-20°C

Apr 10, 2023 Last reply: 2 years ago 641 Replies

Mäuse. im Reinraum. oh, oh ..

Ja gut, Drogensüchtige für 8h auf harten Entzug zu setzen ist halt nicht einfach.

Man muss sich nur mal die Spezifikationen für semiconductor grade ultra pure water anschauen (und der Aufwand, der nötig ist, diese zu erreichen), dann schlackert man schon mit den Ohren. Und dann bedenken, dass dieser Aufwand nicht betrieben wird, "weil man es eben kann", sondern weil sonst die Halbleiterfabrik _nur_ Ausschuss produzieren würde.

Man liest sich, Alex.

ASTROHS enthält ein Modul, welches dem Rechnung trägt.

Rolf Bombach schrieb:

Nachtrag: Ein grosser Teil des Energieaufwands bei der Aluminiumproduktion geht in die Rohstoffverarbeitung. Insbesondere die Kalzinieröfen werden mit z.B. Erdgas beheizt. Die müsste man dann auch irgendwie auf Elektro umrüsten, was eventuell gar nicht geht.

Christoph Müller schrieb:

Ein erster Schritt wäre, dass man sich einigermassen darauf verlassen könnte, dass der Zug auch verkehrt. Ein weiterer wäre ein ernstzunehmender Versuch, den Fahrplan wenigstens irgendwie einzuhalten.

Klaus H. schrieb:

Da schreibt der richtige.

In dichtbebauten Stadtteilen kann man besonders gut die Abwärme der Abwasser nutzen. Ausserdem kommt man dort mit anzahlmässig viel weniger Wärmepumpen aus. Neu ist die Technik nicht, sie wurde bereits im vergangenen Jahrtausend angewendet. Selbst in DE.

Am 30.05.2023 um 20:43 schrieb Rolf Bombach:

Ein zweiter, dass die Anschlusspunkte auch in der Nähe der Start- und Zielpunkte der Kundschaft liegen. Mit Hochgeschwindigkeitszügen ist das ein schwieriges Unterfangen wegen der langen Beschleunigungs- und Bremsstrecken. Das erfordert lange Zubringer, Umstiegsnotwendigkeiten und damit Fahrtunterbrechungen, die verhindern, dass man die Reisezeit sinnvoll verbringen kann.

Ändert nicht viel an den viel grundlegenderen Problemen.

Am 30.05.2023 um 20:40 schrieb Rolf Bombach:

Welche Probleme siehst du da?

Anekdotisch: Abwasser-Abwärme-Rückgewinnung wurde bei einem Versuchshaus der Uni angewendet. Resultat: alle glücklich! Alle? Nein! Ein einzelnes gallisches Dorf voller Abwasserfuzzis beschwerte sich, weil die Kläranlagen angewärmtes Wasser erwarten...

Thomas Prufer

Ein dritter, die Fahrpläne von Ingenieuren und nicht Kaufleuten erstellen zu lassen. Wenn man eine Verbindung sucht, keine Vorgaben macht und den Empfehlungen der Bahn folgt, dann bekommt man Umsteigezeiten von z.B. vier Minuten. Im Prinzip ist das für einmal Bahnsteig überqueren reichlich, *aber* wenn der ankommende Zug mit fünf Minuten Verspätung einfährt, dann ist er nach Bahndiktion "pünktlich".

Ein System ohne alle Puffer und Reserven wird bei hinreichender Komplexizität immer versagen. N.B., das Währungs- und Bankensystem wird ebenfalls nicht von Ingenieuren und solchen, die ingenieurmäßiges Denken in Versagensmöglichkeiten gelernt haben, gestaltet.

Kann man die nicht heizen? Bei so vielen elektrischen Wärmepumpen müßte Gas doch eigentlich billiger werden. Oder doch nicht?

Die Kölner Rhein-Energie verkauft derzeit nur noch 100 % Ökostrom. Andere Verträge sind gar nicht mehr möglich. Auf der letzten Seite der Rechnung ist der gesetzlich vorgeschriebene Ausweis der Herkunft. 54 % Gas. Oops.

Am 31.05.2023 um 10:44 schrieb Axel Berger:

Welch wahres Wort!

Das ist auch eine Schwäche des Kinderbuch-Vettern-Ministeiums-Heiz- Gesetzes: Welchen "Grün-Anteil" der erzeugte oder verbrauchte Strom enthielt, ist immer nur im Nachhinein feststellbar.

Grüße, H.

