euro pro kWh. Erhofft werden 350 Euro pro kWh.

Je nach Betriebsweise aktuell 500-2000. Erhofft wurden 2500.
Opel gibt beim Ampera auf die Batterie Garantie bis 160.000 km/8 Jahre.
Das würde bei 40 bis 80 km elektrischer Reichweite maximal 4000 Ladezyklen entsprechen, wobei aus Haltbarkeitsgründen nur 70 % der vorhandenen Batteriekapazität genutzt werden.

Aktuell ergeben sich je nach Betriebsweise 2,00-0,50 Euro pro kWh. Erhofft werden 0.14 Euro pro kWh.
Für den Opel Ampera ergeben sich aus angeblich 8.000 Dollar bzw. 5.500 Euro Batteriekosten (unklar, ob mit oder ohne Mehrwertsteuer) bei 11 kWh * 4000 Ladezyklen Kosten von 0,125 Euro je gespeicherter kWh.
Alles natürlich spekulativ, genaue Zahlen sind halt geheim.
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Am 22.09.2011 00:57, schrieb Ralf Bartzke:

Da steht, dass 20.000 MW zu viel im Netz waren. Da steht aber NICHT, dass während dieser Zeit die thermodynamischen Kraftwerke ABgeschaltet waren. Die großen Wummer sind demnach mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter gelaufen. Geht aus dem Beitrag leider nicht hervor. Kraftwerke an Weihnachten abzuschalten - DAS hätte einen Pressewirbel gegeben, den keiner so schnell vergessen würde. Die Bildzeitung hätte vermutlich gleich getitelt "Kraftwerke überflüssig", oder "Jetzt brauchen wir keine Kraftwerke mehr" oder so ähnlich.

Anders ausgedrückt: Man hat Technik installiert, die nicht mehr in unsere Zeit passt. Das ist ein typisches Unternehmerrisiko, das jedem kleinen Handwerker genauso abverlangt wird.

Und was vertretbar ist oder nicht definiert wer?

Mit massenweise Minianlagen wäre das kein Thema.

Wäre der Wirkungsgrad der Kern der Sache, dann müssten sämtliche Großkraftwerke längst verboten sein. Ein Mini-BHKW liefert schließlich locker 85% Nutzen aus dem Treibstoff ab. Das soll ein Großkraftwerk erst mal vormachen.

Die liegen im optimalen Bereich (den kann man bei stationären Anwendungen einstellen) auch bei 40%. Wie Großkraftwerke auch.

Du meinst, im Kleinanlagen kriegt man diese Nachwärme auch nicht weg? Das würde mich allerdings wundern.

Wie gesagt - ersetze die Heizkessel in unserem Land durch was Stromproduzierendes. Schon braucht man kein einziges Großkraftwerk mehr. Wofür sollte man unter diesen Bedingungen noch ein Höchstspannungsnetz ausbauen müssen? Die Versorgung ist dann bereits regional weitestgehend sichergestellt. Noch etwas Solar-, Wind- und Wasserenergie dazu - wozu noch teure Fernleitungen? Ist doch alles in der Gegend da, was man braucht.
Gigaprojekte wie die großen Windparks in Nord- und Ostsee sowie mit Desertec in der Sahara sind was für Großunternehmen, die ihre Macht absichern wollen. Nötig sind solche Projekte jedenfalls nicht. Wir kommen auch mit lokalen Lösungen auf 100% regenerative Energie. Wahrscheinlich werden wir aus wirtschaftlichen Gründen etwa 30% unserer Energie in regenerativer Form importieren. Ob man dafür allerdings solch gigantische Höchstspannungs-Stromnetze braucht?

Wenn es sich nicht wirtschaftlich betreiben lässt, dann stimmt das doch. Was spricht dagegen?

Ist genug Wind da, müssen folglich auch die Kernkraftwerke runter fahren. Ich bin mir sicher, dass ihre Betreiber alle möglichen Kopfstände machen werden, um dieses Ansinnen zu verhindern.

Man kriegt die Kernenergie also einfach nicht marktgerecht auf die Reihe.

Was spricht dagegen?

Dann sollen sie eben. Sie tun's einfach nicht.

