Wechselstromsteckdosen an Drehstrom

Hallo NG,
folgende Installation: Brüstungskanal mit etwa 15 Wechselstromsteckdosen für Kleingeräte, Länge ca. 2 Meter. Die Zuleitung zum Kanal ist eine Drehstromleitung, sie führt zuerst
auf einen RCD mit 30mA, danach sind die 3 Außenleiter schön auf jeweils ein Drittel der Steckdosen geführt. Damit wird die Last zwar schön auf alle Außenleiter verteilt, zwischen den Steckdosen liegen aber 400 V an, zwischen den angeschlossenen Geräten auch. Ganz weit in meinem Hinterkopf liegt jetzt ein Gedanke rum, das sowas nicht zulässig ist. Ich würde bei einer Gruppe von Steckdosen an einem Arbeitsplatz niemals eine Aufteilung auf 3 Außenleiter machen. Was sagt denn aber VDE dazu? Literaturrecherche bis jetzt erfolglos, ich weiß nicht mal, wo ich suchen sollte.
Hat da jemand eine Idee, wo so etwas geregelt ist?
Grüße
Jürgen
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, zwischen den Steckdosen liegen aber 400 V an, zwischen

Das wirst Du immer wieder haben. In der Garage, in der Kche... Da sind div. Steckdosen mit eigenen Stromkreisen fr div. Verbraucher und die liegen im Si-Verteiler auf ganz beliebigen Phasen.
MfG bastian
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wrote:

Klar, in der Küche liegen z.B. Spülmaschine, Heißwassergerät und Steckdosen auf verschiedenen Außenleitern, geht ja kaum anders.
hier geht es aber um Steckdosen über einem einzigen Arbeitstisch, da kann dann der PC an L1, der Drucker an L2 und der Hub an L3 angeschlossen sein....
MFG
Jürgen

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Also schrieb Jürgen Spelter:

Das darf -per se- nix ausmachen. Das muss die Isolation aushalten.
Problematischer ist es da schon, wenn einzelne benachbart Geräte mehrfache oder unterschiedliche "Erdpotenziale" haben, weil z.B. ein angeschlossener Sat-Antennen-Schirm mit dem PE eine große Schleife bildet. Da können dann satte Ausgleichsströme fließen und Störungen verursachen. Oder der PE von zwei benachbarten Dosen geht über erheblich verschiedene Wege durchs Haus -> große eingeschlossene Fläche -> viel Induktion möglich. Wenn man diese Geräte(-gehäuse) dann nochmal verbindet - beispielsweise einen Monitor und einen PC über den Schirm des Monitorkabels, oder etwa einen schutzgeerdeten (kommt selten vor, ich weiss...) HiFi-Verstärker mit dem PC über die Signalmasse, dann wird die Schleife geschlossen und ein großer Strom fließt.
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Ich will doch mal stark hoffen, dass kein Hersteller die Isolation auf exakt 230V auslegt. Wie dünn soll denn dann die Anschlussschnur sein?

Das Problem gibt es aber auch bei einphasiger Verkabelung. Da hilft dann nur ein großzügiger Potentialausgleich oder die Verwendung von galvanischen Trennstrecken.

Funktionserde haben alle Verstärker, deren Radioteil mit der Hausantenne/Kabel-RF verbunden ist. Das ist dann so richtig schön hochohmig, damit auch das Maximum an Störungen herausgeholt wird:-(
Gruß Christian
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Jürgen Spelter schrieb:

Das wurde in den 60ern gerne anders gesehen:-)

Das macht nichts, da N und PE bei dreiphasigem Anschluss genauso sind, wie bei einphasigem Anschluss. Außerdem sind die Geräte erst nach dem Gleichrichter via Masse verbunden. Da wäre es sogar egal, wenn der Strom der verschiedenen Leitungen aus unterschiedlichen Kraftwerken käme.
Ich sehe - außer dem Nachteil von drei zu schaltenden Kreisen - nur Vorteile in der Verkabelung. Da kann der Hub 3,6kW ziehen, ohne dass der PC abgeschaltet wird.
Gruß Christian
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Also schrieb Christian Müller:

Im Falle Hub == USB-Hub: Es lebe der USB-Wasserkocher.
SCNR
Ansgar
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Ein (USB-)Hub fr 1440 USB-Anschlsse? Send Pics. :-) Gruss Harald
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Jürgen Spelter schrieb:

Hallo,
da ist es zweckmässiger alle Steckdosen am Arbeitstisch auf eine Phase zu legen, verringert Störungen durch Ausgleichsströme.
Bye
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Ich wüßte aus dem Kopf jetzt auch keine Vorschrift, die das untersagen würde, und es ist durchaus nicht unüblich, sowas vorzufinden.
-ras
--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de /
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wrote:

