Renault Werbespot

May 29, 2011 161 Replies

Martin Kobil schrieb:

Tesla ist Konkurrenz? Mit den paar Autos? Für wen?

Oh weh. Natürlich ist es ein Grundrecht, dass Bürger ihre Meinung frei äußern dürfen (Art. 6 GG). Aber wo steht geschrieben, dass sie eine Meinung haben müssen, diese die eigene sein muss oder diese auch noch verbreiten müssen?

Eigentlich wäre es doch schön, wenn die Leute erst mal Ahnung hätten, bevor sie sich zu technischen Themen äußernd. Aber die Technologiefeindlichkeit ist ja nach wie vor in Mode und daher kommt häufig so ein Unfug ins Usenet.

... und das Blechfalten nicht vergessen.

Das E-Autio hat auch einen Auspuff und wird den noch lange behalten. Er ist nur nicht am Fahrzeug, sondern an einem Kraftwerk angebaut.

OK. Dich also nicht.

Das wäre nur sicher, wenn es keine Innovationen mehr gibt.

Hallo Rolf,

Die ist eigentlich gar nicht sooo schlecht, solange man die Akkus (wenigstens die LiPo) nicht tiefentlädt und auch nicht überlädt, so wie es derzeit aber üblich ist, weil man mit Akkulaufzeit und geringem Gewicht Werbung macht. Begrenzt man sich auf den Mittelbereich, halten die Teile sehr lange aus.

Das lässt sich problemlos kalkulieren. Wer die letzten Joule rausnuckelt zahlt ebben für diese Joules deutlich mehr, weil die an die Lebensdauer gehen. UNd schon hast Du das ganz bequem überschlagen. Ausserdem hast Du die Akkupflege in professionelle Stationen geholt.

Marte

Am 02.06.2011 21:06, schrieb Marte Schwarz:

Falls die so professionell wie die derzeitigen KFZ-Werkstätten arbeiten dann gut' Nacht. Auto + Elektrik, ganz dunkles Kapitel :-(

Butzo

Meines Wissens ist es in Deutschland so, dass derjenige der Strom kauft auch die Netzkosten zahlt. Also das ist dein Punkt a)

Wenn ich ins Netz Strom einspeise und ihn ueber die EEX Leipzig verkaufe, zahle nicht ich die Netzkosten, sondern der Kaeufer. Das ist dein Fall b)

==> ich bezahle nur in dem einen Fall a)

Die Realitaet ist, das *ich* im Jahr 2012 ungefaehr 25 Cent/kWh fuer diesen 2,5 Cent Strom aus dem Netz zahlen werde. Und wenn ich mir eine neue PV-Anlage aufs Dach schrauben wuerde, dann wuerde mich dieser selbsterzeugte und zeitgleich selbstgenutzte Strom nur rund 24 Cent kosten (ohne jegliche Foerderung).

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Martin Kobil schrieb:

Sach bloß...

Ja, was denn nun: Veränderung oder keine?

Und paraktischerweise ist Dein Verbrauch so, daß Du auch den gesamten erzeugten Strom selbst verwenden kannst? Wie machst Du das?

Die Realität ist: Die Anlagenpreise waren immer so hoch, daß damit die Subventionen fast vollständig abgegriffen wurden und dem Betreiber fast nichts meht übrig blieb. Wie schnell hätten also wohl die Anlagenpreise fallen können, wenn das nicht durch EEG-Subventionen verhindert worden wäre?

Nein, wie praktisch...

Und was machst Du, wenn Du aus Deinen rosaroten Träumen wieder erwachst?

Für arme Schweine wie mich, die Dir Dein Hobby bezahlen müssen - direkt über die EEG-Umlage und indirekt über die Produktpreise, in denen die überhöhten Energiepreise natürlich auch noch drinstecken. Und natürlich die "Globalisierungsopfer" hierzulande, die nichts mehr produzieren dürfen, weil der gemeine Kunde halt ausländische Erzeugnisse nimmt, die wegen dieser darin nicht enthaltenen Energiepreisbelastungen günstiger sind.

Daß das zu Lasten des Fiskus und der Sozialkassen geht, hatten wir schon öfter, aber das wirst Du nie verstehen.

