Renault Werbespot

Michael Schwimmer schrieb:


Interessante Zahl. Wie wird das Netz damit fertig? Ich kann mir das nicht gut vorstellen. Die 4 kW pro Haushalt sind zwar etwa der zehnfache durchschnittliche Verbrauch (halt rückwärts), andererseits hält der individuelle Anschluss 35 kW oder dergleichen aus.
Frage an die Allgemeinheit: Mit was für einer kombinierten Spitzenlast rechnet man bei genannten 100 Haushalten? Sicher nicht 3.5 MW, da werden doch irgendwelche Gleichzeitigkeitsfaktoren angenommen.
In CH stelle ich mir das problematischer vor, da man hier oft nur 17 kW pro Haus abgesichert kriegt und die EVUs mit etwa 4 kW längerer Last rechen, welche zudem durch E-Warmwasser und Wärmepumpen verursacht werden, also Verbraucher, die an der Rundsteuerung hängen. Wird wohl damit enden, dass man mit der Grid-Parity seinen Warmwasser- speicher heizt *duck*.

Pass auf, was du sagst, hier sind einige speziell empfindlich...
Wobei PV den Vorteil hat, dass die Zellen nicht durchdrehen oder so, wenn man keinen Strom entnimmt.

Das fürchte ich insbesondere hierzulande. Die frühe Investition in Rundsteuerungen und Netzmanagement, sparsame Absicherung usw. hat im Licht der Solarnutzung plötzlich Schattenseiten ;-]
Wobei die Schweiz im Vergleich zu DE bei Fotovoltaik nicht mitreden kann, ein Jahrzehnt im Rückstand. Ich finde es immer putzig, wie hier pompös die 400 kW (Peak, rein zufälligerweise) Grossanlage eingeweiht wird, was sich mit deinem Zahlenbeispiel zufällig deckt. "Kann 90 Haushalte mit Energie versorgen" heisst es dann, gemeint ist wohl Strom. "Kann keine 7 Personen mit Energie versorgen" klingt halt politisch nicht so opportun. Ich denk mir dann immer, gut, weiter so, nur noch 499 weitere solche Anlagen und unser Institut ist grün. Die haben hier echt keine Ahnung von Grössen- ordnungen.
--
mfg Rolf Bombach

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Hallo Rolf,
Am Tue, 07 Jun 2011 21:52:23 +0200 schrieb Rolf Bombach:

An dunklen Tagen und Nachts liegt die Last dort zwischen 40 und 120 kW, auch im Winter. Der Trafo ist bereits getauscht, da steht nun ein 630er. Um die Spannung im Niederspannungsnetz nicht allzu hoch werden zu lassen, geht dort bald eine weitere Trafostation in Betrieb. Netzausbau halt.

Die Belastung ist sicherlich nicht das Problem und auch das Mittelspannungsnetz steckt die paar Ampere bei 400 kVA locker weg.
Bei den vielen Windparks mit durchschnittlich 6 MW und den Solarfarmen mit über 2 MW sieht das schon etwas anders aus. Bei uns sind bei einer Jahreshöchstlast von 370 MW mittlerweile WKAs mit 170 MW und PV-Anlagen mit etwa 80 MW angeschlossen, dazu kommen noch die vielen kleinen BHKWs in Schulen und Krankenhäusern.
Schließlich gibt es noch private Kraftwerke mit bis zu 10 MW, die mit Holzabfällen betrieben werden und einige kleinere Kraftwerke mit bis zu 1 MW, welche mit Biogas aus Abfällen der Landwirtschaft betrieben werden. Da speisen wir schon mal in einigen Umspannwerken bei Trafogrößen von 31,5 MVA schon mal 30 MW zurück ins Hochspannungsnetz.