Aus dem Grund gibt es in den meisten Häusern schon jetzt Warmwasserspeicher.

Das macht man im Großkraftwerk sogar im Winter, wenn Wärme nun wirklich gebraucht wird.

Nein. Oder fällt im Sommer auch der Wärmebedarf aus? Warmwasser, Duschen, Baden, Kochen, Produktion, ...? Der Wärmebedarf ist kleiner. Sicher. Aber nicht Null und der Strombedarf ist ebenfalls geringer und Solarenergie viel mehr als im Winter. Würde mich wundern, wenn es deshalb Probleme gäbe. Der ehem. Siemenstocher KWU (Kraftwerkunion) habe ich in den 80er Jahren mal ein Diagramm bekommen, das recht schön zeigte, dass zu jeder Zeit etwa das gleiche Verhältnis zwischen Wärme- und Strombedarf herrscht. Sommers wie winters.

Das Problem wird dann aber mit Kondensatoren auch ganz gut erledigen können. Um viel Energie kann's ja nicht gehen.
Bei der Gelegenheit: Minikraftwerke haben oft rotierende Massen, die man ebenfalls als Kurzzeitspeicher auffassen kann und die Generatoren lassen sich für so kurze Zeiten locker bis zur 10-Fachen Belastung betriben, ohne dass diese davon Schaden nehmen. Wechselrichter werden die dafür nötigen Drehzahländerungen durchaus erlauben.

Welcher Energiespeicher ist also besser? Der Akku oder der liegengelassene Brennstoff?

Egal. Es reicht, wenn er zur richtigen Zeit verfügbar ist.

Kenne ich nicht. Foxit Reader und Adobe Reader haben jedenfalls kein Problem damit.

Minikraftwerk anwerfen dürfte billiger sein und mehr Nutzen bringen. Und wenn's nur um ein paar Millisekunden geht - dafür eignen sich Doppelschicht-Kondensatoren ganz gut. Die sind allerdings auch recht teuer. Dafür haben sie aber fast das ewige Leben.
--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller schrieb:

Genauer lesen. Das steht:
Als am zweiten Weihnachtstag ein starker Wind über Deutschland hinwegbrauste und alle Windräder auf Hochtouren brachte, gab es plötzlich im Stromnetz stundenlang weit mehr Strom, als gebraucht wurde.
Eine ausgesprochen missliche Situation, die im schlimmsten Fall zum Zusammenbruch des Netzes hätte führen können, wäre man den Strom nicht rasch losgeworden. Auf alle Fälle hätte man konventionelle Kraftwerke runter fahren müssen. Das aber ist ein teures Vergnügen. Also zahlten die Stromverkäufer den Stromkäufern bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde, damit sie ihnen den Strom abnahmen.

Den Einspeisern von Wind- und Solarstorm wird dieses typische Unternehmerrisiko jedoch nicht abverlangt. Und zwar, weil diese dann mit entsprechenden Preisaufschlägen kalkuliert würden.
Was stellt zudem zudem sicher, dass technisch überhaupt geht, was gefordert wird, schnellere Reaktionszeiten, aber mit den gleichen Wirkungsgraden (und Kosten)?
Wenn ein Unternehmen nun neue Kraftwerke bauen soll, nach neuen Vorstellungen, teurer als die bisherigen, mit Finanzierungsplan über 20 Jahre, und 10 Jahre später heißt es eventuell erneut, typisches Unternehmerrisiko, wir brauchen den Strom so nicht mehr. Zum Beispiel, , weil wir jetzt andere Alternativen entwickelt haben.
Warum sollte sich irgendein Unternehmen darauf einlassen? Weil jemand glaubt, dies von ihm "abverlangen" zu können? Neues Kraftwerk zum 2.5-fachen Preis oder garnicht, wird die einzig mögliche Antwort darauf lauten. Denn ein finanzielles Perpetuum Mobile ist genausowenig funktionsfähig wie ein physikalisches.

Ist mir nicht im Detail bekannt.

Dafür wären deren Wirkungsgrade und Umweltstandards ein Thema.