Es ist nicht sehr sinnvoll, Luxusspielzeuge mit Investitionsgütern zu vergleichen. Obwohl dieser Vergleich hier vielleicht sogar trifft...

Ich wette dagegen.

Gruß aus Bremen Ralf

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Marte Schwarz schrieb:

Ist Dir eigentlich nicht klar, daß Akkus, die man nur zur Hälfte benutzen darf, nicht nur das Doppelte kosten, sondern auch das Doppelte wiegen? Wenn die dann nur doppelt so lange halten, dann ist das schonmal ein Verlustgeschäft.

Gruß aus Bremen Ralf

Martin Kobil schrieb:

Doch die Realität passt in mein Weltbild. Die Realität ist, das von den rd. 25 Cent pro kwh 20Cent Verteilkosten sind. Und die fehlen bei deiner Kalkulation. Wenn du überzähligen Strom werkaufst kommen die Kosten oben drauf. Ich glaube die nicht, dass du irgendwie zurecht kommst, wenn du keinen Strom zum überhöhten Preis ins Netz gibst. Deine Rechnung basiert auf überhöhten Verkaufpreisen ohne Netzkosten und Einkaufspreisen mit Netzkosten.

Das ist völlig daneben, aber von dir nicht anders zu erwarten.

Harald

Martin Kobil schrieb:

Du rechnest falsch. Einmal 20 Cent incl. Netzkosten und das andere mal 20 Cent plus Netzkosten.

Im Grunde sind es 20 Cent konventionell und rd. 35 Cent für Solar.

Du wirst erstaunt sein, welchen Unsin du heute von dir gegeben hast, falls du dich in 10 Jahren noch erinnern magst.

Harald

Wir reden aber nicht von je 25% "oben und unten" abknapsen, sondern von vielleicht je 5 %.

-ras

Ja, die Pseudo-Oeber Oberschicht mit dem EFH und grossem Grundstueck (im Speckguertel, also taegliche Fahrt mit dem Premium-Auto zur Arbeit), die im Sommer per EEG ueber installierte Photovoltaik absahnt (und sich im Winter bei schlechtem Wetter auf die AKWs und das Netz verlaesst), und die Oberoberschicht mit Wochenendgrundstueck, fuer die solche Pfennigfuchsereien doch Peanuts sind.

Wolfgang

Martin Kobil schrieb:

Vordergründig schon. Aber wie stark willst du deine Anlage auslegen?

500 W für den Durchschnitt, 2kW für stärkere Verbraucher, oder noch mehr? Ernstgemeinte Frage für ein IMHO nicht einfaches Optimierungs- problem.

Ganz so einfach war das nicht. Das EEG hat erst mal ein halbes Jahrzehnt lang die Modulpreise ansteigen lassen. Erst mit der Wirtschaftskrise, ersten Sättigungserscheinungen, nachlassender Begeisterung und Chinakonkurrenz sind die Preise wieder auf den Teppich gekommen. IMHO ist es auch falsch, nach der Preisentwicklung von Solarzellen zu fragen. Besser ist schon Modulpreis. Oder mal fragen, was die Anlagen- preise machen, wenn der Zellenpreis Null ist. Billiger werden die erfahrungsgemäss nicht. Ich fürchte, die Anlagenpreise werden ausleveln, auf ca. heutigem Niveau. Kosten für Netzanbindung nehmen zu, hier wird gerade über die teuren Mieten für Lastgangmessungen geflucht. Das ganze als "Erfolg" des EEG zu werten halte ich für reichlich absurd. Es wurden bestimmt schon 60Mia verheizt, weiter folgen. 100Mia für Netzausbau stehen auch schon auf der Liste. Der wirtschaftliche Schaden und die Vernichtung von Arbeitsplätzen werden unter den Teppich gekehrt.

Luxusgut, damit holen die die Entwicklungskosten rein. PV&Co wird reichlich staats/steuerfinanziert entwickelt. Die unvermeidlichen Kosten ergeben sich aus den Rohstoffkosten (inkl Energie). Da könnte es sein, dass so eine PV-Anlage doch schon rein kilomässig mehr Material braucht. Wie gesagt, interessant wäre es, was eine PV- anlage kosten würde, wenn Zellen oder Module umsonst erhältlich wären.

BTW, es bräuchte weniger Kraftwerke ohne diese Plasa-TVs.