In dichter besiedelten Gebieten, wo der Bedarf am höchsten ist, wird Sturm gegen jede einzelne WKA gelaufen, da werden alle Mittel ausgeschöpft, um den Bau zu verhindern.
Auch gegen den Leitungsbau wird lautstark protestiert, eine neue 110 kV-Leitung für weitere Umspannwerke zu bauen, ist fast unmöglich.

Die 250 MW Peak liefern gerade mal 13 % der dort benötigten Energie. Um den Energiebedarf zu decken, müsste man also die Leistung der EEG-Anlagen auf 2 GW erhöhen.
Dann hat man aber immer noch keine Speicher für die Tage, an denen rein gar nichts in Sachen erneuerbare Energien läuft und von diesen gibt es genug (auch am Stück). Hätte man diese Speicher, müsste man die installierte Leistung nochmal erhöhen, um die Umwandlungsverluste auszugleichen.
Und dann bleibt noch die Frage, wo solche Speicher überhaupt hinsollen. Dorthin muss die Energie ja auch erst mal transportiert und von dort auch wieder abgerufen werden. Also wieder einmal Netzausbau, der, vorsichtig ausgedrückt, auf wenig Akzeptanz in der Bevölkerung stößt.
Viele Grüße Michael
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Am 13.06.2011 07:50, schrieb Michael Schwimmer:

Solange der Schattenwurf der Rotorblätter nicht stören kann, werden sich wohl einige Zeitgenossen, wenn auch langsam, daran gewöhnen müssen. Große Kraftwerke lassen sich ja auch nicht einfach verstecken. Vielleicht wären grün und blau angestrichene WKA tolerabler?

Das ist tatsächlich ein großes Problem. Abgesehen das sich einige Zeitgenossen an dem Anblick stören, vermuten sie auch eine athermische Wirkung. Die konnte zwar nirgends nachgewiesen werden, aber was stört sich der Glaube an Tatsachen. Ich vermute, das der hauptsächliche Widerstand gegen Überlandleitungen von Leuten stammt, deren oft mehr als auskömmliches Gehalt immer sicher aufs Konto überwiesen wird?

Bei Erneuerbaren Anlagen wird man wohl zukünftig eine Produktionshierrachie einführen müssen. Die Speicherbarkeit von Elektroenergie ist ohnehin das zentrale Problem.

Die Stromspeicher gehören dorthin, wo sie möglichst wenig Leitungskapazität brauchen. Also dezentraler Einsatz von Speichereinheiten. Zentraler Einsatz macht wenig Sinn.
Beim erforderlichen Netzausbau wird es auf Fingerspitzengefühl und Überzeugungskraft der Verantwortlichen ankommen. S21 ist ein warnendes Beispiel wie es nicht geht und welche Leute dafür nicht eingesetzt werden dürfen. Die betroffene Bevölkerung sollte also früh genug in Planung und Gestaltung eingebunden werden. Gut überlegte Kompromisse müssen nicht nachteilig sein. Alternativlosigkeit, um mal ein in der Politik beliebtes Wort zu gebrauchen, bedeutet lediglich eine sachliche Unfähigkeit der jeweiligen Verantwortlichen.
--
mfg hdw

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Am Mon, 13 Jun 2011 10:02:23 +0200 schrieb Horst-D.Winzler:

Was verstehst du denn darunter?
Sollte man etwa unter bestimmten Umständen PV- oder Windkraftanlagen abschalten?

Sehe ich ebenso. Ohne gigantische Speicher wird es aber nicht funktionieren!

