Wohnungs-Unterverteilung ungenügend?

May 16, 2010 75 Replies

Sprich der Herd hat 400V zwischen zwei Au=DFenleitern, f=FCr den Geschirrsp=FCler ist das vorgesehen, der aktuelle ist aber einphasig.

Eigentlich mu=DF der Strom nur von Lx zu einem Leiter ungleich N flie=DFen, das kann auch ein halbwegs leitf=E4higer Fu=DFboden oder eine in den Potentialausgleich einbezogene Wasserleitung sein. Eine Anlage ohne Schutzleiter (Schutz durch nichtleitende R=E4ume) ist mit FI allemal noch sicherer als ohne. Ist aber in D und A als Nachr=FCstung nicht mehr ausreichend, es m=FCssen PE zus=E4tzlich verlegt werden UND ein FI installiert.

Wie unten bereits erw=E4hnt, der N ist prinzipiell trennbar, wird aber nicht mit dem LSS mitgeschaltet, anders als in =D6sterreich. Hier scheint es mir sowieso so, als ob die N-Klemmen weitgehend leer w=E4ren und oben eine PEN-Schiene.

Es gab fr=FCher in CH auch "Zweiphasenz=E4hler" f=FCr 2L+N. Zum Teil d=FCrf= ten die bis heute in Betrieb sein, ich hab Fotos im Netz gesehen.

sg Ragnar

Die sind ja auch im Baumarkt am billigsten. :-) Gruss Harald

Danke f=FCr die Info. Wer weiss f=FCr was man das auch als Deutscher mal braucht. (Im urlaub z.B. :-)

Wenn man sichs genau =FCberlegt, ist die Verlegung von Drehstrom in Wohnungen in Mehrfamilienh=E4usern auch =FCbertriebener Aufwand, da es echte Drehstrom- Verbraucher f=FCr Haushalte praktisch nicht gibt. Bei Durchlauferhitzern mag es wegen des hohen Stromverbrauchs sinnvoll sein, ansonsten kann man seine Wechselsromverbraucher auch gut auf zwei Phasen verteilen. Gruss Harald

Am 16.05.2010 21:59, schrieb Thorsten Klein:

Die E-Installation ist mit Sicherheit ungenügend. Ich bin zwar nicht auf dem neuesten Stand der VDE-Regeln, aber die Installation ist zumindest nicht zeitgemäß.

  1. Alle Nasszellen sind mit einem 30 mA FI abzusichern.
  2. Standardmäßig sollte jeder Stromkreis mit 16-Ampere abgesichert sein.
  3. Eine intelligente Trennung verschiedener Kreise macht immer Sinn.
  4. Alle Anschlüsse sind mit einem PE Schutzleiter zu vershen.
  5. Verbraucher, wie E-Herd, Durchlauferhitzer sollten idealerweise gesondert gesichert sein.
  6. Ich würde überdies jeden Kreis zusätzlich mit einem FI absichern.

Die beiden letzten Punkte sind allerdings Luxus und kein muss.

Wenn die Wohnung mit einer Seperaten Steigeleitung (Dreiphasig) versorgt wird, sollte in der Wohnug ein eigener Unterverteiler aufgebaut werden. Bei der Wohnungsverkabelung ist zu testen, ob die Kabelart und Stärke für 16 A ausreichen.

Diese Verteilung könnte in der Praxis so aussehen.

  1. Licht und Steckdosen Flur und Küche (Eine Sicherung 16 A)
  2. Licht und Steckdosen Wohnzimmer und Schlafzimmer (Eine SIcherung 16 A)
  3. Licht und Steckdosen Kinderzimmer und Bad (Eine Sicherung 16 A und FI)
  4. Durchlauferhitzer und E-Herd 3 mal 16 Ampere + FI

Daniel

Daniel Duesentrieb schrieb:

VDE interessiert Schweizer nicht so sehr.

Gruß Dieter

Kann sinnvoll sein, um die ungewollte FI-Auslösung zu verhindern, wenn man einem Stromkreis arbeiten will. Die Verbindung von PE+N löst ihn gerne aus.