Wenn es zutrifft, dass es 2 Jahre braucht, bis eine PV Anlage ihre Herstellungsenergie wieder drin hat, bedeutet dies u.a.:

-Du musst 2 Jahre lang zurückspeisen (meinetwegen über 20 Jahre verteilt), sonst zieht dein Argument mit selbstproduziertem Strom nicht.

-Wenn nochmals 1GW_band installiert werden soll, müssen 2 GWa Energie irgendwo herkommen. Viel Spass noch mit dem Ausstieg.

Am 02.06.2011 19:40, schrieb Lutz Schulze:

Ich hab schon Angebote zu 1800? im Internet gesehen, incl. Montagematerial und WR, excl. Montage und MwSt.

Andreas

Am Sat, 04 Jun 2011 19:01:08 +0200 schrieb Andreas S:

Bei welchen Abnahmemengen kommt man auf so einen Preis?

Lutz

Am 02.06.2011 17:40, schrieb Rolf Bombach:

Aber immerhin besteht kaum Gefahr, das Verkehrsunfälle große Gebiete unbewohnbar machen.

In DE wurde jahrzehntelang eine extensive Eigenheimpolitik getrieben. Ein bessere Subventionspolitik hätte sich die Automobilindustrie nicht wünschen können. Prinzipielle sind die damals gebauten Eigenheime durchweg Sanierungsfälle. Dürfte sich über Bevölkerungspolitik sowie Arbeitsmarkt von selbst, also systemkonform, lösen.

Diese Eigenschaft unbedingt Recht zu behalten, ist nicht auf Die Grünen beschränkt. Die Formel, sowas sei menschlich, halte ich mehr verschleiernd als erklärend.

Und das bei den doch so pingeligen Schweizern? Nach Lesens folgenden Artikels bin ich von meiner Vermutung, die Schweizer_AKW_Havarie sei volksentscheidlich abgesegnet gewesen, abgewichen.

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Mein Bild von der Schweiz ist damit wieder OK. ;-)

Nun, wir sind in DE. Da muß mit anderen Quantitäten und Qualitäten gerechnet werden. Das war auch schon zu Kaiser Wilhelms II Zeiten so. Und danach kam der Gröfatz. Nu ja, lassen wir den geschichtsträchtigen Rückblick. Ich würde also für deine unausgesprochen Vermutung, es werde alles nicht so teuer werden, meine Hand nicht in irgendein Feuer legen wollen.

Wir haben was Besseres. Schau dir mal Kalkar an. Son teueren Freizeitpark habt ihr nicht. ;-)

Das könnte durchaus so sein. BTW wir haben noch große Cu Reserven liegen aber als Kabel in der Erde.

Hier greift das Prinzip einer sich selbst abschottenden gesellschaftlichen Gruppe die sich über den Terminus "angemessen" gegenseitig ihre Gehälter aufschaukelt. Es könnte ja mal darüber nachgedacht werden, das Prinzip der Entlöhnungs-Konkurrenz der unteren Gesellschaftsschicht nach "oben" zu befördern. Heißt, nicht mehr der Aufsichtsrat darf selbstherrlich über die Vorstandsentlöhnung entscheiden sondern der, der bei gleicher Qualifikation aber geringerer Forderung die Arbeit erledigen will, bekommt den Zuschlag. Alles Andere wäre dann Veruntreung. ;-)

Drohte früher das System zu kollabieren, wurden Eroberungskriege angezettelt. Göring hatte mW 1939 auf einer Tagung der obersten Kommandeure zugegeben, das DE einen Krieg führen müsse oder Staatsbankrott erklären müsse.

Siehs mal so, die Bürger mißtrauen der Großtechnologie immer mehr. Sie müssen um den Lebensstandard auch nur zu halten, immer mehr bezahlen. Und der Politik ist ohnehin nicht mehr zu trauen. Das ist eine Gruppe von Selbstdarstellern deren Weißsagungen durch die Wirklichkeit immer schneller als Träumerei entlarvt wird. Zumal die Zwangssitzplätze in diesem Theater immer teuerer werden.

Nach der ersten Energiekrise wollte Shell wissen, wie es denn um die Energieversorgung in DE wirklich bestellt sei. Die Studie ergab daß das damals vorhandene Energiepotential größer sei, als bei Ausbau der damals geplanten aber nie gebauten AKWs, gewesen sei. Die Politik hatte also eindeutig gelogen.