Du meinst also, überall dort, wo ein paar Windkraftanlagen stehen, sollten auch die Speicher hin? Hast du überhaupt mal ausgerechnet, um welche Dimensionen es geht?
Ich habe das mal mit ein paar realen Daten (Viertelstundenwerte) aus dem Jahr 2010 durchgespielt.
Höchste Netzlast 380 MW, Energiebedarf ca. 2,3 Milliarden kWh.Das Netzgebiet hat eine Größe von rund 2.700 km² Installierte Windkraftanlagen von 160 MW, höchste Leistung 140 MW mit einer erzeugten Strommenge von etwa 190 Mio. kWh. Solaranlagen gesamt etwa 70 MW, mit Viertelstundenmessung etwa 7 MW, Ertrag im Jahr 2010 etwa 1170 kWh pro kW Maximalleistung.
Mit diesen Daten kann man nun spielen. Man kann beispielsweise fiktiv das Verhältnis PV/Windkraftanlagen ändern und dann die Leistungen hochskalieren, so dass diese Anlagen genau die Energiemenge abwerfen, die übers Jahr gesehen benötigt werden.
Bei einem Verhältnis PV zu Wind von 0,1 müsste man Windkraftanlagen mit etwa 1,5 GW und PV mit 150 MW installieren. Um Angebot und Nachfrage jederzeit auszugleichen, müssten knapp 900 Millionen kWh in Form von Wasser durch die Pumpen und wieder zurück durch Turbinen laufen.
Glaubt man nun, dass sich bei einem höheren Anteil von PV sich daran viel verändert, hat man sich getäuscht. Bei einem Verhältnis von 1:1 haben PV und Wind je 870 MW und man muss für 875 Millionen kWh Wasser in beide Richtungen bewegen.
Das günstigste Verhältnis liegt bei einem Verhältnis von etwa 0,4, da sind es etwa 770 Mio. kWh übers Jahr.
Ein höherer Anteil von PV verteuert also nur die ganze Sache.
Bei einem PV-Verhältnis von 0,1 fehlen bereits in den ersten vier Wochen des Jahres 90 Mio., bei einem Verhältnis von 0,4 105 Mio., bei einem Verhältnis von 1 etwa 125 Mio. und bei einem Verhältnis von 10 etwa 170 Mio. kWh.
Das ist aber nur das, was der Speicher bereits zu Beginn der Periode beinhalten muss, der Dezember vorher war sicherlich auch nicht signifikant besser.
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, müsste ein Speicherbecken, welches 300 m höher als die Turbine liegt, etwa 1 Milliarde Kubikmeter Wasser enthalten. Dass dafür dezentral genug Fläche und natürlich auch Wasser zur Verfügung steht, wage ich zu bezweifeln.
Bei der ganzen Sache sind die Wirkungsgrade natürlich noch nicht berücksichtigt. Auch kann man die Daten aus der Mitte Deutschlands sicherlich nicht auf ganz Deutschland übertragen.
Ohne Renewable Power Methane wird das meiner Ansicht nach nichts!

Wenn Hinz und Kunz gehört werden sollen, wird es mit dem Netzausbau gar nicht, oder es dauert viel zu lange.
Jede Gruppe, die Einspruch erhebt, kann schließlich auch vernünftige Gründe angeben, weshalb man die Leitung nicht genau dort bauen sollte, wo es aber notwendig ist. Letztendlich muss man doch eine Entscheidung treffen, die einigen gar nicht passt, warum also nicht gleich nach der technischen Notwendigkeit entscheiden? Schließlich wollen doch alle den Ökostrom.
Viele Grüße Michael
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Am 19.06.2011 00:06, schrieb Michael Schwimmer:

Das was man schon immer getan hat. Die Stromerzeugung die teuerer ist, wird man nur dann einsetzen, wenn man sie wirklich braucht.

Die Größe der Speicher wird davon abhängen, wie zuverlässig die Stromproduzenten von erneuerbaren Energien den Verbrauch abdecken können. Es ist eine Frage des Preises und des Platzes, wie groß die Speicher sein müssen bzw können.

Wo wird man denn Speicher sinnvoll plazieren wollen? Doch wohl möglichst nahe bei Verbrauchern. Ich wies auch darauf hin, das möglichst wenig an Leitungskapazität benutzt werden soll. Alles andere würde den Wirkungsgrad verschlechtern. Und das will man ja wohl nicht.