Diese Ideen mit dem verbieten (weil, Papier ist billig) haben immer wieder neue Haken. In diesem Fall lautet er:
Ein Mini-BHKW kann das Haus nicht kühlen, um seine 85% Nutzen auch im Sommer zu gewährleisten. Moderne Häuser sind inzwischen so gut isoliert, dass man es mit einem ständig laufenen Mini-BHKW darin selbst im Winter nicht mehr aushalten würde.
Deshalb werden diese Mini-BHKW momentan für Häuser empfohlen, die sich aus baulichen Gründen nicht gut isolieren lassen.

Nochmal: Die 40% sind nur der Spitzenwirkungsgrad.

Es ist mit Sicherheit problematisch, eigenen Ideen anderen zuzuordnen.
Die Kleinanlagen müssen erheblich weniger Leistung als ein Automotor haben, sonst kriegt man deren normale Betriebswärme nicht weg.
Zum Ausgleich lässt sich deine Idee bezüglich Nachwärme nicht bestätigen.

Ein sinnvolles Großkraftwerk, das Strom produziert und gleichzeitig die Häuser in der Umgebung mit Wärme versorgt, befindest sich in meiner Nähe. Das geht also auch mit Großkraftwerken, wahrscheinlich sogar besser als ohne.
Im Jahresmittel könnte obige Rechnung, ganz grob überschlagen, schon aufgehen.
Die Frage ist jedoch, ob der Verbrauch von Heizwärme und Strom dauerhaft so kompatibel ist, wie es dafür erforderlich wäre. Das bezweifle ich. In den Kraftfahrzeugen und Lokomotiven in unserem Land gibt es zudem keine Heizkessel mehr.

Um irgendwann auch zu verhindern, dass die mit der Produktion von Heizwärme verbundenen Emissionen weitergehen.

Allerdings durch Erdöl, Gas und Kohle, die aus der Ferne kommen.

Erdöl, Gas und Kohle ist nicht in jeder Gegend da.

Die dabei Möglichkeiten nutzen können, die nur Großunternehmen zur Verfügung stehen.

Man kann leicht alles für unnötig erklären, sogar die Existenz der Menschheit.

Die Verbrennung fossiler Brennstoffe zum Heizen ist mitnichten 100% regenerative Energie.

Erläutere doch mal, was man braucht.

Das sich das Ding wirtschaftlich betreiben lässt.

Dann könnte das Kraftwerk nach relativ kurzer Zeit nicht mehr betriebssicher sein.

Ich bin mir sicher, dass die Atom-Aufsichtsbehörden alle möglichen Kopfstände machen würden, um dieses Ansinnen zu verhindern.

Kohleenergie ist scheinbar auch zu solchen Definitionen von marktgerecht inkompatibel. Weg damit. Wie viel % etwa bleiben dann noch übrig?

Die Emissionen der konventionellen Kraftwerke.

Ist dir bekannt, dass zur Herstellung von einem kg Brot momentan der Energieinhalt von etwa 0.3 Liter Erdöl benötigt wird?

Wenn man den mit der hierfür erforderlichen Speicherkapazität hätte, könnte man im Sommer relativ einfach und preisgünstig Solarwärme speichern und diese im Winter verheizen. Man bräuchte die Abwärme der dezentralen kleinen Einheiten nicht mehr.

Nicht bei jedem Großkraftwerk. Das in meiner Region erzeugt Heizwärme und Strom wie gefordert gleichzeitig.

Er fällt sehr stark ab.

Viel zu wenig.

Kaum dezentral möglich.

> Der Wärmebedarf besonders in Privathäusern ist schon ganz erheblich kleiner und damit auch die Möglichkeiten der privaten Kraft-Wärme-Kopplung.
Die aktuell installierte Maximalleistung bei Solarenergie könnte das bei landesweiter Knallsonne möglicherweise ausgleichen, aber nur dann.
Würde mich wundern, wenn es

Möglich. Dafür müsste die Wärme aber wahrscheinlich zu den großen Produktionszentren transportiert werden. In lokalen Häusern ist sie im Sommer eher kontraproduktiv.

