Renault Werbespot

May 29, 2011 161 Replies

Am 31.05.2011 17:33, schrieb Martin Kobil:

Nur leider bleibt der Tesla nach recht wenigen Rennrunden stehen und ist dann praktisch für Stunden außer Betrieb. Was bringt mir die Spurtstärke, wenn ich die Zielflagge nicht erreiche?

"Martin Kobil" schrieb:

Nein, jeder kann das nicht. Genau genommen, können das nur sehr wenige.

Und genau daran krankt dein Konzept der Elektromobilität.

Gruß

Michael

Am 31.05.2011 18:07, schrieb Martin Kobil:

Das halte ich für ein Gerücht.

Und typischerweise wird es eben _auch_ sporadisch für längere Strecken benötigt. 1000km Tagesfahrleistung sind für das Individualverkehrsmittel der Zukunft einfach Pflicht. Zudem nimmt die Mobilitätsanforderung zu, denn die Pendlerstrecken steigen und die Arbeitszeiten werden "flexibler". Nicht wenige Arbeitnehmer müssen bereits heute öfters auf Zuruf 30km zur Arbeit fahren, ohne die Zeit dafür vorher genauer zu kennen.

Ja, und auf dem Weg zu Wochenendgrundstück bleibt man dann mangels Reichweite liegen. Oder auf dem Rückweg von dort, weils da halt eben keine Steckdose zum Laden gibt.

Nur daß der Benzintank das zigfache an Energie speichert und in 3 Minuten vollgetankt ist.

Das muß sich erst noch zeigen. Derzeit kostet alleine der Akku für ein Fahrzeug mit den Fahrleistungen eines Polo mehr als ein Mittelklassewagen.

Vorausgesetzt, die Kiste wird immer leer gefahren. Das ist aber regelmäßig in der Praxis nicht der Fall, die meisten Leute pendeln täglich ein paar km zur Arbeit, legen aber Wert drauf daß das Fahrzeug jederzeit ad hoc in der Lage ist, auch mal eine längere oder größere Transportaufgabe zu bewältigen.

Alles völlig indiskutabel. Rangeextender versauen die Fahrleistungen, Bahn ist Fahrplan- und Streckengebunden und erfordert außerdem noch Vorausplanung. Beides ist dem Markt nicht vermittelbar, der verlangt individuelle ad hoc Mobilität.

Der I-Miev zeigt eher, daß das ein deutliches Problem ist. Wie weit sinkt die E-Reichweite denn bei einer Nachtfahrt im Winter mit voll aufgedrehter Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Radio? Nein, das Radio will man da nicht aushaben, man will schließlich den Verkehrsfunk hören, ob irgendwo Streckensperrungen sind. Frieren oder mit beschlagenen Scheiben fahren will man auch nicht. Und nachts ohne Licht zu fahren ist wohl ein schlechter Scherz. Auch unter solchen Bedingungen will man aber noch auf der Berghütte für den Skiurlaub an- und wieder nach Hause kommen.

Li-Io Akkus altern zu schnell, sind feuergefährlich und viel zu aufwendig herzustellen. Das ist definitiv nicht die Akkutechnik, mit der Massenmobilität möglich ist.

Solange der Elektroantrieb das Problem der Stromversorgung nicht so lösen kann, daß man ad hoc Tagesreichweiten von 800-1000km erreicht, hat er keine nennenswerte Zukunft. Ich sehe da dann eher Verbrenner mit biologisch erzeugten Kraftstoffen, z.B. von Algen synthetisiertem Kerosin oder Methan.

Die genannten Energien haben in absehbarer Zeit nichtmal die Kapazität, den stationären Stromverbrauch zu decken - geschweige denn den mobilen. Dafür fällt eine ganze Menge Umweltsauerei bei deren Herstellung an. Und natürlich bei der Herstellung der kurzlebigen Akkus.

Berechnest Du den Wirkungsgrad deines Autos auch anhand des Quotienten von dessen Tankinhalt und der gesamten vorhandenen Erdölmenge?

vG

Das solltest Du nicht so vorschnell abtun. Der bei weitem größte Anteil am Aufwand ist der eingesetzte Strom, der Aufwand für die Anlage selbst ist im Verhältnis dagegen Peanuts. Da der Elektrolyseprozess relativ leicht in der Leistung regelbar ist, kann man flexibel Überschußstrom verwerten, der mit zunehmendem Ausbau der Regenerativen immer häufiger billig zur Verfügung stehen wird.