Der Strom, der von PV-Anlagen geliefert wird ist der Teuerste und nicht gerade der Zuverlässigste. Ich habe deine Rechnung jetzt nicht überprüft, glaube dir aber. Ich bin bezüglich PV-Strom deiner Ansicht.

Es geht darum, Spitzenlast abzufangen. Das kann auch auf der Verbraucherseite geschehen. beispielsweise lassen sich große Kühlhäuser bis zu 24h abschalten. Bei Al-Schmelzen liegt die Abschaltzeit bei max. 4h. Damit kann man schon einiges regeln.

Das wird wohl so sein das man auf "Die erneuerbare-Methan-Kopplung" nicht verzichten kann. Wie letztlich die Landschaft der Stromprodunktionsarten aussehen wird, das kann heute wohl nur vage beurteilt werden. Jedenfalls wirds "bunter" und dem muß bezüglich der Stabilität Rechnung getragen werden.

So ist es heute. Wer heutzutage eine Hochspannungsfreileitung bauen will, braucht Nerven und viel Zeit. Meine Option ist, wenn möglich, die Leitungen in die Erde zu legen. Kabelverlegung sollte Standard sein. Bei langen Leitungen dann eben HGÜs. Davon würde unsere Industrie (Siemens) profitieren und die Einsprüche dürften sich dann sehr reduzieren.

Um den sog. Ökostrom werden wir auf Dauer kaum herumkommen. Das erfordert nunmal eine etwas andere Netztopologie. Damit das in absehbarer Zeit auch durchgeführt werden kann, wird der Bund wohl zukünftig hier federführend sein müssen.
--
mfg hdw

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Hallo Horst,
Am Sun, 19 Jun 2011 10:13:34 +0200 schrieb Horst-D.Winzler:

wie ich bereits gepostet habe, kann man ja soviel WKAs und PV-Anlagen installieren, dass der Jahresverbrauch gedeckt wird. Dann sind aber die Leistungen dieser Anlagen derart hoch, dass bei Maximalerzeugung die Verbraucherlast um ein vielfaches überschritten wird.
Zu anderen Zeiten läuft tage- oder wochenlang gar nichts und diese Engpässe müssen erst mal überbrückt werden.

Die gehören dorthin, wo genug Platz ist und die erforderlichen Gegebenheiten vorhanden sind, wie beispielsweise ausreichende Höhendifferenzen. Und in den Ballungsräumen, nahe bei den Verbrauchern, ist dafür am wenigsten Raum. Dafür muss natürlich der Netzausbau vorangetrieben werden.
Ich bin in meinen letzen Ausführungen wissentlich nicht auf die Spitzenlast eingegangen. Selbst wenn man bei meinem Rechnungen 100 MW Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch nicht berücksichtigt, weil man die etwa durch Biogaskraftwerke und Anreizmodelle der Laststeuerung ausbügeln kann, gewinnt man recht wenig.
Bei einem Verhältnis von PV zu Wind von 0,1 reduziert sich die Energiemenge, die in beide Richtungen durch die Wassermaschinen muss, lediglich von 900 Millionen kWh auf etwa 855 Mio. kWh. Bei einem Verhältnis von 1:1 geht es von 875 Millionen auf 835 Mio. kWh herunter und bei 0,4 von 825 Mio. auf 770 Mio. kWh. In meinem vorherigen Posting hatte ich für das Verhältnis 0,4 fälschlicherweise statt 825 bereits die Zahl von 770 Mio. kWh angegeben.

Nöö, auf Spitzenlast bin ich erst gar nicht eingegangen. Was nützen dir vier Stunden Lastabsenkung, wenn fast acht Wochen gar nichts in Sachen regenerativer Energien (außer Biogas) läuft.
Ich muss ausreichen Energie vorhalten, um solche Zeiten zu überbrücken und diese wird halt zu anderen Zeiten "produziert". Wenn dafür GUD-Kraftwerke eingesetzt werden, die mit Erdgas betrieben werden, lügt man sich mit der kompletten Umstellung auf regenerative Energien in die eigene Tasche.

