KfZ-Steuer nach CO2-Ausstoß: Denkfehler wegen mangelhafter physikalischer Kenntnisse bei Politikern?

Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand mĂŒsste der CO2-Ausstoß eines Verbrennungsmotors ziemlich proportional zu seinem Kraftstoffverbrauch sein.
So gesehen wird doch bereits seit Jahrzehnten jedes Auto nach seinem CO2-Ausstoß besteuert, es hĂ€ngt nur das Etikett "Mineralölsteuer" und seit kurzem zusĂ€tzlich noch "Ökosteuer" dran. Wenn man jetzt meint, das reiche nicht, wĂ€re es doch das einfachste, die bisherige KfZ-Steuer ganz wegzulassen und dafĂŒr die Mineralöl- oder Ökosteuer zu erhöhen. Noch was: auch der dickste Mercedes produziert weniger CO2 als der kleinste Kleinwagen, wenn er nur 5000 km, der Kleinwagen aber 30000 km pro Jahr gefahren wird. Jede mit einem Festbetrag pro Jahr erhobene KfZ-Steuer wĂ€re demnach im Sinne einer Besteuerung nach CO2-Ausstoß grundfalsch. Sollte ich mich irren und sollte es doch eine sachliche (d.h. technische) BegrĂŒndung fĂŒr das geben, was derzeit als "Kfz-Steuer gemĂ€ĂŸ CO2-Ausstoß" in der Politik diskutiert wird, bitte ich um AufklĂ€rung.
Gruß, M.B.
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Am Wed, 28 Feb 2007 00:26:05 +0100 schrieb Martin Blanke:

Nein, Du irrst dich da natĂŒrlich nicht, aber eine drastische Erhöhung der Mineralölsteuer wĂ€re politisch nicht zu vermitteln und wĂŒrde auch die Probleme mit dem "Tanktourismus" verschĂ€rfen. Also betreibt man ein wenig Aktionismus, um die Bevölkerung glauben zu machen, die Politik hĂ€tte die Probleme erkannt und wĂŒrde Lösungen energisch vorantreiben.
Sinnvoll wĂ€re allenfalls eine aufkommensneutrale Art Luxussteuer, die nur beim Kauf von Autos mit erhöhtem Verbrauch und/oder schlechten Abgaswerten fĂ€llig wird, die gleichzeitig als Subvention fĂŒr entsprechend sparsame oder saubere Autos ausbezahlt wird. So um die 10% vom Anschaffungspreis könnte ich mir da politisch durchsetzbar vorstellen.
Tom Berger
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Finde ich nicht sinnvoll. Warum soll ich (fiktiv) fĂŒr den Cayenne, den ich mir kaufe, mit dem ich aber nicht fahre, mehr Steuern bezahlen als der- jenige, der sich einen 3-l Wagen kauft und damit 100000 km im Jahr fĂ€hrt?
ein anderes Problem mit der CO2-Steuer auf den Sprit ist, daß die Mineral- ölsteuer an den Bund geht, die KFZ-Steuer an die LĂ€nder.
Markus
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Am Thu, 1 Mar 2007 00:46:22 +0100 schrieb Markus Becker:

Ganz einfach: damit Autos wie der Cayenne aussterben, weil Leute belohnt werden, die auf das egoistisch-kurzfristige VergnĂŒgen verzichten, so ein Auto zu fahren. Dann gibt's nur noch welche, der mit dem 3-l Wagen 100.000 km fahren, und andere, die mit einem anderen 3-l Wagen gar nicht fahren.