Am 17.05.2010 23:09, schrieb Werner Holtfreter:

Es reicht auch ein einfaches Multimeter im Spannungsmodus. In der Tat: die Spülmaschine ist nur einphasig und hat einen handelsüblichen, normalen schweizer Stecker. Er steckt in einer 5-poligen Aufputzsteckdoese beim Abfalleimer (kann man ausbauen), was ganz offensichtlich nachträglich eingebaut ist. Diese 5-polige Steckdosen gibts IMHO nur in CH und erlauben das Anschliessen von gewöhnlichen einphasigen CH-Steckern wie auch 5-poligen CH-Steckern (kein CEE). Diese Steckdoese ist auch mit 5 Adern angeschlossen und bis zur UV geführt. Dort ist eine Ader jedoch nicht angeschlossen (deutlich sichtbar die Weisse Ader, die wieder zurückgelegt wurde. Es ist ein Bogen sichtbar. Also schaltet die eine Sicherung den L1 und damit die Spülmaschine, die andere den L2, der aber nicht angeschlossen ist. N und PE werden getrennt geführt bis zur UV, dort aber dann gemeinsam auf die PEN-Schiene gelegt. Der N von dieser Steckdose hat eine Kabelbindermarkierung. Somit gibt es auch in Bad & Küche technisch keinen PE, da alles in der UV gebrückt ist. Aber das muss wohl so gemacht werden, falls die anderen Räume auch mal umgerüstet werden sollten. Bei der Gelegenheit habe ich mal alle Spannungen der Steckdosen ausgemessen. Wahnsinn: alle Steckdosen haben eine Spannung von *315V*!!! (AC Messbereich, Eff.), demzufolge zeigt das Multimeter ca. 540V an, wenn ich von L1 zu L2 messe in der besagten Steckdose. Diese Werte sind allerdings schwankend, manchmal sinds auch "nur" 280V. Ich kann mir nicht vorstellen dass das den Geräten so gut bekommt, bisher hat sich aber noch keines beschwert.

Ja, der Arbeitszähler zählt dreiphasig.

Am Tue, 18 May 2010 19:09:55 +0200 schrieb Thorsten Klein:

Das sieht bei 230 Volt Leiter gegen Null aber dem Spitzenwert recht ähnlich.

Wo soll denn sonst die Spannung als Effektivwert in der Höhe herkommen wenn zwischen zwei Aussenleitern noch so viel mehr anliegt?

Lutz

Bei den 315 V könnte ich mir noch vorstellen, dass du eine offene Ader mit gemessen hast, die kapazitiv auf die andere Phase koppelt. Aber wenn du 540 V misst, dann ist zweifellos dein Messgerät defekt.

(Schau dir noch mal an, wie man einen Subjektwechsel korrekt macht.)

Am 18.05.2010 19:13, schrieb Lutz Schulze:

Stimmt zwar, aber mein Multimeter kann definitiv keinen Spitzenwert messen. Es wird irgendwie zu hoch eingespeist, die 315 V sind ja ungefähr das 1/W3-fache der 540 V, die zwischen den Aussenleistern anliegen.

von der Einspeisung? Ich sehe das so, dass die drei dickeren Drähte unten (wahrscheinlich

2.5mm2) die Zuleitung mit L1+L2+PEN darstellen, die dann auf die Herdsicherungen geschaltet sind und unten zu den anderen Automaten gebrückt sind. Dann hängt natürlich die Steckdosenspannung von dieser eingespeisten Aussenleiterspannung ab. Am Zähler unten im Keller kann ich nichts messen (verplombt)

Am 18.05.2010 20:14, schrieb Werner Holtfreter:

okay dann nehm ich es morgen einfach mal zur Arbeit mit und messe da. Da krieg ich das schon raus. Aber ich hab ja jetzt das herausbekommen was ich wissen wollte: welcher Automat was schaltet

einen was?

Das muss ich jetzt niht verstehen. Technisch ist im TN System PE und N immer im Haus irgendwo verbunden. Dadurch bleibt der - nur im Fehlerfall stromführende - PE immer noch ein PE.

Interessantes Multimeter.

Manchmal hilft ein Batteriewechsel, ansonsten wegschmeißen.

Das war auf jeden Fall eine Fehlmessung, kein 230V Verbraucher hält es länger an 315V aus!

