Waschmaschine - geladene Trommel

[...]
Ist in USA auch so und Pflicht. Aber wie das eben so ist, der Elektriker hatte es im Bad (!) wohl vertauscht. Das fiel erst auf, als wir vor dem Kauf des damals inzwischen gut 25 Jahre alten Hauses einen privaten Inspektor heuerten. Der fand das sofort. Der vereidigte, lizensierte und sonstwie oeffentlich geweihte Inspektor 25 Jahre frueher hatte es nicht gefunden. Mein Vertrauen in dieses ganze Lizenzgezumpel war gleich nach der Einwanderung zerronnen ...
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Joerg
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Klaus Butzmann schrieb:
Der Vermieter ist ein gewerblicher solcher und kennt die Rechtslage wohl durchaus. Der Hausmeister hatte ausdrücklich (vorher) gesagt, daß ein Elektriker beuaftragt würde, einen "E-Check" durchzuführen, und wenn der ordentlich arbeitet, dann sollten dem die zugeschmierten Schutzkontakte von alleine auffallen. (Gehässigerweise hatte ich darüber nachgedacht, vor der Prüfung an einer abgelegenen Steckdose den PE abzuklemmen, dann weiß ich, ob er ordentlich arbeitet.)
Nun muß ich meiner Bekannten noch verklickern, daß das E-Check-Protokoll *nicht* dazu dient, es ihr so schön zu machen, sondern im Gegenteil dazu, den Vermieter aus der Haftung zu nehmen, wenn sie sich trotzdem elektrisch brät, und sie also trotzdem die Augen aufhalten muß. Die ist da (wie viele andere auch) etwas weltfremd.
Die Farbe war übrigens "uralt" und haftete gut (sie hatte die Hütte unrenoviert übernommen), und inzwischen hat sie die Bude selbst angestrichen und würde garantiert die zugeschmierten Schutzkontakte selbst aufgebrummt kriegen (zugegeben: sie hat keine Ahnung - in der "alten" Wohnung hatte sie auch selbst gemalert und prompt alle Dosen zugepinselt und dann auf meine Anweisung die Schutzleiter alle wieder freigekratzt, was der Hausmeister bei der Wohnungsabnahme aber gar nicht zur Kenntnis genommen hatte), wenn ich das nicht vorher angemosert hätte.
Übrigens wäre für "Profis" ein "Steckdosenreiniger" gar keine blöde Idee - so eine Art Steckerdummy mit ein paar Messern und Schleifkörpern, den man ein paar mal in die Dose reinsteckt, und der dabei dann die Kontakte reinigt. Gibt's wohl noch nicht? Könnte man eigentlich gleich mit einem Kontaktfederklemmkraftprüfer und Übergangswiderstandsmesser kombinieren. (Letztere Funktion wäre eigentlich relativ leicht mit längsgeteilten Kontaktstiften zu realisieren: Die Kontaktfedern müssen die beiden Stifthälften beim Einstecken kurzschließen. Stromimpuls von ca. 100 A draufgeben und dabei (automatisch) die resultierenden Flußspannung messen sollte eigentlich einen ganz guten Eindruck vom Zustand der Federn vermitteln.) Braucht man nicht? Sorry: Dafür habe ich schon zu viele angekokelte Steckdosen gesehen.
Mehr als tausend Euro kostet sowas wohl nicht, aber dazu müßte man erst einmal die Vorschriften dahingehend ändern, daß solche Prüfungen auch vorgeschrieben werden. Sobald die Innung kapiert hat, daß das etwas einbringt, wird sie aber sicher auf die entsprechenden Änderungen dringen.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Joerg schrieb:
Hierzulande versucht man großflächig Kompetenz durch Vorschriften zu substituieren...
Butzo
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Klaus Butzmann
.
Ich find das aber nicht weiter schlimm. Deswegen hatte ich auch geschrieben : manchmal....
Passieren kann nichts, wenn sonst keine Fehler da sind. Sieht man ja auch daran, da=DF in Deutschland Ph und N eben nicht unverwechselbar sind, sich bei jedem Steckereinstecken =E4ndern k=F6nnen.
In CH ist die Belegung zwar vorgegeben, aber ob sich da alle dran halten ?
Interessant ist der Conrad-Katalog Schweiz im Vergleich zu Ausgabe D.
Die machen Klimmz=FCge....
