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Apr 10, 2023 Last reply: 2 years ago 641 Replies

Am 08.06.23 um 16:49 schrieb Josef Möllers:

Ich find das jetzt schon etwas irre, daherzukommen und die Kampagne der BLÖD als "Habecks Kommunikation" hinzustellen. Aber bei einer dummen Bevölkerung verfängt natürlich die Propaganda des Springer-Drecks.

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usw.

Hanno

Ich lese weder die Bild noch habe ich eine Glotze, dafür aber die täglich gelesene Taz im Abo. So richtig anders und überzeugender war das dort aber auch nicht erklärt.

Dafür schmeißen sie gern mit unreflektierten absoluten Zahlen. Gerade heute. In Hamburg sollen zwei Boiler mit je 23 m3 Volumen 27000 Wohnungen mit Warmwasser versorgen. Das sind zwei Liter pro Wohnung.

Gleichzeitig soll es 50 kt Kohle pro Jahr einsparen. Mit der Menge kann ich die Boiler alle sieben Minuten von 10 auf 80 °C aufladen, das kommt eher in die Nähe eines Durchlauferhitzers.

Beheizt werden sollen die Boiler mit "sonst abgeregeltem" Windstrom und einer Nennleistung von 80 MW. Um 50 kt Kohle zu substituieren muß diese Leistung 5000 Vollaststundem im Jahr anstehen. Alles sonst abzureglender Überschußstrom wie stolz verkündet?

Der Schweiberling ist bei der Zusammenstellung aller dieser Zahlen natürlich völlig schmerzfrei und sieht keinen Grund für irgendwelche Rückfragen. Der typische Leser in dieser grünen Blase auch nicht. Dafür wird an anderer Stelle ständig herumgestrunxt, daß die Damen und Herren Redakteure das völlig überflüssige Schulwissen in Mathematik und Naturwissenschaften längst vergessen hätten ohne daß das dem hohen Grad ihrer "Bildung" den geringsten Abbruch täte. (Die unsägliche Hödl vor wenigen Tagen mal wieder.)

Kostensparender ist es, das direkt so zu machen. Denn für Grüne ist es angenehmer, den Standort von nigerianischen Toiletten zu diskutieren und hier mit "Das Netz ist der Speicher" rumzutönen, als sinnvolle Hinweise zu geben.

Wenn die Anlagen auf 70 Prozent kastriert sind, "um die Netzstabilität nicht zu gefährden", und die Kraftwerkler daran denken, nach Bedarf Einzelne abzuschalten - ohne dass die Zahl vorhandener Anlagen überhaupt berücksichtigt wird - muss man davon ausgehen, dass bei zunehmender Zahl der Anlagen, und dem Befehl "bei Neubauten auf jedem Dach eine", das Ziel irgendwann nicht mehr eingehalten werden kann. Dann wird jeder happy sein, der autark ist.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es ein interessantes Erlebnis ist, bei vollstem Sonnenschein auch NICHTS mehr aus der PV-Anlage zu kriegen, weil das Netz ausgefallen ist.

Grüße, H.

PS Ich will grüne Politik, keine von diesen Grünen gemachte Politik.

Als Linker hast Du es ja wohl in den Genen, damit zufrieden zu sein, nichts aus dem Zentralkomitee gesagt zu bekommen. Die Partei hat schließlich immer Recht. Ich aber bin froh, wenn wenigstens ab und zu mal was geleakt wird, und dann auch noch rechtzeitig.

Grüße, H.

Am 08.06.23 um 17:20 schrieb Axel Berger:

Mag sein, ich kenn den taz Artikel nicht, insofern kann ich nicht beurteilen, ob das am Artikel oder an deiner Rezeption liegt.

Ich weiß nicht mehr, wo und in welcher Formulierung ich die Nachricht das erste Mal gehört habe, aber ich bin ganz linksnaiv mal davon ausgegangen, daß die Regierung aus reinen Praktikabilitätsgründen schon nichts Unmögliches fordern wird, weswegen die Lesart "ab nächstem Jahr sind alle Öl- und/oder Gasheizungen verboten" von vorneherein abwegig schien. Was ja auch stimmte. Mit einer anderen Gesinnung, die der Regierung alles Böse dieser Welt zutraut und unterstellt, mag das anders aussehen.

Daß Journalisten oft Probleme mit technischen Zusammenhängen haben ist nicht direkt neu.

Hanno

Am 08.06.23 um 18:17 schrieb der braune Heinz Schmitz:

Ja ist schon klar, BLÖD-Lügen sind dein Evangelium.

Hanno

1) "wenn", 2) 70 % wovon genau? Eben.

Wer als Teilnehmer einer sci-Gruppe sich nicht vor dem Kauf einer teuren Sache kundig macht, was genau er da erwirbt, und sich keine Gedanken macht, wozu er es tut (außer "muß man in meiner Nachbarschaft heute haben, um mitstinken zu können"), der verdient es nicht anders. Passende Lösungen existieren für den, der weiß was er tut.