Unsere "Oberste Heeresleitung" in Politik und Wirtschaft/Banken üben doch Vorbildfunktion aus. Meine Oma sagte das drastischer. Sie sprach davon, das der Fisch beginnt, am Kopf zu stinken.

Ich habe ja schon PV auf dem Dach und kein Platz fuer mehr. Aber wenn ich nochmal neu bauen wuerde, dann wuerde ich die Dachplatten weglassen, mindestens 50% der Dachlattung weglassen und anstatt Modulen mit diesen ueblichen Alurahmen, Modulen mit solrif Alurahmen (Indachsystem) nehmen. Und die Module direkt auf die Holzlattung montieren. Und das Dach natuerlich komplett damit belegen.

Mir ist nicht bekannt, welchen Mehrpreis diese Solrif Rahmen bei Modulen haben. Jemand der soetwas entwickelt und auf die Beine stellt, macht das nicht fuer lau. Aber grundsaetzlich sehe ich einen vernachlaessigbaren Mehrpreis fuer einen solchen Rahmen, falls das mal Standard wird.

Ganz grob duerfte man dabei 500 EUR/kWp an Material und Montagekosten sparen. Damit haette in 2012 eine solche Anlage einen (Mehr-) Preis von rund 1500 EUR/kWp im Vergleich zu einem Ziegeldach. Das liegt schon deutlich unter den Stromgestehungskosten einer Offshore- Windkraftanlage.

Das ist so nicht richtig. Die Preise sind nach der Einfuehrung des EEGs zwar leicht angestiegen, sind dann aber schon 2 Jahre spaeter mit dem Absinken der Einspeiseverguetung immer weiter abgebroeckelt. In

2009 dann durch die Finanzkrise und dem Zusammenbruch des spanischen Marktes sind sie massiv eingebrochen.

Hier sieht man den Preisverlauf, leider erst seit dem Jahr 2006:

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Sorry, da fehlt was, also nochmal:

Ganz grob duerfte man dabei 500 EUR/kWp an Material und Montagekosten sparen. Damit haette in 2012 eine solche Anlage einen (Mehr-) Preis von rund 1500 EUR/kWp im Vergleich zu einem Ziegeldach.

Damit kommt man auf Strompreise von rund 15 Cent/kWh.

Das liegt schon deutlich unter den Stromgestehungskosten einer Offshore-Windkraftanlage.

In 5 - 10 Jahren wird man IMHO damit selbst Onshore-Windkraft preislich unterbieten koennen.

Horst-D.Winzler schrieb:

Es geht nicht um Unfälle, sondern um Schadgase und Feinstaub und deren Folge wie Sommersmog. Das betrifft riesige Gebiete in und um Städte. Und es betrifft alle, auch solch die nie auf die Strasse raus gehen. Würde man Gefährdungsmassstäbe wie bei der Kernenergie anlegen, wären grosse Teile Europas unbewohnbar. Klar, geht nicht, der Verkehr würde den Leuten folgen...

Kann man in CH nicht sagen. Hier nehmen vorallem die Arbeitsplätze in den Städten rasant zu, ohne dass entsprechender Wohnraum entsteht. Warum alle Versicherungen, Banken usw., also Institutionen welche für delokalisierte Büros speziell geeignet sind, alle Arbeitsplätze nach Zürich City haben wollen, ist schleierhaft. Protzomanie nehm ich mal an. Ohne Pendeln geht es also gar nicht mehr. Der Ausbau des S-Bahn- netzes hat dann den PKW-Verkehr nochmals deutlich erhöht, da ja jetzt erst recht für die Familie ein Verkehssystem vorhanden ist...

Ich dachte, der Kalkar-Brüter wäre nie in Betrieb gewesen.

...

Hier entsteht eher der Eindruck, als gehe es den Leuten zu gut. Sieht man auch an den Abstimmungen, da geht einiges durch, was ihnen Nachteile und nur Banken usw Vorteile bringt.