Das Multimeter hat ja eine interne Referenzspannung, das Ergebnis auf der Anzeige ist immer in Relation zur Referenz zu sehen. Sorgt die schlappe Batterie dafür, dass statt der 5V Uref nur 4V Uref anliegen, dann werden aus 200V plötzlich 250V.

Selbst mein Fluke12 zeigt zwar verschämt die Batteriewarnung, trotzdem aber unverblümt Phantasiespannungen an.

Du weisst wann 16 A bei Überlast abschalten?

Lutz

Nur zu deiner Info: a) erst seit 1984 b) auch im Auzssenbereich c} für alle Leiensteckdosenkreise

in D.

Lutz

Thorsten sitzt nicht im Bereich von V *D* E!

Hallo DD,

dein Wissen erscheint gnadenlos veraltet. Inzwischen ist quasi die ganze Wohnung abzusichern

Blödsinn - im Gegenteil sind die 16 A eigentlich ein Zugeständnis an die tägliche Praxis. Streng nach Norm und Verlegeart wäre oftmals nur 13 A zulässig - und je nach Verlegeart, Kabelstärke, Bündelung und Länge ist manchmal sogar nur 10 A zulässig.

Sollten? Bei deren Eigenverbrauch ist es eigentlich ein Muss, denn jede andere Steckdose mit Großverbrauchern (Toaster, Mikrowelle, Staubsauger) führt gerne zu einem Mehrverbrauch als 16 A.

E-Herde und Durchlauferhitzer werden gerne aber auch mit 2.5 mm^2-Kabeln versorgt. Mit richtiger Dimensionierung sind teils auch 20 oder 25 A Absicherung ok.

Jeden Kreis mit einem einzelnen FI? Mehr als zwei FI (z.B. ein

3+1-poliger und ein 1+1-poliger) je Unterverteilung erscheinen mir übertrieben.

Wie geagt, du bist nicht auf aktuellem Stand. Mangels Nachrüstpflicht kannst du das auch gerne so lassen. Bei Umbauten ist die Nachrüstung aber erforderlich.

Na bitte, du weisst es ja. Das widerspricht aber eindeutig deiner Forderung, alles mit 16 A abzusichern.

Das lasse ich wiederum mal im Detail unbeantwortet und bezeichne es pauschal als falsch.

Schönen Gruß Martin

Am Wed, 19 May 2010 02:50:17 +0000 schrieb Lutz Illigen:

Ohne zu wissen welcher LSS-Typ zum Einsatz kommt weiß ich das genau so wenig wie du. Soll das eine Elektrikerprüfung werden? Wenn ich das wissen muss, schau ich in die Kennlinie. Und zwar in die Kennlinie des konkreten LSS Da ich kein Elektriker bin ist das völlig ausreichend. Ich muss nur wissen was zu beachten ist und nicht alle Werte auswendig wissen. Das ist dann eben bezogen auf das theoretischen erforderliche Abschaltverhalten des LSS und die darauf folgende Auswahl des geeigneten LSS auch nicht nur ein Leitungsquerschnitt sondern auch die Länge, die Einbausituation.

Besonders Deckenlampen.

Besonders da dort oft Verbraucher mit Zuleitungen unter 0,75mm² angeschlossen sind.

Das macht nichts, denn wenn die Geräteverdrahtung keine 16 A verträgt, dann gewährleistet das Gerät selbst, dass der Strom nicht größer als zulässig wird. Den kurzen Stromimpuls bei einem möglichen Kurzschluss verkraftet auch eine Leitung, die beim Sicherungsnennstrom zu heiß wird. Mit anderen Worten: Bezüglich dieses Leitungsstücks ist die Sicherung nur noch für den Kurzschlussschutz zuständig.

dann gew=E4hrleistet das Ger=E4t selbst, dass der Strom nicht

Den kurzen Stromimpuls bei einem m=F6glichen

Sehr pr=E4zise. Leider ist weitgehend unbekannt, da=DF es =DCberlast-Schutz und Kurzschlu=DF-Schutz gibt.

Nur Kurzschlu=DF-Schutz gilt auch f=FCr die gesamte Zuleitung, , sofern die Ger=E4te fest-nicht mit Steckvorrichtung- angeschlossen sind und bauartbedingt keine =DCberlast m=F6glich ist.

MfG bastian

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