Sag das nicht so laut...
Die Rentnergang von vde ist zwecks Arbeitsplatzsicherung immer auf der Suche nach neuen Regulierungsmglichkeiten. Es ist ja noch nicht alles 150%ig reguliert.
Eines Tages kommt, da im Umkreis von 5 m um eine Steckdose alle anderen Steckd. an der gleichen Phase liegen men......
In Wohnzimmern, Schlafz. und Kinderz. sind meist alle Steckd. auf einer Leitung/ einer Phase angeschlossen. Bei der geringen Leistung...
Aber Garagenwerkstatt, Waschkche, Bastelraum und v.a. Kche sind recht hufig verschied. Kreise, aber kaum phasengleich installiert.
MfG bastian
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Und dass diese Steckdosen über eine gemeinsame Trennvorrichtung gleichzeitg abgeschaltet werden können müssen. Und dass in Räumen, in denen aus technischen Gründen mehr als eine Phase liegt, eine Warnung an der Tür sein muss "Achtung Hochspannung! Zweiphasige Stromversorgung, 400V Spannung!".
Setckdosen dürfen dann nur noch mit besonderem Werkzeug zu öffnen sein, z.B. Innensiebenzahn mit außermittig angeordnetem fünfeckigem Stift, zu beziehen ausschließlich beim (aus)Beuth-Verlag für 290EUR jährlich.
Die Regulierungswut scheint ungebrochen, weshalb ich mir das Durchlesen neuer Normen leider verkneifen muss. Ich muss zwischenzeitlich noch Arbeiten, um das für das Normen-Abo nötige Geld zu verdienen.
Sollte es mal ne illegale Quelle geben, diese Normen herunter zu laden, dann hätte ich _dabei_ ausnahmsweise wirklich kein schlechtes Gewissen.
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Jürgen Spelter schrieb:

VDE 0100 Teil 520:
'Die Zuordnung eines gemeinsamen Neutralleiters für mehrere Hauptstromkreise ist nicht zulässig. Aus einem Drehstromkreis mit einem Neutralleiter dürfen jedoch Einphasen-Wechselstromkreise aus je einem Außenleiter und dem Neutralleiter gebildet werden, wenn die Zugehörigkeit der Stromkreise durch ihre Anordnung erkennbar bleibt. Dieser Drehstromkreis muss durch einen Schalter freigeschaltet werden können, der alle aktiven Leiter gleichzeitig abschaltet.'
Gruß Dieter
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Also schrieb Dieter Wiedmann:

Das verstehe ich nicht ganz.
Ich möchte in zwei Räumen 2x Licht und 1x Steckdosen auf verschiedene Kreise aufteilen. 1. Fall: Ich führe 3 getrennte Kabel mit L1/N/PE, L2/N/PE und L3/N/PE vom zentralen Sicherungskasten / Hauptverteilung direkt zu den Räumen -> 3 einzelne LSS OK 2. Fall: Ich ziehe ein 5-adriges Kabel von der Hauptverteilung bis zu einer Verzweigerdose/UV vor Ort und verteile dort L1/N/PE,... (s.o.) in die Räume -> 3 einzelne LSS nicht OK? Eine gemeinsame Abschaltung würde da ja gerade dem Zweck der Aufteilung zuwider laufen (wenn es in einem Raum knallt, hat man wenigstens nebenan noch Licht/Steckdosen, um nach dem Fehler schauen zu können...). Es ist ja nirgends als *ein*Drehstromkreis* genutzt... klar, wenn man an dem 5-adrigen "Stammkabel" arbeiten muss, muss man halt alle 3 L's abschalten, aber *wenn* man schon da dran zu arbeiten hat, muss man doch sowieso erstmal die Spannungsfreiheit sicherstellen (bzw. wenn man sowieso weiss, dass man begründetermaßen unter Spannung arbeiten *muss*, entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen)...
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Doch, wenn die LS in der UV (also nach der Aufteilung liegen). Wenn die LS in der HV liegen, so müssen sie zumindest gekoppelt werden.
Gruß Gerd
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Auch wenn ich nicht für diese Auteilung bin, für die allpolige Abschaltung reicht der RCD.
Lutz
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Also schrieb Lutz Illigen:

Nun, das ist ja gerade das Kontraproduktive. :-/ Bleibt also nur, das Ganze per Selektivität zu regeln, also das "Stammkabel" im Keller allpolig mit 16A absichern und die aufgeteilten Einzelkreise in der UV mit je 10A...

Da gibt's bei uns nur einen, und zwar für's ganze Haus. :-/
(Stimmt nicht ganz, ich habe einen nachgeschalteten sensibleren zusätzlichen RCD in die Gartenhütte gebaut, damit ein amoklaufendes Gartengerät mit angeschnittenem Gummimantel im nassen Gras =;-O nicht gleich das ganze Haus kaltstellt.)
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Hallo,
aber nur wenn das amoklaufende Gartengerät so rücksichtsvoll ist einen Fehlerstrom zu erzeugen der zwar den sensibleren RCD ansprechen lässt, aber nicht den unsensibleren im Haus. Wenn es gleich ordentlich mit einem höheren Fehlerstrom loslegt kann auch der im Haus ansprechen, zusammen mit dem in der Hütte.
Bye
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Also schrieb Uwe Hercksen:

Ja, das ist dann halt Pech. Ich gebe dem Haus und dem Gartengerät zumindest eine Wahl. :))
Ansgar
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Nur wenn der 16 A ein SLS (Typ E) ist. Noch nichtmal 16 A gl ist selektiv zu B10.

Doch, genau das passiert wenn der erste RCD nicht selektiv ist. Lass den zweiten über entsprechende Neozedsicherungen parallel anschliessen und gut.
Lutz
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