Schnellladen von Elektrofahrzeugen in nur 5 Minuten

Dschen Reinecke schrieb:


Hallo,
ausserdem schafft der nur 43,5 kW maximal, in den wunschgedachten 5 Minuten bekommt man nur schlappe 3,6 kWh ins Fahrzeug.
Nach http://de.wikipedia.org/wiki/VDE-AR-E_2623-2-2#VDE-AR-E_2623-2-2 denkt man bei Klasse 4 an 600 V DC und bis zu 400 A, das sind dann 240 kW, aber in den 5 Minuten immer noch nur 20 kWh, zu wenig für eine Komplettladung eines Elektrofahrzeugs mit ordentlicher Reichweite und einer Grösse wie heute gängige Kleinwagen mit Verbrennungsmotor.
Bye
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Das gesamte Gelaber kann man nahezu verlustlos auf folgenden Teil reduzieren:

Hier wird durch die Überschrift erstmal der Eindruck erweckt, man könne den Akku innerhalb von 5 Minuten komplett vollladen, was recht sensationell wäre. Dieser Abschnitt zeigt dann aber, daß in den 5 Minuten lediglich 13% der Akku-Kapazität geladen werden. Das ist aber eigentlich nichts besonderes.
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Kann man ausrechen: Das ist wieder optimistisch geschönt.
Typischer Verbrauch von E-Autos:
15 kWh/100 20 kWh/100 25 kWh/100 30 kWh/100
Also auf 30-40km:
4,5-6 kWh 6-8 kWh 7,5-10 kWh 9-12 kWh
Und um das in 5 min zu laden ist mindestens nötig (noch ohne Ladeverluste!):
54-72 kW 72-96 kW 90-120 kW 108-144 kW

[...]
Mit 50 kW: Kriegst du keinen der obigen Werte hin. Die Realität wird eher so aussehen, dass man in 10 min Strom für 30 km tanken kann. Und eben auch nur dort, wo so eine spezielle Lademöglichkeit exisitiert. Aktuell: Scheitert das doch alles am Hickhack um die Stecker und die konkurrierenden Ladesäulenkonzepte.
Ich warte schon auf den nächsten sensationellen Artikel: Superschnellladen für E-Autos in 1 min (*). (*) für 6 km Reichweite. ;-)
Ralf
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Am 22.09.2010 12:26, schrieb Ralf Koenig:

Ja das ist wieder typisch, jeder muß sein Süppchen kochen und der Markt entscheidet. Und der Kunde hat kein Interesse wieder aufs falsche Pferd zu setzen wie damals bei VHS<->Betamax.

Ein 1min Akku wurde vor ein paar Jahren von einer großen japanischen Firma vorgestellt (hab leider den Namen vergessen). Damals waren alle User in den Foren begeistert, da kann man dann im Zug den Laptop schnell mal unterwegs aufladen auch wenn man keine Steckdose am Platz hat genausogut das Handy. Kurz nachgerechnet ergibt das aber für ein Handy so um die 80A die über den USB-Port müssten, es geht also gar nicht. Beim Laptop ist die 230V/16A Grenze erreicht, von der Ladegerätegröße mal ganz abgesehen. Damals waren Elektroautos kein Thema aber nur bei denen würde ein entsprechend großer Stecker überhaupt machbar sein. Wobei für einen 20KWh Akku bräuchte man eine Minute lang 2.400A - nichts für Frauenhände :-) Leider gab es keine genauen Angaben über Leistungsdichte und Haltbarkeit, der Akku kam komischerweise nie auf den Markt.
Grüße
Enrico
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Am 22.09.2010 13:44, schrieb Enrico Dörre:

War das nicht der gleiche der als Handyakku mit wenigen g Masse auch 33Ah hatte? Ah nein, ich sehe der Kondensator der in wenigen Sekunden geladen werden kann war von Altair:
http://www.golem.de/0502/36525.html
Des Dauerquasselhandy vom innovativen Chinesen:
http://neuerdings.com/2008/03/25/i-colored-mobile-zj268-mit-32800-mah-handy-fuer-666-tage-standby /
Bernd
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Bernd Laengerich schrieb:

http://neuerdings.com/2008/03/25/i-colored-mobile-zj268-mit-32800-mah-handy-fuer-666-tage-standby /
Was natürlich ein ganz eindeutiger Fake ist. 32Ah in Handgröße und 120 Gramm? Mal schnell querverglichen: die Kokam-Einzelzelle mit 3,2Ah ist 140x43x7,2mm groß und wiegt 90 Gramm. Andererseits verwundert das nicht, LiPo-Zellen aus China hatten noch nie die aufgedruckte Kapazität, warum also nicht gleich richtig klotzen beim Lügen. Das ist wohl auch "innovativ" ;-)
Paul
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Tja. So ist das. Wettbewerb der Technologie. Hat aber nicht nur Nachteile.