Alexander Schreiber schrieb:

Das eigenartige ist, dass das Know-How schon einmal vorhanden war. Die Herstellung von Zinksulfid-Leuchtstoff hat ähnlich hohe Anforderung an die Reinheit der Substanzen wie die Silizium- Technologie. Ist wohl aber vergessen gegangen.

Christoph Müller schrieb:

Eine Garage wird normalerweise nicht beheizt. Das wird man mit Wärmepumpen auch nicht ändern müssen. Auch könnte dir aufgefallen sein, dass äusserst zahlreiche Fahrzeuge einfach draussen(!) geparkt werden. Auch bei -25 °C nimmt man sie nicht in die warme Stube rein, oder in geheizte Garagen. Und nein, da friert i.Allg. weder der Kühler ein noch platzt der ganze Motorblock. Im Kühlwasser hat es nämlich Frostschutzmittel. Und falls das dann doch gefriert, dehnt es sich nicht aus und bringt nichts zum Platzen.

Aber mach nur weiter mit deinen Horrorgeschichten. Das ist sehr aufschlussreich.

Kohl ist an allem Schuld, Schröder ist an allem Schuld, Merkel ist an allem Schuld, Habeck ist an allem Schuld.... Und jedesmal heisst es, A, B, C, oder D müssen weg, dann wird alles gut.

Alle stromproduzierenen Heizkessel sind selbstverständlich Insel-fähig...

Am 03.06.2023 um 23:20 schrieb Rolf Bombach:

Ich schreibe hier definitiv NICHT von "normalerweise", sondern Wetterlagen, mit denen so alle 10...50 Jahre zu rechnen ist. Wenn die Heizungswelt dann auf Wärmepumpen umgestellt hat, dann gnade uns Gott. Dann werden wir eine SEHR SCHLECHTE Figur abgeben mit massenweise Kältetoten.

Wer da kein geeignetes Kühlwasser im Kühlkreislauf hat, muss in solchen Fällen mit geplatzten Motoren rechnen. Das wird aber das kleinere Problem sein, wenn alles auf Wärmepumpe umgestellt hat.

Erzählt doch einfach, wo in solchen Extremwetterlagen die nötige Wohnwärme her kommen soll.

Nicht selbstverständlicherweise, sondern weil es naheliegend wäre, sie so auszustatten.

Ich vermute mal aus zwei Gründen: - am Anfang der Halbleitertechnik mit den damaligen Strukturgrössen dürften die Anforderungen an die Wasserreinheit zwar hoch, aber vermutlich deutlich weniger extrem als heute gewesen sein und das hat sich so langsam entwickelt von "wirklich ganz, ganz sauberes Wasser" zu heute "jedes einzelne falsche Atom stört" (leicht übertrieben formuliert) - um Ideen und Technik von anderen Industrien, die mit der eigenen praktisch gar nichts zu tun haben, anpassend übernehmen zu können muss man erstmal wissen: - dass es diese Industrie gibt - dass die relevante Prozesse hat und das dürfte vermutlich der Hauptgrund sein

Gerade mit dem Trend zu immer tieferer Spezialisierung ("bis man am Ende absolut alles über absolut nichts weiss") sieht man die Tendenz, dass eher die Generalisten fehlen die solche Brücken schlagen können - auch wenn das oft recht profitabel sein kann.

Man liest sich, Alex.

Kaum.

Einige Kältetote wird es unter den Wohnungslosen geben.

Dann regelt man das mit "Wärmestuben", z.B. beheizbaren Zelten oder de U-Bahn.

Peter

Christoph Müller schrieb:

...

Das ist doch heute schon so, viele sind Laternenparker. Und wenn es das kleinere Problem ist, warum bläst du es dann so auf? Und warum beharrst du darauf, dass man die Garage heizen muss?

Du willst ja Garagen heizen.

Und, hast du?

die heizen dann mit Wärmepumpen, die bei Extremtemperaturen aber gar nicht mehr funktionieren? Mit welchem Strom sollen sie angetrieben werden? Von Brennstoffen will man sich ja verabschieden. Also werden auch keine zur Verfügung stehen.

OK, U-Bahn könnte funktionieren. Wie viele Städte haben überhaupt U-Bahn und für wie viele Menschen gibt's dann dort Platz? Wie sieht's dort dann mit der Hygiene aus? Wie verhindert man Seuchenausbrüche? Wenn sehr viele Menschen für längere Zeit mit schlechten hygienischen Verhältnissen sehr dicht aufeinander "sitzen", ist das durchaus ein Thema.

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