Schnellladen von Elektrofahrzeugen in nur 5 Minuten

Sep 21, 2010 118 Replies

Am Tue, 28 Sep 2010 14:43:37 +0200 schrieb Radbert Grimmig:

Naja, mir ging es nur darum Notfälle überbrücken zu können. Ich finde das nicht schlecht.

Martin Kobil schrieb:

Hallo,

dann brauchst Du aber ein spezielles Ladegerät dem von der PV Anlage immer mitgeteilt wird wieviel Ladeleistung momentan möglich ist. Wenn Du dann das Elektroauto auch mal benutzen willst, der Akkuladestand für die geplante Fahrt aber nicht reicht musst Du die Fahrt halt auf den nächsten Tag oder auch Woche verschieben, in der Hoffnung das die Sonne bis dahin auch genügend lange genügend hell auf die PV Anlage scheint.

Bye

Helmut Hullen schrieb:

Hallo,

nichts dagegen, wenn man dabei auch richtig und konsequent runden würde.

Wenn die Netzspannung um +- 10 % schwankt würde auch die maximale Ladeleistung entsprechend schwanken. Gut wenn man dann mindestens 20 % mehr Energie im Akku hat als für die geplante Strecke nötig.

Bye

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Steffen Urbansky schrieb:

Das ist doch schlicht nicht notwendig, wenn es Batterien gibt, die in der gleichen Zeit (eine Minute) schnellgeladen werden können (und die gibt es offenbar). Die Netzlast ist doch die gleiche, wenn fünfzig Fahrzeuge hintereinander weg in einer Stunde schnellgeladen werden, wie wenn fünzig Wechselakkus parallel eine Stunde lang mit einer Normalladung am Netz hängen, aber bei einem Wechselsystem sind die Systemkosten höher, weil zusätzlich Wechselakkus vorgehalten werden müssen.

Warum so kompliziert? Während es äußerst unüblich ist, Sprit von einem Tank in einen anderen umzufüllen, könnte man bei E-Fahrzeugen problemlos eine "Pannenhilfesteckdose" vorsehen, mit der (über geeignete Schaltregler) ein Helfer ein paar Prozent seiner gespeicherten Batteriekapazität in wenigen Minuten in die Batterie des Havaristen umladen könnte.

Es ist eigentlich nicht einzusehen, warum Langstrecken auf den eigenen Rädern und nicht auf der Schiene zurückgelegt werden sollten. Elektromobilität ist keine geniale Billiglösung, sondern ein aus dem Mangel entstehendes teures System, das durch die Knappheit fossiler Energieträger und die Notwendigkeit des Klimaschutzes bedingt ist. Diese Effekte haben tiefgehende Auswirkungen auf das Wirtschaftssystem insgesamt und könnten z. B. zur Renaissance der Schiene führen.

Es wäre eher völlig normal, daß man in Hamburg sein Auto in einem Güterwagen verlädt (einfach reinfahren wie in ein Parkhaus), dann im Zug Platz nimmt und in Bukarest wieder ins Auto steigt und damit weiterfährt. Wer will denn 1000 oder mehr km Autobahn abreißen? Ist doch irre, vor allem, wenn man bedenkt, daß der Zug mit 300 km/h fahren könnte.

Gruß aus Bremen Ralf

Am Tue, 28 Sep 2010 15:30:59 +0200 schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Das es Akkus gegeben haben soll die in nur einer Minute voll geladen werden wurde hier im Thread schon angeschnitten. Offenbar scheint das aber nicht sehr erfolgreich zu sein. Die 5 Min. die der Eröffner hier ansprach beziehen sich nur auf eine Teilladung und nicht auf eine Vollladung. Wobei eine 1/2 Stunde für eine Vollladung schon nicht schlecht ist, finde ich aber immer noch zu lange. Die Frage ist auch wie sich die Schnellladung auf die Lebensdauer des Akkus aus wirkt. Mir nutzt so ein schnellladefähiger Akku wenig wenn er nach kurzer Zeit ausgetauscht werden muß.