Bei der Mittelspannung ist das längst Standard, bei der Hoch- und Höchstspannung sprechen neben den enormen Mehrkosten noch andere Dinge dagegen, wie beispielsweise der hohe Kapazitätsbelag.

Hast du dir schon mal Trassen mit Höchstspannungskabeln angeschaut? Da ist der Flächenverbrauch enorm und auf diesen Flächen wird niemals ein Baum oder Busch wachsen dürfen.
Auch könnten ja durch solche Trassen irgendwelche Tiere wie der Feldhamster betroffen sein, so dass der BUND sofort dagegen Einspruch erheben würde.

Sehe ich genauso.

Die Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber wissen am besten, wo es hakt, die würden auch gerne ausbauen, dürfen aber nicht, weil noch Genehmigungsverfahren anhängig sind.
Viele Grüße Michael
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Hallo,
Am Sun, 19 Jun 2011 00:06:55 +0200 schrieb Michael Schwimmer:

da habe ich natürlich etwas zu hoch gegriffen. Die 1 Milliarde m³ gelten für die Jahresmenge,die durch die Pumpen laufen muss. Für die ersten vier Wochen müsste der Speicher 130 Mio. m³ und für die letzten vier Wochen des Jahres 2010 knapp 100 Mio. m³ vorhalten, um den Energiebedarf zu decken.
Das ist beides Mal in etwa der verfügbare Speicherraum des Walchensees von 110 Mio. m³, bei dem aber nur ungefähr 200 m Höhendifferenz zur Verfügung stehen.
Viele Grüße Michael
Viele Grüße Michael
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Hallo Rolf,
Am Tue, 07 Jun 2011 21:52:23 +0200 schrieb Rolf Bombach:

nach Berechnungen des Fachgebiets für Elektrische Energieversorgungsnetze der TUM kann man ab 50 Haushalten eine Verbraucherlast von 300 W je Haushalt annsetzen. Die Spitzenlast dagegen kann man nicht so einfach pauschalieren.
Viele Grüße Michael
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Martin Kobil schrieb:

Und was genau soll das nützen, bezüglich Auto? Schau doch mal die Osnabrück-Fotovoltaikstudie an. Die Nutzung _aller_ geeigneter Dächer, also Wohnhausdächer _plus_ alle Fabrik-, Schulhaus-, Büro-, Bahnhof- usw. Dächer reicht gerade aus, um den E-Verbrauch der privaten Haushalte zu decken. Da bleibt für das Auto nichts übrig.
Der Modell-Osnabrücker verbraucht am Tag weniger als 4 kWh an Heimstrom[tm], das allfällige E-Auto bräuchte zusätzliche 10 kWh (Zahl frei erfunden, deswegen nicht notwendigerweise total flashc). Die Grössenordnung passt einfach nicht.
--
mfg Rolf Bombach

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Ich kenne diese Studie jetzt nicht, nehme aber an, dass es sich bei der Betrachtung um insbesondere staedtisches Gebiet handelt. Und welche Dachflaechen dort als PV tauglich angesehen werden, steht auf einem anderen Blatt. Auch Ost-/West-/Norddaecher und Fassadenflaechen sind grundsaetzlich tauglich, wenn man die Minderertraege akzeptiert.