Falsch verstanden: Die Aussage "Das ist korrekt" bezog sich auf "Speichern die WIRKLICH STROM? Nein - tun sie NICHT! Sie speichern CHEMISCHE Energie."
Sie bezog sich nicht auf "Und wo ist jetzt der wesentliche Unterschied zu Brennstoffen als Energiespeicher? Sind's die paar Millisekunden Zeitunterschied, bis die Stromproduktion anläuft?"
Es ist keineswegs korrekt, dass ein paar Millisekunden Zeitunterschied, bis die Stromproduktion anläuft, ein wesentlicher Unterschied ist.

Was besser ist, hängt davon ab, welche Eigenschaften des Energiespeichers man gerade braucht. Mal Brennstoff, mal Akku. Da der Akku deutlich teuer ist, diesen generell nur verwenden, wenn man jene Eigenschaften braucht, die liegengelassener Brennstoff nicht hat.

Es reicht eben nicht, wenn er nur zur richtigen Zeit verfügbar ist, er mus zusätzlich auch in der richtigen Menge verfügbar sein. Dies ist zwar überwiegend, eben nicht immer, gewährleistet. Hier kommt der Akku mit ins Spiel.

Denen traue ich aber nicht, weil keine Open-Source-Software.

Korrekt. Nur lässt sich damit kein Auto antreiben.
> und mehr Nutzen bringen.
Wenn ich ein Auto möchte und ein Minikraftwerk bekomme, kann sein Nutzen = 0 sein.

Es geht nicht um ein paar Millisekunden. Siehe oben.
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Am 22.09.2011 19:21, schrieb Ralf Bartzke:

Habe ich schon gelesen. Wenn mehr Strom im Netz ist, als gebraucht wird, heißt das mit Sicherheit NICHT, dass auch sämtliche thermischen Kraftwerke abgeschaltet waren. Die großen von ihnen liefen selbstverständlich weiter, weil man sie nicht einfach ein- und ausschalten kann wie kein kleines 3-kW-Motörchen. Sie liefen weiter und DAZU lieferte die Windkraft noch gehörige Mengen.
Die installierte Windkraftleistung in D betrug 2010 27.214 MW. Die Jahreshöchstlast im 2006 betrug in D 77.800 MW. Das besagte Ereignis fand um die Zeit der Jahreshöchstlast statt.
Wären also GEEIGNETE thermische Kraftwerke am Netz, dann hätte man diese während des großen Windangebots einfach abgeschaltet.

Automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle war damals längst vorgechlagen. Man entschied sich trotzdem für das EEG. Warum beschweren sich nun genau die Leute, die es damals eingefädelt haben und variable Strompreise verhinderten?

Mittels technischem Regelkreis und Strompreis als Stellgröße. http://www.astrail.de/astrohs.htm

würde ich davon abraten. Lieber eine Fabrik für Mikrokraftwerke bauen.

Wir brauchen aber doch überhaupt keine großen Kraftwerke. Wozu dann der ganze Aufwand?

Schon was Stirlingmotoren und Dampfturbinen gehört? Die arbeiten mit äußerer Verbrennung. Genauso, wie ein normaler Heizkessel auch. Und eben diese sollen damit ersetzt werden.

mit seiner Abwärme lässt sich sehr wohl kühlen! Es gibt auch solar angetriebene Kühlanlagen. Siehe http://www.astrail.de/pvin.htm ziemlich weit unten. Da ist ein Hotel abgebildet, das genau so gekühlt wird. Ob die Wärme nun aus Solaranlagen kommt oder als Abwärme anfällt, ist der Anlage egal.

Da steht die Anlage sehr lang, weil die Nutzenergie dann überwiegend von der Sonne kommt und weil im Sommer auch weniger Strom gebraucht wird.

es gibt aber nicht nur moderne Häuser.

Richtig. Im stationären Betrieb wird man genau diesen erreichen, weil man ja nur diesen einen Betriebspunkt fahren muss. Warum sollte man sich denn unter solch optimalen Umständen NEBEN den optimalen Betriebspunkt legen?

Und? Das sagt doch nur, dass sie Anlagen sehr klein sind.

Dann ist es entweder kein Großkraftwerk oder es wird nur ein sehr kleiner Teil der Abwärme für die Wärmeversorgung verwendet und es drehen sich noch immer Kühlturmnebel über den Kühltürmen.