Du hast mich falsch verstanden. Natrlich kann man einen Akku 1 min lang laden, und er wird ein bisschen Energie aufnehmen. Es war ja nicht von *voll*laden die Rede. Sondern es ist eine kleine Mini-Nachladung, z.B. von 50% Kapazitt auf 52% Kapazitt.
Und darauf will die Werbung in dem OP hinweisen: Man muss ja nicht immer volladen. Sondern durch eine hohe Ladeleistung (z.B. 50 kW) und mal kurz anstecken (5 min) reicht es bei kleinem Verbrauch (ca. 10-12 kWh/100 km) wieder fr ein bisschen Strecke (ca. 30 km).
Das ist wie 2 Liter Sprit in einen 60 Liter Tank nachtanken, wenn der Sprit nur als dnner Rinnsal aus dem Zapfhahn kme. ;-) Dann ist der dnne Rinnsal besser als der nur tropfende Zahpfhahn der Konkurrenz (normale Haushaltssteckdose).
Ralf
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Enrico Dörre wrote:

Es gab mal von BMW einen Prototypen für ein Hybridfahrzeug, der hatte statt Akkus Hochleistungskondensatoren an Bord, die eben in kurzer Zeit hohe Energiemengen aufnehmen und wieder abgeben können. Damit sollten typische Lastspitzen wie Halt an an der Ampel und anschließendes wieder losfahren abgedeckt und so der Verbrauch des Autos gedrückt werden.
Frank
--
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Klar, in Bezug auf das Laden/Entladen sind die toll (hohe Leistungsdichte).
Aber diese Supercaps haben ein Problem: Sie speichern wenig Energiemenge in viel Gewicht (geringe Energiedichte). Deshalb taugen sie zwar als kleiner Zwischenpuffer zwischen Akku und E-Motor, aber nicht als Akku-Ersatz, wo etliche kWh Kapazitt verlangt werden.
Ralf
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Hi, selbst diese Traumwerte nur unter Traumbedingungen, also betriebswarmer Akku bei gleichzeitiger feuchtkalter Witterung, damit die Abwärme aus dem stehenden Akku auch rauskommt. Sonst braucht man einen Unterbodenlüfter an der Ladebucht. Oder gar, für die fetten Modelle, einen Wasseranschluß für die zusätzliche Hydrokühlung. Kann man nach Gebrauch ja ablassen...
--
mfg,
gUnther
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Ventilation Requirements sind im Negotiation-Protokoll von Schnellladesulen schon angedacht, ja. Da sagt dann der Akku zur Ladesule: Ok, du kannst mit soviel kW schnellladen, aber nur wenn du mich auch schn khl hltst.
Ja, man wei so schon (gerade beim Schnellladen) einen Mehrwert in den angedachten intelligenten Ladern und Ladeprotokollen einzubringen gegenber dem Anschluss an einfach nur eine Spannungsquelle.
Ralf
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Ralf Koenig wrote:

Von der LEISTUNG auf die Ladedauer schliessen halte ich für arg gewagt bis unmöglich. Um die zu errechnen ist üblicherweise die Kapazität nötig - und die wird ebenso üblicherweise in Ah angegeben, nicht in kWh.
Volker
--
Wenn es vom Himmel Zitronen regnet -- lerne, Limonade zu machen.

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Volker Neurath schrieb:

Im Vorposting wird nicht von Leistung auf Ladedauer geschlossen, sondern von Energie auf Leistung über eine bestimmte Zeit. Was weder gewagt noch unmöglich ist.

Die Kapazität interessiert nicht, weil die limitierende Größe die Leistung und nicht der Strom ist.
Siegfried
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Siegfried Schmidt wrote:

Für die Ladedauer ist die Akkukapazität der *einzige* interressante, weil ausschlaggebende Parameter.
volker
--
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Volker Neurath schrieb:

Das ist ja ganz was neues, wodurch unterscheidet sich denn die Ladedauer zweier beliebiger Accus, die mit jeweils 1C geladen werden?
Siegfried
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Siegfried Schmidt wrote:

Gegenfrage: wie ermittelst du denn die Höhe von 1C ohne Kenntnis der kapazität in Ah?
Volker
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Volker Neurath schrieb:

I = E / U / t
Siegfried
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Siegfried Schmidt wrote:

Wir sind uns also einig, dass entweder die Spannung oder gleich die Kapazität in Ah benötigt wird.
Volker
--
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Volker Neurath schrieb:

Wir sind uns bestenfalls einig, dass mit der Gegenfrage "für die Ladedauer ist die Akkukapazität der *einzige* interressante, weil ausschlaggebende Parameter" widerlegt ist - und dass beides rein gar nichts mit ursprünglichen angegriffenen Leistungsabschätzung aus Ladedauer und Energiebedarf zu tun hat, weil es dort nicht um Ströme von Accus ging sondern um Anschlussleistung einer Energieverteilung.
Siegfried
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Volker Neurath schrieb:

Weisst du noch worum es geht? Du hattest behauptet, die Akkukapazität bestimmt die Ladedauer. Du hattest nicht gesagt, dass du mit einem beschränkten Strom laden willst.
Harald
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