In meinem Fall wĂ€re das ja nochmal eine zusĂ€tzliche Steuer, die beim Kauf anfĂ€llt, die aber eben aufkommensneutral ist. Deshalb ist es egal, ob Bund oder Land dafĂŒr zustĂ€ndig ist.
Tom Berger
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Ich kapier's nicht! Warum sollte man fĂŒr einen Cayenne den man nicht fĂ€hrt, mehr bezahlen als fĂŒr einen Lupo, den man nicht fĂ€hrt?
Markus
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fÀhrt,
Damit bei denen, die sich keinen Cayenne leisten können, kein Neid aufkommt ;-))
GrĂŒĂŸe TB
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Üblicherweise stellt man sich vor, ehe man irgenwo
mitredet und/oder Gehör erwartet. Siehe dazu:
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Am Thu, 1 Mar 2007 02:02:54 +0100 schrieb Markus Becker:

Weil der Cayenne zum Bau mehr Ressourcen benötigt? Weil man mit ihm mehr Dreck macht, *wenn* man ihn fÀhrt?
Die Mineralölsteuer auf 10 Euro pro Liter zu erhöhen wÀre sicher sinnvoller, aber eben politisch nicht durchsetzbar. Das 3-Liter-Auto gab's schon mal, aber es wurde nicht gekauft, weil es nicht attraktiv genug war. Mach den Kauf des 3-Liter-Autos attraktiver und den Kauf von schweren SUVs unattraktiver, dann wird sich das Àndern.
Tom Berger
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hallo
ach, 50 cent wĂŒrden reichen, aber auf Kerosin auchund zweckgebunden

na klar, war viel zu aufwendiggemacht (wie alle Autos aus Deutschland), da geht`s ja ums sparen (Sprit und auch Anschaffungskosten) und nicht um Egopflege (seht her wie vernĂŒnftig ich bin)
meint Helmut
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Tom Berger schrieb:

Man man, dann können wir uns gleich einmotten. Darf ich eine Liste von Hobbys und KonsumgĂŒtern auflisten welche dann ebenfalls verboten gehören?

Ein Frage der Zeit.
> Das 3-Liter-Auto gab's

und was wenn plötzlich _einer_ einen 3l-SUV zum verkauf anböte?
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Am Thu, 01 Mar 2007 19:45:46 +0100 schrieb Bodo Mysliwietz:

Welche?
Außerdem sollen SUVs ja nicht verboten werden, auch nicht fĂŒr StĂ€dter. Sowas wĂ€re bei uns nicht durchsetzbar, und das finde ich auch gut so.

Wieviel Zeit bleibt Dir? Bleibt uns?

Keine Ahnung. Probier's aus.
Tom Berger
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On Thu, 01 Mar 2007 19:45:46 +0100, Bodo Mysliwietz
Hallo,
dazu mĂŒsste er erstmal einen neuen Motor entwickeln der einen soviel besseren Wirkungsgrad hat damit der SUV-BenzinsĂ€ufer statt mit 15 l plötzlich mit 3 l auf 100 km auskommt. Ich fĂŒrchte da ist nicht mehr genug Luft beim Wirkungsgrad. Das SUV braucht soviel weil es so schwer ist, eine so grosse StirnflĂ€che hat und weil seine Form wenig strömungsgĂŒnstig ist. Macht man das Vehicle leicht, klein, schmal, niedrig und strömungsgĂŒnstig schafft man zwar die 3 l aber es ist kein SUV mehr.
Wie wĂ€re es mit einem SUV Modell, mit Verbrennungsmotor angetrieben und funkferngesteuert, damit kommt man auch unter 3 l, sogar bei ungĂŒnstiger Form?
Bye
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Uwe Hercksen schrieb am 08.03.2007 17:41:

Nix da! Das Modell (z.B. 1:6) hat sich auch mit der 1/6-Menge Sprit zufrieden zu geben. Also kein 3l- sondern ein 0,5l-SUV(Modell).
Kristian
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Uwe Hercksen wrote:

(...)
Warum wird in diesem endlösen GesprÀch der militÀrische Bereich ausgeklammert? Auch FlugzeugtrÀger und Raketenantriebe produzieren Einiges.
Freundliche GrĂŒĂŸe, Alfred Flaßhaar
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Alfred Flaßhaar schrieb:

und gerade die (Einweg-)Raketenantriebe hinterlassen hier und da noch andere Dinge welche ich nicht in der Atmosphere sehen will.
Der ganze verglĂŒhende Schrott der Raumfahrt kann imho auch nicht "gesund" fĂŒr die oberen AtmoshpĂ€renschichten sein.
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Bodo Mysliwietz schrieb:

VerglĂŒht der denn vollstĂ€ndig und restlos? Ists nicht eher so, dass der nach dem AbkĂŒhlen wieder irgendwo landen muss?
Tobi
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Tobias Meyer schrieb:

AFAIK erreichen viele Schrottteile den Erdboden nicht mehr am StĂŒck oder nur stark massedezimiert. Restlos kann eh nichts verglĂŒhen. ZurĂŒck bleibt vermutlich einiges an katalytisch potenten Staub (meine Hypothese).
Ich meine auch keine Mehrwegantriebe die an Bremsfallschirmen herunter kommen.
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Genau diesen Effekt hätte doch auch die Erhöhung der Mineralölsteuer. Der fette SUV säuft nun mal mehr Sprit als der kleine Lupo und würde daher teurer und unatraktiver.
Ausserdem ist der psychologische Effekt der Steuererhöhung bei der Mineralölsteuer wesentlich stärker als der einer Luxusteuer auf den SUV. Denn letztere muss ich nur einmal bezahlen und ärgere mich nur einmal beim Kauf darüber. Bei hoher Mineralölsteuer werde ich einmal pro woche zur Kasse gebeten. Das ärgert mehr und bringt mich durchaus auch dazu, nachträglich meine Entscheidung zu überdenken und vielleicht den BMW X5 doch wieder gegen einen sparsameren umzutauschen. Habe ich die Luxusteuer für den SUV dagegen erstmal bezahlt, ist es für mich rein ökonomisch sinnvoll, das Ding so oft wie möglich zu fahren, um die gezahlte Luxusteuer auch zu rechtfertigen.
Zudem kann man verkehrstechnisch zwei Arten von Umweltschädlingen indentifizieren: Zum einen den PS-Protz, der meint sich einen Cayenne o.ä. zuzulegen, statt eines sparsamen Autos. Zum anderen den Faulpelz, der unnötige oder zu viele Fahrten hinlegt. Mit einer SUV-Luxussteuer triffst du nur den einen, nicht den anderen. Mit einer erhöhten Mineralölsteuer triffst Du beide. Sowohl denjenigen, der sich ein PS- Monster in die Garage stellt, als auch den anderen, der mit seinem Lupo jeden Tag selbst die 500m zum Bäcker mit dem Auto fährt.
Letztenendes ist das ganze eine populistische Frage. Dem Standard- Bildzeitungsleser kann ich eine Luxussteuer auf Geländewagen eben eher schmackhaft machen als einen höheren Spritpreis.
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Hallo,
man trifft aber auch den Ich-AG Kurierfahrer der den ganzen Tag mit seinem Lupo unterwegs ist um kleine, leichte und eilige Sendungen zu befördern, der muss dann auf Fahrrad oder Mopedkurier umsatteln.
Bye
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Moin,
Uwe Hercksen schrub:

Weil ja die Transportpreise fĂŒr Pakete schon auf Moses Gesetzestafeln auf der RĂŒckseite so vermerkt waren und sich niemals Ă€ndern können, oder wie? :-)
Oder meinst du, dass die Transportautos großer Logistikunternehmen deswegen weniger verbrauchen, weil sie einem großen Logistikunternehmen gehören?
CU Rollo
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Und der dabei massig CO2 in die Luft pustet. Wenn die Steuer tatsächlich denjenigen treffen soll, der den Schadstoffausstoss verursacht, dann muss der Lupo-Dauerfahrer mehr Steuern zahlen als der Porsche-Wenigfahrer.

Womit er weniger CO2 ausstossen würde, und so die Steuer ihren Sinn erfüllt hätte.
Ich werde jetzt mal aus deutscher Sicht ein Sakrileg begehen und folgende Frage stellen: Soll die Steuer sozial gerecht oder sachlich richtig sein? Sozial gerecht hiesse: Porsche-Wenigfahrer zahlt mehr, da er es sich leisten kann. Sachlich richtig hiesse: Lupo-Dauerfahrer zahlt mehr, da er mehr verursacht.
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