Wir werden sehen was uns die Forschung in den nächsten Jahren bringt. Vielleicht gibt's ja bald, was die Ladezeit betrifft, keinen Unterschied mehr zum klassischen Sprit tanken. Die Reichweite wird sich auch verbessern.

Ja, aber dazu braucht man erst mal einen Helfer. Meine Überlegung war wenn kein Helfer in der Nähe ist. Nur wegen Energiemangel gleich den ADAC zu rufen finde ich etwas übertrieben.

Das wäre eine Alternative.

Im Zeitalter von Billigflieger und Mietwagen ist es nur in den seltensten Fällen sinnvoll, das eigene Auto per Bahn durch die Gegend zu schicken.

Regards Karsten

Meine Modellrechnung: Geplante Fahrt von München in die Lüneburger Heide, vier Tage, in der Heide mehrere Verwandtenbesuche, anschließend Fahrz zurück, zwei Personen, zwei Koffer.

Wir haben alles mögliche hin- und hergerechnet: Flugzeug, Bahn, Mietwagen, Car Sharing... Egal, was du machst: am Ende kommst du immer bei 600 Euro raus. Dann sind wir mit unserem Fiat gefahren: rund 1800 km, rund 190 Euro für Sprit. Klar, die Langstrecken waren anstrengend, sieben Stunden Autobahn in jede Richtung. Aber nach sieben Stunden im Zug bin ich auch gerädert, und mit dem Auto ist man wenigstens flexibel und verpasst kein Flugzeug.

Frank

Allerdings benötigen zwei Mann und ein Auto im Zug ungefähr den zehnfachen Platz wie zwei Mann ohne Auto. Wenn das Viele machen würden, würden die Bahnstrecken hemmungslos verstopfen.

Frank

Frank Kemper schrieb:

Hallo,

wobei es wenig realistisch ist beim Auto nur die Kosten für Sprit zu rechnen, da gibt es ja auch noch Reifenverschleiß, anteilige Wartungskosten und Wertminderung des Autos.

Bye

Uwe Hercksen schrieb: ^

Das ist die Frage und kommt vor allem auf das sonstige Fahrprofil an.

1 Wartung mit Ölwechsel pro Jahr ist genau eine Wartung mit Ölwechsel pro Jahr. Viele, eher die Meisten schaffen nicht die Kilometerleistung um früher zu einem Wechsel zu kommen. Reifenverschleiss? Mit 2 Sätzen, Sommer Winter geht es vielen wie mit den Wartungen, der Tausch wird wegen Alters und nicht wegen Verschleiss fällig. Wertminderung? Schau dir einmal die Differenzen an, die dabei herauskommen, marginal. Ob dein Motor funktionsfähig mit 100, 200 oder 300.000 in den Schrott geht macht auch keinen Unterschied. Im Wiederverkauf spielen 2000km mehr pro Jahr so gut wie keine Rolle. Was bleibt ist tatsächlich nur der Kraftstoff, zumindest bei den Meisten.

Harald

Ja, aber die machen sicherlich nicht das Doppelte des Spritverbrauches aus. Viele Posten wie Wertminderung, Versicherung und Steuer treten auch auf, wenn du das Auto nur besitzt und gar nicht fährst.

Das Problem bleibt aber bestehen: In dem Moment, in dem mehr als eine Person auf Reisen geht, werden Bahn und Flieger plötzlich teuer.

Frank

Am 28.09.2010, 16:59 Uhr, schrieb Frank Kemper :

Air-Berlin MHH: ca. 65 EUR pro Nase und Richtung -> 260 EUR

4 Tage kleiner Mietwagen ab Flughafen HH -> ca. 120 EUR
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Ca. 30 Liter Sprit: 40 EUR. 4x S-Bahn M Flughafen: 40 EUR Macht eher was um 460 EUR. Ok, nicht weit weg von 600 EUR.