Thermodynamik lebt vom Temperaturgefälle. In Kleinanlagen kann man viel extremere Temperaturen fahren als in großen. Man kann auch sehr viel größere Drücke beherrschen. Sind also beste Voraussetzungen für einen guten thermischen Wirkungsgrad und schlechte für ein Großkraftwerk. Muss ein Großkraftwerk Fernwärme bedienen, dann müssen 130°C in die Leitungen gepumpt werden. Bei Kleinanlagen ist das die Vorlauftemperatur der Heizung. Sie liegt nur selten über 80°C. Meistens nur um 60°C.

Kaum, weil Großkraftwerke nicht abgeschaltet werden, nur weil grade keine Abwärmeverbraucher verfügbar sind. Sie laufen weiter und senken damit den Gesamtwirkungsgrad über's Jahr erheblich.

Die stehen woanders und sehen auch anders aus. Riesige Flammen bei der Ölförderung, mächtig Kühlung für dessen Transport und Aufbereitung zu brauchbaren Treibstoffen. Im Rahmen dessen gehen schon rund 50% verloren. Die übrigen 50% werden in die Tanks der Autos gekippt. Davon werden 80% sinnlos verheizt (deshalb brauchen wir gute Dämmung an unseren Häusern). Macht etwa den Wärmebedarf sämtlicher Gebäude hierzulande aus. Könnte man waggonähnlich im Windschatten fahren und hätte auf der Kurzstrecke gute Bremsenergierückgewinnung, würde auch die halbe Antriebsenergie reichen. http://www.astrail.de/Uebersicht.pdf und http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm

Das werden nicht die Höchsspannungsnetze leisten, sondern ein automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle. Dieses wird aus wirtschaftlichen Gründen dafür sorgen, dass man die Stromproduktion aus Energiespeichern augenblicklich einstellt, sobald genügend nicht speicherbare Energieträger genutzt werden (also insbesondere Sonne und Wind). Weitere gut bekannte Markteffekte sorgen dafür, dass die zweite thermodynamische Gerätegeneration bevorzugt nur noch regenerative Energieformen als Energiespeicher nutzt. Um welche Emissionen geht es dir?

Gilt nur für die erste Gerätegeneration und dauerhaft für Großkraftwerke, weil diese auf eine hohe Energiedichte angewiesen sind. Andernfalls würde der Transportaufwand zu groß.
ASTROHS induziert einen Massenmarkt für Mikro-BHKWs, was zu einer raschen Marktsättigung führen dürfte. Die anfangs vielen Hersteller werden sich überlegen müssen, wie es nun angesichts absehbar sinkender Absatzzahlen weiter geht. Mit Spezialisierung ergeben sich viele neue Möglichkeiten. Insbesondere auf lokale Energieformen. Deshalb wird die zweite Gerätegeneration diese auch verstärkt nutzen, was mit Großkraftwerken schon wg. des Transportaufwands unsinnig ist.

Braucht man ab der 2. Gerätegeneration auch nicht mehr.

GENAU DAS ist doch der Grund, weshalb sie das machen wollen. NUR mit so etwas lässt sich die eigene Machtposition festigen. Nicht mit millionen von Mikro-BHKWs, die sie nicht unter Kontrolle haben, aber ihnen das Geschäft kaputt machen. Deshalb sollen sie aus ihrer Sicht auch verhindert werden. Wer verhindern will, sucht Gründe. Aus welchem Grund könnten also die Kleinanlagen schlecht sein...? Das mit ordentlich Presse- und PR-Wucht raus gehauen und schon laufen massenweise Leute diesen Versprechungen hinterher. Die Haken und Ösen der Großtechnologie, die diese Projekte unwirtschaftlich machen, müssen dann eben vom Steuerzahler übernommen werden. Der macht das vor lauter Boah-Ey wahnsinnig gern, weil er nicht merkt, wie er grade über den Tisch gezogen wird.