Rechnen wir doch mal. Eine typische Fahrleistung eines typischen Autos in Deutschland betraegt 13.000 km/Jahr. Ein typisches Elektroauto wie der iMiev braucht 12,5 kWh/100km ab Steckdose. Bei obig genannter typischer Fahrleistung sind das 1625 kWh pro Jahr und Elektroauto.
Ich schaetze mal es gibt 30 Millionen privat genutze PKWs und grob 80 Millionen Einwohner in Deutschland. Damit ergibt sich ein Stromverbrauch fuer private Elektro-PKWs in Deutschland von 610 kWh pro Einwohner und Jahr.
==> 1,67 kWh Stromverbrauch pro Einwohner und Tag fuers private Elektroauto
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Hallo, Martin,
Du meintest am 02.06.11:
[PV]

Klar: ich installiere die Kollektoren am Nordhang, weil ich den Minderertrag akzeptiere.
Du argumentierst wie ein Anlageberater.
Verteiler auf 1 Newsgroup reduziert.
Viele Gruesse! Helmut
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Martin Kobil schrieb:

Möchtest du jetzt die Privatwagen elektrifizieren oder die KFz im allgemeinen? Pendler- und Freizeitverkehr machen nur etwa 1/3 aus. Schliesse in der Familie mal nicht völlig aus, dass Papa im Aussendienst tätig ist und Sohnemann für UPS fährt. Und Oma und Enkel mit dem Bus unterwegs sind. Die fünfspurigen Staus rund um Köln am Donnerstagmorgen halb elf kommen kaum von den Privatwagen auf Pendlerfahrt.
Deine Zahlen kommen schon hin, die Frage wäre, was der einzelne von Durchschnittszahlen hat. Hat er ein E-Auto, braucht er eben 6 kWh für dieses pro Tag. Und unmotorisierte Mitbewohner verringern das doch nicht.
--
mfg Rolf Bombach

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Martin Kobil schrieb:

Man muss nur jede preiswerte Stromerzeugung verbieten.
Harald
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Du hast immer noch nicht realisiert, dass im Jahr 2012 in Deutschland beim Haushaltsstrom die Grid Parity erreicht wird. Selbsterzeugter und zeitgleich selbstgenutzter Strom ist damit preisguenstiger als der Netzstrom.
Aber diese Realitaet passt halt nicht in dein von zentralen AKWs gepraegtes Weltbild.
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Martin Kobil schrieb:

Deine häusliche PV-Anlage kennt genau zwei Betriebszustände:
a) Du verbrauchst mehr Strom, als die Anlage liefert. Nachts etwa. b) Du produzierst _erheblich_ mehr Strom, als du verbrauchst.
In beiden Fällen bist du auf das Netz angewiesen. Das wirst du so oder so bezahlen müssen und werden.

Die Realität ist, dass das alte AKW für 2.5 cent Strom liefert. Wenn man jetzt das Modell Kobil wirklich zu Ende durchsetzt, dürften nur noch 2.5 cents für deine Überproduktion bezahlt werden. Rechne jetzt mal deine Wirtschaftlichkeit deiner Grid Parity.
Deine Anlage lohnt wohl für dich, allerdings weil andere dafür blechen. Wer ist eigentlich der grosse Abzocker, ein RWE-Boss mit zu hoch gegriffenen Griffen in die Schatulle oder die vielen PV-Profiteure?
Oder kommt jetzt wieder so eine Verschwörerlogik, deren gemäss der billige Atomstrom die Entwicklung billiger Erneuerbarer sabotiert?
--
mfg Rolf Bombach

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Meines Wissens ist es in Deutschland so, dass derjenige der Strom kauft auch die Netzkosten zahlt. Also das ist dein Punkt a)
Wenn ich ins Netz Strom einspeise und ihn ueber die EEX Leipzig verkaufe, zahle nicht ich die Netzkosten, sondern der Kaeufer. Das ist dein Fall b)
==> ich bezahle nur in dem einen Fall a)> > Aber diese Realitaet passt halt nicht in dein von zentralen AKWs

Die Realitaet ist, das *ich* im Jahr 2012 ungefaehr 25 Cent/kWh fuer diesen 2,5 Cent Strom aus dem Netz zahlen werde. Und wenn ich mir eine neue PV-Anlage aufs Dach schrauben wuerde, dann wuerde mich dieser selbsterzeugte und zeitgleich selbstgenutzte Strom nur rund 24 Cent kosten (ohne jegliche Foerderung).
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Martin Kobil schrieb:

Ich schrieb "so oder so", lies meinetwegen "so oder anders". Des einen a) ist des andern b). Wenn du das Netz als Akku brauchst, duty cycle respektive Leistung so 1:10 getaktet, dann nehmen die Kosten für a) zu. Je mehr Strom von den Erneuerbaren kommt, desto mehr Kraftwerke müssen dumm rumstehen und warten, bis die grosse Flaute kommt. Schau mal auf die Winddaten 26.12.2004.