Alternativ kann man sich auch Szenarien vorstellen, in denen (regenerative) Stromerzeuger exklusiv für den Betrieb der Elektrolyse erstellt werden (beispielsweise Solarkraftwerke in der Sahara oder Offshore-Windenergie). Dann fallen zwar die Durchschnitts-Gestehungskosten an, aber dafür keine Netzkosten.

In beiden Fällen liegen die Stromkosten weit unter den Kosten, die für Strombezug aus dem Netz zu entrichten sind. Ich erwarte, dass dies zusammen mit den Batteriekosten den energetischen Vorteil einer Batteriezwischenspeicherung kompensiert, jedenfalls im Mobilitätsbereich.

Es ist auch die bislang einzige Möglichkeit überhaupt, saisonale Schwankungen der Stromerzeugung (solar) ohne Einsatz fossiler Brennstoffe auszugleichen.

Gruß, Friedrich

Siegfried Schmidt schrieb:

Abbremsen eines 500t-Zuges von 40 auf 0 km/h -> 8kWh Abbremsen eines 500t-Zuges von 200 auf 160 km/h -> 77kWh

Harald Hengel schrieb:

Das Gewicht spielt hier doch keine Rolle.

Eine 423er als Langzug wiegt über 400 Tonnen und muss alle 3km anhalten.

Steht doch 2 Seiten vorher: im Flachland: 15..35%

Das ist immerhin soviel dass sich der Aufwand lohnt.

Solang das Auto nicht gerade frisch geladen einen endlosen Berg hinunterfährt ist im Accu für die Energiemenge immer Platz. Auch die Bremsleistung ist gleichermassen beschränkt.

Siegfried

Siegfried Schmidt schrieb:

Und dann bremst man den von 200 auf 0 Warum muss der Zug alle 3km anhalten? Fern- und Güterzüge fahren in der Regel größere Strecken.

Naja, interessanter wären Werte über die Leistungsaufnahme bei verschiedenen Geschwindigkeiten, die Leistungausnahme beim Beschleunigen, die Stärke der Beschleunigung, bzw, die Beschleunigungszeiten auf verschiedene Geschwindigkeiten. Mir erscheint das extrem hoch. Das würde bedeuten, dass der Luft- und Rollwiderstand nur einen relativ geringen Anteil ausmacht.

Der Aufwand ist auch gering und die Leistung kann abgeführt werden. Bie der Bahn, speziell im Kurzstreckeneinsatz hast du ausserdem häufiges Anfahren und Anhalten und einen im Verhältnis zur Masse geringen Luftwiderstand Auf einen PKW ist das nicht einmal andatzweise übertragbar.

Aber Leute die nicht weiter denken kann man mit solchen Zahlen beeindrucken.

Bei Talfahrten mag das klappen, die sind ja auch so häufig, ich meine die, wo du bremsen musst um nicht zu schnell zu werden. ;-) Bei der Bremsleistung hast du das problem, dass der Akku nur die Ströme bei leichten Bremsungen verkraften kann. Bei halbwegs vernünftiger Fahrweise fällt wenig Bremsenergie an. Die Hauptbremsenergie kommt bei höheren Geschwindigkeiten aus dem Luftwiderstand, vernünftiges Fahrweise vorrausgesetzt.

Harald

Bei U-Bahnen ist das gängige Praxis, wie bei wohl mittlerweile allen elektrischen Schienenfahrzeugen.

-ras

423 ist eine S-Bahn, das Ding fährt keine 200 und ist ein Kurzstreckenhüpfer.

-ras

Erhard Schwenk schrieb:

Sieh Dir mal den TopGear-Beitrag vom Tesla an, die brauchten einige Versuche um *eine* Runde auf dem kurzen (gut 1 Minute) TopGear-Track zu Stande zu bringen.

Auch wenn man keinen Rennbetrieb vor hat, sieht das nicht nach einem zuverlaessigen Auto aus.

mfg otto

Ich habe nur im Hinterkopf, daß offenbar ein ICE bei sparender Fahrweise auf der Strecke NÜrnberg-München bei einer Fahrt ca. 3500 kwh _einsparen_ kann, also quasi meinen Jahresverbrauch.