Und Tausende Artikel,auch fast der gesamte Chemiebereich ,ist "in CH nicht lieferbar".
Mfg bastian
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bastian
X-No-Archive: Yes
begin quoting, bastian schrieb:
Doch, mein Bester, in Deutschland ist der Vermieter dazu gewerberechtlich verpflichtet. Dazu gibt es Urteile.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Ralf Kusmierz schrieb:
Wo steht E-Check im Gesetz? Meistens doch eher wachsweich mit Begriffen wie "angemessen", "üblich", "zeitnah", "regelmäßig", "vorsorglich" usw. formuliert. Nur bei festgestellten Mängeln sollte der Spaß aufhören.
Wie beim Auto: Du weisst dass die Erteilung der TÜV-Plakette juristisch nur bedeutet dass die TÜV-Plakette erteilt ist. Eine Aussage bezüglich Verkehrssicherheit oder ähnlich ist (leider) nicht enthalten. "Der Halter ist für den ordnungsgemäßen Zustand seines Fahrzeuges verantwortlich"
Alles ein wenig verzwickt...
Butzo
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Klaus Butzmann
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Klaus Butzmann schrieb:
Gar nicht, ich schrieb doch: Urteile.
Was soll denn eine "angemessene, zeitnahe und regelmäßige vorsorgliche" Überprüfung anderes sein als ein E-Check?
Die Urteile wurden natürlich in Fällen ausgesprochen, in denen es zu Schäden gekommen war (z. B. Haus abgebrannt). Und dann hat der Gutachter festgestellt, daß der ursächliche elektrische Fehler bei einem "E-Check" höchstwahrscheinlich aufgefallen wäre, und dann das Gericht ins Urteil geschrieben, daß der Vermieter seine Pflichten vernachlässigt hatte. Und somit ergibt sich eine durch obergerichtliche gefestigte Rechtsprechung etablierte Verpflichtung auf regelmäßige Wiederholungsprüfungen in Abständen von einigen Jahren (ungefähr zehn, glaube ich). Steht nicht im Gesetz, ist aber so, UDIAGS. (Diese Rechtslage kenne ich schon seit über zehn Jahren von einem VDE-Seminar.)
Zweckmäßigerweise macht man den E-Check bei jedem Wechsel des Wohnungsinhabers.
Klar.
Eigentlich nicht.
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Hier auch. "To safeguard the public ... bla blah blah blubb".
Zum Glueck hat IEEE es endlich drangegeben, diesen Unsinn laut zu propagieren. Ich hatte denen mit Austritt gedroht ;-)
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Joerg
Ralf Kusmierz schrieb:
Das ist einfach zu beantworten.... Eine "angemessene, zeitnahe und regelmäßige vorsorgliche" Überprüfung kann jeder machen der die erforderliche Fachkunde hat.
E-Check ist ein Marketingbegriff der Innungen - Werbung - Muster ohne Wert.
gruss Markus
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Markus Philippi
Ralf Kusmierz schrieb:
Angemessen: Bei der Komplettsanierung des Hauses Zeitnah: Beim Hausbau, nach 50 und nach 100 Jahren Regelmäßig: Alle zwei Generationen Vorsorglich: Bei Eigenbedarf des Vermieters
Na also, solange das Haus nicht brennt besteht kein Handlungsbedarf.
...die wie üblich nur Empfehlungen aussprechen...
Vernünftige Vermieter gewiß, also ca. 4% :-(
Doch sobald man aus Fachkompetenz sagt "da muß was gemacht werden", huch kostet Geld, "wo steht das im Gesetz?"
Gruß aus Mannheim
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Klaus Butzmann
Markus Philippi schrieb:
ok
Immerhin besser als gar nicht zu tun.
Beruflich ist es immer wieder interessant wenn sich VDE 0100 Jünger auf fremdes Terrain begeben.
Bei DC-Anlagen wird's ganz drollig, große Verwunderung wenn ein Schalter statt kalkulierter 300? schnell mal 3000? kostet.
Oder der Klassiker "haben wir fett mit 35mm² geerdet!". "Prima, wir haben einen Nennstrom von 4000A und einen unbeeinflußten Kurzschlußstrom von ca. 12000A". Neulich gerade 9000A als (kurzzeitigen) Peak gemessen.