1. im Moment und 2. in DE kommt deine Rechnung hin. Ich halte die momentanen Anlagepreise für nicht belastbar. Ausserdem nutzen sie mir nichts, da die Anlagepreise in CH 3-6(!) mal höher sind.
--
mfg Rolf Bombach

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Martin Kobil schrieb:

Doch die Realität passt in mein Weltbild. Die Realität ist, das von den rd. 25 Cent pro kwh 20Cent Verteilkosten sind. Und die fehlen bei deiner Kalkulation. Wenn du überzähligen Strom werkaufst kommen die Kosten oben drauf. Ich glaube die nicht, dass du irgendwie zurecht kommst, wenn du keinen Strom zum überhöhten Preis ins Netz gibst. Deine Rechnung basiert auf überhöhten Verkaufpreisen ohne Netzkosten und Einkaufspreisen mit Netzkosten.
Das ist völlig daneben, aber von dir nicht anders zu erwarten.
Harald
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Martin Kobil wrote:

nur solange der Stromversorger bereit ist, Dir den Netzstrom in Teilversorgung (Abnahme nur zu Zeiten schwächelnder PV) zum gleichen Preis zu geben wie bei Vollversorgung. Das ist nicht selbstverständlich. Die Endverbraucherpreise sind Durchschnittspreise. Wenn Du Dich da zu Zeiten, wo der Strom auf dem Markt billig ist, ausklinken willst, kannst Du nicht erwarten, dass Du den Strom dann, wenn er teuer im Spitzenlastkraftwerk erzeugt werden muß, zum Durchschnittspreis bekommst. Einige der freien Stromanbieter (die mit den günstigen Preisen..) lehnen darum eine Versorgung bei EEG-Eigenverbrauch bereits ab.
Das mit der "Netzparität" ist tatsächlich nicht viel mehr als ein Marketinggag. Ein Aulaufen der EEG-Preis- und Abnahmeverpflichtung zum jetzigen Zeitpunkt würde den Ausbau zum völligen Stillstand bringen, denn die Anlagen rentieren sich nur, wenn eben auch der nicht selbst verbrauchte Strom den gleichen Deckungsbeitrag erwirtschaftet, und zwar ohne weiteren Aufwand, seien es Netzkosten oder Speicher. Das ist ohne Förderung bei einem Marktpreis von typischerweise 5-6ct. ausgeschlossen.
Ein Auslaufen der Eigenverbrauchsregelung würde ich allerdings auch befürworten.
Gruß, Friedrich
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Hallo, Martin,
Du meintest am 01.06.11:

Toll!
Hier z.B.: 8-Familien-Haus mit 140 qm Wohnfläche (also grob gerechnet 70 qm nutzbarer Dachfläche). Wenn jede Familie nur 1 Auto hätte: die Kollektorfläche reicht nicht, und zudem rechnen sich PV-Kollektoren höchstens dann, wenn ich den Strom ins öffentliche Netz einspeise statt in den Akku meines (virtuellen) Elektroautos.
Weiter: das Haus hat keine Garage(n), also bleibt nur die Laternengarage. Aber vorm Haus sind nur 5 Parkplätze. Reicht nicht mal, wenn jede Familie nur 1 Auto hat. Reicht erst recht nicht, wenn das Elektroauto nur der Zweitwagen für Kurzstrecken ist.
Viele Gruesse! Helmut
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