Wer redet denn von fossilen Energieträgern? Ich meine REGENERATIVE!
Dass schon die Fläche eine Carports reicht, um via Solarzellen mit einem Auto 10.000 km zu fahren, wissen die Meisten ganz einfach nicht. Auch nicht, dass diese Art der Mobilität heute fast 1/3 unseres kompletten Primärenergiebedarfs braucht. Der ist mit solchen Carports schon mal "weg". Wir haben aber noch sehr viel mehr tote Fläche, die genutzt werden könnte. Dann gibt's auch noch Wind- und Wasserenergie, die man alle z.B. per ASTROHS geschickt miteinander verschalten kann. Speicherbare Energieformen wird man dann gar nicht mal mehr besonders viel brauchen. Die gibt es aber in Form von Biomasse in vielen Erscheinungsformen und sie kann jederzeit bei Bedarf zugeschaltet werden, wenn das mit massenweise kleinen Anlagen erfolgt.

http://www.astrail.de/Uebersicht.pdf http://www.astrail.de/astrohs.htm http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm http://www.astrail.de/rtbhf.htm http://www.astrail.de/rtfaq.htm
Mit ASTROHS? Zeigen!

Also taugt es nichts im Zusammenhang mit regenerativen Energien. Sollte deshalb verschrottet werden.

Klar. Ohne Atomenergie haben sie ja selber keine Geschäftsgrundlage mehr.

Richtig.
0% Großkraftwerke. Derart ineffizientes und ressourcenbelastendes Zeug brauchen wir wirklich nicht.

Also müssen wir sie verschrotten.

Wir haben kein Energieproblem. Wir haben erhebliche Umwelt- und Managementprobleme. Die sind allerdings lösbar. Aber nicht mit Gigantotechnologie, sondern mit massenhaft Hightech im Kleinen.

Dann hätte man aber keinen Strom. Lass doch die Pflanzen die fehlende Energie für den Winter speichern! Hat zigtausende von Jahren funktioniert. Jetzt soll's plötzlich nicht mehr möglich sein, obwohl wir inzwischen HÖCHST EFFIZIENTE TECHNIK haben? Soo viel Überbevölkerung haben wir nur doch wieder nicht.

Hätte im Winter aber auch keinen Strom.

Der Strombedarf auch.

Die Sonne schickt uns hier in Deutschland auf unsere Häuser bereits das 4,3-Fache unseres KOMPLETTEN Primärenergiebedarfs. Auf die Verkehrsflächen nochmal das 7,3-Fache. Rein rechnerisch brauchen wir also nicht einen einzigen Grashalm umzuknicken, um energetisch in Saus und Braus leben zu können.
Es geht nur darum, WIE wir dieses immense saubere Energieangebot nutzen wollen. Wie gesagt - wir haben sicher kein Energieproblem. Unser Problem ist, dass wir derzeit fast nur Energieformen nutzen, die so viel Dreck hinterlassen, dass er von der Natur gar nicht mehr weggepackt werden kann.

Die haben auch dicke Stromleitungen und eine große Stromrechnung. Richtig gemanagt werden sie schnell auf die Idee kommen, dass der große Wärmebedarf auch per Stromproduktion gedeckt werden kann. Dann wird sich diese Fabrik eben ein etwas größeres BHKW auf das Betriebsgelände stellen.

Heizungen sind deshalb im Sommer ausgeschaltet. Das ist auch mit Mikro-BHKWs möglich.

Was sind denn nun die wesentlichen Unterschiede zwischen Akku und liegengelassenem Brennstoff? Die Energie aus dem Akku ist um ein Vielfaches teurer. Und weiter?

Klar. Davon bin ich stillschweigend ausgegangen.

Wäre demnach als nur in Krisenzeiten zu erwarten. Ob man dann noch genug Geld für teure Akkus hat?

Aber ein Railtaxi. http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm Via Akku lässt sich auch ein Auto damit antreiben. Aber der Akku muss kein Stromnetz antreiben. Wird er so schnell auch nicht, weil das ziemlich teuer werden dürfte.
--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller schrieb:

Die Windkraft ist durchaus geeignet schnell abgeschaltet zu werden, und das wird auch gemacht.

Klar, wir hätten dann weder Windkraft noch Solaranlagen und für BHKW reicht der erzielbare Preis auch nicht.

Du offensichtlich nur dem Namen nach.

Du meinst jetzt, die willst du mit überschüssiger Abwärme aus BHKW betreiben?
Du weisst doch sicher, dass das nicht geht. Der Stirlingmotor hat ausserdem einen derart mieserablen Wirkungsgrad, dass es zu nichts taugt, ausser man kostenfreie Wärme in auseichender Temperatur im Überschuss.