Butzo
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Klaus Butzmann
Am 08.08.2008, 21:47 Uhr, schrieb Joerg :
Oha, Trommel + Keilriemen = Bandgenerator... wäre ein interessanter Effekt! Da müsste aber die Lagerung + Aufhängung der Trommel schon verdammt schlecht leitend sein... kann mir kaum vorstellen, dass die Federn etwa in Kunststoffbuchsen hängen, das ist doch wohl alles Metall, oder?
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt
Am 09.08.2008, 15:30 Uhr, schrieb Patrick Kormann :
Pillepalle. Die Dinger gehören vor dem Malern sauber mit Kreppband abgeklebt (wie Fensterrahmen, Türstöcke, Fußbodenleisten und ähnliche fixe Wandelemente auch). Wer sich das spart, ist als Maler sein Geld nicht wert. Punkt.
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt
Davon würde ich nicht ausgehen. Denn Waschmaschinen sind schon ein-zwei Jahrzehnte in der Regel internationale Ware und nicht mehr auf nationale Marotten hin entwickelt. Und global wird die deutsche Leidenschaft für Schutzerdung nicht überall (und schon gar nicht überall in deutschen Ausmaßen) geteilt. Es wäre nicht überraschend, wenn die Trommel vieler modernerer Maschinen bewußt schutzisoliert konstruiert ist, um den Normen anderer Länder gerecht zu werden.
Gruß Sevo
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Sevo Stille
:
.
Du hast das nicht ganz verstanden. Die Maler walzen nicht =FCber die ganzen Schalter und steckdosen dr=FCber. Abkleben w=E4r viel zu viel Arbeit.Hab ich fast nie auf dem Bau gesehen.
Die nehmen die Abdeckungen runter, Schalter aufgeschnappt-Steckdosen 1 Schr=E4ubchen. Dann k=F6nnen sie z=FCgig etwas weiter am Einsatz vorbei walzen.
Das ist absolut ok.
Leider ist aber ab und zu ein "l=E4ssiger" Malergeselle dabei, der etwas zu weit rein malt, was ansich nicht st=F6rt, aber er erwischt halt schon mal die Federkontakte SL.
Ja, wenn er dann wenigstens in der linken Hand nen kl.feuchten Lappen h=E4tte......
Aber es soll ja auch in anderen Berufen etwas nachl=E4ssige Mitarbeiter geben.
MfG bastian
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bastian
und nicht mehr auf nationale
Das ist ausgesprochen richtig.
Oft ist nur ne 2-adrige Zuleitung mit zB amerik./japan. Flachstecker an der WA oder Mikrow. dran und auf der R=FCckseite ist eine Erdungsklemme. Im "Beipackzettel" steht dann, man m=F6ge irgendwie "Erden". Manchmal kleiner Erdspie=DF dazugezeichnet. Ganz teure Ger=E4te haben sogar 2 m flex. 2,5mm2 gr=FCnen (nicht gr=FCn- gelb) Draht dran. Bei Klimaanlagen =FCbrigens auch.
Nur kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, jemals ne Erdung gesehen zu haben. (Au=DFer bei mir)
MfG bastian
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bastian
Ansgar Strickerschmidt schrieb:
Einverstanden. Drum ging ich auch davon aus, dass ein qualifizierter Betrieb, den man dazu noch nicht unter finanziellen Druck setzt, sowas macht.
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Patrick Kormann
Bei denen, die ich repariert habe und mich noch dunkel dran erinnern kann, war da viel in Kunststoff, Gummi und Silent-Bloecken gelagert. Wenn die Dinger zu laeut kloetern, verkaufen sich die so schlecht ;-)
Ist das schon so weit gekommen? Bis Mitte der 90er hatte ich in Europa keine WaMa ohne Schuko, Perilex oder UK Stecker gesehen. Jeweils mit ziemlich fettem Kabel.
Hier in USA kommt die WaMa mit einem Klemmenblock. Das Kabel kauft man extra, aber es ist vorgeschrieben welche man nehmen muss und es sind Kabelschuhe dran. I.d.R. schraubt der Installateur das an, man kann es in der passenden Laenge bekommen.
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Joerg
Ansgar Strickerschmidt schrieb:
Und es müsste staubtrocken gewaschen werden.
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Rolf_Bombach
Nicht unbedingt. Alles eine Frage, wie schnell man am Ende des Schleudervorgangs die Tuer aufmacht und reinfasst. Ich habe an meinem Auto auch bei Nebel schon statisch eine gezuscht bekommen.
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Joerg

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