Richtig billig: Mitfahrgelegeneheit (z.B. nach HH) + =D6PNV + Bekannte/T= axi. Mfg: ca. 160 EUR, =D6PNV-Tickets: ca. 100 EUR.

Bei der Bahn: solche Lidl-Tickets machen sich gut f=FCr den Zweck.

Ralf

Am 28.09.2010 17:11, schrieb Uwe Hercksen:

Steuern und Versicherung nicht eingerechnet. Ich hatte mal bei meinem Auto nachgerechnet. Allein wenn der Wagen nur steht, kostete er mich eine dreistellige Summe pro Monat. Wenn es um Kosten geht, scheint es sehr beliebt zu sein, sich gehörig in die Tasche zu lügen!

Am 29.09.2010, 05:27 Uhr, schrieb horst-d.winzler :

Fixkosten von mind. 1200 EUR im Jahr sind nun nix ungew=F6hnliches.

J=E4hrlich

------------- Ca. 150-300 EUR Steuern (Benziner/Diesel) Ca. 400-600 EUR Versicherungen. Ca. 500-1000 EUR Wertverlust. Ca. 50 EUR HU. (=3D100 EUR alle 2 Jahre) Ca. 150 EUR Inspektion.

Da ist man ratzfatz bei 1250 bis 2100 EUR. Und das ist ein Auto, dass ma= n =

sicherlich als "eher g=FCnstig" einordnen w=FCrde.

Geteilt durch die im statistischen Mittel 12.000 km im Jahr bei =

Privatnutzern hat man Fixkosten von ca. 10 bis 18 Cent pro km. Der Sprit= =

kommt mit 5-11 Cent/km dann dazu. Sowie Reparaturen.

Nach oben kann man davon recht weit abweichen. Nach unten sind IMHO bei = =

1000 EUR Gesamtkosten im Jahr die Grenze erreicht, die man schwer =

unterbietet.

Jepp. Bei den j=FCngeren (z.B. bis 7 Jahre/100.000 km): Wird der Wertverlust g= ern =

"vergessen", sowie Finanzierungskosten. Bei Barzahlung: entgangene =

Kapitalertr=E4ge.

=C4ltere werden tendenziell deutlich g=FCnstiger. Wichtig wird dann aber= die =

Handhabung/Variabilit=E4t der Reparaturkosten. Bei selbstst=E4ndigen =

Reparaturen wird mindestens die eigene Recherche/Arbeitszeit gro=DFz=FCg= ig =

gehandhabt.

Letztlich hat man ein Auto sicherlich nicht, um absolut gesehen Geld zu = =

sparen, sondern um Zeit, Flexibilit=E4t, Unabh=E4ngigkeit, Komfort, =

Spontanit=E4t zu "gewinnen", die einem wieder was wert ist. Wobei Frank = =

Recht hat: Die Anzahl der Nutzer spielt dann auch eine Rolle. Die =

Autokosten f=FCr 1-4 Nutzer sind quasi identisch, die Alternativen (=D6P= NV, =

Bahn, Flieger) skalieren bis 2 etwa linear, dr=FCber kommen bei =D6PNV/B= ahn =

dann schon mal Familienrabatte oder Mehrfahrerrabatte zum Tragen.

Ralf

PS: Betreff angepasst. Follow-Up to: de.etc.fahrzeug.auto

Das in-die-Tasche-Lügen greift nur für den Fall, dass es zur Debatte steht, entweder ein Auto zu besitzen und zu benutzen oder kein Auto zu besitzen.

Wir haben uns dafür entschieden, ein Auto zu besitzen. Deshalb fallen viele Fixkosten an, egal ob wir es nun fahren oder nicht. Allerdings sind die hohen Kosten, die der ADAC in seinen Berechnungen herausfindet, zu einem großen Teil darauf zurückzuführen, dass Neuwagen einen enormen Wertverlust haben. Und wenn ein Neuwagen für 20 K im ersten Jahr 20% seines Wertes verliert, dann sind das allein ja schon 4 K, also über 300 Euro pro Monat. Das Auto, das uns jetzt nach Norddeutschland und zurück gebracht hat, hat in der Anschaffung nur 4,7 k gekostet, und das ist 2,5 Jahre her. Wenn wir mal davon ausgehen, dass es pro Jahr 20% seines Wertes verliert, hat mich der Wertverlust im ersten Jahr rund 80 Euro pro Monat gekostet, im zweiten waren es dann nur noch 62 Euro.