-ras

Am Wed, 1 Jun 2011 00:22:45 +0200 schrieb Volker Gringmuth:

Erstaunlich wie wenig von der im Vorposting enthaltenen Ironie beim Leser ankommt ;-)

Lutz

Am Tue, 31 May 2011 18:07:56 +0200 schrieb Harald Hengel:

Das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal wie viel das genau ist, hängt natürlich auch von den gefahrenen Strecken ab. Das Fahrzeug wird um die 13 bis 15 kWh pro 100 km brauchen, damit weiss ich etwa wie gross die PV-Anlage auf dem Dach sein muss um den normalen Bedarf ohne die langen Fahrten zu decken.

Ob sich das auf den letzten Cent rechnet ist mir dann egal, das Gefühl künftig unabhängiger von willkürlichen Erhöhungen von eigentlichen Energiepreisen und den Steuern darauf zu sein ist mir das allemal wert.

Und ich prophezeie dass es dann auch nicht mehr lange dauert bis der gefahrene Kilometer und der Quadratmeter PV-Anlage besteuert wird.

Lutz

Hallo, Ralph,

Du meintest am 01.06.11:

Aber wieviel Prozent des gesamten Energiebedarfs des Zuges ist das?

Viele Gruesse! Helmut

Hallo, Martin,

Du meintest am 31.05.11:

Sorry - wir haben den Wechsel von Pferd zu Trecker und Auto anno dunnemals (so etwa 1950 bis 1952) nicht als Rückschritt empfunden, sondern als Gewinn von Freiheit. Eine Fahrt zur Kreisstadt dauerte keine

4 Stunden mehr (einfache Fahrt), sondern nur noch etwa 15 Minuten. Und auch die Landarbeit wurde einfacher. Beginnend damit, dass die etwa 30 Minuten entfielen, in denen die Pferde von der Weide geholt und aufgeschirrt werden mussten. Dafür haben wir gern die Abhängigkeit von Erdöl in Kauf genommen.

Verteiler auf 1 Newsgroup reduziert.

Viele Gruesse! Helmut

Hi Wolfgang,

Wieso? Wei es derzeit keine Infrastruktur gibt? Schau Dir mal die vierte Revolution an, das bildet ungemein. Es gibt Prototypen, die z.B. innerhalb von Sekunden automatisch den Fahrzeugakku unterm Auto wechseln können, das geht incl. Zahlung schneller als tanken. Wäre ein ganz anderes Geschäftsmodell, da die Akkus nicht gekauft sondern geliehen wären, man würde eben wie beim Tanken, den Verbrauch bezahlen. Ladungsmengenzähler sind erfunden...

Marte

Hi Rolf,

Das würde noch Sinn machen

Das mit dem Ethanol hab ich auch nie begriffen. Jeder weitere Verarbeitungsschritt senkt doch klar den Wirkungsgrad. Auch die Biovergasung sehe ich nicht als so glücklich, speziell dann, wenn die Biomasse genausogut gleich verheizt werden könnte. Klar kann man Gas besser transportieren und auch vielseitiger einsetzen, aber zum Verstromen zuerst Biomasse vergähren ist Energieverschwendung pur.

Pflanzenöle lassen sich sehr gut zu Treibstoffzwecken verwenden. Deren Energiebilanz sieht deutlich besser aus, als Ethanol.

Marte

Das mit der Stromentnahme durch Dritte koennte noch interessant werden. Nehmen wir mal an "Fahrstrom" wird in Zukunft aehnlich besteuert wie Benzin - wenn der mehr als das doppelte kostet wie der "Haushaltsstrom" tut sich da ein riesiger potentieller Schwarzmarkt auf: Da legt jemand ein Kabel aus dem Fenster und spielt Stromtankstelle, steckt aber den Steueranteil in die eigene Tasche.

Das wird man also entweder technisch verhindern, dann kann es aber sein man bleibt neben einer Steckdose stehen und kann nicht tanken (=>

haesslich) oder die Steuer anders erheben. Z.B. pro gefahrenem Kilometer mit Zwangs-OBU in allen E-Autos. Letzteres wuerde auch gleich den Weg fuer die PKW-Maut ebnen, da will die Politik ja sowieso hin. Die Maut wiederum kann dann als Argument herhalten die OBU auch in Verbrennerfahrzeuge einzubauen. Waere ja sonst unfair, wer kann also dagegen was einwenden?

[Fup2 defa]

Micha

Am 31.05.2011 22:33 schrieb Rolf Bombach:

Es ist aber schon erstaunlich, das die Anti-Atomkraftbewegung ausgerechnet den allergrößten Atomreaktor im Sonnensystem als Symbol gewählt hat. Aber der ist eben weit weg. Also wiedermal eine NIMBY-Bewegung.

Kristian

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