Wie ist denn der Wirkungsgrad so einer Anlage? Wenn dir Anlage billig ist und Sonnenenergie zum Einsatz kommt spielt es kaum eine Rolle, wenn du dafür aber Öl verbrennt sollte man sich weitere Gedanken machen. Wie arbeitet die Anlage, die aus Wärme Kälte erzeugt?

Wenn man die Abwärme noch in benötigte Energie sinnvoll wandeln könnte, wäre es in der Großanlage sicher um einiges wirtschaftlicher zu bewerkstelligen als in Kleinanlagen.
Harald
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Am 23.09.2011 16:44, schrieb Harald Hengel:

Wen interessiert schon unsere Zukunft, wenn man Geld haben kann?

Wir hätten jetzt überhaupt keine Großkraftwerke mehr. Deren Abwärme würde deshalb auch nicht mehr die Luft geblasen. Sie würde dann in den Gebäuden anfallen. Deshalb hätte man die Heizkessel verschrotten, womit etwa 1/3 unseres KOMPLETTEN Primärenergiebedarfs eingespart wäre. So viel Umweltwirkung haben die bisherigen Maßnahmen zusammengenommen noch nicht gebracht. Inzwischen wäre die 2. Gerätegeneration am Netz, die bevorzugt lokale regenerative Energieformen nutzt. Für Solar- und Windenergie wäre durch die Einsparungen erheblich mehr Geld für die Nutzung und Erforschung verfügbar, als bislang ausgegeben wurde. Individualverkehr auf der Schiene ist ebenfalls längst vorgeschlagen. Dieser hätte dafür gesorgt, dass auch die Mobilität mit nur noch 5...10% der heute nötigen Energie betrieben würde. Dabei wäre sogar der Reisekomfort noch höher als heute. Das hätte rund ein weiteres Drittel an Energie gespart. Zurückhaltend betrachtet bräuchten wir also nur noch die halbe Energiemenge, wovon jetzt schon 2/3 aus heimischen regenerativen Quellen gespeist würden.

"Der Stirlingmotor für den dezentralen Energieeinsatz". Meine erste Diplomarbeit 1981 an der FH München. Was hast du diesbezüglich neben solchen Sprüchen zu bieten?

Jetzt muss ich doch mal nach deiner Ausbildung fragen, damit wir nicht ewig aneinander vorbei diskutieren.

Man kann Stirlingmotore durchaus so bauen, dass ihr Wirkungsgrad dem eines Dieselmotors gleich kommt. Darf ich fragen, woher du deine Info hast?

Berauschend ist er nicht. Wenn man allerdings erst 60% Energie wegwirft, um dann einen Kompressor zu betreiben, ist er auch nicht sonderlich gut. Hier soll Strom mit z.B. 40% Wirkungsgrad produziert werden und mit der ABWÄRME gekühlt werden, damit diese nicht einfach wie im Großkraftwerk weggeworfen werden muss. Ist also durchaus ein zusätzlicher Nutzen.

Sag' mir, welche Ausbildung du hast. Vielleicht kann ich es dir dann erklären.

Nutzbare Wärme zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man sie möglichst effektiv produziert, sondern dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wärme kann schließlich immer höchst effektiv produzieren.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 23.09.2011 21:40, schrieb Christoph Müller:

Naja. Nicht wirklich.
Der bestimmende Faktor für den erreichbaren Wirkungsgrad jeder Wärmekraftmaschine (d.H. der Anteil der Wärme, die in kinetische Energie umgewandelt werden kann) ist letztlich die nutzbare Temperaturdifferenz. Je größer der zur Energiegewinnung abgreifbare Unterschied zwischen "heiß" und "kalt", umso effizienter die Maschine. Deshalb wurden Naßdampf- sehr schnell durch Heißdampfmaschinen ersetzt und deshalb liefert in Dampfkraftwerken die Heißdampfturbine den Löwenanteil des Stroms.
Dieselmotoren arbeiten durch die hohe Verdichtung mit der größten Temperaturdifferenz, deshalb sind die Wirkungsgrade von Ottomotoren etwas niedriger (und deshalb bringen Ladeluftkühler bei Turbomotoren einen Effizienzgewinn). Dabei hilft diesen Motorkonzepten, daß die heiße Verbrennungsluft ausgestoßen und "kalte" Luft angesaugt wird - was beim Stirlingmotor nunmal nicht der Fall ist. Im Winter haben aus dem gleichen Grund fast alle Otto- und Dieselmotoren etwas mehr Leistung als im Sommer - die Ansaugluft ist kälter.
Stirling-Motoren werden so große Temperaturdifferenzen Prinzipbedingt kaum nutzen können, weil man die dafür relevanten Massen nicht so schnell abkühlen/aufheizen kann.
--
Erhard Schwenk

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Am 23.09.2011 22:46, schrieb Erhard Schwenk:

Das Zauberwort dazu heißt "Regenerator"!
--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller schrieb:

Du meinst so eine Art Perpetuum Mobile?
Harald
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Am 24.09.2011 15:21, schrieb Harald Hengel:

Nein. Der Regenerator ist das Teil am Stirlingmotor, das den größten Effekt macht und am schwersten verstanden wird.
Ich probier's mal:
Der Verdränger im Motor ist im kalten Bereich. Folglich ist das Arbeitsgas im heißen Bereich und heizt sich entsprechend auf, woraufhin der Druck steigt und einen Arbeitskolben bewegt.
Diese Bewegung schiebt nun den Verdränger in den heißen Bereich, woraufhin das Arbeitsgas in den kalten Bereich strömt und sich zusammen zieht. Der Druck sinkt. Der Arbeitskolben bewegt sich wieder...
So weit das Funktionsprinzip eines Stirlingmotors.
Strömt das heiße Arbeitsgas in den Kühler, wird dort logischerweise sehr viel Wärmeenergie aus dem System genommen.
Eigentlich möchte man diese Energie aber nicht in den Kühler schicken, sondern nochmal verwenden.
Deshalb schaltet man zwischen heiß und kalt einen Regenerator; meistens ein dicht gepacktes Drahtgeflecht aus dünnen Drähten mit einer riesigen Oberfläche, möglichst großer Wärmekapazität und wenig Strömungswiderstand sowie geringer Wärmeleitung in Strömungsrichtung.
Jetzt nochmal: Das heiße Gas strömt nun über den Regenerator in den kalten Bereich, der sich dementsprechend aufheizt. Im kalten Bereich kommt deshalb nur noch recht kaltes Gas an. Es muss nur noch ein kleiner Teil der vorher nötigen Energie über den Kühler abgeführt werden. Die meiste Energie ist im Drahtgeflecht des Regenerators hängen geblieben.
In der anderen Richtung von kalt nach heiß wird der Regenerator wieder durchströmt. Dieser ist vom vorherigen Arbeitshub aber noch heiß, weshalb er seine Energie an das relativ kalte Arbeitsgas überträgt, das aus diesem Grund schon recht heiß im Erhitzerkopf ankommt. Deshalb muss nur noch ein kleiner Energiebetrag nachgeschoben werden.
Die Regeneratorleistung beträgt meistens etwa das 4-Fache der Brennerleistung. Dieses Bauteil ist hauptverantwortlich für den Wirkungsgrad der Maschine. Kommt Schmieröl rein, verkokt es und das war's dann...
--
Servus
Christoph Müller
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Hallo Harald Hengel, Du schriebst am 24.09.2011 15:21

Harald, mach' Dich doch endlich mal schlau.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stirlingmotor
Gleich im ersten Absatz unter "Überblick" finden sich erste Hinweise darauf, was unter dem Regenerator zu verstehen ist.
Gruß     Werner
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Am 24.09.2011 14:35, schrieb Christoph Müller:

Auch der erreicht längst keine 800-1000K nutzbare Temperaturdifferenz, höchstens 300-400.
--
Erhard Schwenk

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Am 24.09.2011 20:01, schrieb Erhard Schwenk:

Die Temperaturdifferenzen werden NICHT vom Regenerator, sondern vom Erhitzer und Kühler bestimmt.
--
Servus
Christoph Müller
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