Es gibt keinen "den". Ich lese täglich, verfolge die Sache schon aus Eigeninteresse mehr oder weniger gründlich, und eine verständliche Übersicht, was, wann und wo müßte ich komplett übersehen haben. Irgendwelche Randdiskussionen über die besonderen Befindlichkeiten alleinstehnder 85-jähriger gab es, die ich nur sehr grob überflogen habe.

Zahlen und Summen wenn überhaupt auf dem Niveau, das ich gerade auch zitiert hatte.

Wie man's nimmt. Wer eine alte Heizung hat, die zuverlässig läuft und über 90 % Wirkungsgrad hat, der ließ es bisher einfach darauf ankommen. Im Haus meiner Mutter war es vor rund zwei Jahren noch vor der Verbotsdiskussion so weit. Drei Wochen nach dem Schaden war die neue Heizung drin. Wann eine Heizung endgültig ausfällt, weiß man nie, nur so viel, es ist immer ein ungünstiger Zeitpunkt. Zwei Mehrfamilienhäuser in Düsseldorf und Leverkusen mit Grundstücken, die nicht oder wenig über die Grundmauern hinausgehen, bekommen gerade neue Ölheizungen. Alles andere ist dort Mist und nicht oder extrem schlecht realisierbar. (An beiden ist mein Anteil niedrig einstellig.)

Das sollten dann auch der Kinderbuchautor, seine Fachleute und Pressestelle wissen und denen auf entsprechend niedrigem Niveau verständliches Material zukommen lassen. Stattdessen steht dort dann unverständliches Zeug, in das man je nach Neigung -- und ja, ich halte manche Berufspolitiker mit reiner Parteikarriere für bösartig -- sonstwas reininterpretieren kann. Die Suche nach zuverlässiger Information ist wie so oft ein hoffnungsloses Unterfangen.

Aber etwas wie das Astrail-Konzept könnte weiter helfen. Wenn's keiner will, dann natürlich nicht.

Am 08.06.2023 um 20:25 schrieb Christoph Müller:

Wird aber ganz sicher einen Grund haben das keiner diesen Murks (Verzeihung: Ich wollte sagen: Dieses wahrhaft geniale Konzept) haben will.

Am 08.06.2023 um 20:42 schrieb nico:

Worin genau liegt denn der Murks? Kannst du dazu Genaueres sagen?

Normalerweise wird nicht erwartet, daß potentielle Käufer den Erzeuger mit den Nachteilen seines Erzeugnisses vertraut machen.

Etwas verkaufen heißt, dem Käufer die Vorteile nahe zu bringen.

Grüße, H.

Diese Aussage war niemals richtig.

Am 09.06.23 um 13:59 schrieb Marc Haber:

Aber es stand doch in der BLÖD!

Mündige Bürger...

Hanno

Volker Staben schrieb:

Laut Berater bei Stromausfall

Ich bin nun mal ein schlechter Verkäufer, weil ich die Fehler im System wirklich beseitigen will. Das geht aber nur, wenn ich weiß, was als Fehler gesehen wird. nico scheint kein Fehler einzufallen. Dazu müsste er sich erst mal mit dem System beschäftigen, was ihm aber vermutlich zu viel Arbeit macht. Also ruft er halt, um Aufmerksamkeit heischend, einfach "Murks" in die Runde und trollt sich dann gleich wieder. Muss man also nicht erst nehmen.

Richtig. Ich möchte aber niemanden überreden, sondern lieber überzeugen.

Hallo Christoph,

Du schriebst am Fri, 9 Jun 2023 16:17:21 +0200:

Das widerspricht aber den Anforderungen des Marktes.

Wie kommst Du auf die Idee, dass "schlechte Verkäufer" schlechte Verkäufer seien, WEIL sie die Fehler im System beseitigne wollen?

Wie kommst Du auf die Idee, dass Fehler nur die sind, die von Anderen gesehen werden?

Also implizierst Du, Du hättest Dich mit dem System beschäftigt. Dann müsstest Du doch in der Lage sein, die angeblichen Fehler zu benennen.

Das ist ehrenvoll. Es scheint Dir aber nicht zu gelingen. Warum versuchst Du es nicht einfach. Oder willst Du tatsächlich nur Kühlschränke an Eskimos verkaufen?

Grüße, H.

Für ein aktuelleres Beispiel dieses Talents: R. Lee Ermey, wenn auch leider schon verstorben.

Man liest sich, Alex.

Am 09.06.2023 um 21:07 schrieb Sieghard Schicktanz:

Mit hinreichend Geld könnte man entsprechende Spezialisten bezahlen. Kein Geld -> keine Spezialisten -> Marktanforderungen werden nicht bedient -> Projekt kommt nicht voran. Egal, wie gut es auch sein mag.

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