Das sagt mir jetzt nichts, kann ich nicht beurteilen. Hier wurde das Kernkraftwerk Kaiseraugst vom Volk verhindert. Das wird jetzt als grosser Triumph gefeiert. Das de facto andessen Stelle 2 Kernkraftwerke in FR geleast wurden, wird nicht erwähnt.

Martin Kobil schrieb:

Ich schrieb "so oder so", lies meinetwegen "so oder anders". Des einen a) ist des andern b). Wenn du das Netz als Akku brauchst, duty cycle respektive Leistung so 1:10 getaktet, dann nehmen die Kosten für a) zu. Je mehr Strom von den Erneuerbaren kommt, desto mehr Kraftwerke müssen dumm rumstehen und warten, bis die grosse Flaute kommt. Schau mal auf die Winddaten 26.12.2004.

  1. im Moment und 2. in DE kommt deine Rechnung hin. Ich halte die momentanen Anlagepreise für nicht belastbar. Ausserdem nutzen sie mir nichts, da die Anlagepreise in CH 3-6(!) mal höher sind.

Martin Kobil schrieb:

Nun, wie viel kW kommen denn da zusammen? Mit zunehmender Überproduktion wirst du weniger wirtschaftlich, wenn die Subvention wegfällt. Natürlich ist es für die Stromproduktion der Nation günstig...

Konzept leuchtet ein. Doppeltes Dach hab ich auch nie so ganz kapiert, kostet nur und sieht nicht aus.

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OK. Trotzdem sehe ich keinen Grund, in weitere Preiszerfallseuphorie zu verfallen. Die heutigen Preise sind das Resultat eines Überangebots an Modulen, eventuell gepaart mit einem Überangebot an Installationskapazität. Ins- besondere von letzterer ist CH noch weit entfernt, die Installateure können immer noch 3...6 mal so viel wie in DE abzocken.

Bei den hier schon genannten 1800EUR/kWp kann ich mir daher nicht vorstellen, dass dies nachhaltige Preise sind. Das wären dann nach Abzug Installationskosten weniger als 150EUR pro m^2 Modul, da krieg ich ja kaum ein doppelt verglastes Fenster dafür. Das kann IMHO nicht dauerhaft hinkommen, auch wenn die Zellen gratis wären.

Stefan Brröring schrieb:

[R4-Methusalem]

Weniger witzig fand das mein Kollege, als ihm das Gurkenglas mal ohne erkennbaren Grund explodierte.

Ich weiss nicht mehr ganz genau, ob das jetzt der alte R4 war, wo der "dicke" Kühlwasserschlauch aus dem Motor (iirc oben rechts etwa mittig) am Anschluss von innen durchscheuerte. Jedenfalls kann ich mich an eine nordafrikanische Familie erinnern, welche in den

70er auf die Idee gekommen ist, mit der Büchse von Paris nach Algerien zu fahren, möglichst weit auf dem Landweg. Die haben es dann bis in ein Bergkaff in der Leventina geschafft, dös ist so zirka senkrecht über dem Gotthard-Südstau. Peng-Plätscher, leicht grünlich fluoreszierende dampfende Suppe fliesst raus, finito. Schlauch am Motor durchgerissen. Wir versuchten zu helfen, aber seine Wunder-Reise-Versicherungschecks wurden nirgends an- genommen ("Schüttel-Scheck" ;-)). Ich hab dann halt 2cm vom Schlauch abgeschnitten und den Rest wieder drübergemurkst, hatte genügend Längenreserven. Immerhin haben wir 2 Wochen später eine Postkarte aus Algerien gekriegt, musste irgendwie gehalten haben.

Ich erinnere mich auch noch an miese Elektrik, abgammelnde Rundstecker, durchgescheuerte Kabel. Und an wortwörtlich absaufende Vergaser.

Aber, meine Meinung, Low Tech hat den Vorteil, dass man mit einem Taschenmesser, einer Rolle Isolierband und Blumendraht (dezent metaphorisch gemeint) erstaunlich viel wieder hinkriegen konnte. Heute haste doch ohne Analysecomputer keine Ahnung was los sein könnte. Meistens eigentlich auch mit nicht.

Sei froh. Bei gewissen Zitronen musste man nur etwas heftig an den Randstein kommen, und der Kurbelanschluss wurde durchs Differential ins Getriebe gedrückt, oder so ähnlich, gefühlt wenigstens, die Rechnung betrachtend.

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