Es gibt auch Posten wie zum Beispiel Öl. Das Auto braucht so wenig Öl, dass zwischen den Ölwechseln nichts nachgefüllt werden muss. Der Ölwechsel ist alle 20 TKM oder einmal im Jahr fällig. Solange wir nicht mehr als 20 TKM pro Jahr fahren, ist es also für diesen Posten völlig egal, ob wir 5 TKM oder 19 TKM pro Jahr fahren.

Viele Fixkosten sind also keineswegs kilometerabhängig, sondern eher zeitabhängig, egal ob das Auto gefahren wird oder nicht. Wenn man die Gesamtkosten, die man für das Auto hat, nun auf den Kilometer umrechnet, dann kommt heraus, dass die Kosten pro Kilometer relativ hoch sind, wenn man wenig fährt - und relativ niedrig, wenn man viel fährt. Deshalb sind zum Beispiel auch Jahresvignetten für die Autobahnmaut und Steuererhöhungen für "Stinker" kontraproduktiv: sie belohnen die Vielfahrer und bestrafen die Wenigfahrer.

Es bleibt allerdings der Fakt: Für Autobesitzer ist die Wahl eines alternativen Verkehrsmittels oft finanziell nicht attraktiv, vor allem, wenn sie zu mehreren Leuten fahren. Und - wie der diesem Thread angedeutete - Transport des Autos von A nach B im Fernreisezug ist schon gar nicht attraktiv. Das macht man nur, wenn man andere Gründe hat, warum man die lange Strecke nicht selbst fahren will.

Frank

Am Wed, 29 Sep 2010 05:27:47 +0200 schrieb horst-d.winzler:

IMHO kann man die verschiedenen Verkehrsmittel durch völlig unterschiedliche Eigenschaften nur über die Kosten gar nicht vergleichen.

Ich finde eine Mobilitätsflatrate für (je nach Fahrzeug und Kilometern im Jahr) 10-20 Euro am Tag nicht schlecht. Der Betrag kommt schnell wieder raus weil ich dadurch auch vieles effizienter erledigen kann.

Bei anderen sieht das sicher anders aus.

Lutz

horst-d.winzler schrieb:

Sparst du die, wenn du die Fahrt statt mit dem Auto mit der Bahn machst?

Sinnvoll teilst du beim Auto die Kosten in 2 Positionen. Fixkosten wie Steuern, Versicherung, Wertverlust durch Alterung und variable Kosten wie Abnutzung und Verbrauchsstoffe. Die Wartung, in der Regel mind. 1 mal im Jahr fällig, sind meist Fixkosten, das kommt sehr auf das eigene Fahrprofil an. Der wirkliche Verschleiss ist in der Regel sehr gering, wenn du zusätzliche Strecken fährst, hast du tatsächlich kaum mehr als die Kraftstoffkosten für die Strecke.

Harald

Am 29.09.10 13:01, schrieb Harald Hengel:

Nur, weil das immer wieder erwähnt wird: Bei meinem Audi, den ich sehr wenig verwendet habe, wurde IIRC der Service nach 3 Jahren fällig, weil ich in der Zwischenzeit die 30'000 km nicht runter hatte.

Am 30.09.2010, 12:50 Uhr, schrieb Patrick Kormann :

Ist aber eine seltene Ausnahme. Was ich kenne: auch bei variablem =

Service-Intervall: Sp=E4testens alle 2 Jahre soll das Auto zur Inspektio= n.

Vielleicht rememberst du dich nicht correctly? Und es wurde nur von 1 Ja= hr =

auf 2 Jahre "angepasst"?

Ralf

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